DE696347C - Insektenbekaempfung - Google Patents

Insektenbekaempfung

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DE696347C
DE696347C DE1937I0057177 DEI0057177D DE696347C DE 696347 C DE696347 C DE 696347C DE 1937I0057177 DE1937I0057177 DE 1937I0057177 DE I0057177 D DEI0057177 D DE I0057177D DE 696347 C DE696347 C DE 696347C
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DE
Germany
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plants
insect control
halophenols
insects
compounds
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Expired
Application number
DE1937I0057177
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English (en)
Inventor
Dr Hans Maier-Bode
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

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  • Insektenbekämpfung Zur Bekämpfung von Insekten auf Pflanzen und Tieren werden vielfach nikotinhaltige und daher für Menschen und höhere Tiere giftige Zubereitungen oder Auszüge aus gewissen ausländischen Pflanzen verwendet, die aber nicht immer in der erforderlichen Menge und Güte erhältlich sind. Der Gebrauch anderer *als Insekticide bekannter Stoffe verbietet sich meist wegen ihrer schädigenden Wirkung auf Pflanzen und Tiere, bel denen sie Anwendung finden sollten. So rufen beispielsweise Halogenphenole (Chlorphenod) beim Versuch .der Anwendung in Spritzmitteln für Obstbäume u. dgl. starke Blattverbrennungen hervor, -so, daß sie hierfür völlig ungeeignet sind.
  • Es' wurde nun gefunden, daß. Halogenphenole, in die Alkylketten mit mindestens drei Kohlensteffatomen oder Aralkyl- bzw. Cycloalkylgruppen eingeführt sind, also Gruppen, die die Lipoidlöslvchkeit erhöhen und die Wass@crlöslichlzeit herabsetzen, unter Erhaltenbleiben ihrer wertvollen ins,ekticiden Eigenschaften die schädigende Wirkung auf Pflanzen und höhere Tiere weitgehend ein, gebüßt haben. Sie sind nunmehr oilm:e Gefährdung für diese in den zur wirksa_nnen Bekämpfung der Insekten notwendigen Konzentrationien anwendbar, selbst beigrünen Pflanzen bzw.empfindlichen Blattpflanzen. Gleichzeitig haben sie den unangenehmen Geruch der Halogenphenole verloren.
  • Man hat zwar schon vorgeschlagen, Chloralkylphenole zum Schutz von Wolle, Haaren, Federn, Fellen u. dgl. gegen den Angriff von Motten und anderen tierischen Schädlingen zu verwenden, doch hat die hier benutzte abschreckende Wirkung die_ler Verbindungen nichts mit ihrer insekticiden Wirkung zu tun. Ebensowenlg konnte man aus der fungiciden und baktericiden Wirkung gewisser Halogenphenole auf die insekticiden Eigenschaften der hier verwendeten Körper irgendwelchen Rückschluß ziehen. So weiß man beispielsweise einerseits, daß die bei pilzlichen Erkrankungen im Obst- und Weinbau mit bessern Erfolg angewendete Kupferkalkbrühe gegen Insekten ganz unwirksam ist, während andererseits insckticide Verbindungen, -wie Bleiarse.iat oder Thiodiphenylamin, keinerlei fungicde Wirkung entfalten. Noch weniger war aus der Giftwirkung der Nitrophenole gegen Insekten .aufeine solche Anwendbarkeit der Halogenphenole zu schließen, zeigt doch z. B. schon ein Vergleich von Chlorpikrin mit Tetrachlorkohlenstoff, also nveir nur durch den Ersatz eines Chloratoms durch eine Nitrogruppe sich unterscheidende einfache Verbindungen, daß die wirksame insekticide Desis bei deirNitrowerbindunig 3og/cbm, bei- der entsprechenden Chlorverbindung 500 g/cbm beträgt. Aus der französischen Patentschrift 603 799 ist die Anwendung von halo:genierten Phenolen, Kresolen, Xylenolen und Naphtholen in der Schädlingsbekämpfung bekannt. Von diesen. Körpern unterscheiden sich die hier zur Verwendung gelangenden Halogenphenole durch eine längere Seitenkette und durch ihre geringere Schädlichkeit gegenüber lebenden Pflanzen und Tieren: Verbindungen, die erfindungsgemäß zur Vertilgung von Insekten in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien auf Pflanzen und Tieren verwendet werden können, sind beispielsweise die durch Chlorierung otder Bromverung erhältlichen Verbindungen aus in bekannter Weise herstellbaren Kondensationsprodukten von. Phenolen, Kresolen, Xylenolen, Naphtholen, Phenalsulfid:en, Oxydiphenylen, Oxydiphenyläthem mit Butylalkohol, Amylalkohol, Hexylalkohol, Isooctylalkoh o1, Dodecylall:ohol, Cyclohexanol oder den betreffenden Olefinen oder Halogeniden, Benzylalkohol, Benzylchlorid und die Kondensationspro,dukte von Halogenphenolen, Halogennaphtho-len, Halogenphenolsulfiden, Ha-
    logenoxydiphenylen, Halogendiph:enyläthern
    mit den genannten Alkoholen, Olefinen und
    -phenol Halogeniden, ,:-#rtert.-butyl- also z. B.: o-CirIo::-#rtert.-butyl
    phenol, o,o'-Dichlor-p-tert.-butylp_lienol, ' o;o'-
    Dichlor-p-is-ooctylphenöl, o2p=`1jicblor-o'-cyclo-
    hexylpheri,ol, Dichlorthymol, Dibrom-p-iso-
    octylphenod, Bis-(chlorhexylphenol)=sulfid..
    Diese Verbindungen. werden rein, in ge-
    löstem oder emulgiertem Zustand als Spritz-
    oder Waschflüssigkeiten verwendet. Man
    tätet z. B. Blattläuse ohne Schädigung der
    Wirtspflanzen durch Spritzen mit einer 0,2-
    bis o,3%igen wäßrigen Emulsion ab, die
    aus einer Mischung von 25 Teilen Dichlor-
    nso,octylphen,ol, 5o Teilen eines hochsieden-
    den Kohlehy drierpraduktes oder Petraleum
    und 25 Teilen eines gemäß Patent 6o5971,
    Bevspie13, erhältlichen Kondensationsproduk-
    tes aus Dodecylalkoh o1 mit 6 Mol Äthylen-
    oxyd hergestellt wurde. Zur Vernichtung von
    Insekten und deren Brut auf Hunden, Schafen,
    Kühen und anderen Säugetieren eignet sich
    beispielsweise eine Seifenlösung, der o,5%
    Chlorns,ohexylphenol zugesetzt ist. In glei-
    cher oder in ähnlicher Weise können die an-
    deren genannten Verbindungen verwendet
    werden. Die Anwendung aller dieser Ha-
    logenphenole zur Bekämpfung von Insekten
    in Saatgut oder ähnlichem Vorratsgut ist
    nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII:
    Verwendung der durch Alkylgruppen mit ;mindestens drei Kohlensto:ffatomen, Aralkyl- oder Cycloalkylgruppen isubsti, tuiexten und gegebenenfalls noch weitere Substituenten tragenden Halogenphenole zur Insektenbekämpfung auf lebenden TüeTen und Pflanzen.
DE1937I0057177 1937-02-20 1937-02-20 Insektenbekaempfung Expired DE696347C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2000056152A1 (en) * 1999-03-23 2000-09-28 Robigus Ab Use for conifer sapling protection

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