DE893258C - Verfahren und Maschine zur Herstellung von Holzschrot - Google Patents
Verfahren und Maschine zur Herstellung von HolzschrotInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
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Description
- Verfahren und Maschine zur Herstellung von Holzschrot Zum Blankscheuern der Hohlkörper von Metallhülsen, hauptsächlich solcher von Gewehr- und Revolverpatronen, bedient man sich kleiner, aus Birke:, Frle, Pappel oder Buche hergestellter Holzwürfelchen. Diese Holzwürfelchen :dürfen keine Splitterchen, Fasern oder Hacheln enthalten, weil diese sich in den Hohlkörpern festsetzen und einen kostspieligen Arbeitsgang zu ihrer Entfernung verursachen würden.
- Zur Herstellung dieser Hol.zwürfelchen für Gewehrpatronenhülsen, deren günstigste Abmessungen etwa 31/2 X 3'/2 X 31/2 mm betragen, bediente man sich einer umständlichen Apparatur. Zuerst wurde entrindetes Stammholz in Klötze von etwa 30 cm Länge geschnitten. Diese Klötze wurden in heißem Wasser geweicht oder gedämpft, sodann- wurden sie in einer Art Furnierschälmaschine zu etwa 3'/2 mm starken Furnieren gemessert. Diese Furniere wurden auf einer anderen Maschine in etwa 3'/2 mm breite Streifen geschnitten und von der gleichen Maschine mittels Kupiermessers dann in die gewünschten Würfelchen zerlegt.
- Dieses Verfahren hatte folgende Nachteile: r. Man mußte Stammhölzer bester Nutzqualität verwenden; a. beim Messern derselben blieben die üblichen Restrollen; 3. Hachelbildung war nicht zu vermeiden; q.. (durch die vorherige starke Durchnässung des Holzes war die Trocknung der fertigen Würfelchen sehr langwierig und kostspielig; 5. Holzwürfelchen für Revolverpatronenhülsen, die wesentlich kleiner sind als die für Gewehrpatronenhülsen, konnten nicht hergestellt werden; 6. der ganze Fabrikationsprozeß war ein überaus umständlicher. Seine mengenmäßige Leistung war sehr gering; das Verfahren war deshalb außergewöhnlich :unwirtschaftlich.
- Die Erfindung bezweckt den Ersatz dieses Verfahrens durch ein Verfahren,. welches diese Nachteile vermeidet. Der Erfindung gemäß werden zur Herstellung des Holzschrotes Messer mit bezahnter Schneide quer zur Schneidenrichtun@g über die Hirnfläche des gegen die Messer gedrückten Holzes geführt. Eine zur Ausübung des Verfahrens dienende Maschine ist mit einer rotierenden Scheibe versehen, in welche die Messer mit ihren Schneiden etwa radial zur Schneide eingesetzt sind, und zwar mit einem Anstellwinkel von q.5° zum Holz. Vorteilhaft werden die Messer übersetzt in der Scheibe befestigt, d. !h. derart, daß die Zähne des jeweils in der Drehrichtung folgenden Messers in der Bahn der Zahnlücke des vorauslaufenden Messers arbeiten. Für das Verfahren besonders geeignete Messer werden dadurch erhalten, daß die beim Schneiden vorauseilende Breitseite des Messers, also seine Oberseite, mit Einfräsungen etwa von der Breite .der zwischen den Einfräsungen verbleibenden Rippen versehen wird und die Stirnseite des Messers abgefast wird. Durch diese Aibfasung entstehen am Grunde der Rillen nochmals Schneidkanten, die etwa um die Breite der Rillen gegenüber der durch die Rippen gebildeten vorderen Schneidkante zurückstehen.
- Mit einem derartigen Verfahren und einer -derartigen Maschine werden unter Benutzung von Brennholz oder Faserholz, das mit der Hirnseite unter gleichmäßigem Druck .gegen die Scheibe geführt wird, die gewünschten Würfelehen in durchaus -einwandfreier Form erzielt. Die Vorteile des Verfahrens sind folgende: i. Man kann geringwertige Brenn.- oder Faserhölzer verwenden; 2. ein Einweichen des Holzes kommt nicht in Frage; 3. die Erzeugung der Holzwürfelchen erfolgt in einem Arbeitsgang; q.. es entstehen keinerlei Fasern oder Hacheln; 5. beim Trocknen der Würfelehen braucht nur die .natürliche Holzfeuchtigkeit verdunstet werden; 6. mittels des Verfahrens können nicht nur die für Gewehrpatronen üblichen Holzwürfelchen von 31/2X 31/2 X 31/2 mm hergestellt wer-,den, sondern auch kleinere Holzwürfelchen von 11/2 X 11/2 X i1/2 mm für Revolverpatronenhülsen.
- In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform der der Erfindung entsprechenden Maschine und der benutzten Messer dargestellt.
- Abb. i zeigt die Stirnansicht einer der Erfindung entsprechenden Maschine; Abb. 2 zeigt,den Schnitt A-B in Abb. i, bei .dem aber die Scheibe :derart geidreht ist, daß zwei Messer in die Schnittfläche fallen; Abb. 3 zeigt die Draufsicht auf ein Messer; Abb. q. die Unteransicht eines Messers; Abb. 5 den Schnitt C-D in Abb. q. durch das Messer und Abb. 6 denselben Schnitt in größerem Maßsta'be. In den Lagern i der Maschine ist eine Welle 2 gelagert. Die Welle 2 trägt die Antriebsscheibe 3 und die Messerscheibe 4. In Radialschlitzen 5 der Scheibe sind Messer eingesetzt. Die Schlitze sind zur Achserrichtung der Scheibe um ¢5'°' geneigt. In die Schlitze sind Messer 6 derart eingesetzt, daß beim Drehen der Scheibe die gezahnte Oberfläche 7 der Messer vorausläuft. Die Zahnung ist durch Einfräsen von Rillen 8 erzielt, die zwischen sich Rippen etwa von der Breite der Rillen stehen lassen. Die Stirnseite g der Messer ist abgefast. Durch die Abfasung entstehen zwei hintereinanderliegende Schneiden, nämlich die durch die Rippe gebildete Schneide io und die durch den Rillengrund gebildete Schneide ii. Die Messer sind. mit Ouerschlitzen 12 versehen, welche die Schrauben umfassen, mittels deren- die Messer von der Rückseite her an .der Schevbe befestigt werden.
- Vor der Scheibe ist an einem Tisch 13 eine senkrechte Stützfläche 14 befestigt. Der Tisch dient zum Auflegen des zu verarbeitenden Holzes 15. Die Stützfläche dient als seitliche Anlage des Holzes. Das Ganze ist von einem Gehäuse 16 umgeben. Die Messer werden in :der Scheibe entsprechend der gewünschten Korngröße befestigt, d. h. je größer die gewünschte Korngröße, um so mehr ragen die Messer aus der Scheibe heraus. Wie bereits oben erwähnt wurde, sind rdie Messer in der rotierenden Scheibe übersetzt befestigt, d. h. beim Arbeiten folgt auf eine: arbeitende Rippe eine arbeitende Zahnrille. Dies ist wesentlich für die Erzielung von Körnern gleicher Größe. Das zu verarbeitende Holz wird gegen die rotierende Scheibe gedrückt und durch die Messer zerschrottet. Bei einem praktischen Ausführungsbeispiel beträgt die Umdrehungszahl der Scheibe 6oo.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Holzschrot, dadurch gekennzeichnet, daß Messer mit gezahnter Schneide quer zur Schneiderrichtung über die Hirnfläche des gegen die Messer gedrückten Holzes geführt werden. z. Maschine zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in einer rotierenden Scheibe die Messer mit ihren Schneiden etwa radial zur Scheibe eingesetzt sind, und zwar mit einem Anstellwinkel von etwa 45" zum Holz. 3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, @daß die Messer übersetzt in der Scheibe befestigt sind, id. h. derart, daß die Zähne des jeweils in der Drehrichtung folgenden Messers in der Bahn der Zahnlücken des vorauslaufenden Messers arbeiten. q.. Messer für das Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Schneiden vorauseilende Breitseite des Messers mit Einfräsungen von etwa der Breite der zwischen den Einfräsungen verbleibenden Rippen versehen .ist und die Stirnseite des Messers abgefast ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET1213D DE893258C (de) | 1942-11-05 | 1942-11-05 | Verfahren und Maschine zur Herstellung von Holzschrot |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET1213D DE893258C (de) | 1942-11-05 | 1942-11-05 | Verfahren und Maschine zur Herstellung von Holzschrot |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE893258C true DE893258C (de) | 1953-10-15 |
Family
ID=7543410
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET1213D Expired DE893258C (de) | 1942-11-05 | 1942-11-05 | Verfahren und Maschine zur Herstellung von Holzschrot |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE893258C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1099720B (de) * | 1956-07-31 | 1961-02-16 | Albert Bezner Maschinenfabrik | Zerspanungsmesserscheibe |
| RU2802059C1 (ru) * | 2023-04-24 | 2023-08-22 | Федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего образования "Поволжский государственный технологический университет" | Установка для отделения бересты от луба |
-
1942
- 1942-11-05 DE DET1213D patent/DE893258C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1099720B (de) * | 1956-07-31 | 1961-02-16 | Albert Bezner Maschinenfabrik | Zerspanungsmesserscheibe |
| RU2802059C1 (ru) * | 2023-04-24 | 2023-08-22 | Федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего образования "Поволжский государственный технологический университет" | Установка для отделения бересты от луба |
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