DE893124C - Tonfilm mit mehreren Spuren - Google Patents

Tonfilm mit mehreren Spuren

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DE893124C
DE893124C DER4341D DER0004341D DE893124C DE 893124 C DE893124 C DE 893124C DE R4341 D DER4341 D DE R4341D DE R0004341 D DER0004341 D DE R0004341D DE 893124 C DE893124 C DE 893124C
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DER4341D
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Charles Hawley Cartwright
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RCA Corp
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    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B7/00Recording or reproducing by optical means, e.g. recording using a thermal beam of optical radiation by modifying optical properties or the physical structure, reproducing using an optical beam at lower power by sensing optical properties; Record carriers therefor

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  • Optical Recording Or Reproduction (AREA)

Description

  • Tonfilm mit mehreren Spuren Diese Erfindung bezieht sich auf elektrooptische Tonaufzeichnungen und speziell auf Gegentakttonaufzeichnung auf Filmstreifen in mehreren. Spuren. Es sind mehrere Arten von Tonaufnahmen auf b°-wegtem Bildfilm bekannt, z. B. Sprossenschrift, Doppelzacken- und Einfacnzackenschrift, Gleichtakt-A-Schrift, Gegentakt-A-Schrift und Gegentakt-B-Schrift usw. Die vorliegende Erfindung besteht aus Kombinationen bestimmter dieser Schriftarten, nämlich. in der Kombination zwischen Gleichtakt-A-Schrift mit Gegentakt-B-Schrift und der Kombination zwischen Gegentakt-A-Schrift mit Gegentakt-B-Schrift, wobei die hauptsächlichsten Vorzüge jeder Schriftart gewahrt bleiben, während ihre Nachteile im wesentlichen vermieden werden. Um die Erfindung besser erklären zu können, ist es angezeigt, die Aufzeichnungsanordnungen im folgenden näher zu beschreiben.
  • Ein Gegentaktaufnahmesystem zeichnet zwei zueinandergehöribge Tonspuren auf, welche bei der Wiedergabe mit einem Gegentaktwieedergabeapparat den Originalton ergeben. Ein solches Wiedergabesystem kann als wesentlichen Bestandteil zwei Fotozellen enthalten, eine für jede Spur der Aufzeichnung, wobei diese beiden Fotozellen in Gegentaktschaltung Spannungen mit i8o° Phasendifferenz erzeugen.
  • EinAufzeichnungssystemfür Gegentakt-A-Schrift erzeugt eine Aufzeichnung in zwei Spuren, die je eine vollkommene Tonaufzeichnung enthalten, aber in bezug auf die andere Spur des Films um i8o° der Phase nach verschoben sind. Ein solcher Tonfilm ist mittels der oben beschriebenen Wiedergabevorric'htung wiederzugeben.
  • Eine Gleichtakt-A-Anordnung ist bekanntlich dem Wesen nach eine Hälfte der Gegentakt-A Anordnung, ihre einzige Tonspur wird mittels einer einzigen Fotozelle abgetastet.
  • Eine Gegentakt-B-Aufnahmeanordnung erzeugt eine Aufzeichnung in zwei Spuren:, von welchen die eine nur die positiven, die andere nur die negativen Halbwellen der Tonwellen. .enthält. Bei der Herstellung mit einem Galvanometer entspricht also die eine Spur der Aufzeichnung Galvanometerausschlägen nach der einen Seite der Nullage, die andere SpurAusschlägennachder anderen Seite der Nullage.
  • Es gibt keine Gleichtakt-B-Anordnung, weil jede Spur keine vollkommene Tonaufzeichnung enthält. Die vorliegende Erfindung ist auf eine Aufnahmeanordnung gerichtet, die die Gleichtakt-A-Anordnung und die Gegentakt-B-Anordnung oder die Gegentakt-A-Anordnung und die Gegentakt-B-Anordnung vereinigt, so daß Kombinationsspuren der Gleichtakt-A-Schrift mit der Gegentakt-B-Schrift und der Gegentakt-A-Schrift mit der. Gegentakt-B-Schrift entstehen.
  • Vor der Beschreibung der erfindungsgemäßen Aufnahmegeräte ist es sicher wertvoll, einen Überblick über die Vor- und Nachteile jeder Anordnung gegenüber den anderen Anordnungen und über die von den Kombinationen, aufgezeichneten Tonspuren zu geben.
  • Zum Beispiel hat die Gegentakt-A-Anordnung den Vorteil, gegen Unsymmetrien in der Gegentaktwiedergabeanordnung unempfindlich zu sein, da jede Spur selbst eine vollständige Tonaufzeichnung enthält, so daß eine derartige Unsymmetrie lediglich die Amplitude, nicht aber die Kurvenform der wiedergegebenen Zeichen beeinflußt. Ein weiterer Vorteil beider A-Anordnungen liegt darin, daß die seitliche Einstellung der Aufzeichnungsöffnung gegenüber der Lichtschlitz-blende nicht kritisch ist. Bei der bekannten Art von Gegentaktaufzeichnung werden zwei Lichtbilder vom Galvanometerspiegel reflektiert und auf einen schmalen Schlitz geworfen, der die Bilder genau in der Mitte teilt. Daher kann der Schlitz in seiner Winkelstellung verändert werden, d. h. mit Rücksicht auf die Lichtbilder verdreht werden, ohne daß die durch den Schlitz gehenden Lichtbündel für die Gegentakt-A-Aufzeichnung unbrauchbar gemacht werden. Ein weiterer Vorteil der Gegpntakt-A--Schrift ist, daß sie Verzerrungen beim Kopieren; nicht in gleichem Maße wie beispielsweise die Gegentakt-B-Schrift ausgesetzt ist. Es ist ja bekannt, daß bei der Kopie von Filmen, die hohen. Frequenzen kleiner Amplitude häufig beeinträchtigt werden, wenn die scharfe Begrenzung zwischen den exponierten und den nichtexponierten Teilen des Films verwischt wird. Diese Verzerrung wird vermindert, wenn ständig ein Lichtbündel beträchtlicher Abmessungen am Schlitz vorhanden ist.
  • Ein Nachteil der A-Anordnungen und -Aufzeichnun,-en ist es, daß ein großer Teil des Lichtbündels während der Zeit, in der kein Zeichen eintrifft oder in der die Zeichen kleine Amplituden besitzen, auf den Film gelangt und dort eine relativ große Breite von in der Kopie durchsichtigen Stellen erzeugt, wodurch das Verhältnis der Lautstärke der Tonaufzeichnungen zur Größe des .Grundgeräusches klein wird. Um dieses Geräusch zu vermrindern, hat man schon einen Mechanismus verwendet, der dieses Licht bis auf ein schmales Bündel abblendet, wobei die Länge des Lichtbündels der modulierten Amplitude angepaßt wird. Im Idealfall wird jede von der Bewegung der Blendenflügel stammende Modulation automatisch in der Gegentaktwiedergabeanordnung ausgeschieden. Praktisch kann man die Blendengeschwindigkeit nur wenig über die Geschwindigkeit bei Einzelspuraufzeichn.ung erhöhen, ohne eine nennenswerte Verzerrung zu erzeugen. Durch diese Erhöhung der Blendengeschwindigkeit kann der durchsichtige Teil am Film für signallose. Aufzeichnung etwas kleiner werden, als dies bei Gleichtaktaufzeichnung der Fall ist, und somit wird eine entsprechende Geräuschverminderung erzielt.
  • Nun zu den Vor- und Nachteilen der Gegentakt-B-Aufnahmeeinrichtung. Diese benutzt zwei Lichtbündel, die so auf einen Längsschlitz geworfen werden, daß beim Signal Null die äußersten Enden der Lichtbilder gerade die entgegengesetzten Ränder des Schlitzes berühren. Diese Art von Tonspur ist ihrer Natur nach rauschfrei, weil beim Signal Null kein Licht den Film erreicht, so daß auf der endgültigen Filmkopie dann keine hellen Stellen vorhanden sind. Es ist ein wichtiger Vorteil der Gegentakt-B-Schrift, daß bei ihr alle Blenden zur Grundgeräuschverminderung vollkommen fortfallen. Gleichwohl hat diese Schriftart den Nachteil, daß sie bezüglich der seitlichen Einstellung der Spaltbilder kritisch ist. Sie ist aber auch gegen Unsymmetrien und Kopierverzerrungen empfindlich, d. h. daß die beiden Spuren der Tonaufzeichnung, wenn der Schlitz nicht genau eingestellt oder ein wenig gegen die Enden der Lichtbilder verdreht ist, nicht rein wiedergegeben werden können, weil dann, nicht jede Spur der anderen genau zugeordnet wird und kleine Amplituden: sogar ganz verlorengehen können. Auch werden bei der Wiedergabe hoher Frequenzen mit kleiner Amplitude diese hohen Frequenzen verwischt und teilweise vollkommen verlorengehen. Außerdem müssen die beiden Spuren, da sie nur gemeinsam eine vollständige Aufzeichnung darstellen, sehr genau kombiniert werden, um den Originalton hervorzurufen. Daher wird, wenn in der Wiedergabeordnung irgendeine Unsymmetrie eintritt, sei es durch ungleiche Fotozellen oder durch ungleiche Verstärkerrähren, eine Verzerrung eintreten.
  • Durch die Erfindung soll nun eine Einrichtung geschaffen werden, welche die Hauptvorteile der beschriebenen Systeme enthält und deren Nachteile im wesentlichen vermeidet. Kurz gesagt, erzeugt diese Aufnahmeeinrichtung eine reine Gleichtakt-A-Schrift oder eine Gegentakt-A-Schrift für kleine Amplituden bis zu einem gewählten Modulationsgrad und ist andererseits eine Kombination. der Gleichtakt -A-Schrift oder der Gegentakt -A-Schrift mit der Gegentakt-B-Schrift für die höheren Modulationsgrade. Die dabei erhaltenen Eigenschaften sind folgende: i. Es wird ohne alle Reintonabdeckbdenden eine Grundgeräuschverminderung erreicht.
  • 2. Die seitliche Einstellung ist nicht kritisch, weil bei der Gleichtakt-A-Schrift keine Verzerrung auftritt, während die Verzerrungen des Kombinationsteils bei den höheren Amplituden nicht mehr so schädlich sind. .
  • 3. Die durch das Filmkopieren entstehende Verzerrung ist kleiner, weil diese bei der Gleichtakt-,N-Schrift so klein ist als nur bei irgendeiner Aufnahmeart möglich und in dem A-B-Teil in nur geringem Maße auftritt.
  • .. Verzerrungen durch Unsymmetrien werden vermindert, weil solche bei den kleinen Amplituden überhaupt nicht und bei den höheren Amplituden wesentlich vermindert auftreten.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt also, verbesserte Gegentaktaufzeichnungseinricbtungen vorzusehen und die Hauptvorteile der Gleichtakt- und Gegentakt-A- und -B-Schrift zu kombinieren und deren Nachteile teils gänzlich zu vermeiden, teils auf einen Mindestbetrag herabzusetzen.
  • Außerdem soll die Gegentakt-A-Schrift und, di.-Gegentakt-B-Schrift kombiniert werden und hiermit eine Kombinationstonspur hergestellt werden, die die Vorteile beider Schriftarten aufweist.
  • Ferner soll durch die vorliegende Erfindung eine Tonspur hergestellt werden, deren kleine Amplituden in Gleichtakt-A- oder Gegentakt-A-Schrift und deren größere Amplituden in einer Kombination von Schriftarten aufgezeichnet sind.
  • Abb. i ist eine schematische Ansicht einer Tonaufnahmeeinrichtung, die die Erfindung beinhaltet; Abb. 2 ist eine vergrößerte Ansicht, aus der die Abmessungen der Lichtöffnungen der Abb. i hervorgehen; Abb. 3 zeigt ein Tonspurnegativ, wie es mit dem System nach Abb. i aufgenommen werden kann; Abb. 4. zeigt eine Lichtöffnüngsplatte zur Aufnahme einer Kombinationstonspur in Gleichtakt -A-und Gegentakt-B-Schrift; Abb.5, 6 und 7 zeigen andere Formen von. Gegentaktlichtöffnungs,platten gemäß der Erfindung; Abb. 8 zeigt die Abhängigkeit der Ablenkung der Lichtbündel von der Form der Lichtöffnungen nach Abb. 2 ; Abb. 9 und io zeigen die relativen Verzerrungen der Gegentakt-B- und der - Gleichtakt-A- und Gegentakt-A- und -13-Anordnungen und der von ihnen erzeugten Tonspuren.
  • In Abb. i entwirft eine Lichtquelle 5 mittels einer Linse 6 ein Lichtbündel auf die Lichtöffnungsplatte (Maske) 7, die die Öffnungen 8 und 9 enthält. Das durch diese Öffnungen tretende Licht wird von einer Linse io auf den Galvanometerspiegel i i geworfen, der die Lichtbündel in der Pfeilrichtung quer zur Filmlaufrichtung bewegt. Das am Spiegel i i reflektierte Licht gelangt .dann durch die Linse 12 und erzeugt auf einer Schlitzplatte 13 Lichtbilder 15 und 16. Die Schlitzplatte besitzt einen Schlitz 1q.. Das durch diesen Schlitz gehende Licht wird von den Objektivlinsen 17 auf den Film 18 .geworfen. Der Film wird auf bekannt,-Art bewegt. Dieses System erzeugt eine Gegentaktaufzeichnung in Amplitudenschrift (Zackenschrift).
  • Die Schlitzplatte 13 ist in Abb, 2 genauer dargestellt, wobei die Lichtbilder 15 und 16 in. der Stellung für die Signalamplitude Null gezeichnet sind. Diesen Bildern sind dabei bestimmte Abmessungen beigelegt, die den Abmessungen der öffnungen 8 und 9 der Öffnungsplatte 7 entsprechen und nicht unbedingt die der Bilder sein müssen.. Der Unterschied hängt von den Linsen io und 12 ab. Die Größe des breitesten Teils der Öffnungen beträgt 5,69 mm, des schmalsten Teils o,o5 mm. Um ioo°/o Modulation zu erreichen, müssen die Bilder um 1,39 mm abgelenkt werden, was dem Abstand des weitesten Teils der Öffnungen. von der Mitte des Schlitzes entspricht. Beide Öffnungen besitzen gleiche Abmessungen. Man sieht, daß jede Öffnung bzw. jedes Bild zwei Dreiecke enthält, wobei die Spitze der größeren dieser Dreiecke bis zur Mitte des Schlitzes reicht, wie es in der Abb. 2 durch die punktierte Verlängerung der -einen Seite der Dreiecke angedeutet ist. Diese beiden Dreiecksbilder allein können zur reinen Gegentakt-B-Aufnahme verwendet werden. Die Restteile der Bilder sind also Dreiecke, deren Hypothenuse 2 b, deren Höhe a+o,o5 mm beträgt, weil die schwanzartige Verlängerung o,o5 mm breit ist. Diese Abmeessungen wurden als Variable angegeben, da sie, verschiedene Werte in Abhängigkeit von dem gewünschten Resultat annehmen können, wie später ausgeführt wird.
  • Die mit diesen eben beschriebenen Öffnungen erzielte Aufnahme ist in Abb.3 dargestellt. Für Modulationen bzw. Bildablenkungen, die nicht größer als die Abmessung b sind (von links bis zum Punkt 2o in Abb. 3), erzeugt jedes Lichtbild eine vollkommene und zusammenhängende Tonspur-, die gegenüber der anderen Tonspur 18o° Phasenverschiebung besitzt. Dies ist eine reine Gegentakt-A-Aufzeichnung. Bei größeren Amplituden, entsprechend: größeren Ablenkungen der Lichtbilder, wird eine Kombinationsaufzeichnung in Gegentakt-A-Schrift und Gegentakt-B-Schrift erzeugt, wie es im restlichen Teil der Tonaufzeichnung der Abb. 3 gezeigt ist. Hierbei ist jede Tonspur diskontinuierlich, und ihre Teile liegen in gegenüberliegenden getrennten Flächen längs des Filmstreifens.
  • Neben der in Abb. i und 2 dargestellten Form der Öffnungen können auch Öffnungen nach Abb, 5, 6 und 7 (in Nullsignalstellung gezeichnet) verwendet werden und erzeugen daher Aufzeichnungen. gemäß der Erfindung, wenn sie in der im folgenden beschriebenen Art kombiniert sind.
  • In Abb.2 sind die Lichtbilder bezüglich des Schlitzes in der Nullsignalstellung des Galvanometers gezeichnet, wobei ein Lichtbündel definierter Breite den Schlitz durchsetzt. Abb. 8 zeigt, wie sich die Breite dieses Lichtbündels für verschiedene Ablenkungen des Galvanometers aus seiner Mulllage verändert, und zwar nach beiden Seiten, der positiven und der negativen. Die gerade Linie 15' gehört zu Bild 15, die gerade Linie 16" zu Bild 16, so daß die Länge der Ordinate o-c der Breite des Lichtbündels 15 in der Nullsignalstellung, die Ordinate o-d der Breite des Lichtbündels 16 bzi gleichen Bedingungen entspricht, der Breite beider Lichtbündel entspricht daher die Strecke c-d. Vom Lichtbündel 15 wird kein Licht den Schlitz durchsetzen, wenn das Lichtbündel über einen Punkt e :hinaus abgelenkt wird, während Punkt f den entsprechenden Punkt für das Lichtbün.del16 darstellt. Dies gilt jedoch unter Ausschluß des Lichtes, das durch die schwanzartigen Verlängerungen der Lichtbilder tritt, welches für alle Ablenkungen über die Punkte e und f hinaus konstant bleibt. Es gelangt also für Ablenkungen bzw. Modulationen zwischen den Punkten e und f Licht von beiden Lichtbündeln auf den Film, und es entsteht eine reine Gegentakt-A-Aufzeichnung, wie es in: Abb. 3 bis zur Stelle 2o gezeigt ist.
  • Es ist zum eben erwähnten zu bemerken, daß zwischen den Grenzpunkten e und f die Verän4erung der Länge der Lichtbündel, die zum Film gelangen, proportional der Lichtbildablenkung ist. Über diese Grenzen hinaus ist diese Beziehung ebenfalls proportional, aber mit einem anderen Proportionalitätsfaktor. Da jedes Lichtbündel durch die Modulation von den betreffenden Punkten e und f an abwechselnd unwirksam wird, muß das jeweils wirksame Bündel seine Wirksamkeit genügend vergrößern, um den Verlust des anderen Bündels auszugleichen. Es wurde gefunden, daß die Breite beider Lichtbündel für Ablenkungen größer als o-e oder o-f doppelt so stark anwachsen muß. Dies ist in A.bb. 8 durch die Zunahme der Steifheit der Linien z5' und 16' von den betreffenden Punkten g und h an bis zu den Punkten. mit -roo°/a Modulation, d. h. der Maximalablenkung des Galvanometers bzw. der Lichtbündel, gezeigt. Diese steileren Teile der Kurven 15' und 16' müssen gleiche Steilheit besitzen, so daß sie auf einer Geraden liegen, wie es durch die punktierte Linie g-la angedeutet ist. Deshalb ist es gleichgültig, was für eine Form die Öffnungen besitzen, solange dieses Verhältnis bezüglich der Länge der den Film erreichenden Lichtbündel gewahrt bleibt, und es wird auch weder eine unechte Verkleinerung der Amplitude noch eine Verzerrung bei dem übergangspunkt zwischen reiner Gegentakt-A-Schrift und der Konibinations-Gegentakt-A-und-B-Schrift eintreten.
  • Die-Offnungen der Abb. 5, 6 und 7 sind in Übereinstimmung mit diesen Grundsätzen konstruiert, und jede von ihnen wird daher eine Aufzeichnung gemäß der Erfindung hervorrufen. Es ist nun auch verständlich, daß innerhalb der Erfindung noch andere Formen von Gegentaktöffnungen benutzt werden können. Durch die Erfindung ist also fü: kleine Amplituden der Vorteil der Unempfindlichkeit gegen seitliche Justierungsfehler erreicht, und es -werden keine Verzerrungen durch Kopieren hervorgerufen und ebenso keine Verzerrung,'n durch Unsymmetrien. Für größere Amplituden werden Verzerrungen, die von ungenauer Seiteneinstellung, mangelhaftem Kopieren. oder fehlerhafter Einstellung der Wiedergabeanordnung hervorgerufen werden, wesentlich herabgesetzt. Dieses System arbeitet also sehr geräuschfrei, so daß hierbei die Abdeckblenden zur Geräuschverminderunweggelassen werden können,.
  • Weil der Übergangspunkt zwischen reiner Gegentakt-A-Schrift und der Kombination Gegentakt-A-Gegentakt-B-Schrift variabel ist, nämlich abhängig von den Werten der Größen a und b in Abb. 2, zeigt die folgende Tabelle, wie die Veränderung de: Amplitudengröße und die Veränderung des Grundgeräusches von den Werten für a und b abhängen:
    Grundgeräusch- a + 0,o5
    a a -f- 0,05 b verminderung Übergangs- am Film
    in mm in mm in mm in db punz in mm
    0,0 0,05 0,0 35,0 10o11%- 0,0 0,008
    O,i 0,i5 0,o5 26,o -26,o 0,024
    0,15 0,2 0,07 23,0 -25,0 0,032
    0,2 0,25 0,1 21,0 -22;0 0,04
    0,25 0,3 0,12 20,0 -21,0 0,045
    0,3 0,35 0,i5 18,2 -i9,0 o,056
    0,35 0,4 0,17 17,1 -18,0 0,o63
    0,4 0,45 0,2 16,o -16,8 0,071
    0,45 0,5 0,22 15,0 -15,6 0,08
    0,5 0,56 ö,25 14,0 -14,8 0,087
    o,56 o,61 0,27 13,5 -14,0 0,095
    o,61 o,66 0,3 12,8 -13,2 0,103
    o,66 0,71 0,32 12,2 -12,5 0,111
    0,7i 0,76 0,35 11,5 -12,0 0,12
    Es ist zu beachten, daß mit Werten von na und b gleich Null eine reine Gegentakt-B-Schrift erreicht wird mit ihren oben ausgeführten praktischen Nachteilen. Gleichwohl können aus der vorstehenden. Tabelle entsprechende Werte für die Größen a. und b gewählt werden, um irgendeinen gewünschten Übergangspunkt zu erreichen. Diese Tabelle setzt Öffnungen von 1,3970 mm für volle Lichtbündelablenkung voraus, und es ist offenbar, da:ß für andere Öffnungsabmessungen die Werte der Tabelle entsprechend abgeändert werden.
  • Um die Abweichung der Verzerrüng zwischen reiner Gegentakt-B-Schrift und der vorliegenden Erfindung weiter zu veranschaulichen, sei auf Abt. 9 und 1o verwiesen. In Abb, 9 entspricht die stark ausgezogene Linie der Gegentakt-A- und -B-Schrift, während die ganze gekrümmte, teilweise punktiert gezeichnete die Verzerrung beim Gegentakt-B-Aufnahmesystem darstellt. Die Ordinate bedeutet die Verzerrung in Prozent, die Abszisse Amplitudenmodulation in Dezibel, wobei sich die Kurven zur Vereinfachung auf berechnete Angaben unter Benutzung einer rechteckigen Wellenform stützen.
  • Aus Abb. 9, die die Verzerrung als Funktion des Modulationsgrades für eine bestimmte Seitenverdrehung um 3,5 Minuten aus der normalen Lage darstellt, geht hervor, daß bei ioo% Modulation oder 0 @db ein geringer Betrag an Verzerrung bei Gegentakt-B- und Gegentakt-A-B-Schrift eintritt. Dieser Betrag steigt bei Verkleinerung der Amplitude bis zu dem Übergangspunkt, der willkürlich bei -:2o db angenommen wurde. Bei diesem Punkt fällt die Verzerrung für die Gegentakt-A-B-Schrift auf Null, während sie für die reine Gegentakt-B-Schrift weiterhin ansteigt.
  • In Abb. 1o sind die Verzerrungen als Funktion der Amplitudenmodulation für eine bestimmte Unsymmetrie im Wiedergabesystem dargestellt. Hierbei bezieht sich. die waagerechte Linie auf die Gegentakt-B-Aufzeichnung, die Kurve auf die Gegentakt-A-B-Schrift. Aus diesen Kurven geht hervor, daß die durch die Unsymmetrie hervorgerufene Verzerung für alle Amplituden bei- der Gegentakt-B-Schrift konstant bleibt. Bei. 1oo% Modulation oder 0 db weist die eine etwas geringere Verzerrung auf als die reine Gegentakt -B-Schrift. Für kleinere Amplituden verringert sich jedoch bei der A-B-Schrift der Betrag der Verzerrung, wie es die Kurve zeigt, ,bis zum Übergangspunkt bei - 2o db, von wo an die A-Schrift allein wirksam ist und die Verzerrung Null wird.
  • Die Verzerrung der rechteckig geformten Wellen, hervorgerufen durch fehlerhafte seitliche Einstellung oder durch Unsymmetrien in: der Wiedergabeeinrichtung, ruft also lediglich Amplitudenverzerrun;gen hervor. Daher treffen die, Werte der Verzerrung in den Abb-. 9 und 1o nicht für die praktischen Fälle von S inuswellenf ormen oder zusammengesetzten Schwingungen von Sprache und Musik zu. Immerhin zeigen die Kurven den Hauptunterschied der auftretenden. Verzerrungsgrößen zwischen. B-.Schrift und Gegentakt-A-B-Systemen und ihren Tonspuren und sind nur zu diesem Zweck dargestellt worden. Immerhin bestätigen die Ergebnisse von Versuchen, wo Verzerrungen mit reinen Sinuswellen angewandt wurden, diese Unterschiede in den Größen der Verzerrung, so wie sie in Abt. 9 und 1o dargestellt sind.
  • Aus diesen. Kurven in Abb. 9 und 1o geht hervor, daß bei der Kombination Gegentakt-A-B kleinere Verzerrungen hervorgerufen werden als bei reiner B-Schrift. Gleichzeitig konnte auf Geräuschverminderungsblenden., wie sie für die übliche A-Schrift nötig sind., verzichtet werden. Es ist daher mit dieser erfindungsgemäßen Schriftart ein sehr praktisches System von Gegentaktaufzeichnun- und -wiedergabe geschaffen, :das nicht der kritischen Einstellung, wie bei der reinen B=Schrift erforderlich, unterworfen ist, wobei andererseits die Anwendung einer Geräuschverminderungsblende, wie für A-Schrift nötig, vermieden ist.
  • Abb. q. zeigt eine Öffnungsplatte oder Maske für ein Aufnahmekombinationssystem Gleichtakt-Gegentakt-B. Die beiden einander ähnlichen, aber ungleichen Öffnungen, 22 und 23 sind als direkt auf einer Schlitzplatte 24 mit einem Schlitz 25 liegend dargestellt. Die Öffnungen 22, 23 können auch als Lichtbilder aufgefaßt werden, die auf die Maske 24. projiziert sind und befinden sich in der Null- oder Normallage entsprechend einer Signalamplitude Null. Diese Form der Öffnungen erzeugt eine Gleichtakt-A-Schrift für Amplituden, die nicht größere Bildablenkungen als i hervorrufen, da von dort ab lediglich vom Bild 22 Licht zum Film gelangt. Infolgedessen wird bei kleinen Amplituden die gewöhnliche Einzelspuraufzeichnung entstehen. Für Ablenkungen, größer als der Abstand, i arbeitet auch die Öffnung 23, mit dem Erfolg, d:aß dann eine Kombinationsaufzeichnung in Gleichtakt-A- und Gegentakt-B-Schrift erzeugt wird. Eine solche Aufnahme ist mit einem Gegentaktwiedergabesystem wiederzugeben, weil die Fotozellenausgangsleistung lediglich vom Wechsel der Lichtmenge innerhalb der Grenzen ihrer Kennlinien abhängig ist.
  • Kombinationsaufnahmen in Gleichtakt-A- und Gegentakt-B-Schrift besitzen im wesentlichen alle Vorteile, die oben in Verbindung mit allen Gegentaktkombinationssystemen dargelegt wurden.. Es sind jedoch beider Konstruktion der Öffnungen für die Gleichtakt-A-Schrift gewisse Bedingungen zu erfüllen. Dafür reine Gleichtakt-A-Schrift nur eine Öffnung während der Aufzeichnung kleiner Amplituden arbeitet, muß die Steilheit der Lichtkennlinie beim Übergangspunkt zur Kombination unverändert hleiben. Der Winkel 0 in Abb. q. ist daher gleich dem Winkel 0 oder, in anderen Worten, der Zuwachs an Länge des einen Lichtbündels, das zum Film gelangt, muß direkt proportional der Längenabnahme des anderen Lichtbündels sein. Dies ist der Fall bei jeder Gegentaktkombination, außer wenn beide Lichtbündel wirken, solange in jedem Gegentaktsystem die Gleichtakt-A-Aufzeichnung benutzt wird.
  • Obwohl die vorliegende Erfindung bei Anwendung eines Zackenschriftsystems gemacht wurde, ist es verständlich, daß das grundlegende Prinzip ebenfalls für Sprossenschriftsysteme anzuwenden ist, das heißt, anstatt die Länge oder Längen des oder der Lichtbündel wie oben erwähnt zu verändern, müssen bei Sprossenschriftverfahren die Intensitäten auf entsprechende Weise verändert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Tonfilm in mehreren Spuren, bei denen. die kleinen. Amplituden bis zu einer gewissen Größe -in einer anderen Schriftart aufgezeichnet sind als die großen Amplituden, dadurch gekennzeichnet, daß die kleinen, Amplituden in einer Spur in Gleichtaktschrift oder in zwei Spuren in Gegentakt-A-Schrift und die großen Amplituden in beiden Spüren in einer kombinierten Gleichtakt-Gegentakt-B-Schrift oder Gegentakt-A-Gegentakt-B-Schrift aufgezeichnet sind. z. Tonfilm nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die kleineren Amplituden in Gegentakteinfacbzackenschrift und die größeren Amplituden in Gegentaktdoppelzackenschrift aufgezeichnet sind, gegenüber deren Nullinie in jeder Spur die Zacken vorzugsweise unsymmetrisch liegen (Abb. 3). 3. Tonfilm nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die kleineren Amplituden in Gegentaktdoppelzackenschrift hufgezeichnet sind mit einem Winkel, der verschieden ist von dem Winkel für die Doppelzackenschrift bei größeren Amplituden (Abb.6). 4. Tonfilm nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei kleinen Amplituden nur in einer Reihe Doppelzackenschrift aufgezeichnet ist (Abb. 4). 5. Vorrichtung zum Herstellen eines Tonfilms nach einem der Ansprüche i bis 4, gekennzeichnet durch eine Blende mit zwei entgegengesetzt gerichteten Dreiecksöffnungen, die im Steuerbereich der kleinen Amplituden so ausgebildet sind, daß jede von ihnen eine Spur mit negativen und- positiven Halbwellen erzeugt, während sie im Steuerbereich der größeren Amplituden, so ausgebildet sind, daß. jede eine Spur entweder nur mit negativen oder nur mit positiven Halbwellen erzeugt. 6. Blende nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendenöffnungen je aus einem Hauptteil in Dreiecksform bestehen, der an der Spitze einen dreieckförmigen Ansatz aufweist, dessen Basis parallel zur Höhe des Hauptteils liegt. 7. Blende nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitze des Hauptteildreieckes und damit auch die Spitze des 1\Teb.endreieckes auf einer Schlitzplatte in Ruhestellung etwa in der Mitte des Spaltes liegen. B. Blende nach Anspruch 5, .dadurch gekennzeichnet, daß die Blenden so- ausgebildet sind, daß in Ruhelage nur die eine Öffnung über den Spalt hinausragt. g. Blende nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen um einen rechteckigen, schmalen Schwanz derart verlängert sind, daß. auch bei ioo°/u Ablenkung von jeder Blendenöffnung Licht durch den Schlitz fällt, wobei die Richtung der schwanzartigen Verlängerung der Lichtbilder in der Richtung der Ablenkung liegt. i o. Verfahren zur Herstellung eines Tonfilms nach einem der Ansprüche i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß für Amplituden unter einer vorgewählten Größe ein anderes Schriftverfahren, z. B. Gegentakt-A-Schrift, verwendet wird als für die größeren-Amplituden. ii. Verfahren nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet; daß- die -Blendenanordnung so getroffen wird, daß auch bei dem Übergang von dem einen Schriftverfahren zum anderen die Proportionalität zwischen Breite und Ablenkung der Lichtbündel gewahrt bleibt. 1a. Verfahren nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Übergang von dem Schriftverfahren für kleinere Amplituden zu dem für größere Amplituden die Vergrößerung der Breite der Lichtbündel doppelt so groß ist als vor dem Übergang.
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