Relais, im besonderen für Eisenbahn-Sicherungs-Einrichtungen Bei Telefon-
und Telegrafenretais verwendet man für die Kontaktgabe die Berührung zwischen zwei
Kontaktfedern. Um ein sicheres Schließen der Kontakte zu gewährleisten, hat man
die Kontaktfedern geschlitzt, so daß man jeweils zwei Kontaktstellen erhält, Bei
Ei.senbuhn-Sicherungs-Einrichtungen bevorzugt man demgegenüber den. Kontaktschluß
zwischen zwei Kontaktfedern. und einem Kontaktstift. Man erhält auf diese Weise
auch zwei Kontaktstellen, die aber. hier nicht parallel, wie bei den Fernmelderelais,
sondern in Reihe liegen. Man erzielt dadurch ein sicheres Öffnen der Kontakte, und
das sichere Öffnen ist in .den meisten Fällen, bei diesen Einrichtungen wichtiger
als das. Schließen.
Gemäß der Erfindung werden die mit einem solchen Kontaktstift zusammenarbeitenden
Federn ebenfalls als geschlitzte Federn ausgebildet. Man kann auf diese Weise den
Vorteil der Ausbildung ,der Kontaktfedern, wie sie bri Fernmelderelais üblich ist,
mit dem Vorteil .der Eisenbahn-Sicherungsrelais verbinden, d. h. dadurch, daß man
je zwei parallel liegende Kontaktstellen in Reihe schaltet, baawirkt man sowohl
ein. sicheres Öffnen wie auch ein sicheres Schließen. Hierzu kommt aber noch, ,daß
der Vorteil, den die HintereinanderschaItung zweier Kontaktstellen. bei Eisenbahn-Sicherungsrelais
besitzt, nun vervielfachtwird. Ein weiterer Vorteil ist, daß bei zwei zusammenarbeitenden
geschlitzten Kontaktfedern sich eine .etwaige Verbiegung zweier einander gegenüberliegender
Federteile doppelt auswirkt, wenn sie bei beiden einander gegenüberliegenden Federteilen
in dem gleichen Sinn erfolgt. Demgemäß erhält man hier einen größeren zeitlichen
Abstand zwischen den Kontaktunterbrechungen an der einen und der anderen Kontaktstelle.
Hat man dagegen eine
geschlitzte Kontaktfeder gegen den Stift liegen,
so kann eine solche Addition von Veribiegungen nicht eintreten, @da der Stift gegenüber
beiden Federteilen dieselbe Lage behält. Man erhält in diesem Fall also einen geringeren
zeitlichen Abstand zwischen der Unterbrechung an ,den beiden Kontaktstellen der
geschlitzten Kontaktfedern.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise erläutert.
In Fig. i ist i ein Kontaktstift, der mit den aufgeschlitzten Federn 2, 3 und 4,
5 zusammenarbeitet. Sobald der Stift i, der durch den Anker 6 .des Relais 7 bewegt
wird., sich abwärts bewegt, unterbricht er sowohl an den Stellen 8, 9 wie auch an
.den Stellen i o, i i ungefähr gleichzeitig. Hierdurch wird: ,die Schaltleistung
auf vier Kontaktstellen verteilt. Durch die Parallelschaltung der beiden Federn
2, 3 sowie der Federn 4, 5 erhält man an den Stellen 8, 9 wie auch an den Stellen
io, ii einen sicheren Könta'ktschluß, andererseits auch ein sicheres Öffnen, selbst
wenn an einer Stelle, z. B. 8, der Kontakt verschweißen oder Materialwanderung auftreten
würde. Hierbei würde zwar auch die Stelle 9. nicht unterbrechen, aber an den Stellen
i o, i i würde eine Unterbrechung eintreten. Bei Kontaktgabe, durch zwei Federn
gegen zwei Federn, die Teile einer aufgeschlitzten Kontaktfeder darstellen, würde
dagegen im gleichen Fäll an keiner der Federn eine Unterbrechung stattfinden, d.
h. der Kontakt würde überhaupt nicht geöffnet. Es ist zweckmäßig, den Öffnungsaugenblick
bei beiden Federn 2; 3 möglichst auf denselben Zeitpunkt zu legen, zumindest den
Zeitunterschied beim Öffnen von 8, 9 möglichst klein zu halten. Dies wird bei dem
Zusammenarbeiten eines Kontaktstifts. mit geschlitzten Kontaktfedern besser erreicht
als bei Feder gegen Feder. Dies ist veranschaulicht in Fig. 2. Würden nämlich z.
B. durch Verschweißen die beiden Kontaktfedern i2, 13 im gleichen Sinn verbogen
werden oder sich durch Materialwanderung genähert haben, aber doch auseinanderreißen,
so ergäbe sich nachher der Zustand, wie, er in Fig.2 dargestellt ist. -Beim Abreißen
nach dem Verschweißen haben sich die Federn i2 und 13 einander genähert, während
die Federn 14 und. 15 die ursprüngliche Lage behalten haben. Es ergibt sich also
hier ein Gesamtunterschied in der Entfernung .der Federn 14 und 15 voneinander von
d -I- b gegenüber dem Abstand der Federn 12 und 13. 14 und 15 haben zueTst geöffnet
und dann erst 12 und 13. Die Verbiegung der Federn. 1.2, 13 wirkt sich aber darin
aus, .daß sich beim nächsten Wiederöffnen die Kontakte 14, 15 um den Abstand a -h
b früher öffnen als 12, 13- Läß.t man nun, wie in Fig. i dargestellt, nicht
zwei Federn 12, 14 und 1s, 15 zusammenarbeiten, sondern eins Feder 2, 3 mit einem
Stift i und eine zweite Feder4, 5 mit demselbeniStift i nach Fig. i, so. ergibt
sich das Bild, wie in Fig. 2 gestrichelt dargestellt. Verschweißt eine der Federn,
z. B. 12, mit dem Stift i, der hier an Stelle der Federn 13,15 tritt, so ist der
Unterschied im Öffnen der beiden Kontakte 12 und 14 beim Abreißen von dem Stift
i nur gegeben durch den Abstand. a, während der Abstand b hier fortfällt. Also:
bewirkt das Zusammenarbeiten von geschlitzten Federn mit einem Stift bei Verbiegung
der Federn nur den: halben Zeitabstand beim Schalten als bei Zusammenarbeit von
Feder mit Feder. Dies wirkt sich auch auf die Schaltleistung aus, so daß also in
vielerlei Hinsicht das Zusammenarbeiten von. geschlitzten Kontaktfedern und einem
Kontaktstift wesentlich günstiger ist als das Zusammenarbeiten von zwei geschlitzten
Federn.