DE892602C - Verfahren zur gleichzeitigen UEbertragung mehrerer drucktelegraphischer Nachrichten - Google Patents

Verfahren zur gleichzeitigen UEbertragung mehrerer drucktelegraphischer Nachrichten

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DE892602C
DE892602C DEP8815A DEP0008815A DE892602C DE 892602 C DE892602 C DE 892602C DE P8815 A DEP8815 A DE P8815A DE P0008815 A DEP0008815 A DE P0008815A DE 892602 C DE892602 C DE 892602C
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Fritz Dr Schroeter
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L5/00Arrangements affording multiple use of the transmission path
    • H04L5/22Arrangements affording multiple use of the transmission path using time-division multiplexing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Keying Circuit Devices (AREA)

Description

  • Verfahren zur gleichzeitigen Übertragung mehrerer drucktelegraphischer Nachrichten Der Erfindung liegt,die Aufgabe zugrunde, gleichzeitig mehrere drucktelegraphische Nachrichten über dieselbe Kabel- oder Funkstrecke nach dem Baudot-Prinzip zu übertragen. Es wird dabei von den bekannten Verfahren ausgegangen, die mit synchronisierten Elektronenschaltern arbeiten.
  • Gemäß der Erfindung wird das Übertragungsverfahren derart ausgebildet, daß der Elektronensehalter jedeneinzelnenDruckimpulswährenddessen Tastdauer in mehrere durch gleiche Zeitlücken getrennte Einzelimpulse unterteilt, die untermischt mit den in gleicher Weise und Folge gebildeten Einzelimpulsen der übrigen Nachrichtenkanäle. übertragen und am Empfänger durch synchrone Verteilung und Summier:ung der Energien der Einzelimpulse so zur Wirkung gebracht werden, daß der Ferndrucker in gleicher Weise wie auf den ursprünglichen, nicht unterteilten Druckimpuls anspricht. Der Vorteil des vorgeschlagenen Verfahrens gegenüber den bekannten, mit Elektronenschaltern arbeitenden. Übertragungsverfahren besteht darin., daß dieses Verfahren sowohl gegen positive als auch gegen negative Störungen wesentlich unempfindlicher ist. Von den Einzelimpulsen können zwar einige durch Schwunderscheinung ausfallen, sie können aber nicht in ihrer Gesamtheit durch Störungen vorgetäuscht werden, wenn, kein Zeichen gesandt wurde, weil die Störungen uriperiodisch verteilt sind. Diese Einzelimpulse werden also beim Empfänger gespeichert, und erst nachdem durch die Speicherung ein genügendes Energieniveau akkumuliert ist, wird das Baudot-Zeichen als reell angesehen und als niederfrequentes Drucksignal mit richtiger Kanalzuordnung reproduziert. Neben. seiner Verwendung bei Pupinleitungen ist das vorgeschlagene Verfahren insbesondere in der Kurzwellentelegraphie mit Erfolg anwendbar. Auch bei der Kabelübertragung tritt ein erheblicher Vorteil ein, weil man mit dem Verfahren gemäß der Erfindung eine sehr gute Ausnutzung der schwer pupinisierten Sprechkabeladern erreichen kann.
  • Das vorgeschlagene Verfahren soll im fälgenden an Hand der Zeichnungen näher erläutert werden. Abb. i zeigt, wie N = 6 Ferndruckergeber i ... 6 mit N= 6 Ferndruckerempfängern i' . .. 6' über die gleichlaufendere elektronischen Strahlkommutatoren K, und K, miteinander verbunden zu denken sind. Tls ist der Sende-, Tee der Empfangsverstärker; zwischen beiden liegt die Kabel-oder Funkstrecke. Die beiden Elektronenstrahlen. S bewegen sich unter der Wirkung von synchronisierten Drehfeldern ständig konphas. Wie dies am besten durch die Buchstabenzeichen selber (alternativ durch Hilfsimpulse) gesichert wird, braucht hier nicht behandelt zu werden; ebensoweni:g die Bauweise und die Funktion der Elektronenstrahlschalter, die, da bekannt, nur schematisch dargestellt sind. Die Strahlen S müssen nicht in Kreisbahnen umlaufen, obwohl dies für hohe Werte von N vorteilhaft erscheint; sie können auch eine wie im Fernsehen synchronisierte Zeilenbewegung machen, die über eine lineare Reihe von Kanalsegmenten hinwegführt. Der Sfirahlrücklauf wird dann zur Intritthaltung von K, mit K, ausgenutzt.
  • Je nachdem, ob einer der Geber i ... 6 auf sein Kommutatorsegment eine passend bemessene Spannung drückt oder nicht, gehen in K, beim Passieren des Strahles S Sekundärelektronen von dem getroffenen Kontakt zur gemeinsamen Anode A über, an der h, liegt. An der Wehneltelektrode herrscht konstante Einstellspannung; der Strahl S hat also gleichbleibende Stromstärke. In K, dagegen tastet das ankommende Telegraphierzeichen dieWehneltelektrode auf und schaltet damit S ein; bei nicht besetztem Zeichen bleibt der Kathodenstrahl gesperrt. Im ersten Falle erhält das angeschaltete Empfangsgerät Signalstrom für seine Relaiseinstellung; im zweiten Falle Trennstrom.
  • Bei 50 wpm = 5/E wps ist, unter Einschluß der Pausen zwischen den Einzelimpulsen und nach jedem Druckbuchstaben, ferner der Intervalle für Phasenregelung, mit etwa 40 ms Zeichendauer für ein Zeichenelement zu rechnen. Während dieser Zeit ,d t soll das betreffende Kanalsegment p-mal vom Kathodenstrahl abgetastet werden (p > i). Die erforderliche Umlauffrequenz desselben wird also fu = 25 p. Dabei muß seine Geschwindigkeit so groß sein, .daß N 'Segmente in der Zeit 1/2s - p überstrichen werden können; der Elektronenstrahl S bleibt, daher Sek. lang an ein Segment angeschaltet. Daraus ergibt sich, wenn man zunächst keine eckigen Zeichen als nötig annimmt, die Grundfrequenz der Übertragung zu fg =:25 pN/2 (Hertz).
  • Sie wäre, wenn -N = 8 und p = io gesetzt wird, iooo Hz. Selbst also, wenn der Zeichenform halber die 3. Harmonische noch ziemlich ungedämpft durchkommen müßte, würde über eine normale Sprechader des Pupinkabels der Simultanbetrieb von acht Ferndruckverbindungen .gut möglich sein. Für diesen Fall ist übrigens p = io reichlich hoch. gegriffen, da man wohl noch mit p = 5 die Gewähr gleichmäßigen Arbeitens der Geräte, unabhängig von der Tastphase der Zeichen, hätte. Dies gäbe die doppelte Zahl der Kanäle. Im Verhältnis zu dem Röhren- und Filteraufwand, den die Lösung der Aufgabe nach dem Trägerfrequenzverfahren beanspruchen würde, erscheint nach alledem das beschriebene Prinzip des elektronischen Schnell-Baudot recht einleuchtend.
  • Um im Einsatz auf drahtlosen Kurzwellenstrecken die Möglichkeit der Speicherung der p Einzelimpulse je Tastzeichen auszunutzen, verfährt man beispielsweise nach Abb. 2. Der Strahl S des Empfangskommutatars ladet durch Sekundärelektronenauslösung das RC-Glied im Gitterkreis der Röhre I auf. Außerdem wirkt auf dieses eine passende Tonfrequenz, die der Übertrager U zuführt. Die Röhre muß eine geeignete Regelkennlinie haben, so daß die Verstärkung der Tonfrequenz bei geringen Aufladespannungen des Kondensators C kleiner ist als bei höheren. In der Röhre II wird die Tonfrequenz nochmals verstärkt und gleichgerichtet; ihr Anodenstrom erregt in der Spulenwindung D direkt das Vorrelais des Druckers.
  • Man kann die Veratärkerschaltung natürlich auch als reine Widerstandskopplung ausführen. Für diesen Fall ist mittels Abb. 3 das Ergebnis besonders gut zu übersehen. Hier ist p = 7 angenommen und bei Besetzung zweier Intervalle d t, zuerst mit Zeichenstrom, anschließend mit Nullstrom, der Anstieg der Spannung U, am Speicherkondensator C in Abb. 2 dargestellt. Zu beachten ist, daß die Aufladung von C mit kleiner Zeitkonstante (über die Sekundärelektronenstrecke des Schalters K,), die Entladung mit großer Zeitkonstante (über den Parallelwiderstand R) erfolgt. Der Aufbau von U, über die Dauer dt werde in der Zeichenstrornphase einmal, nämlich bei der fünften Abtastung, durch eiri Fading unterbrochen; in der Trennstromphase werde das Abklingen von U, einmal, hier bei der vierten Abtastung, verlangsamt. Mittelt man den Kurveninhalt über d t, was sich auch im praktischen Effekt als Folge des Vorhandenseins der Spule D ergibt, so ist aus dem Höhenverhältnis der entsprechenden schraffierten Flächen ersichtlich, daß Zeichen- und Trennstrom trotz der angenommenen Störungen gut unterscheidbar sind, wenn ein passender Schwellenwert Uk für die Empfindlichkeit des Empfangsrelais eingestellt wird. Ist die Speicherzeitkonstante richtig bemessen und nötigenfalls eine Verstärkervorstufe eingeschaltet, die den Unterschied der Ladungs- und Entladungszeitkonstante noch vergrößert, so lassen sichZeichen-und Trennstrom mit Sicherheit selbst dann trennen, wenn innerhalb d t mehrere Störungen einer Art auftreten. Zudem geben sowohl die Wahl von p wie die von Uk genügenden Spielraum für die Erzielung einer sauberen Zeichenselektion.
  • Auf diese Weise, gestattet die Schnell-Baudot-Schaltung ohne nennenswerten Mehraufwand das Eingliedern des bewährten Prinzips der Wiederhalung und Speicherung von Telegraphierzeichen. Sie erscheint eben .dadurch für die Anwendung im Kurzwellenverkehr von Ferndruckern, die nach dem Fünferalphabet arbeiten, besonders interessant.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur gleichzeitigen Übertragung mehrerer drucktelegraphischer Nachrichten über dieselbe Kabel- oder Funkstrecke nach dem Baudot-Prinzip unter Anwendung synchronisierter Elektronenschalter, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektronenschalter jeden. einzelnen Druckimpuls während dessen Tastdauer -in mehrere durch gleiche Zeitlücken getrennte Einzelimpulse unterteilt, die untermischt mit den in gleicher Weise und Folge gebildeten Einzelimpulsen der übrigen Nachrichtenkanäle übertragen und am Empfänger durch synchrone Verteilung und Summierung der Energien der Einzelimpulse so zur Wirkung gebracht werden, daß der Ferndrucker in gleicher Weise vvie auf den ursprünglichen, nicht unterteilten Druckimpuls, jedoch mit geringerer Anfälligkeit gegen positive und negative Störungen, anspricht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung von. kreisförmig abgelenkten Elektronenstrahlschaltern auf der Sende-und der Empfangsseite.
  3. 3. Empfangsschaltung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Strahl des Empfangskommutators durch Sekundärelektronenauslösung ein RC-Glied einer Elektronenröhre auflädt, der gleichzeitig eine Tonfrequenz zugeführt wird, und daß die Elektronenröhre eine solche Reg.elkennlinie besitzt, daß die Verstärkung der Tonfrequenz bei geringen Aufladespann.ungen des Kondensators C kleiner ist als bei höheren. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 537 380; USA.-Patentschrift Nr. 2 oo6 96i.
DEP8815A 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur gleichzeitigen UEbertragung mehrerer drucktelegraphischer Nachrichten Expired DE892602C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1042645B (de) * 1956-02-03 1958-11-06 Sueddeutsche Telefon App Kabel Anordnung zur UEbertragung von Signalen ueber eine gemeinsame Leitung mittels synchron bewegter Verteiler
DE1178461B (de) * 1962-05-24 1964-09-24 Standard Elektrik Lorenz Ag Verfahren und Schaltungsanordnung zur UEber-tragung binaerer Signale ueber einen gleichstrom-undurchlaessigen UEbertragungsweg
DE2141915A1 (de) * 1970-09-14 1972-06-08 North American Rockwell Mehrkanaliger Transistor-Treiberschaltkreis

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE537380C (de) * 1928-06-08 1931-11-03 Telefunken Gmbh Schnelltelegraphierverfahren, insbesondere fuer Kurzwellenuebertragung
US2006961A (en) * 1932-11-11 1935-07-02 Rca Corp Secret signaling

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