DE892256C - Vorrichtung zur elektrischen Beeinflussung der Ladung im Arbeitszylinder einer Brennkraftmaschine - Google Patents

Vorrichtung zur elektrischen Beeinflussung der Ladung im Arbeitszylinder einer Brennkraftmaschine

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DE892256C
DE892256C DEG3778D DEG0003778D DE892256C DE 892256 C DE892256 C DE 892256C DE G3778 D DEG3778 D DE G3778D DE G0003778 D DEG0003778 D DE G0003778D DE 892256 C DE892256 C DE 892256C
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DEG3778D
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Arthur Geiger
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B51/00Other methods of operating engines involving pretreating of, or adding substances to, combustion air, fuel, or fuel-air mixture of the engines
    • F02B51/04Other methods of operating engines involving pretreating of, or adding substances to, combustion air, fuel, or fuel-air mixture of the engines involving electricity or magnetism
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02TCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
    • Y02T10/00Road transport of goods or passengers
    • Y02T10/10Internal combustion engine [ICE] based vehicles
    • Y02T10/12Improving ICE efficiencies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur elektrischen Beeinflussung der Ladung im Arbeitszylinder einer Brenn-kraftmaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur elektrischen Beeinflussung der Ladung im Arbeitszylinder einer Brennkraftmaschine durch Anordnung einer in den Brennraum der Maschine hineinragenden, zeitlich gesteuerten Elektrode zur Erzeugung von Glimmentladungen.
  • Die Brenngeschwindigkeit eines Gasgemisches hängt bekanntlich ab vom 1Iischungsverhältnis des Kraftstoffes zur Luft. Die Einregelung des Vergasers bestimmt !das richtige Kraftstoff-Luft-Gemisch und damit also die Brenngeschwindigkeit des Gemisches im Motor. Gerade durch diese festgelegte Brenngeschwindigkeit des Brennstoff-Luft-Gemisches treten oft bei Verwendung verschiedenartiger Brennstoffe Schwierigkeiten beim Anlassen des kalten Motors ein, ja auch bei normaler Betriebstemperatur arbeitet der Motor bei einmalig festgelegter Vergasereinstellung nicht gleichmäßig wirtschaftlich mit verschiedenen Brennstoffen. Um nun die Zünd- und Brenngeschwindigkeit zu erleichtern bzw. zu beschleunigen, wurde bereits bekannt, mit Hilfe von elektrischen Glimmentladungen den Sauerstoff der Luftladung in Ozon zu verwandeln, und zwar während des Verdichtungshubes vor der Entzündung des Gasgemisches. Hierauf wurde auch die Kontakteinrichtung des Verteilers eingestellt. Die erwähnte Regelung mit Hilfe der Kontakte bezieht sich nur auf die -vechsel-N,.eise Umschaltung der Zündspule auf die Glimmentladungssonden oder die Zündkerze, d. h. auf funkenlose oder Zündfunkenstromabgabe. Die Sonden liegen bei diesen bekannten Anlagen unmittelbar über dem heißen Kolbenboden, also an der heißesten Stelle des Motors. Da aber Ozon bekanntlich oberhalb 300° C sofort wieder in gewöhnlichen zweiwertigen Sauerstoff zerfällt, so kann die Ausnutzung dieser Ozonwirkung nur eine geringe und offenbar nur bei noch kaltem Motor vorhanden sein.
  • Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich demgegenüber um die Regelung der Abbrenngeschwindigkeit von Brennstoffen bei allen Arbeitsbedingungen, d. b. der Abbrand wird je nach. Bedarf beschleunigt oder verzögert und nicht nur beschleunigt. Das Hauptziel der Erfindung ist, das sogenannte Klopfen des Brennstoffes zu beseitigen. Die Ursache des Klopfens besteht bekanntlich in dem plötzlichen ungeregelten und bisher unbeherrschten Abbrennen der Ladung. Es ist nun -der Sinn der Erfindung der, die bisher üblichen Antiklopfmittel, z. B: Benzol, Alkohol und Bleitetraäthyl, durch ein neues Mittel, welches in unbegrenzter Menge stets erhältlich ist, nämlich durch eine besondere Art der elektrischen Entladung zu ersetzen. Es wird dies ebenfalls erreicht durch die Benutzung von Glimmentladungen, jedoch ihrem besonderen und regelbaren Einsatz hinsichtlich Stärke, Polarität und Dauer. Die Erfindung besteht nunmehr darin, daß die Anordnungen der eingangs erwähnten Art die von einerbesonderen Spannungsquelle aus gespeiste Elektrode in der Nähe des Einlasses der eintretenden Frischladung unmittelbar in deren Strom angeordnet ist.
  • Um ein weitgehendes Arbeitsgebiet des Motors völlig beherrschen zu können, wurde also bei der vorliegenden Erfindung die Anlage zur Erzeugung des Glimmentladungsstromes von dem zur Erzeugung des Hochspannungszündstromes völlig getrennt. Der benutzte Glimmentladungsstrom ist völlig gleichgerichtet, in der Stärke regelbar und daher von erhöhter Wirksamkeit. Über einen Verteiler wird der Strom der zweckmäßig scharfkantigen Sonde zugeleitet, welche sich unmittelbar im Strom der Frischladung in der Nähe des Einlaßventils befindet, weil hier die Ladung energiereich ist und vor allem am längsten `kühl bleibt.
  • Der Einsatz des Glimmentladungsstromes erfolgt sowohl nach Zeitpunkt als auch nach Dauer vorteilhaft durch eine von der Nockenwelle der Brennkraftmaschine aus betätigte Kontaktvorrichtung.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung gemäß der Erfindung dargestellt. Mit b ist der Arbeitszylinder und mit a das Einlaßventil bezeichnet. S ist die Glimmentladungselektrode.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Der im Zylinder abwärts gleitende Kolben saugt während des Ansaughubes die frische Ladung in heftigem Strom durch das. geöffnete EinluSventil an. Unmittelbar in diesem kalten Strom liegt nun in der Nähe -des Einlaßventils die Glimmentladungselektrode. Diese vorteilhafte Lage der Elektrode wurde durch Versuche herausgefunden. Es ergab sich nämlich, daß bei heißem Motor, -wenn die Elektrode über dem heißen Kolben angebracht -wurde, die Glimmelektrode keine Wirkung mehr hervorrief: Die Erklärung hierfür ist folgende: An heißester Stelle des Motors ist die Luft am dünnsten und das Vorhandensein von uriverbrannten Brennstoffteilchen auf ein Minimum gesunken. Je wärmer aber der Motor wird, um so vollständiger wird auch die Verbrennung und um so geringer dadurch die Anzahl der elektrischen Anlagerungskerne. Die Grenze der Möglichkeit der Entstehung eines Spitzenwindes an der Elektrode war also erreicht. Ganz anders liegt nun der Fall, wenn die Glimmelektrode an einer Stelle angeordnet ist, wo kalte Luft reichlich vorhanden - ist. Selbst hei heißem Motor ließ die Wirkung der Glimmentladung zur Regelung der Abbrenngeschwindigkeit das Gastgemisches nicht mach. Die Glimmentliadung Ikann-sich 1cräftig genug ausbilden, da noch reichlich Anlagerungskerne (Rußteilchen) vor der Elektrode aus dem Brennstoff ausfallen, so daß ein starker frischer Luftzug mit elektrisch erregtem Gemisch von der Elektrode weg in den Zylinder geblasen wird, der je nach Einsatzpunkt und Dauer der Verbrennungsgeschwindigkeit des Gasgemisches sich der Kolbengeschwindigkeit des Motors anpaßt und damit das Klopfen beseitigt. Denn ein Motor klopft bekanntlich nur dann, wenn die Brenngeschwindigkeit des Gasgemisches in ein kritisches Verhältnis zur Kolbengeschwindigkeit kommt. Bei hoher Drehzahl klopft der Motor nie, weil die Kolbengeschwindigkeit größer ist als die Brenngeschwindigkeit des Gemisches. Gibt man jedoch zu viel Frühzündung, so kann es vorkommen, @daß die Brenngeschwindigkeit die Kolbengeschwindigkeit überholt, d. h. der Explosionsdruck schon einsetzt, bevor der Kolben über den oberen Totpunkt gelangt ist, und- das Klopfen setzt nun dennoch ein. Bei niedriger Drehzahl und hoher Belastung, d. h. bei geringer Kolbengeschwindigkeit, ist daher die Möglichkeit, daß die Brenngeschwindigkeit die Kolbengeschwindigkeit erreicht oder sogar überholt, sehr leicht gegeben. Nur durch Einstellung auf Spätzündung hat man es noch in der Hand, das Klopfen beseitigen zu können. Dies bedingt jedoch Leistungsabfall,. Erhöhung des Brennstoffverbrauches, Heißwerden des Motors und damit wieder Steigerung der Möglichkeit dies Klopfens. Die bisherigen Antiklop.fmittel müssen nun je nach Verdichtungsgrad oder Zylindergröße des Motors prozentual verschieden stark dem Brennstoff zugesetzt werden, so daß auch ein solches Gemisch keinen genormten Einheitsbrennstoff ergibt.
  • Ganz abgesehen davon können solche Antiklopfmittel auch einer Verknappung unterliegen. Diese Nachteile werden durch die vorliegende Vorrichtung vermieden. Bei bisherigem Fahren mit Spätzündung erschien es nicht mehr möglich, den Leistungsabfall und die Erhöhung des Brennstoffverbrauches wieder während der weiteren Arbeitsweise des Motors aufholen zu können. Der einmal durch die Einstellung auf Spätzündung festgelegte Ablauf der Verbrennungsgeschwindigkeit bewirkte dies.
  • Gemäß der Erfindung besteht jedoch die Möglichkeit, durch, den zusätzlichen Einsatz von Glimmentladungen zur rechten Zeit diese Nachteile zu beseitigen. Die Einstellung auf Spätzündung und ihre Folgeerscheinungen werden dadurch aufgehoben, daß, sobald der Kolben über dem oberen Totpunkt hinweg ist, die über den Verteiler auf Zeitpunkt und jeweilige Dauer von hier ab einsetzende Glimmentladung,den Ausgleich und sogar eine Mehrleistung schafft. Der Brennstoff wird noch besser ausgenutzt, und der Lauf des Motors wird weich und elastisch. Die Brenngeschwindigkeit wird durch obige Feineinstellungsmöglichkeit von Zeit und Dauer der Kolbengeschwindig geit des Motors angepaßt und damit das Klopfen des Motors beseitigt. Auch beim Anlassen eines kalten Motors besitzt man nun die Möglichkeit, durch entsprechende elektrische Vorerregung, d. h. durch elektrische Aufladung der gerade dann sehr reichlich vorhandenen, ausgefallenen Rußteilchen des Brennstoffes eine sichere Zündung und einwandfreie Verbrennung zu erzielen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung izur elektrischen Beeinflussung der Ladung im Arbeitszylinder einer Brennkraftmaschine durch Anordnung einer in den Brennraum der Maschine hineinragenden, zeitlich gesteuerten Elektrode zur Erzeugung von Glimmentladungen, gekennzeichnet durch Anordnung der von einer besonderen Spannungsquelle aus gespeisten Elektrode in der Nähe des Einlasses der eintretenden Frischladung unmittelbar in deren Strom.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Zeitpunkt als auch die Dauer des Einsatzes, währenddessen die Elektrode unter Spannung steht, durch eine von der Nockenwelle der Bremskraftmaschine aus betätigte Kontaktvorrichtung geregelt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, da-,durch gekennzeichnet, daß die Elektrode eine scharfkantige Form besitzt. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 9o 726.
DEG3778D 1938-12-13 1938-12-13 Vorrichtung zur elektrischen Beeinflussung der Ladung im Arbeitszylinder einer Brennkraftmaschine Expired DE892256C (de)

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DE892256C true DE892256C (de) 1953-10-05

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DEG3778D Expired DE892256C (de) 1938-12-13 1938-12-13 Vorrichtung zur elektrischen Beeinflussung der Ladung im Arbeitszylinder einer Brennkraftmaschine

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE90726C (de) *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE90726C (de) *

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