DE89143C - - Google Patents

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DE89143C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/68Aluminium compounds containing sulfur
    • C01F7/70Sulfides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.^
mit anderen Schwefelverbindungen.
Das den Erfindungsgegenstand bildende Ver-. fahren basirt auf dem den Gegenstand des Patentes Nr. 86523 bildenden Grundgedanken der doppelten Umsetzung zwischen wasserfreien Aluminiumsalzen und Schwefelverbindungen der Alkalien bezw. Erdalkalien und besteht in der Darstellung von Schwefelaluminium für sich oder in Verbindung mit anderen Schwefelverbindungen durch Schmelzung der vorgenannten Körper in einem geeigneten Flufsmittel.
Nimmt man ein Aluminiumhalogensalz entweder als einfaches oder als Doppelsalz, wie z. B. Fluor-, Chlor- und andere Salze, in wasserfreiem Zustande, gemischt mit einem Schwefelalkali oder Schwefelerdalkali, und bringt dasselbe unter Anwendung eines Flufsmittels, wie z. B. eines Gemisches von Alkalichlorid und Alkalifiuorid, zum Schmelzen, so vollzieht sich eine doppelte Zerlegung, den folgenden Gleichungen entsprechend:
A. Bei Anwendung einfacher Salze:
ι. ,4Z2 FZ6 + 3 Na2 S = Al2 S3 + 6 Na Fl.
B. Bei Anwendung von Doppelsalzen:.
2. Al2 Fl6, 6Na Fl + 3 Na2 S = AL2 S3
+ 12 NaFl; oder auch
3. Al2 Cl6, 6 Na Cl + 3 Na0 S = AL2 S3
+ 12 Na Cl.'
Will man mit einer Schwefelverbindung vereinigtes Schwefelaluminium erzeugen, so mufs man einen genügenden Ueberschufs an Schwefelalkali oder Schwefelerdalkali anwenden, z.B.:
4. Al2 Fl6 + 6 Na2 S = Al2 S3, 3 Na2 S + 6Na Fl.
Bei der praktischen Ausführung des vorliegenden Verfahrens verfährt man vortheilhaft so, dafs man einen Schmelztiegel bis zur Schmelztemperatur der anzuwendenden Materialien erhitzt und dann die letzteren in den Tiegel einführt, entweder nachdem man sie mit einander gemischt hat oder indem man zunächst das Aluminiumsalz mit dem Flufsmittel einbringt und dann, nachdem diese Masse in Flufs gekommen, nach und nach das Schwefelalkali zusetzt.
Das so erzeugte Schwefelaluminium kann im Bade selbst zu metallischem Aluminium reducirt werden entweder durch die Einwirkung eines elektrischen Stromes oder durch reducirende Gase, wie z. B. Kohlenwasserstoffe u. s. w.
In diesem Falle ist es erforderlich, das Bad mit den zur Wiederbildung des Schwefelaluminiums nothwendigen Elementen in dem Mafse anzureichern, in welchem das letztere zu metallischem Aluminium reducirt wird.
Die Anreicherung des Bades ist in dem Falle leicht auszuführen, in welchem man die Erzeugung des Schwefelaluminiums mit Hülfe von Fluoraluminium bewirkt, und mit Rücksicht hierauf sollen nachstehende Darlegungen gegeben werden.
Aus den Gleichungen ι und 2 ist zu ersehen, dafs in demMafsstabe derBildung von Schwefelaluminium und der Reducirung desselben im Bade schliefslich nur Fluoralkali zurückbleibt.
Um nun im Bade Fluoraluminium wieder zu bilden, kann man diesem Bade Aluminiumsulfat zusetzen, welches bei Gegenwart von Fluoralkali in geschmolzenem Zustande sich umsetzt nach der bekannten Gleichung: ,
5. Al2 (S OJ3 + 6 Na Fl = AL2 Fl6 -ViNa2S O1.
Das aus dieser Reaction herrührende Alkalisulfat kann seinerseits wieder zur Rückbildung des Schwefelalkalis im Bade dienen, indem man die Vorsicht anwendet, mit dem Aluminiumsulfat zugleich den zur Reduction des gebildeten Alkalisulfates zu Schwefel erforderlichen Kohlenstoff zuzufügen. Der Schwefel seinerseits ist wieder zur doppelten Zersetzung des regenerirten Fluoraluminiums erforderlich.
Aus Vorstehendem ist mithin ersichtlich, dafs zur Herbeiführung der vorgenannten Reactionen die Einführung von Aluminiumsulfat und Kohlenstoff in das Bad genügt, da das Fluor stets im Bade verbleibt.
Um die geringen Verluste an Fluor auszugleichen, welche mit der Länge der Zeit eintreten könnten, genügt es, von Zeit zu Zeit dem Bade geringe Mengen eines Alkalifiuorids oder eines Doppelsalzes, wie z. B. Kryolith, Aluminiumfluorsulfat u. s. w., zuzusetzen.
Selbst bei der Elektrolysirung des im Bade erzeugten Schwefelaluminiums lä'fst sich nur die Schwefelverbindung elektrolysiren, nicht aber die Fluorverbindung, welche letztere zu ihrer elektrolytischen Zersetzung einer viel bedeutenderen elektromotorischen Kraft bedarf, als zur Zerlegung des Schwefelaluminiums erforderlich ist. Aufserdem' dient der durch die Elektrolyse von Aluminium abgeschiedene Schwefel zum grofsen Tlieile zur Reduction des Alkalisulfates zu Schwefelalkali; es tritt demnach seine Wirkung zu derjenigen des Kohlenstoffes hinzu.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Verfahren zur Darstellung von Schwefelaluminium für sich oder in Verbindung mit anderen Schwefelverbindungen nach Art des durch Patent Nr. 86523 geschützten Verfahrens, gekennzeichnet durch die doppelte Zerlegung wasserfreier Aluminiumsalze und Schwefelalkalien oder Schwefelerdalkalien durch Behandlung mit einem Flufsmittel. ,
  2. 2. Eine besondere Ausführungsweise des in 1. beanspruchten Verfahrens, gekennzeichnet durch die Behandlung eines wasserfreien Aluminiumhalogensalzes, z. B. eines einfachen oder Doppelfluorids, mit einem Schwefelalkali oder Schwefelerdalkali, mit einem aus einer geeigneten Mischung von Alkalifluorid und Alkalichlorid gebildeten Flufsmittel, derart, dafs sich Schwefelaluminium bildet.
  3. 3. Eine besondere Ausführungsweise des in 1. * beanspruchten Verfahrens, gekennzeichnet durch die Anreicherung des in 2. genannten Bades mittelst Aluminiumsulfats oder Fluoraluminiumsulfats und Kohlenstoff in dem Mafsstabe der Bildung und der Reduction des Schwefelaluminiums (durch Elektricität oder Gase) derart, dafs rückwärts wieder Fluoraluminium und Schwefelalkali gebildet wird.
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