DE890183C - Verwendung von aus Pechen gewonnenen Massen zur Brikettierung - Google Patents
Verwendung von aus Pechen gewonnenen Massen zur BrikettierungInfo
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- DE890183C DE890183C DEG1737D DEG0001737D DE890183C DE 890183 C DE890183 C DE 890183C DE G1737 D DEG1737 D DE G1737D DE G0001737 D DEG0001737 D DE G0001737D DE 890183 C DE890183 C DE 890183C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L5/00—Solid fuels
- C10L5/02—Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
- C10L5/06—Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting
- C10L5/10—Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders
- C10L5/14—Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders with organic binders
- C10L5/16—Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders with organic binders with bituminous binders, e.g. tar, pitch
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Description
- Verwendung von aus Pechen gewonnenen Massen zur Brikettierung Die Brikettierung, d. h. das Pressen von mehr oder weniger erdigem oder körnigem Gut geschieht meistens unter Zusatz eines Bindemittels, z. B. von Brikettpech. Die 1,1enge-,des jeweils erforderlichen Peches richtet sieh nach der Art und Beschaffenheit dies zu brikettierenden Gutes und nach der die Bruch- und Abriebfestigkeit der Preßlinge bedingenden Kleb- und Bindekraft, Zähigkeit, Wasser-und Temperaturempfindlichkeit des verwendeten Peches, wobei als Maßstab der. Temperaturempfindlichkeit der Unterschied zwischen Erweichungspunkt.nach Krämer-Sarnow und Brechpunkt nach F r aß zu verstehen ist.
- Da Peche nur in begrenzten Mengen zur Verfügung stehen und gerade neuerdings als wertvoller Rohstoff für viele Zwecke unentbehrlich sind, so muß man bestrebt sein, die zur Brikettierung zu verwendenden Pechmengen möglichst klein zu halten. Das gelingt in bedeutendem Ausmaß, wenn man nicht, wie üblich, z. B. Brikettpech zur Brikettierung benutzt, sondern erfindungsgemäß aus Pechen gewonnene Massen, deren Kleb und Bindekraft sowie Zähigkeit wesentlich größer sind und deren Temperaturempfindlichkeit bedeutend geringer ist als bei den bisher zur Brikettierung verwendeten Brikettpechen und deren Wasserunempfindlichkeit mindestens so gut ist wie die der üblichen Brikettpeche.
- Als Bleispiel einer solchen Masse mit besonders großer Kleb- und Bindekraft, großer Zä'higkei't und geringerer Temperaturempfindlichkeit wird erfindungsgemäß eine Masse aus weichgemachten (gefluxten ) . Steinkohlenteerpechen vorgeschlagen, bei der als Ausgangswerkstoffe Steinkohlenteerpeche verwendet werden, deren Erweichungspunkt nach Krämer-Sarnow höher als ioö°' C, vorzugsweise bei 13o° C und höher, und deren Gehalt an sog. freiem Kohlenstoff über 45"/0, vorzugsweise über 551/o liegt, wobei die verwendeten Steinkohlenteerpeche sowohl durch weitergehende, Destillation oder auch durch andere Behandlung des Rohteers oder des Brikettpeches gewonnen sein können.
- Steinkohlenteerpeche sind um so spröder und ihre Kleb- und Bindekraft um so geringer, je höher ihr Erweichungspunkt liegt. Es ist nicht möglich, Hartpeche mit einem über 75'°` C liegenden Erweichungspunkt nach Krämer-Sarnow unmittelbar zur Brikettierung zu verwenden, weil die den Steinkohlenteerpechen eigene Sprödigkeit sich bei Steinkohlenteerpechen mit sehr hohem Erweichungspunkt beim Brikettieren besonders ungünstig auswirkt. Daher war auch nicht vorauszusehen, daß aus solchen Hartpechen hergestellte Massen sieh zur Brikettierung eignen könnten.
- Überraschenderweise hat sich aber gezeigt, daß die durch Weichmachen aus diesen besonders harten Pechen hergestellten Massen bei etwa gleichem Erweichungspunkt wie das Brikettpech eine bedeutend bessere Kleb- und Bindekraft, Zähigkeit und bei gleicher Wasserunempfindlichkeit erheblich geringere Temperaturempfindlichkeit als das Brikettpech aufweisen.
- Man hat versucht, die Klieb- und Bindekraft des Brikettpeches durch Weichmachen zu verbessern, und hat dann diese sog. Weichpeche zur Brikettierung verwendet. Diese Bestrebungen scheiterten jedoch daran, daß bei den niedrigen Erweichungspunkten dieser Weichpeche unter 6o° C nach K r ä m e r - S a r n o w und bei ihrer größerien Temperaturempfindlichkeit das Preßgut an den S tempeln der Brikettpressen festklebte und die Preßlinge nicht die erforderliche Widerstandsfähigkeit gegen Temperatureinflüsse hatten.
- Die Ersparnis anPec'h bei der erfindungsgemäßen Verwendung von Massen, die aus SteinIkohlenteerpechen, deren Erweichungspunk .t nach K r ä me r-Sarnow höher als ioo° C, vorzugsweise bei 13ö°' C und höher, und deren Gehalt an sog. freiem Kohlens off über 45'/0, vorzugsweise über 55% liegt, durch Weichmachen (Fluxen) mit Steinkohlenteererzeugnissen, z. B. satzfreiemAnthracenöl oder auch mit anderen Weichmachern gewonnen sind, ergibt sich dann dadurch, daß zur Herstellung der zur Brikettierung erforderlichen geringeren Mengen der stark klebenden Massen weniger Pech verbraucht wird, als bei gleicher Beschaffenheit des zu brikettierenden Gutes zur Brikettierung mit dem Pech selbst erforderlich sein würde, wobei die mechanischen und physikalischen Eigenschaften, wie die Bruch- und Abriebfes.tigkeit, 'der erzeugten PreBlinge mindestens denjenib n der mit Pech hergestellten Preßlinge gleichkommen.
- Es ist nicht erforderlich, daß man das bereits weichgemachte (gefluxte) Steinkohlenteerpech dem zu pressenden Gut, z. B. der Kohle, zusetzt, sondern es ist auch möglich, die Bestandteile der Massen, d. h. die Hartpeche und die Weichmacher, einzeln zuzugehen, wobei es gleichgültig ist, ob die Mischung des zu brikettierenden Gutes, z. B. der Kohle, mit diesen Einzelbestandteilen gleichzeitig oder in irgendeiner beliebigen Reihenfolge geschieht.
Claims (2)
- PATENTANSPRUCH: Verwendung von aus Pechen gewonnenen Massen, die aus weichgemachten (gefluxten) Steinkohlenteerpechen bestehen, für die als Ausgangswerkstoffe Steinkohlenteerpeche verwendet werden, deren Erweichungspunkt nach Krämer-Sarnöw höher als ioo°C, vorzügsweise bei 130"C und höher, und deren Gehalt an sog. freiem Kohlenstoff über 45 0/0, vorzugsweise über 55 0/0 liegt, wobei die Kleb- und Bindekraft sowie Zähigkeit dieser Massen wesentlich größer und. ihre Temperaturempfindlichkeit erheblich geringer sind als die der bisher verwendeten Peche, zur Brikettierung, insbesondere von jeder Art von Kohlen, Koks und anderen festen Brennstoffen. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 375 536, 471 358, 46o 131; U 11 m a n n, Encyklopädie der Technischen Chemie, 2. Auflage, Bd.9, S. 69o; »Glückauf«, 1g3,
- 2, S. 688' und 689.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG1737D DE890183C (de) | 1941-02-07 | 1941-02-07 | Verwendung von aus Pechen gewonnenen Massen zur Brikettierung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG1737D DE890183C (de) | 1941-02-07 | 1941-02-07 | Verwendung von aus Pechen gewonnenen Massen zur Brikettierung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE890183C true DE890183C (de) | 1953-09-17 |
Family
ID=7116405
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG1737D Expired DE890183C (de) | 1941-02-07 | 1941-02-07 | Verwendung von aus Pechen gewonnenen Massen zur Brikettierung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE890183C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1233230B (de) * | 1961-12-27 | 1967-01-26 | Bergwerksverband Gmbh | Verwendung von Briketts als Kohlungsmittel fuer Stahl- und Eisenbaeder |
| DE2643636A1 (de) * | 1975-11-14 | 1977-05-26 | Sumikin Coke Co Ltd | Verfahren zur herstellung von briketts |
| EP0337579A1 (de) * | 1988-04-15 | 1989-10-18 | The Dow Chemical Company | Brikettbindemittel |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE375536C (de) * | 1921-01-18 | 1923-05-15 | Frederick Lamplough | Verfahren zur Herstellung eines Binde- und Konservierungsmittels aus bituminoesen Stoffen |
| DE460131C (de) * | 1924-07-15 | 1928-05-19 | Fritz Hofmann Dr | Verfahren zum Brikettieren von Steinkohlenstaub |
| DE471358C (de) * | 1926-10-15 | 1929-02-12 | Koks Und Halbkoks Brikettierun | Verfahren zum Erzeugen von Halbkoks durch Verschwelen von Steinkohlebriketten |
-
1941
- 1941-02-07 DE DEG1737D patent/DE890183C/de not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE375536C (de) * | 1921-01-18 | 1923-05-15 | Frederick Lamplough | Verfahren zur Herstellung eines Binde- und Konservierungsmittels aus bituminoesen Stoffen |
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|---|---|---|---|---|
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| EP0337579A1 (de) * | 1988-04-15 | 1989-10-18 | The Dow Chemical Company | Brikettbindemittel |
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