DE887580C - Vorrichtung zum Pflanzen, Messen und Reihenziehen - Google Patents

Vorrichtung zum Pflanzen, Messen und Reihenziehen

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DE887580C
DE887580C DEG2408D DEG0002408D DE887580C DE 887580 C DE887580 C DE 887580C DE G2408 D DEG2408 D DE G2408D DE G0002408 D DEG0002408 D DE G0002408D DE 887580 C DE887580 C DE 887580C
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DEG2408D
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Ernst Dipl-Ing Gessner
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G23/00Forestry
    • A01G23/02Transplanting, uprooting, felling or delimbing trees

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Ecology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Transplanting Machines (AREA)

Description

Zur Massenverschulung junger Pflanzen werden, besonders in Baumschulen, sogenannte Verschulungs- oder Pflanzlatten verwendet, um die Sämlinge in Reihen zu verpflanzen. Zu diesem Zweck wird mit dem Pflanzspaten zunächst eine Furche hergestellt und auf diese Furche die Pflanzlatte gelegt, derart, daß sie mit ihrem Anschlag an die eine Kante derselben zu liegen kommt. Dann werden in die Schlitze der Pflanzlatte die zu verschulenden Pflanzen so eingeführt, daß sie mit ihren Wurzeln tief genug in der Furche hängen, woraiif die Furche stückweise, entsprechend der Länge der Pflanzlatte, mit Erde wieder zugefüllt und nach Bepflanzen der ganzen Furche festgetreten wird. Dabei zieht oder schwenkt der Arbeiter nach jedesmaliger stückweiser Bepflanzung und Zufüllung der Furche die Pflanzlatte von den Pflanzen weg und setzt sie wieder ein Stück weiter mit ihrem Anschlag auf den Rand der Furche. Diese allgemein gebräuchlichen Pflanz- oder Verschulungslatten bestehen im allgemeinen aus einem Stück Blech, welches zwecks Anschlags an den Rand der Furche abgewinkelt ist, und in welches in gleichen Abständen Schlitze ausgestanzt sind zur Aufnahme der Pflanzen. Der Griff dieser Pflanzlatten ist meistens auswechselbar, und da bei Verschulungen bestimmte Pflanzenabstände vorgeschrieben sind, so muß bei verschiedenen Pflanzengattungen jeweils eine andere Pflanzlatte mit anderen Schlitzabständen verwendet werden. Zum Verschulen sind also eine mehr oder weniger große Anzahl solcher Latten mit verschiedenen
Schli'tzabständen erforderlich. Außerdem kommen bei dieser Art Verschulung öfters Beschädigungen der Pflanzen vor, dadurch, daß sie sich in den Schlitzen festklemmen. Infolgedessen verbiegen oder brechen sie, oder es treten Wurzelbeschädigungen auf durch Zug.
Um diesen Übelständen abzuhelfen, ist bereits eine einheitliche Pflanzlatte entstanden für Massenpflanzungen auf Beeten, bei der die mit verstellbaren ίο Pflanzenhaltern versehene Pflanzlatte über einer auf zwei Führungsschienen in Ausnehmungen zu befestigenden Querleiste von Hand hin und her geschoben wird, wobei beim Zurückschieben der Pflanzlatte die Pflanzen an der Querleiste abgestreift werden. Beim Vorbewegen in die Pflanzstellung wird hier die Pflanzlatte durch an der Querleiste befestigte, von unten gegen die Verschullatte. wirkende Blattfedern gegen zwei Hülsen, in denen die Querleiste mit ihren Enden lagert, gedrückt, wobei die Pflanzlatte ein Stück über die Querleiste gehoben wird. Dieser Abstand der Pflanzlatte von der Querleiste in der Pflanzstellung macht sich aber beim Zurückschieben der Pflanzlatte nach dem Pflanzen schädlich bemerkbar, weil hierdurch beim Abstreifen der Pflanzen an der Querleiste ein ziemlich starkes Biegungsmoment auf die Pflanzen ausgeübt wird. Abgesehen davon ist diese Pflanzvorrichtung gemäß ihrer Konstruktion nur für Beetbepflanzung zu verwenden und umständlich zu handhaben infolge ihrer verhältnismäßig vielen Teile, die bei der Arbeit in knieender Stellung nacheinander bewegt werden müssen. Es sind hier beimVerschulen viele Handgriffe erforderlich; die Arbeit ist nicht rationell. Die starren Pflanzenhalter weisen keine Gabeln auf, sind schlecht pflanzenhaltend und nur paarweise zu verwenden. Daher erfordert deren Einstellung zuviel Zeit, zumal keine Maßeinteilung vorhanden ist. Zuviel Material ist verwendet.
Aufgabe der Erfindung ist es, vorhergehend beschriebene Mängel zu beheben und eine einheitliche Vorrichtung für Massenpflanzung zu schaffen, sowohl für Gärtnereien als auch Baumschulen, mit der verschiedene Arten von Pflanzen zu verschulen sind und mit welcher außerdem gemessen und Reihen oder : 45 Rillen gezogen werden können. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß auf einer mit Maßeinteilung versehenen Führungsschiene Pflanzgabeln mit mindestens zwei Zinken kontinuierlich verschieb- und feststellbar angeordnet sind. Der Abstand der 5Q Zinken der Pflanzgabeln kann veränderbar sein sowie jeweils mindestens eine der Zinken unter vorzugsweise elastischem, beispielsweise Federzug oder Federdruck stehen, wobei dieser Zug oder Druck außerdem regelbar sein mag. Von den Zinken der Pflanzgabeln kann mindestens jeweils eine aus einem elastischen Mittel, z. B. einer Blattfeder bestehen, oder, falls die Zinken starr ausgeführt sind, mag diesen mindestens ein elastisches Mittel, beispielsweise zwei Blattfedern, zugeordnet sein, wobei die elastische Kraft unter Umständen regelbar ist, und solche Blattfedern sich vorteilhaft in einer Führung bewegen. Der Stiel der Pflanzgabeln ist zwecks Bildung eines Anschlags abgewinkelt, oder es ist den Pflanzgabeln ein besonderer Anschlag zugeordnet, oder zwei Füße der Vorrichtung dienen als Anschlag.
Da diese mit Maßeinteilung versehene Vorrichtung besonders infolge der kontinuierlichen Verschieb- und Feststellbarkeit der Pflanzgabeln auch zum Messen von Abständen von Pflanzen od. dgl. benutzt werden kann sowie zur Abmessung und Einteilung der Beete in Reihen oder zur Erzeugung von Rillen, so ist es vorteilhaft, daß die Pflanzgabeln aus einem profilierten Material angefertigt sind oder ihnen ein besonderes Markierungsmittel zugeordnet wird, so daß beim Drücken der Pflanzvorrichtung auf die gelockerte Erde Markierungen entstehen, welche die Abstände kennzeichnen.
Ein besonderer Vorteil dieser Erfindung besteht noch darin, daß durch die Veränderbarkeit des Abstandes der Zinken der Pflanzgabeln nicht nur verschiedene Pflanzen von verschiedener Stärke mit derselben Pflanzgabel verschult werden können, sondern mit einer solchen Pflanzgabel vor allem auch der Durchmesser des Stämmchens von Pflanzen .gemessen werden kann.
Durch folgende Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele werden die Erfindungsgedanken näher erläutert. In der Zeichnung stellen dar
Abb. ι einen Querschnitt durch die Vorrichtung sowie durch die Pflanzfurche,
Abb. 2 die Draufsicht auf die Vorrichtung, wobei die Seitenwände geschnitten sind, Abb. 3 die Vorderansicht der Vorrichtung, Abb. 4 ein Stück einer Pflanzgabel· mit einer festen sowie einer beweglichen und feststellbaren Zinke, Abb. 5 die Seitenansicht davon, Abb. 6 ein Stück einer Pflanzgabel mit zwei schwenkbaren Zinken, die unter regelbarem Federzug stehen,
Abb. 7 ein Stück einer Pflanzgabel, bei der die Zinken Blattfedern sind,
Abb. 8 die Draufsicht auf eine weitere Pflanzgabel, Abb. 9 die Vorderansicht letzterer. Abb. ι zeigt deutlich, wie die Vorrichtung zum Pflanzen gesetzt ist, und zwar so, daß die Pflanzgabeln 1 mit ihren Abwinkelungen ia gleichmäßig gegen den Rand der Pflanzfurche zu liegen kommen und die Zinken i6 der Pflanzgabeln sich im richtigen Abstand über der Furchensohle befinden. Es ist auch genügend Platz vorhanden, um die zu verschulenden no Pflanzen bequem zwischen die an den aufgebogenen Zinkenenden ic verschieb- und auswechselbar befestigten Blattfedern id bis zum Zinkengrund zu schieben, so daß ihre Wurzeln frei in der Furche herunterhängen. An ihren Befestigungsstellen sind die Blattfedern xd parallel ihrer Länge mit Ausnehmungen versehen (nicht sichtbar). Je ein Schraubbolzen geht durch je eine solche Ausnehmung sowie durch je ein Loch (nicht sichtbar) der aufgebogenen Zinkenenden ic, so daß diese Blattfedern kontinuierlich verschieb- und einstellbar angeordnet sind. Nach dem Einstellen der Blattfedern werden die auf dem Bolzen sitzenden Muttern angezogen, welche die Blattfedern an die rechtwinklig aufgebogenen Zinkenenden ic festdrücken. Zwecks besserer Stabilität und damit die Blattfedern id nicht so leicht abbrechen
können, liegen sie mit ihren freien beweglichen Enden auf der Pflanzgabel auf und sind dort andererseits noch von einem rechteckigen Bügel ie umgeben, so daß sie sich in einer Führung bewegen.
Die Pflanzgabeln ι umschließen ziemlich weit kontinuierlich verschieb- sowie feststellbar die Führungsschiene 2 und sind zu letzterem Zweck mit zwei Löchern versehen, durch welche die Schraubbolzen i/ gesteckt und mittels Flügelmuttern I^ befestigt ίο werden. Durch Lockern der Flügelmuttern können die Bolzen if in der Ausnehmung 2° längs der Führungsschiene verschoben werden und damit auch gleichzeitig die Pflanzgabeln selbst (Abb. 2). Dabei gleiten die Pflanzgabeln mit ihren -zugespitzten Enden an einer Maßeinteilung 2b vorbei, wo ihre Entfernung voneinander angezeigt wird. Sollen die Abstände der Pflanzgabeln kleiner sein, so müssen, um die ganze Länge der Vorrichtung voll auszunutzen, noch mehr Gabeln auf die Gleitschiene gesteckt oder es müssen welche abgenommen werden durch vorheriges Lösen von Flügelmuttern und Herausnehmen von Bolzen, wenn die Abstände ^der Pflanzgabeln größer sein sollen, je nachdem, was für Pflanzen zu verschulen sind. Der praktische Bau der Pflanzgabeln gestattet ein einfaches und schnelles Auswechseln derselben auf der Schiene, ohne daß etwa eine der Seitenwände 3 der Vorrichtung vorübergehend abgenommen werden müßte. Sie können leicht auf die Schiene geschoben und wieder heruntergezogen werden.
Die Bolzen if mögen mit je einer Spitze xh versehen sein, welche beim Aufsetzen der Vorrichtung auf die Erde sich in den Boden eindrücken. Auf diese Weise lassen sich sehr bequem z. B. auf Beeten Abstände markieren, wenn Furchen oder Linien gezogen werden sollen. Auch kann natürlich auf diese Weise generell gemessen werden, wie überhaupt die ganze Vorrichtung mit ihrer Gleitschiene, welche ja mit einer Maßeinteilung versehen ist, als Meßvorrichtung Verwendung finden kann.
Auch als Reihenzieher läßt sich diese Vorrichtung sehr vorteilhaft verwenden, wenn sie mit den eingedrückten Spitzen ih auf der Erde hinweggezogen wird. Zur bequemeren Handhabung kann in diesem Falle die Vorrichtung noch mit wenigstens einem abnehmbaren Stiel ausgerüstet werden.
Die Seitenwände 3 sind mit mindestens je einem Fuß 3α versehen zur besseren Abstützung auf der Erde, wovon der vordere Fuß so ausgebildet sein kann, daß er gleichzeitig mit als Anschlag dient an die Furchenkante. Letzteres ist dann besonders angebracht, wenn die Pflanzgabeln keine Abwinkelungen aufweisen, wie in Abb. 8 und 9. Die Füße 3" (Abb. 1) hinterlassen ebenfalls Markierungen im Boden und kennzeichnet deren äußerer Abstand die gesamte Länge der Pflanzvorrichtung. Das Versetzen der Vorrichtung beim Pflanzen in der Furche geschieht demnach in der Weise, daß nach dem Ausführungsbeispiel in Abb. 1 immer ein Fuß 3α in eine alte Vertiefung gesetzt wird, während der andere Fuß gleichzeitig ein neues Loch in den Boden drückt und die Pflanzgabeln mit ihren Abwinkelungen ia an den Rand der Furche zu liegen kommen. Infolgedessen müssen die Pflanzgabeln auf der Gleit- sowie Meßschiene 2 so eingestellt sein, daß der Abstand der äußeren Pflanzgabeln von der Mitte des Querschnitts der nächstliegenden Seitenwand 1Z2 χ beträgt, wenn die veränderbaren Abstände zwischen den Pflanzgabeln χ sind (s. Abb. 2).
Die Tragleiste 4 verbindet die Seitenwände 3. Ihr Querschnitt ist vorzugsweise oval, um ein großes Widerstandsmoment zu erhalten und die Vorrichtung nach dem Pflanzen bequemer in Richtung des Pfeiles 5 schwenken zu können, bevor sie angehoben wird (bei dem sofortigen Anheben nach dem Pflanzen würden die Pflanzen aus der Erde gerissen). Die ovale Tragleiste gestattet also in bequemer Weise mit der Hand ein starkes Drehmoment auf die Vorrichtung auszuüben, wobei im Handgelenk der Drehpunkt liegt. Um die Tragleiste beim Tragen mit der Hand besser anfassen zu können, weist sie in der Mitte eine Ausnehmung 40 auf, so daß die Hand das abgerundete obere Teilstück der Tragleiste bequem zu umschließen vermag.
Abb. 4 veranschaulicht in Draufsicht das äußere Ende einer Pflanzgabel 6 mit einer festen Zinke 6° sowie der kontinuierlich verschieb- und feststellbaren Zinke 6b. Abb. 5 ist eine Seitenansicht davon. Hierbei weist die verschiebbare Zinke 6b zwei Ausnehmungen 6C, 6d auf und das freie Ende der Pflanzgabel 6, auf welches diese Zinke geschoben ist, ein (Gewinde) Loch qo (nicht sichtbar) zur Aufnahme des Schraubbolzens 6e, der mit der Flügelmutter & versehen ist und mittels letzterer die Zinke 6b auf der Pflanzgabel festpreßt. Wird diese Flügelmutter gelockert, so kann die Zinke 6 b infolge ihrer zwei Ausnehmungen 6°, 6d von Hand leicht hin und her geschoben werden, wobei sich ihre Entfernung y von der Zinke 6a ändert und dieser Abstand auf der Skala 6g durch die Kante 6h der Zinke 6b angezeigt wird. Durch verschiedene Einstellung der Zinke 6b, d. h. Ändern des Abstandes y, können nicht nur Pflanzen verschiedener Stärke verschult werden mit dieser Pflanzgabel, sondern es kann auch der Durchmesser von Stämmchen und Zweigen gemessen werden.
Hat die Pflanzgabel 6 (Abb. 4 und 5) zwei oder mehrere feste Zinken 6° und werden zwei solcher Gabeln, welche aus flachem Blech bestehen mögen, mit ihren Zinken aufeinandergelegt und gegenseitig oder wenigstens eine davon in Längsrichtung verschoben, so ändert sich gleichzeitig der lichte Abstand der gegenseitigen Zinken voneinander. Bei einer derartigen Doppelgabel mag eine Einzelgabel doppelwandig ausgeführt und die andere zwischen deren beide Wände geschoben sein. Die Verschiebung und Festlegung kann in ähnlicher Weise erfolgen wie in Abb. 4. Außerdem ist es möglich, diese Pflanzdoppelgabeln elastisch-beweglich auszuführen, wenn mindestens einer der Einzelgabeln ein elastisches Mittel, z. B. eine Feder, welche einstellbar sein mag, zugeordnet wird, wodurch dann Pflanzenserien sehr verschiedener Stämmchenstärke verschult und auch mit solcher Vorrichtung Stämmchendurchmesser od. dgl. gemessen werden können, falls noch eine Skala vorgesehen ist. In Abb.4 kann natürlich der verschiebbaren Zinke 6 b auch ein elastisches Mittel zugeordnet sein, z. B. die Feder 6'. Wenn in diesem Falle die Flügelmutter 6f
gelockert wird, steht die Zinke 66 unter elastischem Zug, und es können mit Vorrichtungen, die mit derartigen Pflanzgabeln ausgerüstet sind, nicht nur Pflanzenserien verschiedener Stämmchenstärke (wie vorher) \e "schult und gemessen werden, sondern auch Serien, innerhalb welcher die Stämmchenstärke sehr schwankt.
Abb. 6 zeigt, wie an das stumpfe Ende einer Pflanzgabel 7 zwei schwenkbare Zinken ya angebracht sind ίο und durch eine Zugfeder jb gegeneinander gehalten werden, wobei innen die Zinken mit Verjüngungen sich gegenseitig überlappen, damit Pflanzen nicht zu weit zwischen die Zinken geschoben werden können und die Feder stets frei bleibt. Die elastische Schwenkbarkeit dieser Zinken ist wirklich gut und können vermittels solcher Pflanzgabeln nicht nur Pflanzen von sehr verschiedenem Stämmchendurchmesser verschult werden, sondern vor allem auch solche, die gegen mechanische Verletzungen sehr empfindlich sind, da ja die Federkraft durch die Schraube 7° kontinuierlich veränderbar eingestellt werden kann.
Abb. 7 stellt das Ende einer Pflanzgabel 8 mit elastischen Zinken 8a dar. Sie bestehen vorzugsweise aus sehr elastischem Stahl und sind einzeln auswechselbar befestigt, können aber auch aus einem Stück angefertigt sein. Mit solchen Pflanzgabeln lassen sich in vorteilhafter Weise ebenfalls Pflanzen von verschiedener Stämmchenstärke verschulen.
Abb. 8 ist die Draufsicht einer profilierten Pflanzgabel, welche z. B. aus einem Stück Dreikantleichtmetall gearbeitet ist. Abb. 9 zeigt die Vorderansicht derselben. Werden derartige Pflanzgabeln auf der Gleitschiene 2 der Vorrichtung in Abb. 1 bis 3 verschiebbar befestigt, so kann dann diese Vorrichtung sehr vorteilhaft auch zum Messen, Einteilen von Beeten in Abstände und vor allem besonders gut zum Reihenziehen benutzt werden. In diesem Falle haben am zweckmäßigsten die Seitenwände der Vorrichtung je zwei abnehmbare Füße, von denen die Vorderfüße gleichzeitig als Anschlag an die Pflanzfurche ausgebildet sind, und zwar bestehen am einfachsten die Füße aus Blechstücken, welche z. B. vermittels Flügelmuttern festgeklemmt werden können od. dgl.
Um diese Vorrichtung in äußerst bequemer Weise auch als Reihenzieher zu verwenden, können die Seiten wände 3 noch mit einer Aufnahme für je einen Stiel versehen sein. Nachdem die Gabeln nach Abb. 8 und 9 auf die gewünschte Entfernung, welche die Reihen haben sollen, auf der Gleitschiene 2 festgestellt, die Füße abgenommen oder umgeklappt sowie die beiden Stiele angebracht worden sind, nimmt man die Stiele, welche mindestens eine Querverbindung aufweisen können, in je eine Hand (gegebenenfalls wird die hintere Querverbindung angefaßt) und zieht oder schiebt die Vorrichtung über das Beet hinweg wie einen Schlitten. Auf diese Weise schleifen die profilierten Gabeln mit ihrer unteren Kante auf der lockeren Erde und hinterlassen keilförmige Rillen. Zur Aufnahme von mindestens einem Stiel kann natürlich auch die Gleitschiene selbst, vorzugsweise der freie vordere Teil derselben, entsprechend ausgebildet sein. Es genügen unter Umständen schon konische Löcher in derselben (mit Klemmschrauben), oder es müssen z. B. die zu befestigenden Stielenden mit je einer Klemme versehen sein.
Solch eine Vorrichtung läßt sich mit großem Vorteil in Gärtnereien und ganz besonders gut in Baumschulen verwenden. Durch ihre Anwendung wird vor allem Material und Zeit gespart.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    1. Vorrichtung zum Pflanzen, Messen und Reihenziehen, bei der die Pflanzenhalter verschieb- und feststellbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die freistehende Gleit- sowie Meßschiene (2) zwischen zwei durch einen Griff (4) in Verbindung stehenden Traggliedern, z. B. Wänden (3), befestigt ist und die auf der Schiene (2) angebrachten Pflanzenhalter jeweils gabelförmig ausgeführt sowie mit mindestens zwei Zinken, deren Abstand veränderbar sein mag und auf einer Skala (6*) angezeigt werden kann, ausgerüstet sind, wobei die mit Markierungsmitteln versehenen Gabelstiele die Gleit- sowie Meßschiene teilweise umschließen und gleichzeitig auf einer Skala (2b) ihren jeweiligen gegenseitigen Abstand anzeigen.
    2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens jeweils eine der Zinken der Pflanzgabeln beweglich ist sowie unter vorzugsweise elastischem, beispielsweise Federzug go oder Federdruck steht und dieser Zug oder Druck regelbar sein kann.
    3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils mindestens eine der Zinken selbst aus einem elastischen Mittel, vorzugsweise einer Blattfeder, besteht.
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zinken starr ausgeführt sind und ihnen mindestens ein elastisches Mittel, beispielsweise zwei Blattfedern, zugeordnet sind und die Kraft des elastischen Mittels regelbar sein kann.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der oder den Blattfedern eine Führung (ie) zugeordnet ist und diese Führung oder der Zinkengrund als Anschlag für zu verschulende Pflanzen gleichen sowie verschiedenen Stämmchendurchmessers dienen kann.
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1
    bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Pflanzgabeln abgewinkelt oder mit einem besonderen Anschlag für den Furchenrand versehen sind.
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Pflanzgabeln profiliert, vorzugsweise aus Dreikantmaterial hergestellt sind oder ihnen ein besonderes Markierungsmittel zugeordnet ist, z. B. Bolzen (i-f) mit Spitzen (iÄ).
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1
    bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungssowie Meßschiene mindestens eine Ausnehmung aufweist, ihr ein oder mehrere, vorzugsweise abnehmbare Anschläge zugeordnet sein können und die Pflanzgabeln mit je zwei Löchern zur Aufnahme je eines Schraubbolzens (1/) versehen sind, welch letztere Flügelmuttern (ig) tragen.
    g. Vorrichtung nach einem der Ansprüche ι bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände der Führungs- oder Meßschiene mit Füßen versehen sind, daß zwei Füße als Anschlag an die Furchenwand dienen können, daß die Füße teilweise oder ganz einsteckbar, abnehm- oder umklappbar ausgeführt sind, sowie die Führungs- oder Meßschiene und/oder die Seitenwände dieser Schiene mindestens je ein Mittel zur Befestigung mindestens eines Stieles aufweisen.
    ίο. Vorrichtung nach einem der Ansprüche ι bis g, dadurch gekennzeichnet, daß der die Seitenwände verbindende Griff oder Tragleiste (4) breit, vorzugsweise oval ist und in der Mitte eine Ausnehmung (4α) aufweisen kann.
    11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die ganze Vorrichtung aus unter gewöhnlichen Umständen nicht oder nur schwer oxydierendem leichten Material hergestellt Lt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 5334 8.
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