DE887580C - Vorrichtung zum Pflanzen, Messen und Reihenziehen - Google Patents
Vorrichtung zum Pflanzen, Messen und ReihenziehenInfo
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Description
Zur Massenverschulung junger Pflanzen werden,
besonders in Baumschulen, sogenannte Verschulungs- oder Pflanzlatten verwendet, um die Sämlinge in
Reihen zu verpflanzen. Zu diesem Zweck wird mit dem Pflanzspaten zunächst eine Furche hergestellt
und auf diese Furche die Pflanzlatte gelegt, derart, daß sie mit ihrem Anschlag an die eine Kante derselben
zu liegen kommt. Dann werden in die Schlitze der Pflanzlatte die zu verschulenden Pflanzen so
eingeführt, daß sie mit ihren Wurzeln tief genug in der Furche hängen, woraiif die Furche stückweise,
entsprechend der Länge der Pflanzlatte, mit Erde wieder zugefüllt und nach Bepflanzen der ganzen
Furche festgetreten wird. Dabei zieht oder schwenkt der Arbeiter nach jedesmaliger stückweiser Bepflanzung
und Zufüllung der Furche die Pflanzlatte von den Pflanzen weg und setzt sie wieder ein Stück
weiter mit ihrem Anschlag auf den Rand der Furche. Diese allgemein gebräuchlichen Pflanz- oder Verschulungslatten
bestehen im allgemeinen aus einem Stück Blech, welches zwecks Anschlags an den Rand
der Furche abgewinkelt ist, und in welches in gleichen Abständen Schlitze ausgestanzt sind zur Aufnahme
der Pflanzen. Der Griff dieser Pflanzlatten ist meistens auswechselbar, und da bei Verschulungen bestimmte
Pflanzenabstände vorgeschrieben sind, so muß bei verschiedenen Pflanzengattungen jeweils eine andere
Pflanzlatte mit anderen Schlitzabständen verwendet werden. Zum Verschulen sind also eine mehr oder
weniger große Anzahl solcher Latten mit verschiedenen
Schli'tzabständen erforderlich. Außerdem kommen bei
dieser Art Verschulung öfters Beschädigungen der Pflanzen vor, dadurch, daß sie sich in den Schlitzen
festklemmen. Infolgedessen verbiegen oder brechen sie, oder es treten Wurzelbeschädigungen auf durch
Zug.
Um diesen Übelständen abzuhelfen, ist bereits eine einheitliche Pflanzlatte entstanden für Massenpflanzungen
auf Beeten, bei der die mit verstellbaren ίο Pflanzenhaltern versehene Pflanzlatte über einer auf
zwei Führungsschienen in Ausnehmungen zu befestigenden Querleiste von Hand hin und her geschoben
wird, wobei beim Zurückschieben der Pflanzlatte die Pflanzen an der Querleiste abgestreift
werden. Beim Vorbewegen in die Pflanzstellung wird hier die Pflanzlatte durch an der Querleiste befestigte,
von unten gegen die Verschullatte. wirkende Blattfedern gegen zwei Hülsen, in denen die Querleiste mit
ihren Enden lagert, gedrückt, wobei die Pflanzlatte ein Stück über die Querleiste gehoben wird. Dieser
Abstand der Pflanzlatte von der Querleiste in der Pflanzstellung macht sich aber beim Zurückschieben
der Pflanzlatte nach dem Pflanzen schädlich bemerkbar,
weil hierdurch beim Abstreifen der Pflanzen an der Querleiste ein ziemlich starkes Biegungsmoment auf die Pflanzen ausgeübt wird. Abgesehen
davon ist diese Pflanzvorrichtung gemäß ihrer Konstruktion nur für Beetbepflanzung zu verwenden und
umständlich zu handhaben infolge ihrer verhältnismäßig vielen Teile, die bei der Arbeit in knieender
Stellung nacheinander bewegt werden müssen. Es sind hier beimVerschulen viele Handgriffe erforderlich;
die Arbeit ist nicht rationell. Die starren Pflanzenhalter weisen keine Gabeln auf, sind schlecht pflanzenhaltend
und nur paarweise zu verwenden. Daher erfordert deren Einstellung zuviel Zeit, zumal keine
Maßeinteilung vorhanden ist. Zuviel Material ist verwendet.
Aufgabe der Erfindung ist es, vorhergehend beschriebene
Mängel zu beheben und eine einheitliche Vorrichtung für Massenpflanzung zu schaffen, sowohl
für Gärtnereien als auch Baumschulen, mit der verschiedene Arten von Pflanzen zu verschulen sind
und mit welcher außerdem gemessen und Reihen oder : 45 Rillen gezogen werden können. Dies wird erfindungsgemäß
dadurch erreicht, daß auf einer mit Maßeinteilung versehenen Führungsschiene Pflanzgabeln
mit mindestens zwei Zinken kontinuierlich verschieb- und feststellbar angeordnet sind. Der Abstand der
5Q Zinken der Pflanzgabeln kann veränderbar sein sowie
jeweils mindestens eine der Zinken unter vorzugsweise
elastischem, beispielsweise Federzug oder Federdruck stehen, wobei dieser Zug oder Druck außerdem
regelbar sein mag. Von den Zinken der Pflanzgabeln kann mindestens jeweils eine aus einem elastischen
Mittel, z. B. einer Blattfeder bestehen, oder, falls die Zinken starr ausgeführt sind, mag diesen mindestens
ein elastisches Mittel, beispielsweise zwei Blattfedern, zugeordnet sein, wobei die elastische Kraft unter
Umständen regelbar ist, und solche Blattfedern sich vorteilhaft in einer Führung bewegen. Der Stiel der
Pflanzgabeln ist zwecks Bildung eines Anschlags abgewinkelt, oder es ist den Pflanzgabeln ein besonderer
Anschlag zugeordnet, oder zwei Füße der Vorrichtung dienen als Anschlag.
Da diese mit Maßeinteilung versehene Vorrichtung besonders infolge der kontinuierlichen Verschieb- und
Feststellbarkeit der Pflanzgabeln auch zum Messen von Abständen von Pflanzen od. dgl. benutzt werden
kann sowie zur Abmessung und Einteilung der Beete in Reihen oder zur Erzeugung von Rillen, so ist es
vorteilhaft, daß die Pflanzgabeln aus einem profilierten Material angefertigt sind oder ihnen ein besonderes
Markierungsmittel zugeordnet wird, so daß beim Drücken der Pflanzvorrichtung auf die gelockerte
Erde Markierungen entstehen, welche die Abstände kennzeichnen.
Ein besonderer Vorteil dieser Erfindung besteht noch darin, daß durch die Veränderbarkeit des Abstandes
der Zinken der Pflanzgabeln nicht nur verschiedene Pflanzen von verschiedener Stärke mit
derselben Pflanzgabel verschult werden können, sondern mit einer solchen Pflanzgabel vor allem auch
der Durchmesser des Stämmchens von Pflanzen .gemessen werden kann.
Durch folgende Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele werden die Erfindungsgedanken näher erläutert.
In der Zeichnung stellen dar
Abb. ι einen Querschnitt durch die Vorrichtung sowie durch die Pflanzfurche,
Abb. 2 die Draufsicht auf die Vorrichtung, wobei die Seitenwände geschnitten sind,
Abb. 3 die Vorderansicht der Vorrichtung, Abb. 4 ein Stück einer Pflanzgabel· mit einer festen
sowie einer beweglichen und feststellbaren Zinke, Abb. 5 die Seitenansicht davon,
Abb. 6 ein Stück einer Pflanzgabel mit zwei schwenkbaren Zinken, die unter regelbarem Federzug
stehen,
Abb. 7 ein Stück einer Pflanzgabel, bei der die Zinken Blattfedern sind,
Abb. 8 die Draufsicht auf eine weitere Pflanzgabel, Abb. 9 die Vorderansicht letzterer.
Abb. ι zeigt deutlich, wie die Vorrichtung zum Pflanzen gesetzt ist, und zwar so, daß die Pflanzgabeln
1 mit ihren Abwinkelungen ia gleichmäßig
gegen den Rand der Pflanzfurche zu liegen kommen und die Zinken i6 der Pflanzgabeln sich im richtigen
Abstand über der Furchensohle befinden. Es ist auch genügend Platz vorhanden, um die zu verschulenden no
Pflanzen bequem zwischen die an den aufgebogenen Zinkenenden ic verschieb- und auswechselbar befestigten
Blattfedern id bis zum Zinkengrund zu
schieben, so daß ihre Wurzeln frei in der Furche herunterhängen. An ihren Befestigungsstellen sind
die Blattfedern xd parallel ihrer Länge mit Ausnehmungen versehen (nicht sichtbar). Je ein Schraubbolzen
geht durch je eine solche Ausnehmung sowie durch je ein Loch (nicht sichtbar) der aufgebogenen
Zinkenenden ic, so daß diese Blattfedern kontinuierlich
verschieb- und einstellbar angeordnet sind. Nach dem Einstellen der Blattfedern werden die auf
dem Bolzen sitzenden Muttern angezogen, welche die Blattfedern an die rechtwinklig aufgebogenen Zinkenenden
ic festdrücken. Zwecks besserer Stabilität und
damit die Blattfedern id nicht so leicht abbrechen
können, liegen sie mit ihren freien beweglichen Enden auf der Pflanzgabel auf und sind dort andererseits
noch von einem rechteckigen Bügel ie umgeben, so
daß sie sich in einer Führung bewegen.
Die Pflanzgabeln ι umschließen ziemlich weit kontinuierlich verschieb- sowie feststellbar die Führungsschiene 2 und sind zu letzterem Zweck mit zwei Löchern versehen, durch welche die Schraubbolzen i/ gesteckt und mittels Flügelmuttern I^ befestigt ίο werden. Durch Lockern der Flügelmuttern können die Bolzen if in der Ausnehmung 2° längs der Führungsschiene verschoben werden und damit auch gleichzeitig die Pflanzgabeln selbst (Abb. 2). Dabei gleiten die Pflanzgabeln mit ihren -zugespitzten Enden an einer Maßeinteilung 2b vorbei, wo ihre Entfernung voneinander angezeigt wird. Sollen die Abstände der Pflanzgabeln kleiner sein, so müssen, um die ganze Länge der Vorrichtung voll auszunutzen, noch mehr Gabeln auf die Gleitschiene gesteckt oder es müssen welche abgenommen werden durch vorheriges Lösen von Flügelmuttern und Herausnehmen von Bolzen, wenn die Abstände ^der Pflanzgabeln größer sein sollen, je nachdem, was für Pflanzen zu verschulen sind. Der praktische Bau der Pflanzgabeln gestattet ein einfaches und schnelles Auswechseln derselben auf der Schiene, ohne daß etwa eine der Seitenwände 3 der Vorrichtung vorübergehend abgenommen werden müßte. Sie können leicht auf die Schiene geschoben und wieder heruntergezogen werden.
Die Pflanzgabeln ι umschließen ziemlich weit kontinuierlich verschieb- sowie feststellbar die Führungsschiene 2 und sind zu letzterem Zweck mit zwei Löchern versehen, durch welche die Schraubbolzen i/ gesteckt und mittels Flügelmuttern I^ befestigt ίο werden. Durch Lockern der Flügelmuttern können die Bolzen if in der Ausnehmung 2° längs der Führungsschiene verschoben werden und damit auch gleichzeitig die Pflanzgabeln selbst (Abb. 2). Dabei gleiten die Pflanzgabeln mit ihren -zugespitzten Enden an einer Maßeinteilung 2b vorbei, wo ihre Entfernung voneinander angezeigt wird. Sollen die Abstände der Pflanzgabeln kleiner sein, so müssen, um die ganze Länge der Vorrichtung voll auszunutzen, noch mehr Gabeln auf die Gleitschiene gesteckt oder es müssen welche abgenommen werden durch vorheriges Lösen von Flügelmuttern und Herausnehmen von Bolzen, wenn die Abstände ^der Pflanzgabeln größer sein sollen, je nachdem, was für Pflanzen zu verschulen sind. Der praktische Bau der Pflanzgabeln gestattet ein einfaches und schnelles Auswechseln derselben auf der Schiene, ohne daß etwa eine der Seitenwände 3 der Vorrichtung vorübergehend abgenommen werden müßte. Sie können leicht auf die Schiene geschoben und wieder heruntergezogen werden.
Die Bolzen if mögen mit je einer Spitze xh versehen
sein, welche beim Aufsetzen der Vorrichtung auf die Erde sich in den Boden eindrücken. Auf diese Weise
lassen sich sehr bequem z. B. auf Beeten Abstände markieren, wenn Furchen oder Linien gezogen werden
sollen. Auch kann natürlich auf diese Weise generell gemessen werden, wie überhaupt die ganze Vorrichtung
mit ihrer Gleitschiene, welche ja mit einer Maßeinteilung versehen ist, als Meßvorrichtung Verwendung
finden kann.
Auch als Reihenzieher läßt sich diese Vorrichtung sehr vorteilhaft verwenden, wenn sie mit den eingedrückten
Spitzen ih auf der Erde hinweggezogen
wird. Zur bequemeren Handhabung kann in diesem Falle die Vorrichtung noch mit wenigstens einem
abnehmbaren Stiel ausgerüstet werden.
Die Seitenwände 3 sind mit mindestens je einem Fuß 3α versehen zur besseren Abstützung auf der
Erde, wovon der vordere Fuß so ausgebildet sein kann, daß er gleichzeitig mit als Anschlag dient an die
Furchenkante. Letzteres ist dann besonders angebracht, wenn die Pflanzgabeln keine Abwinkelungen
aufweisen, wie in Abb. 8 und 9. Die Füße 3" (Abb. 1)
hinterlassen ebenfalls Markierungen im Boden und kennzeichnet deren äußerer Abstand die gesamte
Länge der Pflanzvorrichtung. Das Versetzen der Vorrichtung beim Pflanzen in der Furche geschieht
demnach in der Weise, daß nach dem Ausführungsbeispiel in Abb. 1 immer ein Fuß 3α in eine alte
Vertiefung gesetzt wird, während der andere Fuß gleichzeitig ein neues Loch in den Boden drückt und
die Pflanzgabeln mit ihren Abwinkelungen ia an den
Rand der Furche zu liegen kommen. Infolgedessen müssen die Pflanzgabeln auf der Gleit- sowie Meßschiene
2 so eingestellt sein, daß der Abstand der äußeren Pflanzgabeln von der Mitte des Querschnitts
der nächstliegenden Seitenwand 1Z2 χ beträgt, wenn
die veränderbaren Abstände zwischen den Pflanzgabeln χ sind (s. Abb. 2).
Die Tragleiste 4 verbindet die Seitenwände 3. Ihr Querschnitt ist vorzugsweise oval, um ein großes
Widerstandsmoment zu erhalten und die Vorrichtung nach dem Pflanzen bequemer in Richtung des Pfeiles 5
schwenken zu können, bevor sie angehoben wird (bei dem sofortigen Anheben nach dem Pflanzen würden
die Pflanzen aus der Erde gerissen). Die ovale Tragleiste gestattet also in bequemer Weise mit der Hand
ein starkes Drehmoment auf die Vorrichtung auszuüben, wobei im Handgelenk der Drehpunkt liegt. Um
die Tragleiste beim Tragen mit der Hand besser anfassen zu können, weist sie in der Mitte eine Ausnehmung
40 auf, so daß die Hand das abgerundete obere Teilstück der Tragleiste bequem zu umschließen
vermag.
Abb. 4 veranschaulicht in Draufsicht das äußere Ende einer Pflanzgabel 6 mit einer festen Zinke 6°
sowie der kontinuierlich verschieb- und feststellbaren Zinke 6b. Abb. 5 ist eine Seitenansicht davon. Hierbei
weist die verschiebbare Zinke 6b zwei Ausnehmungen
6C, 6d auf und das freie Ende der Pflanzgabel 6, auf
welches diese Zinke geschoben ist, ein (Gewinde) Loch qo
(nicht sichtbar) zur Aufnahme des Schraubbolzens 6e, der mit der Flügelmutter & versehen ist und mittels
letzterer die Zinke 6b auf der Pflanzgabel festpreßt.
Wird diese Flügelmutter gelockert, so kann die Zinke 6 b
infolge ihrer zwei Ausnehmungen 6°, 6d von Hand
leicht hin und her geschoben werden, wobei sich ihre Entfernung y von der Zinke 6a ändert und dieser
Abstand auf der Skala 6g durch die Kante 6h der
Zinke 6b angezeigt wird. Durch verschiedene Einstellung
der Zinke 6b, d. h. Ändern des Abstandes y,
können nicht nur Pflanzen verschiedener Stärke verschult werden mit dieser Pflanzgabel, sondern es kann
auch der Durchmesser von Stämmchen und Zweigen gemessen werden.
Hat die Pflanzgabel 6 (Abb. 4 und 5) zwei oder mehrere feste Zinken 6° und werden zwei solcher
Gabeln, welche aus flachem Blech bestehen mögen, mit ihren Zinken aufeinandergelegt und gegenseitig
oder wenigstens eine davon in Längsrichtung verschoben, so ändert sich gleichzeitig der lichte Abstand
der gegenseitigen Zinken voneinander. Bei einer derartigen Doppelgabel mag eine Einzelgabel doppelwandig
ausgeführt und die andere zwischen deren beide Wände geschoben sein. Die Verschiebung und Festlegung
kann in ähnlicher Weise erfolgen wie in Abb. 4. Außerdem ist es möglich, diese Pflanzdoppelgabeln
elastisch-beweglich auszuführen, wenn mindestens einer der Einzelgabeln ein elastisches Mittel, z. B. eine
Feder, welche einstellbar sein mag, zugeordnet wird, wodurch dann Pflanzenserien sehr verschiedener
Stämmchenstärke verschult und auch mit solcher Vorrichtung Stämmchendurchmesser od. dgl. gemessen
werden können, falls noch eine Skala vorgesehen ist. In Abb.4 kann natürlich der verschiebbaren Zinke 6 b
auch ein elastisches Mittel zugeordnet sein, z. B. die Feder 6'. Wenn in diesem Falle die Flügelmutter 6f
gelockert wird, steht die Zinke 66 unter elastischem
Zug, und es können mit Vorrichtungen, die mit derartigen Pflanzgabeln ausgerüstet sind, nicht nur
Pflanzenserien verschiedener Stämmchenstärke (wie vorher) \e "schult und gemessen werden, sondern auch
Serien, innerhalb welcher die Stämmchenstärke sehr schwankt.
Abb. 6 zeigt, wie an das stumpfe Ende einer Pflanzgabel 7 zwei schwenkbare Zinken ya angebracht sind
ίο und durch eine Zugfeder jb gegeneinander gehalten
werden, wobei innen die Zinken mit Verjüngungen sich gegenseitig überlappen, damit Pflanzen nicht zu
weit zwischen die Zinken geschoben werden können und die Feder stets frei bleibt. Die elastische Schwenkbarkeit
dieser Zinken ist wirklich gut und können vermittels solcher Pflanzgabeln nicht nur Pflanzen von
sehr verschiedenem Stämmchendurchmesser verschult werden, sondern vor allem auch solche, die gegen
mechanische Verletzungen sehr empfindlich sind, da ja die Federkraft durch die Schraube 7° kontinuierlich
veränderbar eingestellt werden kann.
Abb. 7 stellt das Ende einer Pflanzgabel 8 mit elastischen Zinken 8a dar. Sie bestehen vorzugsweise
aus sehr elastischem Stahl und sind einzeln auswechselbar befestigt, können aber auch aus einem Stück angefertigt
sein. Mit solchen Pflanzgabeln lassen sich in vorteilhafter Weise ebenfalls Pflanzen von verschiedener
Stämmchenstärke verschulen.
Abb. 8 ist die Draufsicht einer profilierten Pflanzgabel, welche z. B. aus einem Stück Dreikantleichtmetall
gearbeitet ist. Abb. 9 zeigt die Vorderansicht derselben. Werden derartige Pflanzgabeln auf der
Gleitschiene 2 der Vorrichtung in Abb. 1 bis 3 verschiebbar befestigt, so kann dann diese Vorrichtung
sehr vorteilhaft auch zum Messen, Einteilen von Beeten in Abstände und vor allem besonders gut zum
Reihenziehen benutzt werden. In diesem Falle haben am zweckmäßigsten die Seitenwände der Vorrichtung
je zwei abnehmbare Füße, von denen die Vorderfüße gleichzeitig als Anschlag an die Pflanzfurche ausgebildet
sind, und zwar bestehen am einfachsten die Füße aus Blechstücken, welche z. B. vermittels Flügelmuttern
festgeklemmt werden können od. dgl.
Um diese Vorrichtung in äußerst bequemer Weise auch als Reihenzieher zu verwenden, können die
Seiten wände 3 noch mit einer Aufnahme für je einen Stiel versehen sein. Nachdem die Gabeln nach Abb. 8
und 9 auf die gewünschte Entfernung, welche die Reihen haben sollen, auf der Gleitschiene 2 festgestellt,
die Füße abgenommen oder umgeklappt sowie die beiden Stiele angebracht worden sind, nimmt man die
Stiele, welche mindestens eine Querverbindung aufweisen können, in je eine Hand (gegebenenfalls wird
die hintere Querverbindung angefaßt) und zieht oder schiebt die Vorrichtung über das Beet hinweg wie
einen Schlitten. Auf diese Weise schleifen die profilierten Gabeln mit ihrer unteren Kante auf der
lockeren Erde und hinterlassen keilförmige Rillen. Zur Aufnahme von mindestens einem Stiel kann
natürlich auch die Gleitschiene selbst, vorzugsweise der freie vordere Teil derselben, entsprechend ausgebildet
sein. Es genügen unter Umständen schon konische Löcher in derselben (mit Klemmschrauben),
oder es müssen z. B. die zu befestigenden Stielenden mit je einer Klemme versehen sein.
Solch eine Vorrichtung läßt sich mit großem Vorteil in Gärtnereien und ganz besonders gut in Baumschulen
verwenden. Durch ihre Anwendung wird vor allem Material und Zeit gespart.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE:1. Vorrichtung zum Pflanzen, Messen und Reihenziehen, bei der die Pflanzenhalter verschieb- und feststellbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die freistehende Gleit- sowie Meßschiene (2) zwischen zwei durch einen Griff (4) in Verbindung stehenden Traggliedern, z. B. Wänden (3), befestigt ist und die auf der Schiene (2) angebrachten Pflanzenhalter jeweils gabelförmig ausgeführt sowie mit mindestens zwei Zinken, deren Abstand veränderbar sein mag und auf einer Skala (6*) angezeigt werden kann, ausgerüstet sind, wobei die mit Markierungsmitteln versehenen Gabelstiele die Gleit- sowie Meßschiene teilweise umschließen und gleichzeitig auf einer Skala (2b) ihren jeweiligen gegenseitigen Abstand anzeigen.2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens jeweils eine der Zinken der Pflanzgabeln beweglich ist sowie unter vorzugsweise elastischem, beispielsweise Federzug go oder Federdruck steht und dieser Zug oder Druck regelbar sein kann.3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils mindestens eine der Zinken selbst aus einem elastischen Mittel, vorzugsweise einer Blattfeder, besteht.4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zinken starr ausgeführt sind und ihnen mindestens ein elastisches Mittel, beispielsweise zwei Blattfedern, zugeordnet sind und die Kraft des elastischen Mittels regelbar sein kann.5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der oder den Blattfedern eine Führung (ie) zugeordnet ist und diese Führung oder der Zinkengrund als Anschlag für zu verschulende Pflanzen gleichen sowie verschiedenen Stämmchendurchmessers dienen kann.6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Pflanzgabeln abgewinkelt oder mit einem besonderen Anschlag für den Furchenrand versehen sind.7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Pflanzgabeln profiliert, vorzugsweise aus Dreikantmaterial hergestellt sind oder ihnen ein besonderes Markierungsmittel zugeordnet ist, z. B. Bolzen (i-f) mit Spitzen (iÄ).8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungssowie Meßschiene mindestens eine Ausnehmung aufweist, ihr ein oder mehrere, vorzugsweise abnehmbare Anschläge zugeordnet sein können und die Pflanzgabeln mit je zwei Löchern zur Aufnahme je eines Schraubbolzens (1/) versehen sind, welch letztere Flügelmuttern (ig) tragen.g. Vorrichtung nach einem der Ansprüche ι bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände der Führungs- oder Meßschiene mit Füßen versehen sind, daß zwei Füße als Anschlag an die Furchenwand dienen können, daß die Füße teilweise oder ganz einsteckbar, abnehm- oder umklappbar ausgeführt sind, sowie die Führungs- oder Meßschiene und/oder die Seitenwände dieser Schiene mindestens je ein Mittel zur Befestigung mindestens eines Stieles aufweisen.ίο. Vorrichtung nach einem der Ansprüche ι bis g, dadurch gekennzeichnet, daß der die Seitenwände verbindende Griff oder Tragleiste (4) breit, vorzugsweise oval ist und in der Mitte eine Ausnehmung (4α) aufweisen kann.11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die ganze Vorrichtung aus unter gewöhnlichen Umständen nicht oder nur schwer oxydierendem leichten Material hergestellt Lt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5334 8.
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|---|---|
| DE887580C true DE887580C (de) | 1953-08-24 |
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| DEG2408D Expired DE887580C (de) | 1943-02-28 | 1943-02-28 | Vorrichtung zum Pflanzen, Messen und Reihenziehen |
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- 1943-02-28 DE DEG2408D patent/DE887580C/de not_active Expired
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