DE885C - Kochapparat mit Gasolingasheizung - Google Patents

Kochapparat mit Gasolingasheizung

Info

Publication number
DE885C
DE885C DE885DA DE885DA DE885C DE 885 C DE885 C DE 885C DE 885D A DE885D A DE 885DA DE 885D A DE885D A DE 885DA DE 885 C DE885 C DE 885C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gasoline
cooking apparatus
cooking
burner
gas heating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE885DA
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
F Ipolt
Original Assignee
F Ipolt
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication of DE885C publication Critical patent/DE885C/de
Application filed by F Ipolt filed Critical F Ipolt
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24CDOMESTIC STOVES OR RANGES ; DETAILS OF DOMESTIC STOVES OR RANGES, OF GENERAL APPLICATION
    • F24C5/00Stoves or ranges for liquid fuels
    • F24C5/02Stoves or ranges for liquid fuels with evaporation burners, e.g. dish type

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Cookers (AREA)

Description

1877.
Kfasse
FRANZ IPOLT in WIEN. Kochapparat mit Gasolin-Gas-Heizung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. November 1877 ab.
Der in beiliegender Zeichnung dargestellte Kochapparat ist folgendermafsen construirt:
A ist ein aus Zinkblech geformter, mit Füllloch und Verschlufsdeckel, der ein kleines Luftloch hat, versehenes Reservoir, welches, mit Gasolin gefüllt, dergestalt an den Apparat angebracht ist, dafs dasselbe in einer gewissen Höhe vom Brenner B, und wegen Vermeidung aller Gefahr, die durch Erhitzung des Gasolinleitrohres α entstehen könnte, sich in geeigneter Entfernung von demselben befindet. Durch das 13 mm Eisenrohr α gelangt das Gasolin mit hydraulischem Druck nach dem Brenner. Dieses Rohr α ist am Boden mit einem messingenen Winkelstück versehen, in welches ein 6 '/2 mm Eisenrohr b in horizontaler Lage eingeschraubt ist. An dessen Ende ist wiederum ein messingenes Winkelstück c angebracht, von welchem das aufrechtstehend eingeschraubte Brennrohr d von gleicher Stärke, wie b, die Gasolinleitung fortsetzt. Unterhalb des Winkelstückes c ist ein kleines Fangschälchen e angebracht, welches dazu dient, bei Beginn der Benutzung des Kochers eine geringe Quantität Gasolin, die infolge des vorhandenen Druckes, durch ein am Brenner befindliches kleines Loch beim Oeffnen der Verschlufsschrauben f und g ausfliefst, in sich aufzunehmen.
Die Rohre b und d sind ihrer ganzen Länge nach mit Baumwolle ausgefüllt, um den Druck des Gasolins vom Reservoir aus zu mäfsigen und eine raschere Gasentvvickelung in demselben herbeizuführen. Am Winkelstück c befindet sich eine Verschlufsschraube /, mittelst welcher der Zuflufs des Gasolins aus dem Reservoir regulirt werden kann. Am oberen Ende des Brennerrohres d ist der Brenner B aufgeschraubt. Derselbe besteht aus einem messingenen Untersatzstück α und einem gufseisernen Deckel ß. Ersteres ist mit einer Verschlufsschraube ,^versehen, mittelst welcher die Stärke der gebildeten Flamme regulirt und die letztere momentan gelöscht werden kann. Aufserdem befindet sich in demselben das kleine Loch, welches, wie vorbesagt, zum Ueberfliefsenlassen des Gasolins bei Beginn der Benutzung des Apparates, gleichzeitig aber auch zur Ausströmung des entwickelten Gases dient. Der Deckel β ist auf seiner unteren Fläche mit zehn radialen Prismen oder anderen Vorsprüngen von gleichmäfsiger beliebiger Form versehen; dieselben dienen dazu, um im Verein mit den beiden sich gegenüberstehenden Zäpfchen des Untersatzstückes, auf welche der Brennerdeckel gesteckt ist, das aus dem kleinen Loch gegen denselben strömende Gas, bezw. die Gasflamme, in zwölf gleichmäfsige Strahlen zu vertheilen.
Im übrigen besteht der Apparat aus einer auf Füfsen ruhenden Bodenplatte C und einer oben mit Einschnitten versehenen Oberplatte D, in welche Einschnitte der fünfarmige Rost B beliebig einzulegen ist. Zwischen diese beiden Platten ist eine etwa 160 mm hohe Blechwand von runder oder eckiger Form F gefügt. Dieselbe wird mit der Ober- und Fufsplatte durch zwei schwache Stehbolzenschrauben y zu einem Ganzen zusammengehalten und somit eine ofenförmige Gestalt des Apparates hergestellt.
Bei der Benutzung desselben kommt das Gasolin nicht zur directen Verbrennung, sondern es wird nur das durch die eigenthümliche Construction des Apparates selbst erzeugte Gasolingas zur Heizung verwendet. Die Bildung dieses Gases erfolgt dadurch, dafs man bei Beginn der Manipulation durch Oeffnen der Verschlufsschraube / eine geringe Quantität Gasolin aus dem in dem Untersatzstück des Brenners befindlichen kleinen Loche überströmen und von dem Fangschälchen aufnehmen läfst, dies dann anzündet und dadurch das innerlich mit Baumwolle ausgefüllte Brennerrohr d erhitzt. Durch diese Erhitzung entwickelt sich in demselben das Gasolingas, welches, mit einer gewissen Spannung gegen die Brennerdecke ausströmend, bei Anzündung genöthigt wird, in zwölf stichflammenartigen Strahlen seine intensive Hitze an das Kochgefäfs abzugeben. Nur in der kurzen Zeit, welche zur Verbrennung der geringen Quantität des übergelaufenen Gasolins nöthig ist, macht sich ein Geruch bemerkbar. Sowie aber das Gasolingas zum Verbrennen kommt, verschwindet aller Geruch und ist jede Rufsbildung beseitigt.
Bei Benutzung des vorbeschriebenen Kochapparates mit voller Flamme benöthigt derselbe in sieben Stunden 1 1 Gasolin im Werthe von 50 bis 60 Pfennige und werden 2 1 Wasser in 15 Minuten damit auf den Siedepunkt gebracht.

Claims (1)

  1. Im übrigen ist der Apparat bei seiner Benutzung gänzlich-' gefahrlos, hinterläfst keinerlei Geruch, ist frei von jeder Rufsbildung und benöthigt keinen Docht. Auch können von einem Gasolinreservöir aus zwei, drei oder vier Kochapparate zum gleichzeitigen Kochen gespeist werden.
    Patent-Anspruch: Eine eigenthümliche Construction eines Kochapparates mit Gasolinheizung, bei welchem sich das zu consumirende Gasolingas selbstthätig erzeugt und durch einen Brenner ohne Docht zur Verbrennung gelangt; alles, wie vorbeschrieben und durch Zeichnung erläutert.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE885DA 1877-11-05 1877-11-05 Kochapparat mit Gasolingasheizung Expired - Lifetime DE885C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE885T 1877-11-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE885C true DE885C (de)

Family

ID=70976533

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE885DA Expired - Lifetime DE885C (de) 1877-11-05 1877-11-05 Kochapparat mit Gasolingasheizung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE885C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2846120A1 (de) Warmwasserspeicher
DE2047457A1 (de) Verfahren zur Erzeugung von Heizgasen und Brenner zur Durchfuhrung des Verfahrens
DE2829363A1 (de) Als warmwasserbereiter nutzbarer offener kamin
DE885C (de) Kochapparat mit Gasolingasheizung
DE415027C (de) Dampfbrenner
AT17366B (de) Vergasungsbrenner für flüssige Brennstoffe.
DE148111C (de)
DE866380C (de) Heiz- und Kochofen fuer fluessige Brennstoffe
DE39539C (de) Neuerung an Lampen, die automatisch Petroleumdampf und -Gas erzeugen
DE2538211C3 (de) Heizungskessel
DE85724C (de)
DE92196C (de)
DE363181C (de) Verfahren zur Herstellung eines brennbaren Gases aus Wasserdampf und Daempfen von OEl
DE90871C (de)
DE351398C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entzuenden von Feuerungen aller Art
DE582112C (de) Gluehlichtlampe fuer fluessige Brennstoffe
DE37202C (de) Lampe, in welcher der Leuchtstoff fein zertheilt zur Verbrennung gelangt
DE191717C (de)
DE89878C (de)
DE158957C (de)
DE25942C (de) Retorte zur Verbrennung von flüssigen Kohlenwasserstoffen
CH211083A (de) Olfeuerungseinrichtung.
DE107774C (de)
AT16774B (de) Dampferzeuger.
DE138663C (de)