DE882102C - Hochfrequenzuebertragungsanlage - Google Patents

Hochfrequenzuebertragungsanlage

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DE882102C
DE882102C DEM6806A DEM0006806A DE882102C DE 882102 C DE882102 C DE 882102C DE M6806 A DEM6806 A DE M6806A DE M0006806 A DEM0006806 A DE M0006806A DE 882102 C DE882102 C DE 882102C
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DE
Germany
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frequency
phase
circuit
voltage
transmission system
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Application number
DEM6806A
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English (en)
Inventor
Georges Edmond Marcel Perroux
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International Standard Electric Corp
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International Standard Electric Corp
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S13/00Systems using the reflection or reradiation of radio waves, e.g. radar systems; Analogous systems using reflection or reradiation of waves whose nature or wavelength is irrelevant or unspecified
    • G01S13/74Systems using reradiation of radio waves, e.g. secondary radar systems; Analogous systems
    • G01S13/76Systems using reradiation of radio waves, e.g. secondary radar systems; Analogous systems wherein pulse-type signals are transmitted
    • G01S13/78Systems using reradiation of radio waves, e.g. secondary radar systems; Analogous systems wherein pulse-type signals are transmitted discriminating between different kinds of targets, e.g. IFF-radar, i.e. identification of friend or foe
    • G01S13/781Secondary Surveillance Radar [SSR] in general
    • G01S13/784Coders or decoders therefor; Degarbling systems; Defruiting systems
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L27/00Modulated-carrier systems
    • H04L27/10Frequency-modulated carrier systems, i.e. using frequency-shift keying

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Description

  • Hochfrequenzübertragungsanlage Die Erfindung bezieht sich auf Hochfrequenzübertragungsanlagen und befaßt sich insbesondere mit einer neuen Art von Hochfrequenznachrichtenübertragungen sowie hierfür geeignete Apparate.
  • Es sind Anlagen bekannt, die mit modulierter Hochfrequenz betrieben werden und in denen die Energie mit konstanter Frequenz jedoch zeitlich diskontinuierlich ausgestrahlt wird. Derartige Anlagen sind für zahlreiche praktische Anwendungen geeignet, die entweder auf Unterbrechung der Abstrahlung, auf der augenblicklichen Intensität derselben relativ zu einer gegebenen mittleren Leistung oder auf einer Kombination dieser beiden Merkmale beruhen.
  • Anlagen der oben bezeichneten Art sind jedoch mit dem Nachteil behaftet, daß Störungen in benachbarten Frequenzkanälen und weniger weit entfernten Empfängern selbst dann hervorgerufen werden, wenn die letzteren auf erheblich unterschiedlichen Frequenzen arbeiten. Dieser Umstand ist für die Anwendung solcher Systeme in tbertragungszentren sehr hinderlich, wo unabhängig voneinander betriebene oder gemeinsam bzw. gleichzeitig arbeitende Sender und Empfänger vereinigt vorkommen können.
  • Ferner sind Sendungen mit Amplituden- oder Modulationsimpulsen nicht geheim, da sie ohne weiteres mit irgendeinem geeigneten Empfänger abgehört werden können.
  • Ferner sind Übertragungssysteme bekannt, in denen die Energie dauernd mit gleicher Amplitude abgestrahlt wird und in denen die Zeichenübertragung durch Änderung der Frequenz oder der Phase der zu übertragenden Schwingungen erfolgt. Solche Systeme mit Modulation des Arguments sind an sich weniger anfällig gegen Fremdstörungen, aber sie weisen den Nachteil eines breiten Frequenzbandes auf, das wiederum Störungen in den anderen Übertragungskanälen hervorruft.
  • Im Prinzip sind die frequenzmodulierten Übertragungen verhältnismäßig geheim, indem sie nicht mit Hilfe der gewöhnlichen Empfänger abgehört werden können. In der Praxis gestattet eine geringfügige Verstimmung des Empfängers die Demodulation der Frequenzänderungen in dem Zwischenfrequenzfilter.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Übertragungsweise, die die Eigenschaften dieser beiden Systeme aufweist und die mit einem gewöhnlichen Empfänger nicht wahrgenommen werden kann, selbst wenn die so übertragenen Zeichen den unabhängig hiervon, z. B. durch Amplitudenmodulation, übertragenen Zeichen überlagert werden.
  • Eine solche Übertragungsart besteht im wesentlichen darin, daß die Nachrichten mittels plötzlicher Frequenzänderungen oder Frequenzimpulse, deren Lage die Natur der Modulationszeichen bestimmen, zur Übertragung gelangen.
  • Gemäß der Erfindung ist eine derartige Hochfrequenzübertragungsanlage dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenzänderungen bzw. Frequenzimpulse durch die Herbeiführung von schnellen Phasenänderungen in einer dauernd ausgestrahlten oder übertragenen Schwingung unter dem Einfluß der Modulationszeichen erzeugt und beim Empfang gleichgerichtet werden, um das erwähnte Modulationszeichen wieder zu erzeugen.
  • Im nachstehenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Figuren näher beschrieben.
  • Die in der Ruhelage des mechanischen oder elektrischen Tastsystems abgestrahlte Schwingung wird mathematisch in der folgenden Form zum Ausdruck gebracht: U1 = V COS CVt (I) Der Übergang in die Arbeitslage erfolgt z. B. durch die Zwischenschaltung eines rein reaktiv wirkenden Phasenschieberkreises derart, daß die Amplitude im wesentlichen unverändert bleibt, während die abgestrahlte Schwingung einer Phasenänderung unterworfen wird. Dann ist U2=Vcos (cst (2) Der Übergang von der Phase o zur Phase ç ist nicht augenblicklich, denn während der so herbeigeführten Änderung ist die Phase eine Funktion der Zeit. Unter der Voraussetzung, daß diese den in der Fig. 1 dargestellten sinusförmigen Verlauf nimmt, so kann sie durch die folgende Form ausgedrückt werden: ç = ~ (ICOS kt) (3) 2 Zur Zeit o ist die Phase gleich o, während sie in der Zeit to einen Wert 0 erreicht hat, dieser entspricht dann der Arbeitslage der Taste. Der Koeffizient k ist somit durch die Beziehung k - (4) to gegeben. Demnach ist Während der Zeit, in der sich die Phase während ihrer Drehung von o bis 0 geändert hat, ruft sie eine plötzliche Frequenzänderung hervor, die der Ableitung der Phase in Abhängigkeit von der Zeit entspricht: df dt bzw smz - (6) dt 2to to Die Frequenzabweichung ist gleich Null im Augenblick o und to und maximal in der Zeit t = . Dieser 2 Maximumwert ist der folgende: f = sin = (7) 2t0 2 (7) 2 2t0 Hieraus geht hervor, daß die plötzliche Frequenzänderung umkehrbar ist. Der Spitzenwert kann dadurch eingestellt werden, daß entweder auf die Phasenverschiebung 0 oder auf die Zeit t0 eingewirkt wird.
  • Am Ende der Arbeitsperiode kehrt die Phase vom Wert Q, zum Wert o zurück, wodurch ein Frequenzimpuls mit gegenüber dem den Übergang von der Ruhe- in die Arbeitslage begleitenden Frequenzimpuls entgegengesetzten Zeichen bewirkt wird. Diese zwei Impulse sind nach Form und Amplitude gleich, wenn das Gesetz der Phasenänderung das gleiche ist. Dies ist in Fig. 2, III, vorausgesetzt. In dieser Figur sind die folgenden Kurven als Funktion der Zeit t eingetragen: Bei I ist die Spannungs- bzw. Amplitudenkurve des Modulationszeichens dargestellt, das durch einen Tastkreis mit zwei Tastlagen, nämlich Ruhe- und Arbeitslage, hervorgerufen wird.
  • Bei II ist die Kurve der Phasenänderung der übertragenen Strahlung entsprechend der Änderung der Zeichenspannung der Kurve I veranschaulicht.
  • Bei III ist die Frequenzänderung entsprechend der Phasenänderung der Kurve II gezeigt.
  • Wenn der Tastkreis von der Ruhelage R in die Arbeitslage T gemäß Kurve I durch eine plötzliche Änderung S übergeht, so ändert sich die Phase der Strahlung entsprechend der Änderung S1 der Kurve II von dem Wert o zu dem Wert 0, und zwar z. B. nach einem Sinusgesetz, das im vergrößerten Maßstab in der Fig. I gezeigt ist. Diese Phasenänderung entspricht einem Frequenzimpuls t IF, Kurve III, im Verlauf dessen die Frequenz vom Wert o ausgeht, einen Maximalwert d F erreicht und am Ende der Phasenänderung wieder auf den Wert o zurückgeht.
  • Bei einem entgegengesetzten Verlauf, d. h. bei einer plötzlichen Änderung S' der Zeichenspannung vom Wert T auf den Wert R, ändert sich die Phase von dem Wert 0 auf den Wert ç gemäß dem Gesetz S1,, das entgegengesetzt zum Gesetz S1, Kurve II, ist.
  • Hierdurch erleidet die Frequenz eine plötzliche Änderung, die den Impuls IF vom Wert o zum Wert - j F und zurück zum Wert o bewirkt. Jeder Übergang der Taste von der Ruhe- in die Arbeitslage und umgekehrt wird also durch einen Frequenzimpuls gekennzeichnet.
  • Diese Frequenzimpulse werden für die Übertragung und den Empfang von Modulationszeichen benutzt.
  • Der Empfang erfolgt mittels eines Demodulatordetektors, dessen Bandbreitencharakteristik proportional den positiven und negativen Frequenzabweichungen dieser Impulse ist. Im Ausgang des Detektors entstehen also Gleichstromimpulse, die willkürlich als positiv angenommen werden können, wenn sendeseitig der Tastkreis aus der Ruhelage in die Arbeitslage übergeführt wird, und negative Gleichstromimpulse, wenn der Rastkreis in seine Ruhelage zurückkehrt. Diese Impulse werden einem an sich bekannten Kippschwingungskreis aufgedrückt, der z. B. aus einem Röhrenkreis mit zwei Gleichgewichtslagen bestehen kann. Bei jedem Element eines Zeichens, das durch einen positiven Frequenzimpuls am Anfang und einen negativen Impuls am Ende übertragen wird, geht der Kreis mit zwei stabilen Lagen von der ersten zur zweiten Lage über unter dem Einfluß des positiven Impulses und kehrt unter dem Einfluß des negativen Impulses wieder in die Ausgangslage zurück. Dieser nimmt somit die zweite Lage während der Gesamtdauer des Zeichenelementes ein.
  • Zahlreiche Geräte sind für die Übertragung und für den Empfang von Zeichen geeignet, die gemäß diesem Verfahren der Nachrichtenübermittlung übertragen werden. Einige Beispiele solcher Geräte sind nachstehend an Hand der Fig. 3 bis 8 näher beschrieben.
  • In der Fig. 3 ist eine Anordnung dargestellt, in der ein Antennenstrom zur Erzeugung von Frequenzimpulsen, die die Änderungen der Tastenlagen übertragen; in seiner Phase verschoben wird. Eine Röhre VI, die als Schwingungsröhre mit konstanter Frequenz arbeitet, wird durch eine Röhre mit konstanter Frequenz erregt. Der durch die Kapazität C1 und die Induktivität L1 gebildete Anodenkreis der Röhre Vi ist durch parallel geschaltete Kreise belastet, von denen jeder aus einem Widerstand R, oder R2 und einer Kapazität C3 oder C4 in Reihe besteht. Die Steuergitter der Verstärkerröhren V und Vi sind in jedem einzelnen Zweig an dem gemeinsamen Punkt des Widerstandes und der Kapazität angeschlossen. Die auf diese Gitter gegebenen Spannungen sind also um 900 in der Phase verschoben. Dies gilt auch für die Hochfrequenzspannungen der Anoden der Röhren V2 und V3. Die Anoden dieser Röhren sind parallel geschaltet und arbeiten auf einen gemeinsamen Belastungskreis, der aus der Kapazität C5, der Induktivität L2 und dem Widerstand R4 besteht. Die Dämpfung des Kreises L2C5 ist genügend groß, um alle notwendigen Frequenzen wirksam übertragen zu können. C2 und C6 bilden die Kopplungskapazität zwischen den einzelnen Stufen.
  • In Fig. 4 bezeichnet der Vektor OV1 die Hochfrequenzspannung, die allein durch die Röhre V2 den Klemmen des Belastungswiderstandes R4 aufgedrückt wird. Wenn die Röhre V3 arbeitet, erregt sie am Ausgang von R4 eine Spannung V1 V2, die gegenüber der Spannung ov, um 90° phasenverschoben ist. Die resultierende Spannung ov2 wird dem Gitter der Röhre Vi (Fig. 3) zugeführt. Mittels eines Tastrelais R M und einer Vorspannungsbatterie BAT kann diese Röhre blockiert werden; in diesem Fall ist die dem Gitter V4 aufgedrückte Spannung o in Fig. 4. Wenn dagegen das Tastrelais R M die blockierende Vorspannung aufhebt, die an dem Gitter der Röhre V3 wirksam war, so ist die dem Gitter der Röhre V4 zugeführte Spannung gleich ov2. Es ist somit ersichtlich, daß sich die Phase um einen Winkel yf,= 0= V1 OV2 gedreht hat. Wie weiter oben auseinandergesetzt, hat diese Phasenänderung die Erzeugung eines Frequenzimpulses zur Folge.
  • Aus der Fig. 4 geht hervor, daß die Tastung der Röhre V3 eine Änderung der Gitterspannung der Röhre V4 bewirkt, da die Vektoren ov, und ovo augenscheinlich ungleich sind. Die Charakteristiken der Röhre V4 (Elektrodenspannung, Belastungsimpedanz L3 C7) werden derart gewählt, daß die an der Anode verfügbare Hochfrequenzamplitude unabhängig von der zu dem Steuergitter gelangenden Hochfrequenzspannung wenigstens innerhalb den Grenzen ist, zwischen denen diese Änderung aus der Tastung stattfindet.
  • Die Fig. 5 zeigt die Kennlinie eines gesättigten Verstärkers. Auf der Abszisse ist die Hochfrequenzspannung Vg und auf der Ordinate die Hochfrequenzspannung Up eingetragen. Die Spannung V, gelangt zu dem Steuergitter der Röhre V4 und die Spannung Up liegt an der Anode dieser Röhre. Es ist somit ersichtlich, daß die Ausgangsspannung bis zu einem Wert ansteigt, bei dem die Gitterspannung einen Wert OB erreicht, oberhalb dessen die Ausgangsspannung konstant und gleich OA bleibt. Beim Betrieb gemäß der Erfindung verlegt die allein von der Röhre V2 erzeugte Hochfrequenzspannung den Betriebs- bzw. Arbeitspunkt nach C1 unmittelbar oberhalb des Wertes OB, der die Begrenzung hervorbringt. Wenn beide Röhren V2 und Vi arbeiten, so erreicht die Gitterspannung der Röhre V4 den Wert Ci, doch behält die durch die Anode der Röhre VX erzeugte Hochfrequenzspannung denselben Wert OA.
  • Auf diese Weise wird jede Amplitudenmodulation unterdrückt. Es ist zu beachten, daß diese Betriebsart, von gewissen Einschränkungen abgesehen, ebenso sichergestellt werden kann, wenn die Röhre als Verstärker, Frequenzdoppler oder -vervielfacher arbeitet.
  • Für diese drei Betriebsarten weisen die stabilisierten Ausgangsspannungen im wesentlichen denselben Wert auf. Diese Eigenschaft wird gemäß eines weiteren Merkmals der Erfindung ausgewertet, um Sender mit einem breiten Frequenzspektrum herzustellen.
  • Zur Regelung des Wertes der augenblicklichen Frequenzabweichung oder der Amplitude des Frequenzimpulses kann entweder der Wert der Phasenänderung oder die Dauer der Phasenänderung beeinflußt werden. In der Anordnung nach Fig. 3 sind zwei Möglichkeiten für eine solche Regelung gegeben.
  • Um auf den Wert der Phasenänderung einzuwirken, ändert man die Verstärkung einer der Röhren V2 oder V3, indem z. B. der veränderliche Kathodenwiderstand Rc der Röhre V2 geregelt wird. Zwecks Änderung der Dauer der Phasendrehung wird in den Gitterableitungskreis der Röhre V3 ein veränderlicher Verzögerungskreis eingeschaltet, der in Fig. 3 schematisch durch den Widerstand R3 in Kombination mit der Kapazität C3 dargestellt ist.
  • Es ist ohne weiteres verständlich, daß der Frequenzimpuls einen unendlich großen Wert erreichen wurde, wenn die Phasenänderung plötzlich erfolgen sollte. Um die Übertragung der Erfindung zu Folge praktisch durchzuführen, muß jedoch eine solche plötzliche Änderung vermieden werden. Zu diesem Zweck sieht die Erfindung gemäß eines weiteren Merkmals Mittel vor, durch welche die die Gitterspannung der Röhre V3 steuernden Kreise eine möglichst große Zeitkonstante erhalten, für welche die Übertragungsgeschwindigkeit Berücksichtigung findet. Es ist zweckmäßig, daß der Verlauf der Phasenänderung als Funktion der Zeit möglichst'in Übereinstimmung mit der Kurve der Fig. I, d. h. sinusförmig erfolgt. Zumindest ist es erwünscht, daß die Phasenänderung allmählich beginnt und endet, d. h. daß die entsprechenden Tangenten horizontal orientiert sind, wie die Fig. 1 zeigt. Wenn diese -Bedingung nicht erfüllt würde, so würde die durch eine plötzliche Phasenänderung bewirkte Frequenzabweichung eine sehr kurze Zeit beträchtlich und das resultierende Frequenzspektrum sehr breit sein.
  • Bei einer sinusförmigen Phasenänderung nimmt auch die Frequenzabweichung einen sinusförmigen Verlauf, und das Frequenzspektrum ist das gleiche, wie das einer frequenzmodulierten Schwingung, deren Periodenlänge gleich der Dauer des Frequenzimpulses ist. Zu diesem Zweck sieht die Erfindung aus Widerständen und Kapazitäten gebildete Kreise vor, die mit massierten Konstanten die Eigenschaften einer langen Leitung mit verteilten Konstanten nachbilden. Derartige Kreise sind an sich bekannt und bilden als solche keinen Gegenstand der Erfindung.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung gibt man diesen Kreisen einen festen Aufbau, durch den ein gegebener Verlauf der Phasenänderung in Abhängigkeit von der Zeit gewährleistet wird.
  • Ist eine Regelung des Wertes der plötzlichen Frequenzabweichung erwünscht, so geschieht dies durch Beeinflussung des Wertes der Phasenabweichung.
  • Alle diese Möglichkeiten sind, wie bereits erwähnt, in der Anordnung nach Fig. 3 vorhanden.
  • Es wurde schon darauf hingewiesen, daß die Röhre 1 ohne Einschränkung ihrer Wirkungsweise als Verstärker, Frequenzdoppler oder -vervielfacher benutzt werden kann. Es muß indessen berücksichtigt werden, daß beim Betrieb dieser Röhre als Verstärker, die Phasenänderung und der Frequenzimpuls ihren Anfangswert beibehalten, daß jedoch dieser verdoppelt bzw. vervielfacht wird, wenn die Röhre in Übereinstimmung mit den anderen der erwähnten Betriebsarten arbeitet. Soll der Wert des Frequenzimpulses konstant gehalten werden, muß demzufolge der Wert der Phasenänderung beeinflußt werden, was z. B. durch Änderung des Kathodenwiderstandes Rc der Röhre V2 geschehen kann. Diese Änderung kann automatisch durch die Mischstufe gesteuert werden.
  • Endlich sei erwähnt, daß mit der Anordnung nach Fig. 3 der Übergang vom Frequenzimpuls auf Amplitudenbetrieb (vom Wert o zum Vollwert) leicht ermöglicht ist. Zu diesem Zweck genügt es, die Röhre V2 außer Betrieb zu setzen, z. B. durch Unterbrechung ihres Kathodenkreises. Die Röhre Vg, die (vom Wert Null bis zum Vollwert) mittels des Relais R M betrieben wird, erregt dann allein den Rest des Senders.
  • Umgekehrt ist es relativ einfach, einem gewöhnlichen Tastensender, der bereits mit einer getasteten Stufe, wie V3, versehen ist, eine Röhre mit go0 Phasenverschiebung, wie die Röhre V2, sowie die dazu gehörigen Widerstände und Kapazitäten hinzuzufügen. Zur richtigen Übertragung des Frequenzspektrums der Frequenzimpulse muß jedoch dafür gesorgt werden, daß die nachfolgenden Hochfrequenzkreise eine ausreichende Bandbreite besitzen. Diese Bedingung wird im allgemeinen von Kurzwellengeräten erfüllt, wenn der Frequenzimpuls auf ungefähr 10 kHz begrenzt wird; ein für das betrachtete Anwendungsgebiet völlig ausreichender Wert.
  • Eine weitere Möglichkeit zur Auswertung des Gegenstandes der Erfindung ist in der Fig. 6 dargestellt. Durch eine Röhre V, werden in einem Schwingungskreis C,, L1 Schwingungen erzeugt.
  • Parallel zu diesem Kreis ist in an sich bekannter Weise über eine Widerstandskapazitätskombination C2, R1, C3 eine Röhre V2 angeordnet, die mit veränderlicher Steilheit arbeitet. Das dem Steuergitter dieser Röhre zugeführte Potential ist aus Spannungen zusammengesetzt, die in der Sekundärwicklung eines Transformators T induziert werden, wenn ein durch die Taste M bewirkter Gleichstrom durch seine Primärwicklung fließt.
  • Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist die folgende: Die Änderung der Primärspannung erzeugt in der Sekundärwicklung des Transformators T eine EMK, deren Wert gleich L dgit ist. Im Augenblick dt des Schließens des Tastkreises ist di positiv und im Augenblick dessen Unterbrechung negativ. Somit weisen die in der Sekundärwicklung induzierten Spannung entgegengesetzte Vorzeichen auf. Diese dem Steuergitter der Röhre V2 aufgedrückten Spannungen, die den Widerstand R2 durchfließen, rufen eine momentane Änderung der Steilheit dieser Röhre und somit eine plötzliche Änderung des fiktiven Widerstandes, der parallel zu dem Schwingungskreis L1 C1 eingeführt wird. Es entsteht somit ein Frequenzimpuls.
  • Diese Anordnung hat den Vorteil, daß sie an sich einfach ist, doch weist sie den Nachteil auf, daß Form und Dauer der Sekundärspannung schlecht definierbar sind, was eine ungünstige Rückwirkung auf die Form und Definierbarkeit des Frequenzimpulses ausübt. In einem gewissen Sinn kann der Betrieb dadurch begünstigt werden, daß zweckmäßig bemessene Widerstandskapazitätsnetzwerke zwischen den Transformator T und das Gitter der Röhre V2 eingefügt werden, die zur besseren Definition der Dauer und der Form der \zelle des erzeugten Frequenzimpulses beitragen.
  • Die Empfangskreise können bezüglich der ersten Stufen gleichartig mit den Kreisen sein, die bei der Übertragung von Frequenzmodulation zur Verwendung kommen. Sie können, z. B. wie in der Fig. 7 angedeutet, eine Gesamtheit von Hoch- und Zwischenfrequenzstufen umfassen, deren Breite des Durchlaßbandes der Breite des zu empfangenden Frequenzspektrums angepaßt ist, denen ein Amplitudenbegrenzer LEIM, ein Demodulator DIS und ein Gleichrichter RED nachgeschaltet sind.
  • Am Ausgang der Verstärkerröhren tritt eine Folge von positiven und negativen Gleichspannungsimpulsen auf, die den dem Sender aufgedrückten Zeichen entsprechen. Die in der Empfangsanordnung verfügbare Leistung ist schwach und infolgedessen nicht in der Lage, mechanische Schalt- oder sonstige Mittel direlit zu steuern oder zu betätigen. Gemäß einem weiteren Medmal der Erfindung wird in die Reihe der obenerwähnten Empfangsstufen ein Verstärkerkreis mit zwei Gleichgewichtslagen eingeführt.
  • Die mit zwei Gleichgewichtslagen arbeitenden Kreise sind, gleichgültig ob sie nur durch Entladeröhren oder durch eine Kombination von elektrischen und mechanischen Mitteln zusammengestellt sind, an sich bekannt. Die in der Fig. 8 gezeigte Schaltanordnung gibt ein Beispiel der Erfindung, das nach dem zuletzt genannten Prinzip ausgeführt ist. Hier ist die Röhre V1 die letzte Röhre einer Reihe von Verstärkern. Ihr Anodenkreis ist einem Demodulatorkreis vorgeschaltet, der in bekannter Weise aus einem durch die Kapazitäten C1 und C3 abgestimmten Transformator L,, L. und einem NopplungslSondensator C2 besteht. Die Sekundärwiclilung L steuert die Dioden D1 und D2, denen Belastungswiderstände R1 bzw. R zugeordnet sind. Die an dem Ausgang der Belastungswiderstände auftretenden Spannungen gelangen auf die Steuergitter der Röhren V und V3, die als Gleichstromverstärkerröhren arbeiten. Das Betätigungsorgan ist ein polarisiertes Relais, dessen beide Wicklungen an die Kathodenkreise der Röhren V2 und V3 eingeschaltet sind.
  • Beim Fehlen eines Zeichens speisen beide Röhren TXte und V3 gleiche Anodenströme. Da die Relaiswicklungen L3 und L4 differential angeschlossen sind, ist der magnetische Fluß gleich Null, so daß sich der Relaisanker in der neutralen Lage befindet. Beim Empfang eines nicht frequenzmodulierten Zeichens fließen durch die Dioden D1 und D gleiche Ströme, und demzufolge bleiben nicht nur die Gitterspannungen von V und V3, sondern auch deren Anodenströme gleich, so daß eine Betätigung des Relais bzw. dessen Anker nicht erfolgt. Dieselbe Unempfindlichkeit ergibt sich auch beim Empfang eines sSmrnetrisch frequenzmodulierten Zeichens, da die den Rdaiswicklungen zugeführten Niederfrequenzspannungen können eine Betätigung des Relaisanker nicht bewirken.
  • Gelangt jedoch ein positiver Frequenzimpuls zum Empfänger, so arbeitet die Diode D1, die Diode D2 jedoch nicht. Demzufolge sind die Anodenströme von den Röhren V und V nicht mehr gleich, und das polarisierte Relais arbeitet in einem bestimmten Sinn, der entgegengesetzt sein würde, wenn anstatt einem positiven ein negativer Frequenzimpuls empfangen werden würde. Ein Vergleich mit der Kurve III der Fig. 2 zeigt, daß der Anker des polarisierten Relais genau die Zeichen wiedergibt, die von dem Sender ausgestrahlt werden.
  • Bei einer sendeseitig rhythmisch bemessenen Zeichengabe sind die Zeitintervalle der Frequenzimpulse regelmäßig. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Empfänger in einem solchen Fall mit Mitteln versehen, die diesen dauernd blockieren und nur in den Zeitintervallen in den Empfangszustand überführen, in denen die Impulse empfangen werden sollen. Es ist in keiner Weise erforderlich, den Empfänger während der zeitlichen, die Impulse voneinander trennenden Intervalle in einer Empfangsbereitschaft zu halten, da dieser in diesen Perioden nur Störungen ausgesetzt sein würde, die leicht zu Irrtümern Anlaß geben würden.
  • Für die Durchführung der Blockierung und der synchronen Überführung des Empfängers in den Zustand der Empfangsbereitschaft sind viele Möglichkeiten bekannt. Im allgemeinen ist hierfür die Benutzung einer Hilfsspannung erforderlich, deren Synchronismus durch die Impulse der Nachrichtenzeichen aufrechterhalten wird. In der Anordnung nach Fig. 8 ist es beispielsweise möglich, die Dioden D1 und D2 eine negative Vorspannung zu geben, indem diese Hilfsspannung an dem mit X bezeichneten Punkt zwischen den Belastungswiderständen R, und 2 angelegt wird. Die Blockierungsspannung wird synchron mit den Zeichen periodisch unterdrückt, indem man ihr beispielsweise eine positive Spannung überlagert. Andererseits besteht auch die Möglichkeit, die Anoden- und Schirmgitterspannungen der Gleichstromverstärkerröhren V2 und V3 synchron mit den Zeichenimpulsen zu ändern. Die Änderung des Anodenstromes, die sich aus der Änderung der Steuerspannung ergibt, sind wegen der Differentialschaltung der Wicklungen L3 und L4 ohne Einfluß auf das Empfangsrelais.
  • PATENTANSPPBÜCHE: I. Hochfrequenzübertragungsanlage, bei der die Nachrichten mittels plötzlicher Frequenzänderungen oder Frequenzimpulse, deren Lage die Natur der Modulationszeichen bestimmen, übertragen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenzänderungen bzw. die Frequenzimpulse durch die Herbeiführung von schnellen Phasenänderungen in einer dauernd ausgestrahlten oder übertragenen Schwingung unter dem Einfluß der Modulationszeichen erzeugt und beim Empfang gleichgerichtet werden, um das erwähnte Modulationszeichen wieder zu erzeugen.

Claims (1)

  1. 2. Hochfrequenzübertragungsanlage nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß sendeseitig Mittel vorgesehen sind, durch die die Addition einer zweiten, relativ zu der ersten Hochfrequenzspannung um goO in der Phase ver- schobene Hochfrequenzspannung in Rhythmus der Modulationszeichen bewirkt wird.
    3. Hochfrequenzübertragungsanlage nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Modulation durch Frequenzimpulse eines Senders durch Hinzufügung eines phasenverschiebenden Kreises zu einem Sender der üblichen Art erfolgt, indem der die Phasenverschiebung bewirkende Kreis an Stelle der Verstärkung des Sendestromkreises derart eingefügt wird, daß in Rhythmus mit dem Modulationszeichen eine relativ zu der dauernd bewirkten Ho chfrequenzspannung um 90° phasenverschobene Hochfrequenzspannung dem Sendekreis hinzuaddiert wird, die die Phase der resultierenden Spannung in Rhythmus des Modulationszeichens steuert.
    4. Hochfrequenzübertragungsanlage nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Teil des Kreises mit zwei phasenverschobenen Kanälen folgenden Verstärkerstufen als einfache Verstärker oder als Frequenzvervielfacher arbeiten, um das gesamte Frequenzspektrum der übertragenen oder ausgestrahlten Frequenz zu vergrößern, indem die Überführung aus der einen in die andere Lage auf automatischem Wege hinter dem Wellenwechselschafter gesteuert wird.
    5. Hochfrequenzübertragungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Phasenschieberkreis in den Steuerkreis einer Röhre mit veränderlicher Steilheit parallel zu einem Schwingungskreis eingeschaltet ist, der durch eine dauernde Schwingung gespeist wird, indem der Phasenschieberkreis in Rhythmus mit dem Modulationszeichen gesteuert wird.
    6. Hochfrequenzübertragungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Übertragung von Frequenzimpulsen gemäß eines gegebenen Rhythmus, Mittel empfangsseitig vorgesehen sind, um den Empfänger in den Zeitintervallen zwischen den Zeichen zu sperren und nur zum Empfang der Zeichen selbst diesen in den Zustand der Empfangsbereitschaft zu überführen.
    Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 229 222, 657 456, 706 287.
DEM6806A 1944-03-06 1950-10-01 Hochfrequenzuebertragungsanlage Expired DE882102C (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE229222C (de) *
DE657456C (de) * 1932-09-20 1938-03-05 Rca Corp Schaltung zur Phasenmodulierung einer Sendeanlage
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