DE8802561U1 - Holzbrikett - Google Patents

Holzbrikett

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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
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    • C10L5/00Solid fuels
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Description

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Anwaltsakte 35 935 VII HOLZBRIKETT
Die Erfindung betrifft ein Brikett aus zusammengepreßten Hol· ,pänen, wie im Oberbegriff 62s Anspruchs 1 erwähnt.
Es ist üblich, Holzabfälle, die beim Seg%n, Hobeln oder Fräsen anfallen, unter hohem Druck zu Briketts zu pressen.
Hierbei werden unter "Briketts" in der Regel längliche Körper mit im wesentlichen rechteckigem Querschnitt verstanden. Im Rahmen der Erfindung sollen unter dem Begriff "Brikett" jedoch auch Pellets und sonstige Preßlinge beliebiger Form verstanden werden, etwa würfelförmige, kreiszylindrische, kugelige oder eiförmige Preßlinge.
Das erfindungsgemäße Brikett wird dadurch hergestellt, daß man Holzspäne, die entweder als Abfall unmittelbar anfallen, aus anderen Abfällen aufbereitet werden oder auch aus Holz unmittelbar zum Zwecke der Briketterzeugung hergestellt werden, unter hohem Druck in die gewünschte Brikettform preßt.
Es ist hierbei in der Re^l nicht erforderlich, den Holzspänen ein Bindemittel zuzusetzen. Die vorliegende Erfindung erstreckt sich Jedoch auch auf solche Briketts, die unter Verwendung eines Bindemittels hergestellt sind, vorausgesetzt, dieses Bindemittel fuhrt nicht beim Abbrand der Briketts zu unzulässigen Schadstoffen in den Verbrennungsgasen.
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Der* Vorteil solcher bekannter Holzbriketts liegt darin, daß Sage· späne und ahnliche, feine Holzabfälle in herkömmlichen öfen, Feuerungen und offenen Kaminen nicht verbrannt werden können, die für den Betrieb mit Holz oder Kohle eingerichtet sind und in denen sonst lose Sägespäne nicht verheizt werden könnten.
Die bekannten Briketts weisen jedoch auch eine Reihe von Nachteilen auf:
- bei Umschlag, Handhabung und Transport der bekannten Holzbriketts tritt ein erheblicher Abrieb auf, der zu einer erheblichen Verschmutzung führt und seinerseits mindestens in größerer Menge in herkömmlichen Feuerungen nicht verheizt werden kann.
- Werden die bekannten Holzbriketts feucht gelagert, dann quellen sie auf, wodurch die Holzpartikel ihren Zusammenhalt verlieren, so daß die Briketts letztlich zu Holzspänen zerfallen. Bei nur geringem Aufquellen der Briketts tritt ein erheblich verstärkter Abrieb auf.
- Da die Briketts gewissermaßen aus einer homogenen Masse bestehen, ist es erheblich schwieriger, diese Briketts in Brand zu setzen, als etwa gleich große Holzklötze. Dies wirkt sich besonders beim Nachlegen von Briketts auf ein niedergebranntes Feuer aus. Holzbriketts entflammen in diesem Fall nicht rasch, wie Holzklötze, sondern qualmen erst eine geraume Zeit, was zu einer unzulässigen Abgas- und Luftbelastung führt.
Man hat zwar bereits im Ausland den Versuch unternommen, die Holz-Späne vor der Brikettierung mit einen brennbaren Erdölprodukt zu tränken; soweit dieses Erdölprodukt als Bindemittel wirksam ist, ist es möglich, auf diese Art den Abrieb zu verringern; durch die Imprägnierung der Holzspäne mit dem Erdölprodukt wird auch das Aufquellen der Briketts bei feuchter Lagerung vermieden oder zumindest verringert. Schließlich brennen solche Briketts aus ölgetränkten
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'•4-
Spänen auch verhältnismäßig rasch an, so daß das lange Qualmen bisheriger Holzbriketts vermieden wird. Stattdessen erzeugen die aus ölgetränkten Spänen hergestellten Holzbriketts jedoch eine stark rußende, übelriechende Planne, wodurch wiederum eine unzulässige Belastung der Verbrennungsgase und der Umgebungsluft entsteht.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, das eingangs genannte, bekannte Holzbrikett dahingehend weiterzubilden, daß die obengenannten Nachteile mindestens teilweise ausgeräumt werden.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Demnach ist das erfindungsgemäße Brikett ein Brikett der eingangs genannten, bekannten Art, bei welchem die Holzspäne bevorzugt ohne jeden Zusatz von Bindemittel zu dem Brikett gepreßt sind. Dieses Brikett ist jedoch mit einer im wesentlichen luftdichten und schadstoffarm brennbaren Beschichtung versehen.
Es ist zwar bekannt, die gattungsbildenden Briketts luftdicht in Kunststoffolie zu verpacken, um den Abrieb zu mindern und insbesondere das Aufquellen bei feuchter Lagerung zu vermeiden, doch der Verpackungsvorgang selbst ist nicht nur aufwendig, sondern führt auch seinerseits bereits zu erhöhtem Abrieb. Außerdem muß eine solche Folie vor der Verwendung der Briketts entfernt werden, da sie oftmals bei der Verbrennung giftige Abgase erzeugt.
Bei der Erfindung dagegen ist das Brikett nicht verpackt, sondern beschichtet» d.h. das die Beschichtung bildende Material ist mit dem Brikett ähnlich wie ein Farbanstrich stofflich verbunden. Hierbei kann die Beschichtung z.B. an einer Förderstrecke auf die Briketts aufgesprüht werden.
Infolge der Beschichtung ist der Abrieb des Briketts weitgehend
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unterbunden; da die Beschichtung im wesentlichen luftdicht ist, ist auch mit dem Aufquellen der Briketts selbst bei feuchter Lagerung nicht zu rechnen.
Oie Brennbarkeit der Beschichtung kann so gewählt werden, daß beim Anzünden eines Brikettfeuers oder beim Nachlegen erfindungsgemäßer Iriketts auf ein Feuer die Beschichtung rasch entflammt und hierbei das ganze Brikett mindestens oberflächlich so rasch erwärmt, daß es brennbare Gase abgibt, die inferseixs an den Flämmen der Beschichtung gezündet werden. Das Qualmen der Briketts, das so lange auftritt, bis aus dem Brikett brennbare Gase austreten, wird hierdurch weitgehend verhindert.
Unter "schadstoffarm" ist hier nicht eine absolute Eigenschaft der &bull;eschichtung zu verstehen, sondern die Beschichtung ist so zu wählen, daß aufgrund ihrer Menge nur so viel Schadstoffe bei der Verbrennung auftreten, daß keine unzulässige Belastung der Abgase entsteht. Dies bedeutet, daß eine verhältnismäßig dünne Beschichtung ius einem Material, das, absolut gesehen, nicht als "schadstoffarm brennbar" angesehen werden kann, hier dennoch dann eine erfindungsgemäße Beschichtung bilden kann, wenn die bei der Verbrennung insgesamt auftretenden Verbrennungsgase keinen unzulässig hohen Schadstoff anteil aufweisen.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Beschichtung aus einem nachgiebigen Material geformt, also einem plastisch oder federnd nachgiebigen Material. Durch diese Ausgestaltung wird verhindert, daß beim Umschlag der erfindungsgemäßen Briketts, wenn diese beispielsweise in einen Keiler geschüttet werden, die Beschichtung durch die erlittenen StSBe bricht oder splittert und hierdurch insbesondere ihre luftdichtende Wirkung verliert.
Hierbei wird unter "luftdicht" verstanden, daß der Zutritt von mit Wasserdampf beladener Umgebungsluft oder von Wasserdampf alleine
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j? verhindert werden .
Die Beschichtung kann, wie oben erwähnt, durch Aufsprühen oder mechanischen Auftrag (Aufwalzen, Anstrich) aufgebracht sein.
Solche Beschichtungen zeichnen sich dadurch aus, daß der beschichtete Oberflächenbereich des Brikettkörpers bis zu einer erheblichen Tiefe mit dem Material der Beschichtung getränkt ist* Nun muß die
OÖSCiiiChtüTiy 5elu5t, Um &pgr;&igr;&udiagr;&igr;&agr;&Pgr;^&igr;&igr;&Ogr;&igr;&igr; StCuicSt ümu 3&igr;/&Ggr;&igr;&bgr;&ugr;3&igr;0&igr;&igr;&thgr;&Ggr; Zu
&ein, eine gewisse Dicke aufweisen. Es ist daher bei diesen genannten Beschichtungen zur Herstellung des erfindungsgemäßen Briketts eine erhebliche Menge an Besenichtungsmaterial erforderlich, so daß nur ein solches Material verwendet werden kann, das absolut gesehen, sehr schadstoffarm brennt. Solche Materialien sind jedoch verhältnismäßig aufwendig.
Daher ist gemäß einer weiteren, bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung die Beschichtung als Tauchüberzug geformt. Dieser Tauchüberzug unterscheidet sich von den obengenannten Beschichtungen dadurch, daß er einerseits eine erhebliche Dicke aufweist; andererseits ist aber der Brikettkörper vom Beschichtungsmaterial dann, wenn der Tauchvorgang hinlänglich kurz war, nur gerade benetzt, nicht aber getränkt. Somit ist es durch die beschriebene Ausführungsform möglich, bei gleichbleibender Stoß-, Abrieb- und Quellschutzwirkung mit weniger Beschichtungsmaterial auszukommen.
Für die Beschichtung küamt eine sehr große Anzahl von Materialien in Frage; aus diesen ist erfindungsgemäß ein Fett als Beschichtung ausgewählt» und zwar besonders ein Erdölwachs, sowie gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ein Fett, das einerseits leicht entflammbar ist, andererseits eine hohe Verbrennungstemperatur aufweist, um möglichst rasch und nach möglichst kurzer Verbrennungszeit zum Anbrennen des Brikettkörpers zu führen. Es ist Sä.&ldquor; möglich, die erforderliche Menge an Beschichtungsmaterial noch wei-
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·&mdash;7t- ·
ter zu verringern, die erforderlich ist, um das Qualmen der Briketts m verhindern.
Um die erforderliche Menge an Beschichtungsmaterial noch weiter zu verringern, ist die Beschichtung bei länglichen Briketts an deren Enden verdickt bzw. umgekehrt an anderen Bereichen als den Enden dünner ausgebildet. Es wurde nämlich festgestellt, daß längliche Briketts beim Umschlag in erster Linie an ihren Enden abgestoßen werden und im übrigen auch an ihren Enden, also ihrem schmälsten Oberflächenbereich, am raschesten anbrennen. Somit sind gemäß der Ausgestaltung die besonders gefährdeten Enden geschützt und die besonders leicht entflammbare«) Enden hierbei gleichzeitig besonders reichlich mit einer zündenden Beschichtung versehen. An den übrigen Bereichen des Briketts kann die Beschichtung so dünn sein, wie dies gerade noch zulässig ist, um das Aufquellen der erfindungsgemäßen Briketts zuverlässig zu vermeiden.
Die Erfindung wird anhand der beigefügten, schematischen Zeichnung beispielsweise noch näher erläutert.
In dieser zeigen: Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Brikett, im Schrägbild, Flg. 2 einen Längsschnitt durch das Brikett der Fig. 1, und
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Briketts (im Schrlgbild).
Das in der Zeichnung gezeigte Brikett weist etwa die Form eines länglichen Quaders auf, wobei herstellungsbedingte Abschrigungen nicht berücksichtigt sind.
An Jeder Schmalseite bzw. Stirnseite sind zwei einander gegenüber· liegende Seltenkanten gebrochen, um Kanten mit möglichst großem Scheitelwinkel zu erzeugen, die nicht so leicht ausbrechen wie
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Kanten mit kleinem Scheitelwinkel.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, weist das Brikett 1 einen aus Holzspänen gepreßten Brikettkörper 2 auf, der mit einer Beschichtung 3, 4 überzogen ist.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist an den beiden Schmal- bzw. Stirnseiten bzw. Enden des Briketts 1 die dort mit 3 bezeichnete Beschichtung wesentlich dicker als in den anderen Bereichen des Briketts 1, wo die Beschichtung mit 4 bezeichnet ist.
Anstelle der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Form kann das erfindungsgemäße Brikett auch die in Fig. 3 gezeigte Form eines länglichen Zylinders besitzen, wobei seine Beschichtung so wie für die Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 sein kann. Das in Fig. 3 gezeigte Brikett eignet sich vorzugsweise zur Verwendung in Kaminen und besitzt einen Durchmesser im Bereich von ca. 8 bis ca. 12 cm und eine Länge von ca. 40 cm. Selbst bei diesen großen Abmessungen läßt sich das erfindungsgemäße Brikett infolge der erfindungsgemäßen Beschichtung leicht entzünden.
Die erfindungsgemäßen Briketts können auch in Papier oder dünne Pappe verpackt sein, die zum Anzünden und Abbrennen des Briketts nicht entfernt werden müssen, sondern sogar beim Anzünden des Briketts vorteilhaft sind. Dieses Verpackungsmaterial braucht nicht, wie Plastikmaterial, luft- und feuchtigkeitsdicht zu sein.
Il III ··

Claims (6)

IA/IARX STUNTZSTRASSE16-8000 MÜNCHEN 80 Anwaltsakte 35 935 VII ANSPRÜCHE
1. Brikett aus zusammengepreßten Holzspänen,
dadurvcii gekennzeichnet , daß es mit einer im wesentlichen luftdichten und schadstoffarm brennbaren Beschichtung (3, 4) versehen ist.
2. Brikett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung (3, 4) aus einem nachgiebigen Material geformt ist.
3. Brikett mch ernem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung (3, 4) als Tauchüberzug geformt ist.
4. Brikett nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung (3, 4) aus einem Fett, bevorzugt ei*?« Erdölwachs, geformt ist.
5. Brikett nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Fett als ein leicht entflammbares Fett mit hoher Verbrennungstemperatur ausgebildet ist.
6. Brikett nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem länglichen Brikett (1) die Beschichtung (3) an dessen Enden verdickt ist.
-2-
»(OM) «8272-74 TtMkopMrer: (&Ogr;&bgr;&thgr;)&bgr;&bgr;3&udiagr;4&bgr;, ,, ,,,, ,^r.W<optw: B»ywV**ntti«it( Monch«i4S3100(BU70020270»
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