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Schlauchanschluß-Verfahren bei Dampfkraft- und Drückluftwerkzeugen
Bei Dampfkraft- und Druckluftwerkzeugen löst sich durch die beim Arbeiten auftretenden
Erschütte= rangen sehr oft ungewollt die Verbindung, meistens eine Überwurfmutter
oder ähnliche Kupplung, mittels welches der Schlauch am Werkzeug angeschlossen ist.
Hierdurch wird der Schlauch mit dem Anschlußstück infolge des plötzlich frei ausströmenden
Druckmittels sehr stark hin und her geschleudert und der Bedienungsmann nebst Umgebung
äußerst gefährdet. Man hat, um derartige Gefahren und Unfälle zu verhüten, verschiedene
mehr oder weniger wirksame Sicherungen geschaffen, welche ein selbsttätiges Lösen
der Schlauchverbindung bzw. der Überwurfmutter verhüten sollen. Sehr -oft werden
derartige, meist empfindliche Sicherungen infolge der unvermeidlichen muhen Betriebsbehandlung
dieser weikzeuge, rasch schadhaft und dadurch unwirksam, so daß sie nach der dann
eintretenden ungewollten selbsttätigen Lgsung der Schlauchverbindung keinen Schutz
mehr gegen das frei ausströmende -Druckmittel und die hierdurch hervorgerufenen
Gefahren bieten. Das gleiche ist der Fall, wenn die Schlauchverbindung gelöst werden
soll und vorher das Druckmittel am Kessel oder am Verteiler nicht abgesperrt wird,
da ja die Sicherung zur Verhütung einer Lösung vorher unwirksam gemacht werden maß.
Bei der Verwendung von Gummischläuchen kann der Bedienungsmann diese im Notfall
zusammenknicken, um das Ausströmen des Druckmittels in das Freie und die dadurch
bedingten Gefahren wenigstens zum Teil mindern, während bei Metallschläuchen dieser
Notbehelf jedoch nicht anwendbar ist.
Die Erfindung hat sich die
Aufgabe gestellt, nun nicht noch eine weitere ähnliche Vorrichtung zur Verhütung
des ungewollten Lösens der Schlauchverbindung zu schaffen, sondern das Gründübel,
welches die alleinige Ursache für die Gefährdung des Bedienungsmannes,. nämlich
das ungehinderte Ausströmen des Druckmittels in das Freie zu beseitigen. Die Lösung
der Aufgabe besteht darin, daß erfindungsgemäß die Austrittsöffnung der Schlauchtülle
durch ein Rückschlagventil verschlossen wird, welches sich beim Anschließen des
Schlauches nur durch Aufschrauben einer Überwurfmutter od. dgl. öffnen kann, und
zwar erst dann, wenn die Schlauchtülle bereits so weit in das Werkzeuganschlußstück
eingeführt und gleichzeitig die Überwurfmutter auf letzteres ebenfalls bereits so
weit aufgeschraubt ist, däß das Ausströmen des Druckmittels in das Freie wirksam
verhindert wird; während das Lösen des Schlauchanschlusses vom Werkzeug, ob gewollt
oder nicht gewollt, wiederum nur durch Abschrauben der Überwurfmutter erfolgen kann
und ebenfalls auch erst dann, wenn die Schlauchtülle beim Schließen des Rückschlagventils
noch so weit im Werkzeuganschlußstück steckt und die Überwurfmutter noch so weit
auf letzterem aufgeschraubt ist, daß auch hierbei das Druckmittel nicht in das Freie
ausströmen kann. Ferner .erhält die Schlauchtülle erfindungsgemäß' zwei Ansätze,
zwischen welchen sich der Innenring der Überwurfmütter mit geringem axialen Spiel
führt, um dieselbe in ihrer Stellung festzuhalten und der Gewindezapfen des Werkzeuganschlußstückes
sowie die Überynirfmutter, welche über die Schlauchtülle greift, ebenfalls eine
solche Länge, daß das Ein- und Ausführen der Schlauchtülle in das Werkzeuganschlußstück
nicht anders als nur durch Auf- und Abschrauben der Überwurfmutter erfolgen kann,
wobei sich der Innenring derselben jeweils auf den vorderen oder hinteren Ansatz
der Tülle auflegt.
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Nach der Erfindung wird weiterhin das Werkzeuganschlußstück für die
Schlauchtülle gleichzeitig als Winkelabsperrorgan ausgebildet und das als Hohlzylinder
ausgebildete Hahnküken mit einer Abdichtungsfläche und einem Anstützstift für das
Rückschlagventil versehen, so daß das Hahnküken sowohl durch die Rückschlagventilfeder
als auch durch das Druckmittel sowie durch die federnde Feststellvorrichtung gegen
seine Abdichtungsfläche gedrückt wird. , Die Erfindung bringt den weiteren Vorteil,
daß beim Abnehmen und Anschließen des Schlauches es nicht mehr erforderlich ist,
vorher das am Kessel oder Verteiler in ziemlicher Entfernung vom Werkzeug befindliehe
Absperrventil zu schließen und dann nach erfolgtem Anschluß des Schlauches wieder
zu öffnen, was in den meisten Fällen umständlich und zeitraubend ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
und zeigt Abb. = die Betriebsstellung bei geöffnetem Rückschlagventil und vollständig
eingeführter Schlauchtülle nebst ganz aufgeschraubter Überwurfmutter, während Abb,
2 die Stellung beim Abnehmen bzw. Lösen des Schlauchanschlusses bei bereits geschlossenem
Rückschlagventil und teilweise herausgezogener Schlauchtülle zeigt, wobei die Uberwurfmutter
ebenfalls erst zum Teil abgeschraubt ist.
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a ist das Werkzeug, in welches das als Absperrorgan ausgebildete Anschlußstüek
b eingeschraubt und durch eine Gegenmutter c gesichert ist. Das als Hohlzylinder
ausgeführte Hahnküken d wird mit der Feststellvorrichtung e in seiner jeweiligen
Lage gehalten und dichtet reit seiner Dichtfläche f nach außen hin ab, während sich
an dem im Hahnküken d befestigten Abstützstift g das Rückschlagventil 1a
der Schlauchtülle i beim Öffnen abstützt. Die Ausströmöffnung k
der
Schlauchtülle i wird durch das Rückschlagventil h
verschlossen und
dasselbe durch die Feder l sowie durch das Druckmittel gegen seinen Sitz gepreßt.
Die Schlauchtülle i mit dem Abdichtungskegel m ist mit einem Ansatz
n und das Tüllenzwischenstück o mit einem Ansatz P versehen, zwischen welchen sich
der Innenring q der Überwurfmutter y mit geringem Längsspiel bewegt. An dem
Tüllenzwischenstück o wird bei s der Schlauch befestigt, durch welchen das Druckmittel
zuströmt. Beim Anschließen des Schlauches, während welchem er im Gegensatz zu den
früheren Ausführungen bereits unter Druck stehen kann, wird die Überwurfmutter y
auf den Gewindezapfen t aufgeschraubt, wobei sich gleichzeitig die Schlauchtülle
i in das Werkzeuganschlußstück b einführt. Ist dieses in genügender Länge zur Verhinderung
des Druckmittelaustrittes geschehen, stützt sich das Rückschlagventil h gegen den
Abstützstift g ab und öffnet, während beim weiteren Aufschrauben der Überwurfmutter
g der Kegel m zur endgültigen Abdichtung zum Anliegen kommt. Zwecks Abnahme des
Schlauches vom Werkzeug wird die Überwurfmutter y zurückgedreht, wobei sie sich
mit ihrem Innenring q auf dem Ansatz P des Tüllenzwischenstückes o aufsetzt. Beim
weiteren Zurückdrehen der Überwurfmutter y wird auch die Schlauchtülle i weiter
zurückgezogen, so daß das Rückschlagventil h die Tüllenöffnung
k verschließt und nach gänzlichem Zurückschrauben der Überwurfmutter r der
Schlauchanschluß ohne jede Gefährdung abgenommen werden kann. Während des Zurückdrehens
der Überwuifmutter r bis zum Schließen des Rückschlagventils h hat dieselbe stets
noch so viel Gewindeüberdeckung und ist die Schlauchtülle i. ebenfalls noch immer
so weit im Werkzeuganschlußstück b, daß ein Druckmittelaustritt nicht möglich ist.
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Beim ungewollten Lösen der Schlauchverbindung durch selbsttätiges
Zurückschrauben der Überwurfmutter y infolge der während des Betriebes auftretenden
Erschütterungen, spielt sich der Vorgang in gleicher Weise ab, und sobald das Rückschlagventil
k geschlossen hat, kommt auch das Werkzeug ganz von selbst zum Stillstand.
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Die gleiche Ausführung kann auch für die Verbindung zweier Druckmittelleitungen
oder zum Anschluß an den Dampf- oder Druckluftverteiler benutzt werden, da hierbei
dieselben vorteilhaften Wirkungen entsprechend der Erfindung auftreten. An der Erfindung
ändert sich nichts, wenn die Überwurfmutter statt Innen- Außengewinde erhält, oder
wenn an Stelle derselben eine ähnlich wirkende Kupplungsvorrichtung verwendet wird,
auch kann der Gegenstand der Erfindung außer bei Dampf- und Druckluft auch bei
anderen
ähnlichen Druckmitteln zur Anwendung kommen.