DE8802095U1 - Schalungseinsatz zum Herstellen einer Aussparung in einem Betonteil - Google Patents
Schalungseinsatz zum Herstellen einer Aussparung in einem BetonteilInfo
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Description
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Dlpl.-Ing. Stracke
Dlpl.-Ing. Loesenbeck
18/12
Schalungseinsatz zum Herstellen einer Aussparung in einem Betonteil
Pie vorliegende Neuerung betrifft einen Schalungseinsatz zum Herstellen
einer Aussparung in einem Betonteil, wobei die Wandungen des Schalungseinsatzes aus einem Profilblech bestehen.
Die in Rede stehenden Schalungseinsätze werden u.a. auch im Hallenbau
oder ähnlichen Gebäuden verwendet. Zunächst wird eine Sohle aus Beton gegossen. Vor dem Abbinden des Betons werden in den Längsseitenbereichen
die Schalungseinsätze lagegerecht angeordnet, indem der untere Randbere'rCh in die Sohle eingedrückt wird. Danach wird mittels einer
Außenschalung um den Schalungseinsatz herum ein Betonklotz gegossen, so daß die Sohle und die Betonklötze ein einstückiges Fundament bilden.
Die durch die Schalungseinsätze begrenzten Ausnehmungen werden in der Branche auch als Köcher bezeichnet. In jede Ausnehmung wird das untere
Ende einer lotrecht ausgerichteten Stütze eingestellt. Nach den Verkeilen
wird der zwischen der Stütze und den Wandungen der Aussparung liegende Ringraum vergossen.
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THetschke - 2 -
Auf jeder Stütze wirken ein Biegemoment erzeugende Kräfte, die in das
Fundament abgetragen werden müssen. Die bekannten, im Fundament verbleibenden Schalungseinsätze sind aus Wellblech gefertigt. Bei dieser
Ausführung ist es nachteilig, daß die von dem Schalungseinsatz zu übertragenden Kräfte in Tangentialkräfte und Normalkräfte zerfallen.
Die an den jeweiligen Punkt der Welle angelegte Tangente ändert laufend ihre Richtung, wodurch sich auch die Richtung der Lasteintragung
ständig ändert. Dadurch entstehen unerwünschte Horizontalkräfte, die durch zusätzliche Bewehrung aufgenommen werden muß.
Der vorliegenden Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schalungseinsatz
der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß alle im Kraftfluß liegenden Bereiche gleich oder im wesentlichen gleich belastet
werden, und die lastaufnehmenden Flächen möglichst senkrecht zur Kraftrichtung
stehen.
Die gestellte Aufgabe wird neuerungsgemäß dadurch gelöst, daß die profilierten
Wandungen des Schalungseinsatzes zumindest mehrere gegenüber
der Horizontalen geneigte, umlaufende und im Abstand zueinander angeordnete Schrägflächen aufweisen, daß die Neigungsrichtungen von jeweils
zwei in der Höhe aufeinanderfolgenden Schrägflächen gegensinnig ist,
wobei die von den Schrägflächen und den Horizontalen eingeschlossenen Neigungswinkel gleich sind.
Das in die Aussparung eingestellte Teilstück der Stütze ist entweder
gleichartig oder spiegelbildlich profiliert wie die Wandungen des Schalungseinsatzes. Die Kraftflußrichtung der infolge der Biegung der
Stütze abzutragenden Kräfte verläuft schräg zur Mittellängsachse der Stütz.3 bzw. zur Hittellängsachse des Schalungseinsatzes. Da die Profilierungen
sowohl der Stütze als auch des Schalungseinsatzes ausschließlich durch ebene Flächen gebildet sind, erfolgt keine Zerlegung durch
die Handungen des Schalungseinsätzes. Die Kraftflußrichtung wird also
nicht geändert, wodurch keine überbelasteten Bereiche entstehen. Die
bei Verwendung der bislang bekannten Schalungseinsätze zu befürchtenden Schäden können nunmehr ausgeschlossen werden.
Auf jede Stütze wirken ein Biegemoment erzeugende Kräfte, die In das
Fundament abgetragen werden müssen. Die bekannten, im Fundament verbleibenden Schalungseinsätze sind aus Wellblech gefertigt. Bei dieser
Ausführung ist es nachteilig, daß die von dem Schalungseinsatz zu übertragenden Kräfte in Tangentialkräfte und Normalkräfte zerfallen.
Die an den jeweiligen Punkt der Welle angelegte Tangente ändert laufend ihre Richtung, wodurch Bereiche mit einer nicht mehr zu vertretenden
Belastung gebildet werden. Die Kräfte sind deshalb mit den im Bauwesen zur Verfugung stehenden Mitteln nicht zu kontrollieren.
Der vorliegenden Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schalungseinsatz
der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß alle im Kraftfluß liegenden Bereiche gleich oder im wesentlichen gleich belastet
werden.
Die gestellte Aufgabe wird neuerungsgemäß dadurch gelöst, daß die profilierten
Wandungen des Schalungseinsatzes zumindest mehrere gegenüber der Horizontalen geneigte, umlaufende und im Abstand zueinander angeordnete
Schrägflächen aufweisen, daß die Neigungsrichtungen von jeweils
zwei in der Höhe aufeinanderfolgenden Schrägflächen gegensinnig ist, wobei die von den Schrägflächen und den Horizontalen eingeschlossenen
Neigungswinkel gleich sind.
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Das in die Aussparung eingestellte Teil stück der Stütze ist entweder
gleichartig oder spiegelbildlich profiliert wie die Wandungen des
Schalungseinsatzes. Die Kraftflußrichtung der infolge der Biegung der Stütze abzutragenden Kräfte verläuft schräg zur Mittellängsachse der
Stütze bzw. zur Mittellängsachse des Schalungseinsatzes. Da die Profilierungen
sowohl der Stütze als auch des Schalungseinsatzes ausschließlich durch ebene Flächen gebildet sind, erfolgt keine Zerlegung durch
die Wandungen des Schalungseinsatzes. Die Kraftflußrichtung wird also nicht geändert, wodurch keine überbelastetenBereiche entstehen. Die
bei Verwendung der bislang bekannten Schalungseinsätze zu befürchtenden Schaden können nunmehr ausgeschlossen werden.
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THetschke - 3 -
Hinsichtlich der Stabilität und einer einfachen Herstellung des Schalungseinsatzes ist es besonders vorteilhaft, wenn die Wandungen aus
einem Trapezblech gefertigt sind, wobei die Höhen der die schrägstehenden Stege verbindenen Vertikalstege gleich oder annähernd gleich sind.
Ein Trapezblech ist äußerst stabil und läßt sich mit verhältnismäßig
einfachen Werkzeugen herstellen. Dadurch, daß es so geformt wird, daß dii2 rinks und rechts in aufsteigender Höhe der vertikalen Stege liegenden
Trapeze kongruent oder im wesentlichen ähnlich sind, wird eine optimale
Abtragung der Kräfte erreicht. Ein gleicher Effekt wird auch erreicht, wenn die Wandungen des Schalungseinsatzes aus einem zickzackförmig
geformten Blech gebildet sind.
Weitere Kennzeichen und Merkmale einer vorteilhaften Ausgestaltung der
vorliegenden Neuerung sind Gegenstand weiterer Unteransprliche..
Es zeigen:
eingegossenen Stütze im Schnitt,
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Teilansicht und Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Teilansicht, jedoch mit einer
zickzackförmigen Profilierung des Schalungseinsatzes.
Der in der Fig. 1 aufgezeigte, oben und unten offene Schalungseinsatz
10 ist aus einem Trapezblech gefertigt. Abaesehen von der Profilierung
ist der Schalungseinsatz 10 im Querschnitt viereckig, vorzugsweise quadratisch ausgebildet. Das untere Ende liegt innerhalb einer Sohle
11. Außen ist der Schalungseinsatz 10 von einem Betonklotz 12 umgeben,
der zusammen mit der Sohle 11 ein Fundament für eine Stütze 13 bildet, deren Querschnitt kleiner !st als der des Schalungseinsatzes 10. Dpinnerhalb
des Schalungseinsatzes 10 liegende Bereich der Stütze &ugr; weist eine Profilierung auf, die der Profilierung des Schalungseinsatzes
10 entspricht, jedoch spiegelbildlich liegt. Der zwischen den
10 liegende Ringraum 14 ist ebefnalls mit Beton ausgefüllt. Nach dem
Aushärten des in den Ringraum 14 eingefüllten Flüssigbetons ist das
aus der Sohle 11, dem Betonklotz 12 und der Stütze 13 gebildete Bauwerkteil als einstückig anzusehen.
In der Fig. 2 ist dargestellt, daß die schrägstehenden Stege 10a des
Schalungseinsatzes 10 in einem gleichbleibenden Winkel O*. zur Horizontalen
stehen. Gleiches gilt natürlich auch für die außen- und innenliegenden Schrägflächen. Außerdem zeigt die Figur, daß zwei in der Höhe
aufeinanderfolgende Stege 10a bzw. die entsprechenden Schrägflächen gegensinnig geneigt sind. Darüber hinaus ist in der Fig. 2 noch angedeutet,
daß die zwei Schrägstege 10a verbindenden Vertikalstege 10b eine stets gleichbleibende Höhe a aufweisen. Die Figur zeigt ferner,
daß die Profilierung der Stütze 13 spiegelbildlich ist, so daß die Vertikalstege 10b und die schrägstehenden Stege 10a stets auf gleicher
Höhe liegen. Aus der Figur ist ferner noch zu entnehmen, daß die Länge der schrägstehenden Stege 10a wesentlich geringer ist als die der Vertikalstege
10b. In Fig. 2 ist außerdem in strichpunktierten Linien der durch eine Biegung der Stütze 13 hervorgerufene Kraftlinienverlauf
dargestellt. Danach ist der Kraftfluß von einer Schrägfläche der Stütze 13 ausgehend auf die nächstfolgende, darunterliegende Schrägfläche des
Schalungseinsatzes 10 gerichtet. Die Schrägflächen 10 der Stütze 13
des Schalungseinsatzes 10 Hegen parallel zueinander, jedoch höhenversetzt. Im Bereich der Vertikalstege bzw. der vertikal verlaufenden
Flächen verläuft der Kraftfluß ebenfalls von der vertikalen Fläche der Stütze 13 auf die darunterliegende vertikale Fläche des Schalungseinsatzes
10. Dadurch entfallen überbelastete Bereiche.
In der Ausführung nach der Flg. 3 weist der Schalungseinsatz ausschließlich
Innen- und außenHegende Schrägflächen bzw. schrägstehende Stege
10a auf. Dieie Form wird durch die Herstellung aus einem zickzackförm1g
geformten Blech erreicht. Auch bei dieser Ausführung sind zwei 1n
der Höhe aufeinanderfolgende Schrägflächen gegensinnig geneigt, wobei die Neigungswinkel &bgr; gegenüber der Horizontalen wiederum gleich sind.
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Im dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt der Neigungswinkel #
30°, so daß zwei aufeinanderfolgende innen- oder außenllegende Schrägflächen
ein gleichseitiges Dreieck begrenzen. Andere Ausführungen sind denkbar. So könnte beispielsweise der Neigungswinkel # auch 45
betragen, so daß zwei aufeinanderfolgende Schrägflächen ein rechtwinkliges Dreieck begrenzen.
Auch bei dieser Ausführung ist durch die strichpunktierten Linien der
Kraftfluß angedeutet. Daraus ergibt sich wiederum, daß von einer Schrägfläche der Stütze der Kraftfluß in Richtung zur parallel verlaufenden
nach unten versetzten Schrägfläche des Schalungseinsatzes 10 verläuft. Bei der Darstellung nach der Fig. 3 liegen die Schrägflächen
der Stütze 13 und des Schalungseinsatzes 10 auf gleicher Höhe. Ein Versatz ist ebenfalls möglich.
Da jeder Schalungseinsatz 10 in der Betonkonstruktion verbleibt, wird
er üblicherweise aus Stahlblech gefertigt.
Claims (6)
1. Schslungseinsatz zum Herstellen einer Aussparung in einem Betonteil,
wobei die Wandungen des Schalungseinsatzes aus einem Profilblech bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß die profilierten Wandungen
des Schalungseinsatzes (10) zumindest mehrere gegenüber der Horizontalen geneigte, umlaufende und im Abstand zueinander angeordnete Schrägflächen
aufweisen, daß die Neigungsrichtung von jeweils zwei in der
Höhe aufeinanderfolgenden Schrägflächen gegensinnig ist, wobei die von den Scfirägflachen und den Horizontalen eingeschlossenen Neigungswinkel bzw. (0) gleich sind.
Höhe aufeinanderfolgenden Schrägflächen gegensinnig ist, wobei die von den Scfirägflachen und den Horizontalen eingeschlossenen Neigungswinkel bzw. (0) gleich sind.
2. Schalungseinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wandungen des Schalungseinsatzes (10) aus einem Trapezblech gefertigt sind, wobei die Höhen A der die schrägstehenden Stege (10a) verbindenden
Vertikalstege (10b) gleich oder annähernd gleich sind.
3. Schalungseinsatz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
( ) Länge der schrägstehenden Stege (10a) geringer ist als die der Vertikalstege
(10b).
4. Schalungseinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wandungen des Schalungseinsatzes (10) aus einem zickzackförmig geformten
bzw. leporeiioartig ausgebildeten Blech gefertigt sind.
5. Schalungseinsatz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
zwischen zwei Schrägflächen bzw. zwei Schrägstegen (10b) Hegende Fläche
ein gleichseitiges Dreieck 1st.
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Tiletschke - 2 -
6. Schalungseinsatz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
zwischen zwei Schrägflächen bzw. zwei Schrägstegen (1Ob) liegende Fläche ein gleichschenkliges, vorzugsweise ein rechtwinkliges Dreieck
ist, wobei die Schrägflächen die gleichlangen Schenkel sind.
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8802095U DE8802095U1 (de) | 1988-02-18 | 1988-02-18 | Schalungseinsatz zum Herstellen einer Aussparung in einem Betonteil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8802095U DE8802095U1 (de) | 1988-02-18 | 1988-02-18 | Schalungseinsatz zum Herstellen einer Aussparung in einem Betonteil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8802095U1 true DE8802095U1 (de) | 1988-03-31 |
Family
ID=6820811
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8802095U Expired DE8802095U1 (de) | 1988-02-18 | 1988-02-18 | Schalungseinsatz zum Herstellen einer Aussparung in einem Betonteil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8802095U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3926140A1 (de) * | 1988-08-19 | 1990-02-22 | Lothar Tiletschke | Zuschnitt fuer ein eckiges, vorzugsweise fuer ein viereckiges, an zwei einander gegenueberliegenden seiten offenes behaeltnis |
| EP0440177A1 (de) * | 1990-02-01 | 1991-08-07 | Meyers, Claude | Schalung fÀ¼r den Betonbau |
-
1988
- 1988-02-18 DE DE8802095U patent/DE8802095U1/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3926140A1 (de) * | 1988-08-19 | 1990-02-22 | Lothar Tiletschke | Zuschnitt fuer ein eckiges, vorzugsweise fuer ein viereckiges, an zwei einander gegenueberliegenden seiten offenes behaeltnis |
| EP0440177A1 (de) * | 1990-02-01 | 1991-08-07 | Meyers, Claude | Schalung fÀ¼r den Betonbau |
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