DE8797C - Neuerung an hydraulischen Hutpressen - Google Patents

Neuerung an hydraulischen Hutpressen

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DE8797C
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DE
Germany
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water
hood
air chamber
pressure
pumping
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DENDAT8797D
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English (en)
Original Assignee
F. ROEBER in Berlin, Elisabethufer 55
Publication of DE8797C publication Critical patent/DE8797C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42CMANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
    • A42C1/00Manufacturing hats
    • A42C1/04Blocking; Pressing; Steaming; Stretching

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • On-Site Construction Work That Accompanies The Preparation And Application Of Concrete (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
1879.
Klasse
FR. ROEBER in BERLIN. Neuerung an hydraulischen Hutpressen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. August 1879 ab.
Gegenüber den allgemein bekannten Hutpressen mit Handbetrieb, bei denen die Druckpumpe allein alles erforderliche Wasser in die Haube schaffen mufs, hat der Erfinder durch die in der Zeichnung angegebene neue Zusammensetzung und Anordnung der betreifenden Theile insofern eine wesentliche Neuerung erzielt, als anstatt der bei den alten Pressen erforderlichen sieben bis acht Druckpumpenhübe zur Erreichung des Ueberdruckes 25 kg pro Quadratcentimeter hier nur noch ein bis zwei Hübe nöthig werden. Eine andere wesentliche Neuerung besteht darin, dafs anstatt der bisher angewendeten gufseisernen Hauben solche aus Gufsstahl construirt sind, wodurch eine gröfsere Leichtigkeit der Handhabung, als auch eine um fast das achtfache vergröfserte Festigkeit und Sicherheit gegen Zerplatzen erreicht wird.
Auf einem cylindrischen mit Sockel etc. versehenen Fufse ist der Prefskranz befestigt, welcher den aus zwei Hälften bestehenden, mit vier starken Haken armirten Schellenring, die Wärmvorrichtung, den Einsatz und die betreffende Hutform in sich aufnimmt. An diesem Kranze ist ein seitlich hervorstehendes gabelförmiges Stützlager befestigt, welches zur Aufnahme der Zapfen des Haubenarmes dient. Die gufsstählerne Haube liegt direct über dem Prefskranz und kann um vorerwähnten Zapfen gekippt werden.
Die Drehzapfen des Haubenarmes sind durchbohrt und dienen als Mantel eines Dreiweghahnes, Fig. 4. Seitlich des erwähnten Zapfens ist an einer Platte eine Druckpumpe bekannter Construction angebracht, deren Hebel vor der Hutpresse liegt.
Rechts von der Haube ist ein Cylinder angebracht, welcher an dem einen Ende offen, mit einem Kolben und Stopfbüchse und mit einem Windkessel versehen ist, welcher mit dem Cylinder communicirt. Der Windkessel ist aufserdem mit dem in Fig. 5 dargestellten Ventilpaare , zum Ein- und Auslassen der Luft bestimmt, armirt.
Die Gufsstahlhaube trägt auf der linken Seite an einem Lager einen Winkelhebel, dessen kürzerer Schenkel durch eine gekröpfte Zugstange mit dem Hebel des im Drehzapfen befindlichen Dreiweghahnes verbunden ist; der längere Schenkel derselben greift durch eine Stange mit Hebel und zwei Hülfshebem an der Kolbenstange des Cylinders an und bewirkt deren Hin- und Herbewegung. Die Hebelcombination ist in zwei Stellungen gezeichnet
(s. Fig- 3)· Der Saugstutzen der Druckpumpe ist mit dem Stutzen F neben dem Reservoircylinder, der Druckstutzen hingegen mit dem aufwärts gerichteten Stutzen E verbunden.
Gebrauch und Wirkungsweise der
hydraulischen Presse.
Angenommen sei, dafs der betreffende Hut in der Form unter der zugeklappten und verschlossenen Haube sich befindet, dann befinden sich:
1. der Winkelhebel in der horizontalen Stellung, Fig. 3,
2. der Dreiweghahn in der in Fig. 4 bezeichneten Stellung,
3. der Kolben des Reservoircylinders in seiner vordersten Stellung, und der Windkessel ist zum Theil mit Wasser gefüllt.
Bei der Inbetriebsetzung der Druckpumpe wird nur Wasser durch den Stutzen F aus dem Reservoircylinder bezw. Windkessel entnommen und der Haube durch den Dreiweghahn zugeführt, bis der erforderliche Ueberdruck eine Gröfse von 25 kg pro Quadratcentimeter erreicht hat. Um nun den fertigen Hut herauszunehmen, mufs zuerst die Haube entlastet, d. h. von ihrer Wasserfüllung theilweise befreit werden, um im Stande zu sein, den eingangs erwähnten Schellenring mit den Haken zu bewegen und die Haube aufzuklappen.
Zum Zwecke der Wasserentlastung wird nun der an der Haube befindliche Hebel langsam aufgerichtet, und dadurch zuerst der Dreiweghahn umgestellt, Fig. 3, zu gleicher Zeit wird nun auch der Kolben im Reservoircylinder durch die Hebelübertragung zurückgeschoben und hierdurch das Wasser aus der Haube in den Reservoircylinder gezogen, worauf nun das Zurückschieben des Hakenverschlusses und das Aufklappen der Haube leicht erfolgen kann.
Nachdem der Hut herausgenommen, wird ein neuer eingelegt, die Hauben zugeklappt und verschlossen, der Winkelhebel niedergedrückt,

Claims (1)

  1. und nach ein bis zwei Pumpenhüben der erforderliche Druck erreicht.
    Es ist leicht ersichtlich, dafs diese Handhabung ungleich schneller vor sich gehen mufs, als das sieben- bis achtmalige Pumpen, und es ist anzunehmen, dafs ein Arbeiter bei bedeutender Schonung seiner Körperkraft 30 pCt. Zeit gegen das frühere Verfahren erspart.
    Es mag noch angeführt werden, dafs der Windkessel den Zweck hat, das nach Schliefsen des. Dreiweghahnes noch vorgedrückte Wasser aus dem Reservoircylmder aufzunehmen, welches dann durch die Druckpumpe zur Erzeugung des Ueberdruckes in die Haube gepumpt wird. Es ist immer nöthig, mehr Wasser aus der Haube abzulassen, als zur Herstellung des Ueberdruckes erforderlich ist, weil bei den lose hineingelegten Hüten und Unterlagsstoffen und bei dem grofsen Durchmesser der Haube ein Schliefsen derselben, wenn ganz mit Wasser gefüllt, nicht gut möglich ist.
    Das besonders gezeichnete Luft-Aus- und Einlafs- oder Regulirungsventil auf dem Windkessel gestattet den Eintritt der Luft während des Pumpens, sowie den Wiederaustritt derselben, wenn die Spannung im Windkessel durch das hineingedrückte Wasser zu grofs wird. Letzterwähnte Spannung läfst sich vermittelst der Spiralfeder und Schraube genau regeln, um dem Arbeiter durch stärkere Vorfüllung der Haube das Pumpen zu erleichtern.
    Ein Wasserverlust bezw. Verunreinigen und Nässen des Fufsbodens kann bei dieser Construction nicht stattfinden, es mufs nur von Zeit zu Zeit etwas Wasser, welches verdunstet, durch das Doppelventil nachgefüllt werden.
    Patenτ-Anspruch:
    Die Hebelcombination zum" Schliefsen des Dreiweghahnes und zur Bewirkung des Vordruckes in Verbindung mit dem Reservoircylinder und Windkessel.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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