DE879451C - Verfahren und Schablone zum Kraeuseln (Faelteln, Smoken, Raeuschen) von Geweben u. dgl. - Google Patents

Verfahren und Schablone zum Kraeuseln (Faelteln, Smoken, Raeuschen) von Geweben u. dgl.

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DE879451C
DE879451C DEH3883D DEH0003883D DE879451C DE 879451 C DE879451 C DE 879451C DE H3883 D DEH3883 D DE H3883D DE H0003883 D DEH0003883 D DE H0003883D DE 879451 C DE879451 C DE 879451C
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Application number
DEH3883D
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Inventor
Oscar Haag
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04GMAKING NETS BY KNOTTING OF FILAMENTARY MATERIAL; MAKING KNOTTED CARPETS OR TAPESTRIES; KNOTTING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D04G3/00Making knotted carpets or tapestries
    • D04G3/02Making knotted carpets or tapestries by hand; Tools therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Schablone zum Kräuseln (Fälteln, Smoken, Räuschen) von Geweben u. dgl. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kräuseln (Fälteln, Smoken, Räuschen) von Geweben, Gestricken, Wäsche- und Kleidungsstücken usw. durch Aufnähen eines elastischen Fadens, z. B. eines Gummifadens, ferner eine Schablone zum Durchführen des Verfahrens.
  • Bekanntlich faltet und kräuselt sich das Gewebe, wenn auf dasselbe ein elastischer Faden in gespanntem Zustand aufgenäht wird, und zwar schon von den ersten Stichen einer Naht an. Es war daher bis heute sehr schwer, oft sogar unmöglich, der Kräuselung ein zum voraus bestimmtes Aussehen zu geben.
  • Das neue Verfahren bezweckt, diesen Nachteil dadurch zu beseitigen, daß man auf dem zu kräuselnden Teil des Kleidungsstückes eine mit einer Linienzeichnung versehene, aus biegsamem, nähbarem und zerreißbarem Material bestehende Schablone glatt auflegt und befestigt, den elastischen und gespannten Faden der Linie der Zeichnung nach auf- bzw. vernäht und die Schablone dann entfernt, z. B. indem sie zerrissen wird.
  • Zur Durchführung des Verfahrens dient eine Schablone, deren Steifheit größer ist als diejenige des zu kräuselnden Gewebes bzw. des zu vernähenden Gummifadens, die aber mit den üblichen Nähmaschinen genäht werden kann.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt Fig. z die Vorderansicht eines Gewebestückes mit zum Teil aufgenähter Schablone, Fig. 2 die Vorderseite des Gewebestückes nach dem Nähen und nach dem Entfernen der Schablone; Fig. 3 und 4 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Schablone und des damit hergestellten, gekräuselten Gewebestückes, wobei die Schablone in kleinerem Maßstab gezeichnet ist.
  • i ist ein Gewebestück. An der zu kräuselnden Stelle desselben, die flach gelegt ist, wird eine aus biegsamem, nähbarem und zerreißbarem Material bestehende Schablone 2 aufgelegt und angeheftet. Diese Schablone 2 ist aus einem festen, aber biegsamen Material, z. B. Papier, aus Kunststoffolien usw. hergestellt, dessen Steifheit größer ist als diejenige des Gewebestückes i. Außerdem ist die Schablone 2 steif genug, damit der bespannt aufgenähte Gummifaden 3 die Schablone 2 nicht in Falten legen kann. Die in Fig. i punktierten Linien 4 deuten die Naht an, mit der der Faden 3 auf Schablone 2 und Gewebe i genäht ist. Die -anschließenden, ausgezogenen Linien 5 zeigen die Linienzeichnung auf der Schablone 2. Diesen Linien 5 entlang wird der Faden 3 auf die Schablone 2 und gleichzeitig auf das Gewebestück i aufgenäht. Nach dem Nähen wird die angenähte Schablone 2, welche das Kräuseln des Gewebestückes während des Annähens des Fadens verhindert, zerrissen und entfernt. Das Gewebe wird durch den Faden 3, der sich nun entspannen kann, in Falten gelegt, d. h. gekräuselt.
  • In den Fig.3 und 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Schablone mit andersartigem Vordruck gezeigt.
  • Das vorliegende Verfahren weist folgende Vorteile auf: Die Auflage einer Schablone mit vorgedruckter Linie gestattet ein rascheres und genaueres Arbeiten; das Gewebe kräuselt sich während der Arbeit nicht, sondern erst nach Entfernen der Schablone. Im Gegensatz zu den bis jetzt üblichen Verfahren können beliebige Muster oder Effekte je nach Wahl der Zeichnung des Vordrukkes auf der Schablone erzeugt werden. Die Art des Kräuselns, die Größe der Falten und das gewünschte Dessin kann zum voraus mindestens sehr annähernd gewählt werden.
  • Bei längeren Gewebestücken war es mit den bis jetzt üblichen Handverfahren sehr schwer, eine regelmäßige und gleichbleibende Kräuselung zu erhalten. Das neue Verfahren erleichtert diese Arbeit sehr, so daß auch durch ungeübte Arbeiterinnen einwandfreie Muster rasch erzeugt werden können. Dabei ist es auch möglich, der gekräuselten Bahn eine Zickzack- oder Wellenform zu geben. Es können auch zwei oder mehrere gekräuselte Bahnen nebeneinander hergestellt werden, indem die gleiche Schablone mehrere gleiche oder verschiedene nebeneinanderliegendeLinienvordrucke erhält. Auf einer Schablone können auch voneinander getrennte Zeichenvordrucke vorgesehen sein, so daß auf dem Gewebe voneinander getrennte gefaltete Stellen erscheinen.
  • An Stelle eines Vordruckes können die Linien, längs welchen der Faden 3 aufzunähen ist, auch durch Lochung angedeutet werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE-. i. Verfahren zum Kräuseln (Fälteln, Smoken, Räuschen) von Geweben, Gestricken, Wäsche- und Kleidungsstücken durch Auf-bzw. Vernähen eines elastischen Fadens, dadurch gekennzeichnet, daß man auf den zu kräuselnden Teil der zu bearbeitenden Gewebe oder Gestricke eine mit Linienzeichnung versehene, aus biegsamem, nähbarem und zerreißbarem Material bestehende Schablone auflegt und den elastischen Faden der Zeichnung gemäß auf-bzw. vernäht und die Schablone dann entfernt.
  2. 2. Eine zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch i bestimmte Schablone aus einem Material, dessen Steifheit größer ist als diejenige des Gewebes bzw. Gestrickes und groß genug, damit der gespannt aufgenähte elastische Faden die Schablone nicht in Falten legen kann.
  3. 3. Schablone nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus Papier besteht.
  4. 4. Schablone nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablone aus Kunststofffolie besteht.
  5. 5. Schablone nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe mit einer die Lage des elastischen Fadens bestimmenden Linienzeichnung versehen ist.
  6. 6. Schablone nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Linien, längs welchen der elastische Faden aufzu- bzw. zu vernähen ist, perforiert sind.
DEH3883D 1942-09-18 1943-04-18 Verfahren und Schablone zum Kraeuseln (Faelteln, Smoken, Raeuschen) von Geweben u. dgl. Expired DE879451C (de)

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