DE879360C - Verfahren fuer die Farbfotografie - Google Patents
Verfahren fuer die FarbfotografieInfo
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- DE879360C DE879360C DEI4261A DEI0004261A DE879360C DE 879360 C DE879360 C DE 879360C DE I4261 A DEI4261 A DE I4261A DE I0004261 A DEI0004261 A DE I0004261A DE 879360 C DE879360 C DE 879360C
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C1/00—Photosensitive materials
- G03C1/76—Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers
- G03C1/825—Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers characterised by antireflection means or visible-light filtering means, e.g. antihalation
- G03C1/83—Organic dyestuffs therefor
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein fotografisches Verfahren und insbesondere auf ein verbessertes
Verfahren zum Entfärben von Filterfarbstoffen in fotografischen Materalien, insbesondere in farbfotografischen
Materalien.
Bei Farbfotografieverfahren, bei denen verschieden empfindliche Schichten angewandt werden,
welche sich auf Papier oder auf einer Filmunterlage befinden und wobei die oberste Schicht dazu dient,
die Blauwiedergabe zu bilden, ist es # notwendig, zwischen der obersten Schicht und den übrigen
empfindlichen Schichten eine Gelbfilterschicht vorzusehen, so daß jegliches blaue Licht, welches durch
die oberste Schicht hindurchgeht, nicht auf die unteren empfindlichen Schichten trifft, welche außer
daß sie gegenüber besonderen Teilen des Spektrums empfindlich sind, ebenfalls empfindlich sind gegenüber
Blaulicht. Für diese Gelbfilterschicht war es bisher üblich, eine Gelatineschicht zu verwenden,
welche kolloidales Silber enthält, jedoch besitzt diese Arbeitsweise viele Nachteile. Die Herstellung
der kolloidalen Silberdispersion mit den erforderlichen Lichtabsorptionseigenschaften ist kostspielig
und erfordert viel Zeit und Erfahrung, und die fertige Dispersion kann in befriedigender Weise nur
in einem Kühlraum gelagert werden. Weiterhin führt das dispergierte Silber leicht zu einer Nebelbildung
an den Grenzen zwischen der Filterschicht und den empfindlichen Schichten, so daß es für
gewisse Zwecke notwendig sein mag, auf jeder Seite der Filterschicht eine besondere Schicht aufzubringen.
Hinsichtlich seiner optischen Eigen-
schäften ist auch kolloidales Silber nicht ideal, da
der Gesamtschwärzungsbetrag der kolloidalen Silberschicht die wirksame Geschwindigkeit der
unteren empfindlichen Schichten verringert. Es wurde schon vorgeschlagen, einen gelben Farbstoff
an Stelle von kolloidalem Silber in einer Filterschicht anzuwenden, jedoch wurde bisher kein
befriedigendes Verfahren zur vollkommenen und nicht umkehrbaren Entfärbung des Farbstoffes nach
ίο dem Belichten und der Farbentwicklung des fotografischen
Materials angegeben. Eine gewisse Entfärbung kann beispielsweise durch Behandlung mit
Natriumsulfit erfolgen, jedoch wird, wenn das so behandelte fotografische Material weiterverarbeitet
oder gewaschen wird, der Farbstoff mindestens teilweise wieder gebildet.
Die Schwierigkeit der Entfärbung der Gelbfilterfarbstoffe ist besonders groß, wenn die Farbstoffe
der nicht diffundierbaren Klasse angehören, d. h. wenn sie beispielsweise in ihrer Molekularstruktur
einen Substituenten enthalten, beispielsweise eine lange Alkylkette, welche den Farbstoff in Gelatine
nicht diffundierbar macht oder wenn sie durch ein Fällungsmittel mit einem großen Molekülaufbau
ausgefällt worden sind oder wenn sie dadurch nicht diffundierbar gemacht wurden, daß sie in einem
wasserunlöslichen, aber wasserdurchlässigen Harz aufgelöst worden sind, welches dann, beipielsweise
in Gelatine durch ein Verfahren gelöst worden ist ähnlich demjenigen, wie es für Farbbildner gebraucht
wird.
Wenn ein gelber Farbstoff gebraucht werden soll, ist es wünschenswert, einen nicht diffundierbaren
Farbstoff zu verwenden, da ein solcher Farbstoff nicht in die benachbarten Schichten des fotografischen
Materials diffundiert, so daß durch die Verwendung eines solchen nicht diffundierenden
Farbstoffes eine schädliche Verunreinigung der empfindlichen Schichten vermieden werden kann,
ohne daß es notwendig ist, besondere Schichten auf jeder Seite der Filterschicht vorzusehen.
Es wurde nun gefunden, daßi, wenn gewisse gelbe,
nicht diffundierende Farbstoffe in den Filterschichten von fotografischen Materialien verwendet werden
und dieses fotografische Material nach der Belichtung und der üblichen Behandlung mit einer
Aminoverbindung in der noch zu beschreibenden Weise behandelt wird, dann der Farbstoff vollkommen
und nicht umkehrbar entfärbt wird. Die verwendeten Farbstoffe sind die flicht diffundierenden
Styrylfarbstoffe, welche einen Substituenten tragen, der den Farbstoff nicht diffundierbar
macht, beispielsweise einen Substituenten, der eine Alkylkette von mindestens 5 Kohlenstoffatomen
enthält, oder der durch das eine oder andere : der oben angegebenen Verfahren nicht diffundierbar
gemacht worden ist, und die dadurch erhalten werden können, daß ein Anil eines substituierten
Benzaldehyds mit einer reaktionsfähigen Methylenverbindung kondensiert wird. '
Die zum Entfärben der Farbstoffe angewandten Aminoverbindungen sind Verbindungen der Formel
R—-NHg., worin R einen Alkyl-, Aralkyl-, Amino-,
Alkylamino-, Aralkylamine-, Arylamino-, Aminoalkylen- oder Hydroxylrest bezeichnet, d. h, also,
daß diese Verbindungen Alkylamine, Aralkylamine, Hydrazin, Alkylhydrazine, Aralkylhydrazine, Arylhydrazine,
Alkylendiamine und Hydroxylamin sind. Gemäß der Erfindung wird also ein verbessertes
Verfahren für die Farbfotografie vorgeschlagen, welches darin besteht, daß ein fotografisches
Material, welches ein entfärbbares Gelbfilter enthält, verwendet wird und das dadurch gekennzeichnet
ist, daß ein nicht diffundierender Styrylfarbstoff in mindestens einer Filterschicht des fotografischen
Materials angewandt wird und das fotografische Material nach der Belichtung und Entwicklung mit
einer wäßrigen Lösung einer Aminoverbindung der angegebenen Art behandelt wird.
Gemäß einem bevorzugten Merkmal der Erfindung enthält die Lösung der Aminoverbindung
auch noch ein oberflächenaktives Mittel.
Wie erwähnt, können die nicht diffundierenden Styrylfarbstoffe dadurch hergestellt werden, daß
mit einem Anil eines substituierten Benzaldehyds eine reaktionsfähige Methylenverbindung kondensiert
wird. Ein Benzaldehyd, welcher mit löslichmachenden Gruppen substituiert ist, wird bevorzugterweise
angewandt.
Als geeignete substituierte Benzaldehyde seien go
genannt: 2,4-Dimethoxybenzaldehyd, p-Methylaminobenzaldehyd,
p-Äthylaminobenzaldehyd, p-Methyläthylaminobenzaldehyd,
p-Dimethylaminobenzaldehyd, p-Diäthylaminobenzaldehyd, p-Dipropylaminobenzaldehyd,
p-(N-Methyl-N-/?-hy-■droxyäthylamino) -benzaldehyd, ρ - (N - Äthyl -Ή-β-hydroxyäthylaniino)
-benzaldehyd, p-(ß, /J'^Dihydroxydiäthylamino)
-benzaldehyd, p-(N-Methyl-N-methoxyäthylamino)
-benzaldehyd, p-(N-Äthyl-N-methoxyäthylamino) -benzaldehyd, p- (N-Butyl-N-/Hiydroxyäthylamino)
-benzaldehyd, ρ - (N-Methyl-N-/?-chloräthylamino)
-benzaldehyd, p-(N-Äthyl-N-/?-chloräthylamino)-benzaldehyd,
p-(ß, ß'-Dichlordiäthylamino)-benzaldehyd,
A'{ß> /?'-Dichloridäthylamino)-2-methylbenzaldehyd,
p-(N-Methyl-N-/?- cyanoäthylamino)-benzaldehyd, p-(ß, /?'-Dicyanodiäthylamino)
-benzaldehyd, p- (N-Metnyl-N-yS-carboxyäthylamino)
- benzaldehyd, ρ - Di - (carboxymethyl)-aminobenzaldehyd und der entsprechende
Diäthylester, p-(ß, /i'-Dicarboxydiäthylamino)-benzaldehyd,
p-^N-Methyl-N-ß-suläthylamino)-benzaldehyd,
4~(ß, /?'-Disuldiäthylaminö)-2-methylbenzaldehyd.
DieN-cyanalkyl- oder dicyandialkylsubstituierten
p-Aminobenzaldehyde können dadurch hergestellt werden, daß die entsprechenden Hydroxyalkyl-
oder Dihydroxydialkylaniline mit Phosphorpentabromid behandelt und die so erhaltenen entsprechenden
Bromalkyl- oder Dibromdialkylverbindungen mit Kaliumcyanid umgesetzt werden, und die
Aldehydgruppe wird durch Umsetzen mit Phosphoroxychlorid und N-Methylformanilid und nachfolgende
Hydrolyse eingeführt, d. h. also, es wird nach dem Verfahren von Vilsmeier und Haack
(Berichte Bd. 60, S. 119) gearbeitet. Die Diäthylester von p-Di-(carhoxymethyl)-aminobenzaldehyd
können dadurch hergestellt werden, daß' die Aldehydgruppe in das p-Di-(äthylcarboxymethyl)-anilin
nach dem Verfahren von Vilsmeier und Haack
eingeführt wird, und die freie Säure kann durch Hydrolyse des Esters erhalten werden. Die anderen
Mono- oder Di-(carboxyalkyl) derivate können durch Hydrolyse der entsprechenden Cyanalkylverbindungen
hergestellt werden, und die Ester können durch Umsetzen der Säuren mit dem entsprechenden
ίο Alkohol erhalten werden. Die Mono- und Di-(sulfoalkyl)
derivate können durch Umsetzen von Natriumsulfat mit den entsprechenden Chloralkylverbindungen
hergestellt werden.
Der Aldehyd kann in das entsprechende Anil durch Kondensieren desselben mit Anilin oder
einem substituierten Anilin, beispielsweise Anilinsulfonsäure, umgewandelt werden, und die Reaktion
des Anils mit der reaktionsfähigen Methylenverbindung kann in der Weise erfolgen, daß die
Reaktionsstoffe zusammen in Methanol oder einem anderen geeigneten Medium erwärmt werden.
Als reaktionsfähige Methylenverbindungen seien beispielsweise genannt: Cyanacetylverbindunge^beispiels
weise i-ß-Octadecenylsuccinamido^-co-cyanacetobenzol,
Thioindoxyle und Pyrazolone, beispielsweise i-(4'-Phenoxy-3'sulfophenyl)-3-heptadecyl-5-pyrazolon,
3-Heptadecil-5-pyrazolon und i-(3'-Carboxyphenyl)-3-p-stearamidophenyl - 5-pyrazolon.
Diejenigen Farbstoffe, welche eine lange Alkylkette
enthalten, können in Form von löslichen Salzen einer Gelatinelösung einverleibt werden, und
diese Lösung kann in der üblichen Weise als Filterschicht in einem Mehrschichtenfarbfilm aufgebracht
werden. Infolge der Gegenwart der langen Alkylkette in dem Molekül diffundieren die Farbstoffe
nicht in die benachbarten empfindlichen Schichten. Diejenigen Farbstoffe, welche keine Substituenten
tragen, die sie nicht diffundierbar machen, können in der Gelatine in nicht diffundierbarer Form ausgefällt
werden, beispielsweise mit einer ein hohes Molekulargewicht aufweisenden Base, oder sie
können in einem wasserunlöslichen, wasserdurchlässigen Harz, beispielsweise Polyvinylalkohol, aufgelöst
werden, und diese Lösung wird dann in der Gelatine durch das Verfahren dispergiert, welches
üblicherweise angewandt wird, um Farbbildner nicht diffundierbar zu machen.
Das neue Verfahren ist besonders geeignet zur Verwendung mit einem nicht diffundierenden Styrylfarbstoff
in der Filterschicht von Mehrschichtenfilmen und -papier, welche drei verschieden empfindliche
Schichten aufweisen, von denen jede mindestens einen nicht diffundierenden Farbbildner
enthält und wobei die oberste Schicht blauempfindlich ist und einen gelben Farbbildner enthält, die
nächste Schicht die Filterschicht darstellt und eine der beiden unteren Schichten gegenüber Rotlicht
empfindlich ist und die andere gegenüber Grünlicht und eine dieser beiden unteren Schichten einen
Purpurfarbbildner enthält und die andere einen Blau-Grün-Farbbildner.
Wenn ein derartiger Farbfilm oder ein Papier, welches in der Filterschicht einen der genannten
Farbstoffe enthält, dem Licht eines gefärbten Gegenstandes oder dem durch ein gefärbtes Transparent
hindurchgehenden Licht ausgesetzt wird und der belichtete Film oder das Papier dann in einem
farbbildenden Entwickler der Farbentwicklung . unterworfen wird, um den Farbbildner in Azamethin-
oder Indophenolfarbstoffe überzuführen, und gebleicht wird, so kann der in der Filterschicht
enthaltene Farbstoff vollkommen und nicht umkehrbar entfärbt werden, ohne daß irgendein merklicher
Einfluß auf die Azamethin- und Indophenolfarbstoffe erfolgt, welche die Farbbilder bilden, und
zwar indem der Film oder das Papier mit einer wäßrigen Lösung einer Aminoverbindung der oben
angegebenen Art behandelt wird, wobei diese Lösung vorzugsweise noch ein oberflächenaktives
Mittel enthält.
Die beim Verfahren gemäß der Erfindung angewandte Aminoverbindung kann gewünschtenfalls
dem Fixierbad zugefügt werden, oder der Film oder das Papier kann zunächst mit einem Fixierbad, bei- g5
spielsweise einer Natriumthiosulfatlösung, behandelt und dann gewaschen werden, bevor sie in
die Lösung der Aminoverbindung eingetaucht werden. Falls erwünscht, kann die Behandlung mit
der Aminoverbindung auch an irgendeiner anderen go
geeigneten Behandlungsstufe durchgeführt werden, welche sich an die Entwicklungsstufe anschließt.
Die Konzentration der Lösung der Aminoverbindung ist nicht bedeutungsvoll. Es wurde
gefunden, daß befriedigende Ergebnisse mit Lösungen erzielt werden, welche 0,5 bis 10% der
Aminoverbindung enthalten. Die freie Aminoverbindung kann in situ gebildet werden, indem Alkali
einem Salz der Aminoverbindung zugefügt wird, jedoch wird es vorgezogen, eine vorher hergestellte
freie Aminoverbindung oder eine wasserhaltige Form derselben zu verwenden, beispielsweise eine
wäßrige Lösung von Äthylendiamin oder 4-Sulfophenylhydrazin oder eine wäßrige Lösung von
Hydrazinhydrat.
Das oberflächenaktive Mittel, welches bevorzugterweise der Lösung der Aminoverbindung
zugefügt wird, scheint die Entfernung mindestens einiger der Zersetzungsprodukte des Filterfarbstoffes
aus dem Film oder dem Papier zu unterstützen. Als oberflächenaktive Mittel können
beispielsweise verwendet werden: die Kondensationsprodukte von Phenolen oder Alkylphenolen
mit Äthylenoxyd, die Kondensationsprodukte von alkoholischen Alkoholen, beispielsweise Cetylalkohol
mit Äthylenoxyd, alkylierte sulfonierte aromatische Benzinfraktionen oder quartäre Ammoniumsalze,
welche lange Alkylketten enthalten, wie beispielsweise Cetyltrimethylammoniumbromid.
Die Konzentration des oberflächenaktiven Mittels ist nicht von Bedeutung, jedoch wurde gefunden, daß
Konzentrationen von zwischen 0,01 und 2% befriedigende Ergebnisse aufweisen.
Nach Behandlung mit der Aminoverbindung und vorzugsweise nach einer nachfolgenden Behandlung
mit einem verdünnten Alkali, beispielsweise einer
verdünnten Natriumcarbofiatlösung, kann der Film
oder das Papier gewaschen und getrocknet werden, und der so erhaltene Film oder das Papier enthält
in der Filterschicht keinen gelben Farbstoff mehr, und die Azomethin- oder Indophenolfarbstoffe,
welche die Farbbilder darstellen, sind durch die Behandlung mit der Aminoverbindung nicht merklich
beeinflußt worden. Nach längerem Stehen oder Erwärmen wird der gelbe Filterfarbstoff nicht
ίο merklich wiedergebildet.
In den folgenden Beispielen sind einige Ausführungsformen der Erfindung angegeben, worauf diese
jedoch nicht beschränkt ist. Die Teile sind Gewichtsteile.
1^ Beispiel I
Ein mehrschichtiger lichtempfindlicher fotografischer Film wird wie folgt hergestellt: Ein Trägermaterial
wird mit einer Schicht einer rotempfindliehen Emulsion belegt, welche im Liter 10 g des
Natriumsalzes von i-Hydroxy-2-naphthoylamino-2'-(methyloctadecylamino)
-benzol-s'-sulfonsäure enthält.
Auf diese Schicht wird dann eine grünempfindliche Emulsion aufgebracht, welche im Liter 10 g
des Natriumsalzes des Purpurfarbbildners i-(4'-Phenoxy-3'-sulf
ophenyl) -3-heptadecyl - 5 - pyrazolon enthält. Dann wird eine Lösung von 25 g des Natriumsalzes von i-(4'-Phenoxy-3'-sulfophenyl)-3-heptadecyl-4-(p-N-methyl-N-/?-sulfoäthylaminO'ben-
zyliden)-5-pyrazolon in il Gelatine aufgebracht, um eine Gelbfilterschicht zu bilden, und schließlich
eine Schicht einer blauempfindlichen Emulsion, welche im Liter 10 g des Natriumsalzes der
ρ - Steacrylaminobenzoylacetanilid - p' - carbonsäure
enthält.
Der Film wird belichtet und in einer Lösung folgender Zusammensetzung entwickelt:
p-N, N-Diäthylaminoanilin-hydrochlorid 3 Teile
.0 wasserfreies Natriumsulfit 1 Teil
wasserfreies Natriumcarbonat 60 Teile
Kaliumbromid 2 Teile
mit Wasser aufgefüllt auf 1000 Teile
Der Film wird mit Wasser gespült und dann in folgendes Unterbrechungsbad eingebracht:
primäres Kaliumphosphat 60 Teile
mit Wasser aufgefüllt auf 1000 Teile
Der Film wird gewaschen und mit folgender Silberbleichlösung behandelt:
Kaliumf er r icy ani d
Kaliumbromid
mit Wasser aufgefüllt auf
100 Teile
25 Teile
1000 Teile
Der Film wird gewaschen, mit einer 2o°/oigen wäßrigen Lösung von Natriumthiosulfat fixiert,
erneut gewaschen und in eine 3%ige wäßrige Lösung von Hydrazinhydrat eingetaucht, welche
0,5% eines Kondensationsproduktes eines Alkylphenols
mit etwa 10 Molteilen Äthylenoxyd enthält.
Der Film wird dann nochmals gewaschen und getrocknet.
An Stelle der wäßrigen Lösung von Hydrazinhydrat, welche im obigen Beispiel angewandt wird,
kann auch eine 5%ige wäßrige Lösung vonÄthylendiamin
oder eine Lösung verwendet werden, die dadurch erhalten wird, daß 5 Teile Ammoniaklösung
(spez. Gewicht 0,880) 100 Teilen einer 5%igen wäßrigen Lösung von Hydroxylaminhydrochlorid
zugegeben werden.
In der im Beispiel 1 angegebenen Weise wird ein Mehrschichtenfilm hergestellt und dieser dem Licht
eines farbigen Gegenstandes ausgesetzt. Er wird dann, wie im Beispiel 1 beschrieben, der Farbentwicklung
unterworfen, mit einem Unterbrechungsbad behandelt und gebleicht. Der Film wird fixiert,
und der Filterfarbstoff wird durch Behandlung des Filmes mit folgender Lösung entfärbt:
Natriumthiosulfat 200 Teile
Hydrazinhydrat 50 Teile
mit Wasser aufgefüllt auf 1000 Teile
Der Film wird erneut gewaschen und getrocknet.
Ein mehrschichtiger lichtempfindlicher fotografischer Film wird in der im Beispiel 1 beschriebenen
Weise hergestellt mit der Ausnahme, daß eine Lösung von 20 Teilen des Natriumsalzes von i-ß-Octadecenylsuccinamido-4-a>-(p-/?,
ß'-ai(carboxyäthyl) -aminobenzyliden) -ω-cyanacetobenzol in 11 Gelatine
aufgebracht wird, um die Filterschicht zu bilden an Stelle der im Beispiel 1 angewandten Lösung
von 25 Teilen des Natriumsalzes von i-(4'-Phenoxy-3'-sulf ophenyl) -3-heptadecyl- 4 -(p-N-methyl-N-ß-sulfoäthylamino)
-benzyliden) - 5-pyrazolon in 11 Gelatinelösung.
Das Material wird dann belichtet, der Farbentwicklung unterworfen, mit einem Unterbrechungsbad, einem Bleichbad und einem Fixierbad be-
handelt, wie im Beispiel 1 beschrieben.
Der Filterfarbstoff wird durch folgende Behandlung
entfärbt: Das Material wird in eine Lösung folgender Zusammensetzung eingetaucht:
Natriumthiosulfat
Hydrazinhydrat
mit Wasser aufgefüllt auf
200 Teile
50 Teile
1000 Teile
Der Film wird mit Wasser gespült und in eine 5%ige wäßrige Lösung von Natriumcarbonat eingetaucht.
Dann wird der Film erneut gewaschen und getrocknet.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Verbessertes Verfahren für die Farbfotografie, wobei ein fotografisches Material verwendet wird, welches eine entfärbbare Gelbfilterschicht enthält, dadurch gekennzeichnet, daß ein nicht diffundierender Styrylfarbstoff in mindestens einer Filtersehicht des fotografischen Materials angewandt wird und das fotografischeMaterial nach der Belichtung und Entwicklung mit einer wäßrigen Lösung einer Aminoverbindung behandelt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendete wäßrige Lösung der Aminoverbindung noch ein oberflächenaktives Mittel enthält.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das fotografische Material nach der Behandlung mit einer wäßrigen Lösung einer Aminoverbindung mit einem verdünnten Alkali behandelt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet; daß das verwendete fotografische Material drei verschieden empfindliche Emulsionsschichten enthält, von denen jede mindestens einen nicht diffundierenden Farbbildner enthält.© 5033 6.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1494750A GB695876A (en) | 1950-06-15 | 1950-06-15 | Photographic process |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE879360C true DE879360C (de) | 1953-06-11 |
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ID=10050337
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| DE (1) | DE879360C (de) |
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| GB (1) | GB695876A (de) |
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-
1951
- 1951-06-14 FR FR1047181D patent/FR1047181A/fr not_active Expired
- 1951-06-14 DE DEI4261A patent/DE879360C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| GB695876A (en) | 1953-08-19 |
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