DE877495C - Skelettbauweise aus Beton, Stahl oder Stahlbeton mit in die Fache eingesetzten Wand- oder Deckenscheiben - Google Patents

Skelettbauweise aus Beton, Stahl oder Stahlbeton mit in die Fache eingesetzten Wand- oder Deckenscheiben

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DE877495C
DE877495C DEP53231A DEP0053231A DE877495C DE 877495 C DE877495 C DE 877495C DE P53231 A DEP53231 A DE P53231A DE P0053231 A DEP0053231 A DE P0053231A DE 877495 C DE877495 C DE 877495C
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DE
Germany
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concrete
wall
ceiling
steel
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DEP53231A
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English (en)
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GUENTHER KIESLING DIPL ING
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GUENTHER KIESLING DIPL ING
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/18Structures comprising elongated load-supporting parts, e.g. columns, girders, skeletons

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Building Environments (AREA)

Description

  • Skelettbauweise aus Beton, Stahl oder Stahlbeton mit in die Fache eingesetzten Wand- oder Deckenscheiben Bei Bau-Nverken ist es bekannt, aus Stützen und Riegeln gebildete Skelette aus Stahl oder Beton zu errichten, deren Wände durch nachträgliches Ausmauern mit verschiedenen Materialien 'hergestellt werden. Die Wände haben in diesem Fall die Aufgabe des Raumabschlusses. Manchmal werden sie auch zur Ableitung der 'Windkräfte herangezogen. In der Skelettkonstruktion treten infolge der Belastung der Riegel durch 'Wände, Decken, Nutzlasten und gegebenenfalls auch durch Windbelastung Momente auf, ohne die ein Gleichgewiehtszustan.d, .d. h. die Ableitung anfallender Kräfte in den Boden nicht möglich ist. Diese Momente bedingen eine wesentliche Vergrößerung des Baustoffaufwandes gegenüber dem, der sich aus den Längs- bzw. Stabhräften ergibt. Auch bei der Verwendung von Bauplatten der verschiedensten Größen bleibt bei den bisher bekannten Bauweisen die Funktionstrennung zwischen tragender S'kelettkonstrulktion und raumabschließender Wandkonstruktion beibehalten.
  • Der Gedanke der Erfindung bestecht nun darin, die Fühlungen zwischen den Skelettstäben als Tragelemente, und zwar als steife Scheiben auszubilden und in geeigneter Weise mit den Skelettstäben zu verbinden, da dann das Gleichgewicht auch ohne Biegüngsmomente in- den Stützen und den Riegeln des Skeletts bestehen kann bzw. kleine auftretende Momente praktisch bedeutungslos werden. Diese Seheiben sind in der Lage, beliebige Belastungen aus ihrem Eigengewicht, Decken, Nutzlasten usw., an beliebigen Stellen aufzunehmen und an den gestützten Ecken abzugeben, so daß sie als Träger wirken, deren freie Längen ungefähr mit den Scheibenlängen übereinstimmen. Wird die meistens mehrere Meter hohe Scheibe erfindungsgemäß neben den Stützen auf dem Riegel des Skelettes,. gelagert, so ist letzterer fast auf seiner ganzen Länge unbelastet, die Einspannmomente,desselben an den Stützen werden klein und bedeutungslos, und die Feldmomente werden fast zu Null. Der Riegel hat in diesem Fall als Hauptaufgabe, die Maßhaltigkeit der Konstruktion zu -gewährleisten und gegebenenfalls als Zugband zu wirken.. Statt auf den Riegeln gelagert zu werden, kann die Lagerung auch auf Konsolen, die aus den Stützen herausstehen, erfolgen oder in ähnlicher (Weise, wobei die Lagerung immer unmittelbar neben den Stützen erfolgt.
  • DieWandsc'heiben bestehen in derRegel zwischen den einzelnen Stützen aus einem einzigen Stück, sie können aber auch durch Vereinigung mehrerer Einzelteile mittels- Bolzen; Schrauben usw. gebildet werden.
  • Wand- und Deckenscheiben können als Voll-, Hohl- oder Rippenplatten ausgebildet sein.
  • Zum Zwecke eines genügenden Wärme- und Schallschutzes können besondere Schutzverkleidungen vorgesehen -erden: Diese können entweder vor dem Einbau der Scheiben an ihnen befestigt werden oder sie werden später im Schutz der bereits eingebauten `Wand- und Deckenscheiben in mehr oder weniger großen Stücken, von der Witterung ungestört, aufgebracht. Die Wandscheiben können zwischen den Skelettstäben oder neben denselben liegen. Scheiben und Skelettstäbe können fugenlos aneinanderstoßen, oder es können auch Fugen vorgesehen werden. Bei Vorhandensein von Fugen kann schalldämmendes Isoliermaterial, und zwar unnachgiebig an den Lastübertragungsstellen und zwischen diesen elastisch angeordnet werden.
  • In den Scheiben können Öffnungen für Türen, Fenster usw. vorhanden sein, ohne daß die oben beschriebene Scheibenwirkung beeinträchtigt wird: Wand- und Deckenscheiben werden in der Regel in Serie vorgefertigt und mit Kranen eingebaut. Besteht das Skelett aus metallenen Stoffen, z. B.
  • Stahl, so wird dieser meistens einbetoniert. Es kann vorteilhaft werden, die Skelettstäbe nicht aus Walzprofilen, sondern aus Abkantprofilen AKP zu bilden. Im letzteren Fall kann bei gleichen Außenabmessungen der Profile durch Variation der Blechstärke eine verschiedene Tragfähigkeit erzielt -werden. Durch die gleichen Außenabmessungen bedingt, können somit die Bohrungen, Stoßlaschen üsw. bei dünnen wie bei dicken Profilen gleich geihalten werden, was große Vereinfachungen in der Herstellung der Skelettkonstruktion ergibt und ein gutes Anpassen an die verschiedenen Stabkräfte ermöglicht. Die Zeichnung veranschaulicht den Aufbau und die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Konstruktion in einigen Beispielen, und zwar zeigt Fig. i in schematischer Darstellung eine Wandscheibe mit den an ihr angreifenden Kräften, Fig. 2 und 3 zwei verschiedene Ausgestaltungen der Lagerung der Wandscheiben, Fig.4, 5 und 6 drei verschiedene Anordnungen der Wandscheiben in bezug auf die Stützen, Fig. 7 den Einbau der Deckenscheiben, Fig. 8, 9 und wo drei verschiedene Ausführungsformen der Wand- und Deckenscheiben je im Ouerschnitt und ~ Fig. iii und 12 zwei verschiedene Anführungen der aus Abkaütprofilen hergestellten Skelettstützen. Aus Fig. i ersieht man, daß die Wandscheiben W durch beliebige Einzellasten Fi, P2, Pryz oder gleichmäßig verteilte Lasten g und p belastet sein kann und in ihrem unteren Endpunkt B oder an der Kante A, also an ihrem Seitenrand, gelagert -wird und somit auf ihre Länge l selbst als Träger (Scheibe) wirkt. Öffnungen ö in der Scheibe stören dabei die Scheibenwirkung nicht.
  • Fig. 2 zeigt, wie eine solche B unmittelbar neben den Stützen ST an den Lagerpunkten L auf den Riegeln R des - Skelettes S -gelagert ist. Es ist klar, daß bei dieser Lagerung die Riegeleinspannmomente an den Stützen sehr klein und die Regelfeldino-mente fast zu Null werden.
  • Aus diesem Grund kann die Lagerung der Wandscheibe W, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist, beispielsweise auch auf aus den Stützen herausstehenden Konsolen K erfolgen.
  • In den Fig. 4, 5 und z6 ist dargestellt, daß die Lage der Wandscheiben W gegenüber den Stützen ST ganz beliebig sein kann und daß die Wandscheiben W entweder fugenlos an die Stützen ST anschließen `können oder daß zwischen Wandscheiben W und Stützen ST Fugen F vorhanden sein können. Es ist selbstverständlich, .daß diese Fugen in verschiedenster Weise gedichtet werden können und dann eine Dämpfung von Schallwellen damit erzielt werden kann.
  • Fig. 7 zeigt ein Beispiel, bei dem die Riegel R aus Beton oder Stahl neben -den Wandscheiben W liegen. Die Lagerung der Wandscheiben W erfolgt dann unter Zwischenschaltung der Decke D auf den Riegeln R.
  • Aus den Fig. 8, 9 und iio ist zu ers-eihen, daß die Wandscheiben TV oder Deckenscheiben D aus einem einzigen Material bestehen oder auch aus mehreren verschiedenen Materialien zusammengesetzt sein können. Im letzteren Fall haben die verschiedenen Materialien verschiedene Funktionen zu erfüllen. Während die als Voll-, Hohl- oder Rippenplatten ausgebildeten Scheiben W und D die Kraftübertragung durchzuführen haben, fällt .den Schichten NI nur die Aufgabe .der Isolierung gegen Schall und Temperaturgefälle zu.
  • In den Fig. m und 1.2 sind zwei Stützenquerschnitte dargestellt, wobei Stalhlprofile in Beton einbetoniert sind. Es ist dabei zu ersehen, daß bei gleichen Außenabmessungen bei der Wahl von Abkantprofilen nie Blechstärke d1, d2, d3 und auch die Anzahl der Profile variiert werden kann, so .daß man sich dadurch in einfacher Weise den vorhandenen Stützenkräften anpassen kann.
  • Auf Grund der beschriebenen Konstruktionsgrundsätze ergeben sich gegenüber den bisher bekannten Bauweisen wesentliche Vorteile und Fortschritte, und zwar: :i. Das Zusammenwirken von steifen Scheiben und einem Skelett zu einem einheitlichen Gebilde mit besonderer statischer Wirkungs-,veise hat zur Folge, daß in den Skelettstäben keine Biegungsmomente oder nur solche von untergeordneter Bedeutung auftreten, so daß die Abmessungen solcher Skelettstäbe wesentlich kleiner ausfallen als bei den bisher bekannten Skelettbauten.
  • a. Die unmittelbare Überleitung von Wandeigena, wicht, Deckeneigengewicht und Nutzlasten eines Stockwerkes durch die streifen Wandscheiben in die Stützen hat zur Folge, daß die Wände eines vielgeschossigen Gebäudes immer nur die unmittelbar sie belastenden Lasten aufzunehmen haben und somit in allen Stockwerken gleich stark gehalten werden können, im Gegensatz zu den üblichen Mauerwerksbauweisen, wo die Wandstärken nach unten zunehmen müssen. Die gleiche Wandausbildung in allen Stockwerken ermöglicht eine weitgehende Serienfertigung der Seheiben, was von wesentlicher wirtschaftlicher Bedeutung ist.
  • 3. Die große Tragfähigkeit der Wandscheiben, die Träger mit einer Höhe von mehreren Metern darstellien, ermöglicht große Freizügigkeit in den Stützentfernungen des Skelettes.
  • q.. Die Wandscheiben, die in der Regel die Länge eines Skelettfeldes (Abstand zweier Stützen) haben und die Deckenscheiben, deren Stützweiten in der Regel mit den Stützweiten des Skelettes übereinstimmen, ermöglichen bei Vorfertigung der Scheiben eine außergewöhnliche schnelle Errichtung solcher Bauwerke mit einem Minimum an Arbeits-°.cräften, vor allem an Facharbeitern.
  • 5. Der Einbau fertiger Wand- und Deckenscheiben bedingt ein Minimum an Baufeuchtigkeit, so daß kurz nach Beendigung der Montage soliche Bauwerke in Benutzung genommen werden können.
  • 6. Mit der Gleichhaltung der Konstruktionsele,mente, unabhängig von der Stockwerksanzahl, sind eine Reihe weiterer Vorteile bei der Ausführung aller Nebenarbeiten, wie Wärmeverkleidungen, Installationen, Ausführung von Fenstern undTwren usw., verbunden, da für alle diese Teile ebenfalls die Gesetze der Serienfertigung gelten.
  • 7. Da die gegebenenfalls anfallenden Biegungsmornente in der Skelettkonstruktion von untergeordneter Bedeutung sind, können bei Stahlkonstruktionen einfache Profile verwendet werden, und es kann z. B. bei Abkantprofilen auch bei vielgeschossigen Bauten erreicht werden, daß sämtliche Stützen aller Stockwerke mit einer einzigen Bohrschablone hergestellt werden können.
  • Zusammenfassend kann gesagt werden, daß mit dieser neuen Bauweise mit Ersparnissen an Baumaterial, Bauzeiten und Lohnaufwand gegenüber den bisher bekannten Bauweisen gerechnet werden kann und daß es sich .dabei nicht um eine provisorische oder Notstandsbauwei.sehandelt, sondern um eine solche, die alle Anforderungen in bezug auf Güte, Wärmehaltung, Dauerhaftigkeit, Ästhetik usw. erfüllt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: T. Skelettbauweise aus Beton, Stahl oder Stahlbeton mit in die Fache eingesetzten Wand-oder Deckenscheiben, dadurch .gekennzeichnet, daß biegungssteife Wandscheiben (W) knapp neben den Stützen (ST) auf den Riegelenden (R) oder auf an den Stützen vorgesehenen Konsolen (K) gelagert sind und das Gewicht derselben samt den daraufliegenden Deckenlasten, Nutzlasten usw. nahezu unmittelbar auf die Stützen übertragen wird, zur Verringerung der in dem Riegeln, Konsolen und im .Skelett auftretenden Biegemomente. a. Skelettbauweise nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (ST) aus einbetonierten Abkantprofilen (AKP) bestehen, die Außenabmessungen dieser Stützen in allen Stockwerken gleich sind und sieh nur die Stärke (d1, d2, d3) der Abkantprofile ändert, unter Anpassung derselben an die jeweiligen Kräfte, so daß die Stöße und die Anschlüsse der Riegel in allen Stockwerken gleich sind.
DEP53231A 1946-02-01 1949-08-28 Skelettbauweise aus Beton, Stahl oder Stahlbeton mit in die Fache eingesetzten Wand- oder Deckenscheiben Expired DE877495C (de)

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