DE87686C - - Google Patents

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DE87686C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B17/00Reciprocating-piston machines or engines characterised by use of uniflow principle
    • F01B17/02Engines
    • F01B17/04Steam engines
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B2170/00Steam engines, e.g. for locomotives or ships
    • F01B2170/04To-be-deleted with administrative transfer to parent group
    • F01B2170/0405To-be-deleted with administrative transfer to parent group
    • F01B2170/0476Components or parts for steam engines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
in PARIS.
Kraftmaschine zum Betriebe von Wagen u. dgl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Juni 1895 ab. Längste Dauer: 30. Januar 1910.
Die vorliegende Erfindung betrifft Vervollkommnungen der Verbindungen der Treibcurven mit ihren zugehörigen Kolben bei Curvenmotoren.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht und
Fig. 2 eine Oberansicht der einen Ausführungsform der neuen Anordnung.
Fig. 3 zeigt den Umrifs der einen Curve des Motors.
Fig. 4 und 5 veranschaulichen zwei rechtwinklig zu einander stehende Seitenansichten eines zweiten Ausführungsbeispieles des Erfindungsgegenstandes, während die
Fig. 6 und 7. zwei weitere unter einander verschiedene Ausführungsformen des vorliegenden Motors veranschaulichen.
Bei allen diesen Ausführungsbeispielen wird dieselbe Curvenconstruction benutzt, trotzdem sich dieselben hinsichtlich der gegenseitigen Verbindungen ihrer Kolben von einander unterscheiden.
In dem Haupt-Patent wird eine neue Art der Bethä'tigung von Fahrzeugen beschrieben, welche speciell durch die Anwendung von Curven gekennzeichnet ist. Mit dieser Bethätigungsweise sollen die folgenden drei Hauptzwecke erreicht werden.
i. Die Stellung der Kolben soll trotz Anwendung einer verticalen Maschine durch das Federspiel des Wagens ganz unbeeinflufst bleiben.
2. Während einer Umdrehung der Treibachse des Wagens bezw. der Motorachse sollen die Dampfkolben mehrere Doppelhübe ausgeführt haben und dadurch die Zahnrad- und sonstigen Zwischenvorgelege gespart und die Anwendung kleiner Cylinder möglich gemacht werden.
3. Soll zum Zwecke des Vorwärtsfahrens eine schnelle Umsteuerung von der linken auf. die rechte Curve stattfinden und trotz der Anwendung zweier einfach wirkender Maschinen bei jeder Winkelstellung der Motorachse mit Sicherheit angefahren werden können.
Die bei dem Erfindungsgegenstande angewendete neue Curve unterscheidet sich dadurch von derjenigen des Haupt-Patentes, dafs sie rrfcht wie jene in axialer, sondern in radialer Richtung wellenförmig verläuft, und aufserdem eben gestaltet ist.
Die Laufrollen bewegen sich tangential zu den einzelnen Curven und drücken ungefähr normal auf. dieselben. Gegen jede der erwähnten Curvenscheiben drücken gleichzeitig zwei Laufrollen, und erzeugen dadurch das erforderliche Drehmoment für die Motorwelle, ohne theoretisch eine Stützung der Motorwelle nöthig zu machen.
Zwei gleichzeitig mit den bereits erwähnten Rollen an jeder Curve laufende Rollen sichern den stetigen kinematischen Schlufs des ganzen, zur Bewegung der Laufrollen und bezw. der Curven dienenden Gestänges. Die neue An-
Ordnung beansprucht der älteren gegenüber einen bemerkenswerth kleineren Raum.
In den Fig. ι' und 2 sind A die beiden Dampfkolben, hinter welche der Dampf mittelst eines einzigen, für beide Kolben gemeinschaftlichen Schiebers, welcher sich in dem Schieberkasten B dreht, geleitet wird.
Die beiden Kolben bethätigen mittelst der Schubstangen C die T - förmig gestalteten Balanciers D derart, dafs dieselben fortgesetzt hin- und herschwingen.
Jeder der beiden Balanciers bethätigt mittelst der Schubstangen H die Laufrollen L L1. Der Kolben A befindet sich in Fig. 1 in der innersten Stellung und bewegt sich unter der Wirkung des Dampfes im Sinne des in Fig. 1 gekennzeichneten Pfeiles, wobei er die eine Stange H hebt und die andere senkt.
Die beiden Stangen H bilden mit den Hebeln dd und dem Balancier G ein Parallelogramm, welches bei der abwechselnden Auf- und Niederbewegung der Stangen H und dementsprechend der Rollen L mittelst der Curvenscheibe K die Motorwelle dreht.
Da die verticalen Mittellinien durch die Laufrollen der einen Stange H stets ebenso weit von der Welle O entfernt bleiben, wie die Verticalmittellinie durch die beiden Rollen der anderen Stange H, so werden sämmtliche Verticalkräfte von der Curvenscheibe K aufgenommen, so dafs auf den Drehpunkt/ des Hebels D dd keine Verticalkraft entfällt.
Die Verticalführung der T-förmigen freiarmigen Hebel D dd wird durch Hebel F bewirkt, von denen die unteren langer als die oberen und aufserdem von gleicher Länge wie die Pleuelstange C sind. Während bei dem Haupt-Patent der Schieber durch eine Schraube bewegt wurde, erhält derselbe bei der vorliegenden Erfindung seine Bewegung durch ein Kurbelgetriebe, welches durch Hebel in Thätigkeit gesetzt wird und eine schnelle Umsteuerung der Maschine erlaubt.
P ist die Kurbelscheibe, an welche die Pleuelstange N angreift, die ihrerseits aber gelenkig mit dem Endpunkt eines durch die Stange F von dem Hebel D aus bewegten Hebels M verbunden ist.
Es sind zwei Kurbelscheiben P vorhanden, welche auf einer und derselben horizontalen Welle sitzen, die ihrerseits wieder mittelst in der Zeichnung durch Punktirung angegebener Zahnräder die Verticalschieberwelle R in Umdrehung versetzt. Der Punkt c der Stange P wird von dem Hebel M auf einem Bogen geführt, dessen einzelne Punkte ungefähr in derselben Höhe wie die Angriffspunkte der Pleuelstangen C in dem Dampfkolben liegen.
Die Fig. 3 veranschaulicht in Seitenansicht die beim Erfindungsgegenstande zur Verwendung kommende Curve; dieselbe sitzt fest auf dieser Welle und die Rollen L laufen auf ihr, indem sie sich drehen.
Bei der Darstellung Fig. 3 befindet sich die eine Rolle im Punkte a1 auf dem höchsten Punkte einer Welle der Curvenscheibe, während sich die andere Rolle im Punkte b1 und dementsprechend im tiefsten Punkte einer der vier Wellen der Curvenscheibe K befindet.
Beide Rollen Li1 werden, wie in Fig. 3 durch Punktirung angegeben ist und aus Fig. 1 zur Genüge hervorgeht, durch die Stange H in ihrer gegenseitigen Entfernung festgehalten, und die Stange H ihrerseits wird durch den Balancier G auf dem Kreisbogen c1 c2 c3, welcher centrisch zur Welle O liegt, geführt.
Während des Umlaufes der Scheibe K gelangt die Rolle L zunächst aus dem in Fig. 3 angenommenen Punkte al nach demjenigen a2, gleichzeitig geht aber auch die Rolle L1 von b1 zu b\
Der Endpunkt des Hebels G, welcher die Stange H führt, gelangt während der eben bezeichneten Bewegung der beiden Rollen L L1 nach dem Punkte c'2. Wird die Stange H über die durch den Punkt c2 angedeutete Mittellage herausgeführt, so gelangt die Rolle L nach dem Punkte α3 und dementsprechend nach dem tiefsten Punkte der betreffenden Welle, während die Rolle L1 nach bs wandert und sich nunmehr ihrerseits auf dem höchsten Punkte einer Welle der Curve K befindet.
Der Verbindungspunkt zwischen G und H (s. Fig. 1) ist während dieser letzteren Bewegung nach C2 gegangen. Dreht sich die Curve K weiter, so gelangen die Rollen LL1 nach einander zum Punkte a4 bezw.,. bl und a\ und b\.
Wie aus der Fig. 3 ohne Weiteres hervorgeht, bildet die Verbindungslinie der beiden Rollen fortgesetzt die Tangente zu einer geschlossenen, einen Kreis bildenden oder sich demselben nähernden Curve, und die Wellenlinie der Curve K verläuft äquidistant zu dem eine geschlossene Curve bildenden Weg der beiden Rollen L.
Die genaue Construction der Curven K ergiebt sich hiernach für den Constructeur in jedem gegebenen Falle ohne Schwierigkeiten.
Bei der durch die Fig. 4 und 5 veranschaulichten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes sind zwei Kolben von gleichem Durchmesser in einem gemeinschaftlichen Cylinder angeordnet. Jeder dieser beiden Kolben A und A1 ist direct mit einer Stange H bezw. H1 verbunden,- welche Stangen Rollen L L1 tragen und durch den Balancier G geführt werden.
Die beiden Kolben nähern sich einander bei ihrer Bewegung ziemlich dicht, gehen aber nur dann gleich weit an die Cylinderböden heran,
wenn das Fahrzeug entsprechend auf seinen Federn eingestellt ist.
Bei anderen Einstellungen gehen die Kolben auch nicht gleichmäfsig gegen die Deckel heran, und in Fig. 4 ist beispielsweise der Fall angenommen, dafs der obere Kolben näher an den ihm zunächst gelegenen Cylinderdeckel herangeht, als der untere Kolben, b ist die Dampfeintrittsöffnung des Cylinders; damit dieselbe trotz der verschiedenen Höhenlage, in welche der Cylinder durch das Federspiel gelangt ist, durch die Kolben nicht verdeckt werden kann, haben die letzteren Aussparungen a und al erhalten, welche, wie die Fig. 4 erkennen läfst, in der Längsrichtung der Kolben gedacht, breiter als der Kanal b sind.
Der Antrieb des Schiebers findet bei dieser Motorconstruction ebenfalls mittelst zweier Kurbeln und Pleuelstangen statt, und zwar derart, dafs eine Veränderung der Höhenlage der Motorwelle O zu dem Dampfcylinder einflufslos bleibt.
Der Arm M, welcher mittelst der Pleuelstangen N die Kurbelscheibe P dreht, erhält einen zweiten Arm m, an welchem ein mit einem verticalen Stück s verbundener Arm S drehbar eingreift, welcher Arm S gegen einen besonderen kleinen Lenker tl parallelogrammartig geführt wird.
Der Arm s bildet die Coulisse für ein Gleitstück t, welches an einem Arm g sitzt, welcher mit einem Balancier G verbunden ist.
Die durch die Fig. 6 veranschaulichte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist dadurch gekennzeichnet, dafs zwei in der Mittellage vertical stehende Balanciers D und E angeordnet sind, welche zwischen den Stangen H ein richtiges Parallelogramm bilden.
Die Bewegungsweise der beiden Stangen H, welche mit den Balanciers G und D drehbar verbunden sind, geht aus der Fig. 6 ohne Weiteres hervor.
Eine Stange H ist mittelst einer Coulisse C mit dem Kolben A verbunden, so dafs das Federspiel des Wagens wieder einflufslos auf die jeweilige Kolbenstellung bleibt, und aufserdem wird auch die Drehachse des Balanciers D durch eine Geradführung f gehalten, welche diese Achse derart vertical führt, dafs sie ihre Höhenlage stets unabhängig von dem Federspiel des Wagens gleichmäfsig beibehält.
Bei der durch die Fig. 7 veranschaulichten Construction liegen die beiden Stangen h horizontal; sie sind mittelst senkrechter Geradführungen C mit dem Kolben A verbunden; die beiden Balanciers D und G stehen in der Mittellage vertical, und die Achse des Balanciers D wird durch eine Traverse F stets in gleicher Entfernung von der Motorachse festgehalten.
F wird von einer Schiene / senkrecht geführt, die an dem Wagengestell unbewegbar befestigt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine zum Betriebe von Wagen u. dgl. bestimmte Kraftmaschine nach Anspruch 1 des Patentes Nr. 86636, dadurch gekennzeichnet, dafs die cylindrischen Schubcurven durch eine ebene, wellenförmige Curve ersetzt sind, die von zwei Rollenpaaren unter Anwendung von Hebeln und Stangen durch die Dampfkolben in Umdrehung versetzt wird, wobei die Gesammtanordnung derart getroffen ist, dafs die durch das Federspiel des Wagens hervorgerufene senkrechte Bewegung desDampfcylinders einflufslos auf die Stellung der Kolben und dementsprechend auf die richtige Arbeitsweise der Maschine bleibt.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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