DE874837C - Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten

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DE874837C
DE874837C DEF3723D DEF0003723D DE874837C DE 874837 C DE874837 C DE 874837C DE F3723 D DEF3723 D DE F3723D DE F0003723 D DEF0003723 D DE F0003723D DE 874837 C DE874837 C DE 874837C
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DE
Germany
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weight
saponification
parts
sample
alkali
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Expired
Application number
DEF3723D
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English (en)
Inventor
Hans Dr Overbeck
Heinz Dr Soenke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F8/00Chemical modification by after-treatment
    • C08F8/12Hydrolysis
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F2810/00Chemical modification of a polymer
    • C08F2810/50Chemical modification of a polymer wherein the polymer is a copolymer and the modification is taking place only on one or more of the monomers present in minority

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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten Die Versei,fung von Polyvinyles.tern und Mischpolymerisaten von. Vi.nylestern untereinander oder mit anderen misch,polymerisationsfähigen Komponenten ist schon längere Zeit bekannt. Man kann diese Reaktion. sowohl durch Säurezusatz als auch durch Basenzusatz in Gang bringen. Zur Herstellung von Polymerisationsprodukten, die neben Oxygru,ppen auch noch Acylgruppen enthalten, sind zwei Wege möglich. Man kann einmal die Polymerisate vollständig verseifen und dann wieder teilweise acylieren, oder man kann die Polymerisate partiell verseifen. So ist es bei der teilweisen Verseifung von Mischpolymerisaten möglich, durch Wahl besonderer Verseifunigsmethoden nur einen der verschiedenen Acylreste des Mischpolymerisates quantitativ abzuspalten, während der andere vollständig erhalten bleibt. Man kann aber auch die partielle Verseifung so durchführen., daß man eine Acylkdmponente nicht vollständig, sondern nur teilweise abspaltet. Bei der Verseifung unter Zusatz geringer Mengen von Mineralsäuren erhält man je nachTemperatur und,Reaktionsdauer alleZwischenstufen zwischen einem umverseiften Po lymerisat bzw. Mischpolymerisat und einem vollständig verseiften Produkt. Die Reproduzierbarkeit eines bestimmten Verseifungsgrades, d. h. die Herstellung eines Produktes mit bestimmten Oxygruppen- bzw. Acylgruppengehalt ist aber nur bei absolut genauer Einhaltung der Reaktionsbedingungen, wie der Temperatur und der Zeit, möglich. Es wurde gefunden, daß überraschenderweise bei der Verseifung von Polymerisaten in oxygruppenfreien organischen. Lösungsmitteln unter Zusatz von alkoholischem Alkali oder Alkalialkoholat bereits nach einer Reaktionsdauer von einigen Minuten ein Verseifungs:grad erreicht wird-, der 'konstant bleibt, auch wenn man den Versuch noch beliebig lange' weiterlaufen läßt. Dabei soll die Menge des oxygru@ppenfreien Lösungsmittels die des Alkohols oder .des Alköholats, übertreffen. Der Verseifungsgrad ist von der Alkali- sowie von der Alkoholkonzentration abhängig. Die Reaktionstemperatur kann zwischen etwa -40' und dem Siedepunkt des Lösungsmittelgemisches liegen, sie braucht nicht konstant gehalten zu werden. Als geeignete organische Lösungsmittel seien u. a. genannt: C'hlorkohlenwasserstoffe,wie Alethylenclildrid und Tetrachloräthan, Ester, wie -Methyl'acetat ' und, Äthylacetat, Äther, wie Tetrahydrofuran und Glykolformal, und Ketone, wie Cyclohexanon. Als alkoholische Al'kalilösungen 'können Lösungen von Alkalihydroxyden, wie Ätznatron und Ätzkali, in Methanol oder Äthanol sowie Lösungen von Alkalialkoholaten in Alkoholen dienen.
  • Bei der Verseifung von Pol'ymerisationsprodukten ändern sich bekanntlich deren. Löslichkeitseigenschaffen, und zwar wird mit zunehmendem Oxygruppengehalt die Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln geringer. Daher werden also je nach dem Verseifungs.grad@ der Produkte die Lösungen optisch klar bis stark getrübt sein. In allen Fällen ist'aber bei beliebiger Reaktionsdauer "und Temperatur stets derselbe Verseifungsgrad vorhanden, so daß dessen Konstantbleiben nicht etwa auf eine Asusfällung des Polymerisats wegen der geringer gewordenen Löslichkeit zurückgeführt werden kann.
  • Die nach dem neuen, Verseifun.gsverfahren hergestellten Produkte dienen. als wertvolle Rohstoffe auf dem- Lack- und Kunststoffgebiet. Führte man denselben Versuch mit einem Zusatz von o,8 Gewichtsteilen Natriumhydrokyd durch, so wurden bei der ersten Probe 9,9%; bei der zweiten Probe 9,8% und bei der dritten Probe io,i% Acetyl gefunden.
  • Ein Mischpolymerisat :aus etwa go% Virnylchlorid und io% Vinylacetat, welches in gleicher Weise unter Zusatz von o,8 Gewichtsteilen Natriumhydroxyd an,-verseift wurde, enthielt nach einer Verseifungsdauer von i Stunde 2,8%, nach 24 Stunden 3,0% Acetyl, während das. unverseifte Produkt 4.,9% Acetyl enthielt.
  • 2. 4.0o Gewichtsteile einer durch Miscihpolymerisatio,n von 8o % Vinylchlorid und 2o % Vinylacetat in Methylacetat erhaltenen 5o%igenLösung wurden mit 6oo Gewichtsteilen Met'hylacetat verdünnt und auf 5o° erhitzt. Hierzu wurde im Laufe 1/z Stunde eine Lösung von 2 Gewichtsteilen Natriumhydroxyd in Zoo Gewichtsteilen Methanol' gegeben, sofort nach. beendetem Zulauf eine Probe entnommen und mit Methanol .gefällt. Nach 3 Stunden und nach a4. Stunden wurden; weitere Proben entnommen und gefällt. Die Temperatur im Versuchskessel wurde während der gesamten Reaktionsdauer auf etwa 5o° gehalten. Die Analyse ergab folgende Acetylwerte: Erste Probe 7,870/0; zweite Probe 7,680%; dritte Probe 7,90%. Das universeifte Produkt enthielt 8,5% Acetyl.
  • 3. 200 Gewichtsteile eines Mischpolymerisats aus etwa 8o% Vinylchforid und 2o% Vinyla!cetat wurden in So_o Gewichtsteilen. Methylenchlori@d gelöst und zum Sieden erhitzt. Dann wurde im Laufe 1/z Stunde eine Lösung von i-Gewichtsteil Natriumhydroxyd in 2o0 Gewichtsteilen Methanol zugegeben, wobei sich- die Lösung trübte, ohne däß jedoch eine Ausfällung beobachtet wurde. Nach 1/4 Stunde, 3 Stunden und 24 Stunden entnommene Proben zeigten Acetylgehalte von q.,20/0, 3,9% und 3,8%, Resultate, die innerhalb .der Eehlergrernze einer Acetylbestimmung liegen. Beispiele i. 5o Gewichtsteile eines Mischpolymerisats aus etwa 5o% Vinylchlorid und 5o°/o Vinylacetat wurden in 25!o Gewichtsteilen Tetrahydrofuran gelöst und zu schwachem Sieden unter Rück fluß erhitzt. Im Verlauf von io Minuten wurde hierzu eine Lösung von 0,3 Gewichtsteilen Natriumhydroxyd in 5o Gewichtsteilen Äthanol ,gegeben, wobei sich die Lösung etwas verfärbte,. Nach 15 Minuten würde eine Probe entnommen und durch weiteren Äfhanolzusatz ausgefällt. Nach 75 Minuten wurde eine zweite Probe genommen, und nach weiteren 161/z Stunden wurde der Rest der Lösung gefällt. Während der gesamten Versüchsdauär wurde schwaches Sieden unter Rückfluß beibehalten. Nach Umfällung aller drei Proben aus Tetrahydrofuran-Methanol wurden folgende Acetylwerte gefunden: Erste Probe 2i,2%; zweite Probe 2o,6%;' drittePröbe 2o,70/0. Das, urverseifte Produkt (hatte einen Acetylwert von z5 0/0.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung oxygruppenhaltiger Polymerisationsprodukte mit bestimmten Oxygruppen- bzw. Acylgruppengehalt, dadurch gekennzeichnet, .daß man Polyvinylester oder Mischpolymerisate von Vinylestern untereinander öder mit anderen mischpolymerisationsfähigen Verbindungen in einem Gemisch von oxygruppenfreiem organischem Lösungsmittel und .alkoholischem .Alkali oder Alkalialkoholat teilweise verseift, wobei im Gemisch die.Menge des oxygruppenfreienLösungsmittels überwiegen. soll. Angezogene Druckschriften: Französische Patentschriften Nr.7249io, 832 o65.
DEF3723D 1943-03-17 1943-03-17 Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten Expired DE874837C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR724910A (fr) * 1930-11-04 1932-05-04 Ig Farbenindustrie Ag Procédé de préparation de produits de polymérisation
FR832065A (fr) * 1937-05-10 1938-09-20 Chemische Forschungs Gmbh Procédé de préparation d'alcool polyvinylique polymère

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR724910A (fr) * 1930-11-04 1932-05-04 Ig Farbenindustrie Ag Procédé de préparation de produits de polymérisation
FR832065A (fr) * 1937-05-10 1938-09-20 Chemische Forschungs Gmbh Procédé de préparation d'alcool polyvinylique polymère

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