DE8747C - Neuerungen an Ränderwaaren-Strickmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Ränderwaaren-Strickmaschinen

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DE8747C
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DE
Germany
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needles
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lock
knitting machines
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DENDAT8747D
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English (en)
Original Assignee
SÄCHSISCHE STICKMASCHINENFABRIK und M. ULBRICHT in Kappel bei Chemnitz
Publication of DE8747C publication Critical patent/DE8747C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B7/00Flat-bed knitting machines with independently-movable needles
    • D04B7/04Flat-bed knitting machines with independently-movable needles with two sets of needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

1879.
Klasse 25.
SÄCHSISCHE STICKMASCHINENFABRIK und MAX ULBRICHT in KAPPEL bei CHEMNITZ.
Neuerungen an Ränderwaaren - Strickmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom II. Mai 1879 ab.
Zur Herstellung von gewirkten Rechts- und Rechtswaaren benutzt man in neuerer Zeit gern die Lamb'sehe Strickmaschine, weil sie für den Kleinbetrieb um Vieles handlicher ist als flache Ränderstühle. Ihre Productionen sind aber in der einfachsten Ausführung als Eins- und Eins-Ränderwaaren sehr ungleichförmig in den Maschenlagen, sie kann also für diese Fabrikation nicht benutzt werden.
Wir haben uns nun bemüht, eine möglichst einfache Maschine für diesen Zweck herzustellen, und ist uns dies durch Combination der Strickmaschine mit gewissen Einrichtungen des bekannten Ränderstuhles in nachstehend beschriebener Weise gelungen.
Die vorliegenden zwei Constructionen einer abgeänderten Ränderwaaren-Strickmaschine machen die letztere gleich bequem zu handhaben wie eine gewöhnliche Strickmaschine und ermöglichen die Herstellung gleichmäfsiger Maschenlagen.
Fig. ι stellt eine Seitenansicht,
Fig. 2 eine Vorderansicht der einen Construction dar.
Der unterhalb der Nadelbetten angebrachte, mittelst Kurbel und Zugstange K hin- und herzuziehende Rahmen A liegt nach oben am Bock B an und wird von unten durch schräge Flächen tragende Winkel C gehalten. Die Nadelbetten D sind auf dem Bock B befestigt, jedoch werden nur die hinteren Nadeln α (wie bei gewöhnlichen Strickmaschinen Zungennadeln) von einem Strickmaschinenschlofs, sogenannter Nuthplatte, am Schlofsträger E bewegt.
In dem vorderen Nadelbett hingegen liegen Spitzennadeln b mit Strickmaschinennadelfufs, welche von zwei nebeneinanderliegenden Schienen d und e, zwischen welchen die Füfse stehen, gemeinsam bewegt werden.
Die Schienen erhalten ihre Führung durch an ihren beiden Enden darüber hinweggreifende, abgesetzte, auf den Nadelbetten aufgeschraubte Eisenplättchen / und /,.
Durch ein Paar Zugstangen g g, sind dieselben verbunden mit einem an den beiden Stirnseiten der Maschine drehbar gelagerten Doppelhebel F, welcher von Federn beständig nach oben gehalten wird.
An dem Rahmen A ist daher vorn kein Schlofsträger befestigt, sondern nur einige Nasen A1AnA1n und I1I11I111, davon A1 und A1 „, sowie z, und z',„ an den beiden Enden des Rahmens und A11 und in in der Mitte.
Bei der Bewegung der Kurbel J von rechts unten herum nach links (die Kurbel steht in Wirklichkeit bei dieser Stellung des Schlosses entgegengesetzt, als wie auf der Zeichnung angegeben) werden mit circa dem ersten Viertel der Kurbelumdrehung die hinteren Nadeln (Zungennadeln) von dem Schlofs in die Höhe getrieben, gleich darauf aber von dem Seitenexcenter wieder heruntergedrängt, dabei also der von dem Fadenführer eingeführte Faden in Schleifenform zwischen die Spitzennadeln hineingezogen.
Bei Beginn des zweiten Viertels der Kurbeldrehung werden die Zungennadeln bereits alle den Faden erfafst haben und die Nasen An und A1n anfangen, auf die mit einander verbundenen Hebel F, welche zu diesem Zweck Nasen k und k, tragen, zu wirken, werden dieselben somit auch nach unten drücken und die Spitzennadeln b in das Nadelbett hereinziehen. Gleichzeitig werden jedoch die Nasen in und z„, unter dem Schwengel G und Gn an welch beiden oben die Prefsschiene befestigt ist, hinweg müssen und dadurch die Prefsschiene H in dem Moment auf die Spitzen der Nadeln pressen (zupressen), wo die alten Maschen behufs Maschenbildung über die Spitzen der Nadeln gleiten sollen.
Während circa des dritten Viertels der Kurbelumdrehung werden wiederum die Zungennadeln alle den Faden erfassen und zwischen die Nadeln hereinziehen, die Nasen A1 und An die Spitzennadeln abwärts drängen und gleichzeitig die Nasen z, und z',, deren Zupressen bewirken.
Bei Verwendung von Zungennadeln auch im vorderen Nadelbett machen sich natürlich die Arme G G1, Prefsschiene H, sowie Nase i und z, überflüssig.
Muster lassen sich auf dieser Maschine herstellen :
1. durch Verrückung des hinteren Nadelbetts/.
2. durch Anwendung langer und kurzer Nadeln im hinteren Nadelbett,
3· durch Anwendung einer verrückbaren, an gewissen Stellen Einschnitte enthaltenden und dadurch Doppelmaschen erzeugenden Prefsschiene, analog dem Handstrumpfstuhl, sowie
4. durch Anwendung der bekannten Ringelapparate.
Die zweite Construction, Fig. 3, 4, 5, 6 und 7, ist in ihrem Wesen der ersten ziemlich gleich, zeigt jedoch eine etwas veränderte Lage der Nadelbetten, andere Bewegungseinrichtung der vorderen Nadelreihe und ein anderes Schlofs zur Bewegung der hinteren Nadeln. Die hinteren, einzeln beweglichen Nadeln a, Fig. 3 und 5, sind Zungennadeln; die vorderen Nadeln b können entweder Spitzennadeln, wie in Fig. 3, oder Zungennadeln, wie in Fig. 5, sein. Letztere sind gemeinschaftlich in einer Platte bt befestigt und mittelst dieser auf- und abwärts beweglich. Die Nadeln α werden in ähnlicher Weise wie in der Strickmaschine durch die Nuthführungen O1, Fig. 7, eines Schlosses ddt d2, dessen Schlofsplatte s durch ^1 mit dem Schieber d3 verbunden ist, in ihrer Längsrichtung verschoben; sie stehen aber zum Unterschiede von der Anordnung in der Lamb'sehen Strickmaschine für gewöhnlich so weit aus ihrem Nadelbett a, heraus, dafs die ganze zurückgeklappte Zunge vor letzterem liegt, und werden dann, wenn der Faden über sie hingelegt worden ist, vom Mittelexcenter d zur Maschenbildung zurückgezogen und von dem nachfolgenden Seitenexcenter (d, oder d.2) wieder hinausgeschoben. Während letzterer Bewegung kommen die Nadeln dicht unter die Schiene i nach aufsen, wobei die scharfe Kante der letzteren zwischen die Haken und Zungen gelangt und durch Zurücklegen der Zungen den Hakenraum öffnet. Der Mittelexcenter d wirkt wie ein Röfschen beim Schübe nach rechts und nach links.
Die Schiene d3 wird durch Zugstangen ^4 und Kurbel ds von der Antriebwelle bewegt, Fig. 6; letztere erhält durch die Handkurbel I1 ihre Umdrehungen vom Handbetriebe und überträgt dieselbe mit den Rädern I2 I3 auf die Triebwelle /, welche die Excenter für die Bewegung der vorderen Nadelreihe enthält.
Die Platte bx ruht mit den Stützen b2 auf zwei Hebeln b3 bA und wird durch Federn aufwärts gedrückt; die Excenter auf/ ziehen sie herab zum Abschlagen ihrer Maschen, das Ab-. schlagblech h ruht auf den Hebeln h A1 , deren Lage von den Stelleisen h% bestimmt wird und welche durch Anstofsen der Excenter an die vorstehenden Arme A3 gehoben werden. Bei Verwendung von Spitzennadeln, wie b in Fig. 3, ist noch die Prefsschiene k angebracht; dieselbe wird von Winkelhebeln Zi1 k% k% getragen und gegen die Nadeln hinbewegt.
Das Rad e3 ist doppelt so grofs als ei , die Welle f macht also eine ganze Umdrehung während eines Seitenausschubes der Kurbel db, Schiene d3 und des Schlosses s, und während dieser Zeit entsteht eine Maschenreihe auf der
vorderen und eine auf der hinteren Nadelreihe. Die Excenter von f gelangen erst dann zur Wirkung auf die vordere Nadelreihe bt , wenn der Ausschub des Schlosses s bis über die hintere Nadelreihe hinaus erfolgt ist und bevor diese beim nächsten Zuge rückwärts von den Schlofsexcentern getroffen wird. Die Gröfsenverhältnisse sind so gewählt, dafs circa je die Hälfte der Zeit einer Umdrehung von f zur Maschenbildung auf α und b verwendet wird. Die Schlofsplatte s trägt zugleich' den Mitnehmer /, Fig. 3 und 6, für den Fadenführer; / ist eine Feder, welche durch die Gabel I, . geführt und oben seitlich gehalten wird. Der Fadenführer m ist am Kästchen η befestigt und kann mit demselben auf der Stange nt verschoben werden. Er mufs vor dem Schlosse hergehen, weil letzteres die aufsenstehenden Nadeln zunächst zur Maschenbildung hereinzieht und dann erst wieder auswärts schiebt;
.Die Stellung von Fadenführer und Schlofs mufs also dieselbe sein wie im Kulirstuhle zwischen Fadenführer und Röfschen.
Zur Erreichung derselben bei jedem Ausschube nach rechts oder links hin trägt das Kästchen η in einem Rahmen den Winkelhebel 0 ot, Fig. 4, und vor demselben eine verschiebbare Schiene ppi, welche in der Mitte, bei i, 2 schmäler als an den Enden ist. Je einer der Hebelarme 0 reicht über die Rahmenkante hinaus, und der Mitnehmer / stöfst an ihn und schiebt η mit dem Fadenführer in zur Seite fort. Nahe am Ende des Weges trifft der Schieber Pp1 mit dem vorstehenden Ende px gegen einen verstellbaren Buffer q,, . welcher rechts-, ebenso wie q linksseitig angebracht ist. Nach Vollendung des Fadenführerweges wird P1 durch ^1 nach links gedrückt, drängt mit der schrägen Kante 3, 1 den Hebelarm O1 nach aufsen und zieht dadurch ο nach innen von I hinweg, so dafs nun η mit' dem Fadenführer stehen bleibt. In der nächsten Reihe wird η nach links geschoben, da / an O1 stöfst, und wird von q aufgehalten, weil p an q sich nach rechts verschiebt und den Hebel 0 ot wieder umsteuert.

Claims (2)

Patent-An sprüche: Die Constructionen von Ränderwaaren-Strickmaschinen derart, dafs:
1. die Bewegungen zur Maschenbildung der einen Nadelreihe von einem verschiebbaren Schlosse einer Nuthplatte erfolgt und diejenige für die andere mittelst Nasen und Hebelarme bewegt werden, Schlofs und Nasen jedoch an einem Führungskörper befestigt sind und in constanten Abständen sich bewegen;
2. die Anordnung, dafs je circa '/.-, der Kurbelumdrehung zur Maschenbildung auf der hinteren, ein zweites Viertel zur Maschenbildung auf der vorderen Nadelreihe benutzt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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