DE873074C - Verfahren zur Herstellung von Formstuecken aus Phosphorofenschlacke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formstuecken aus Phosphorofenschlacke

Info

Publication number
DE873074C
DE873074C DES23518A DES0023518A DE873074C DE 873074 C DE873074 C DE 873074C DE S23518 A DES23518 A DE S23518A DE S0023518 A DES0023518 A DE S0023518A DE 873074 C DE873074 C DE 873074C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
slag
melt
spar
raft
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES23518A
Other languages
English (en)
Inventor
Hubert Dr Phil Wagner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SUEDDEUTSCHE BASALTWERKE
Original Assignee
SUEDDEUTSCHE BASALTWERKE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SUEDDEUTSCHE BASALTWERKE filed Critical SUEDDEUTSCHE BASALTWERKE
Priority to DES23518A priority Critical patent/DE873074C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE873074C publication Critical patent/DE873074C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B5/00Treatment of  metallurgical  slag ; Artificial stone from molten  metallurgical  slag 
    • C04B5/06Ingredients, other than water, added to the molten slag or to the granulating medium or before remelting; Treatment with gases or gas generating compounds, e.g. to obtain porous slag

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus Phosphorofenschlacke Bei der Herstellung von Phosphor aus Calciumphosphat, Kieselsäure (Sand) und Kohle fallen Schlacken an, die im wesentlichen aus Ca 0 und Si 02 bestehen, und die diese Bestandteile im allgemeinen in äquimolekularem Verhältnis enthalten, mithin aus Calcium-metasilicat (Ca-0 - Si 0z) bestellen.
  • Es ist schon versucht worden, diese Schlacke zu Formstücken zu verarbeiten. So hat man z. B. der Schlacke Tonerde zugesetzt, um sie zum Gießen von Pflastersteinen verwendbar zu machen. Auch hat man einer Masse von der Zusammensetzung des Wollastonits (Ca0 - Si 02) bis zu 5% Flußspat zugesetzt, um die Entwicklung eines geeigneten Gefüges beim Erstarren der Schmelze zu erzielen.
  • Alle diese Verfahren bedingen jedoch hohe Schmelz- und Gießtemperaturen, und das Erzeugnis ist nicht so gleichmäßig kristallin, wie es m-it Rücksicht auf die erstrebten mechanischen Eigenschaften und Korrosionsfestigkeit wünschenswert ist.
  • Diese Mängel werden durch das Verfahren gemäß :der Erfindung beseitigt. Gegenstand oder Erfindung ist die Verwendung von Phosphorofenschlacke, die einen Zusatz von ao bis 5o Gewichtsteilen Flußspat und gegebenenfalls anderen Fluorvden auf 5o bis 8o Gewichtsteile Schlacke erhalten hat, zum Herstellen von Formstücken durch Gießen.
  • Der Zusatz von Flußspat in den angegebenen Mengen bewirkt eine wesentliche Erniedrigung der Schmelztemperatur sowie der Gießtemperatur, wo-. durch u. a. der bedeutende Vorteil erzielt wird, daß die Schmelze in eisernen Gußformen (Kokillen) vergossen werden kann, ohne an den Formen zu kleben, und somit zur Herstellung von Ma@ssenguß in hervorragendem Maße geeignet ist. Da' die Schmelze dünnflüssig ist, füllt sie die Formwandungen genau aus und gestattet auch die Herstellung dünnwandiger Gegenstände, wie z. B. Platten.
  • Zur Durchführung ides Verfahrens gemäß der Erfindung gibt es zwei Wege. Erstens kann erkältete Phosphorschlacke in zerkleinertem Zustand Vera wendung finden. Sie wird mit zerkleinertem Flußspat und gegebenenfalls noch anderen Gemengebestandteilen vermengt und niedergeschmolzen. Zweitens kann Floßspat zur bei :der Phosphorfabrikation anfallenden noch schmelzflüssigen Schlacke zuggesetzt werden.
  • Geht man von zerkleinerter Schlacke aus, so erfolgt das Niederschmelzen des Gemenges zweckmäßig kontinuierlich und wird die erzeugte Schmelze -auf schnellstem Wege @arus der Schmelzhitze geführt und bei verhältnismäßig niedriger Temperatur (9oo@ (bis iiioo° C) vergossen. Die Abkühlung der Schmelze auf Gießtemperatur ist nicht nur deswegen vorteilhaft; weil sie den Guß in Kokillen ermöglicht, sondern auch deswegen, weil die: in der Schmelze enthaltenen Fluoride die Neigung haben, sich hei hohen Temperaturen zu verflüchtigen. Eine niedriggehalteneÄrbeitstemperatur der Schmelze wirkt sich also auch günstig in dem Sinne aus, d:aß die chemische Zusammensetzung der Schmelze weitgehend erhalten bleibt und damit die hervorragenden Eigenschaften gesichert werden, die ,den Schmelzen im erstarrten: Zustand eigentümlich sind.
  • Wird das Verfahren gemäß der Erfindung in der Weise durchgeführt, daß Floßspat zur schmelzflüssigen Schlacke zugesetzt wird, so ist es auch in diesem Falle zweckmäßig, die Temperatur der Schmelze absinken zu lassen und eine Schmelze von verhältnismäßig niedriger Temperatur zu vergießen. Da der Erstarrungspu'nkt der Schmelze mit zunehmendem Gehalt an Floßspat (CaF2) sinkt, kann die Temperatur der Schmelze mit zunehmender Auflösung des zugesetzten Floßspats erniedrigt werden, ohne daß ideren Gießfähigkeitbeeinträchtigt wird.
  • Aus Phosphorofenschlacke -hergestellte Schmelzen mit folgenden Bestandteilen ergeben Formstücke von besonders guten technologischen Eigenschaften: 3o-bis 50% Si02, 15 bis, 30% Ca0, 2o bis 4o:% Ca F2, o. bis @i o % A12 03, o bis 'io % A1 F3, o bis 10 % Na F.
  • Die Formstücke aus derartigen Schmelzen erstarren vorwiegend kristallin bereits beimAbkühlen in der Gießform. Sie müssen sofort nach der Erstarrung entformt und nach der Entformung entspannt werden. Die Entspannung der Formstücke erfolgt ähnlich wie die Entspannung (Kühlung) von Glas,. nur liegen die Entspannungstemperaturen im allgemeinen etwas höher als bei Glas.
  • Die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellten Formstücke zeichnen sich durch besonders hohe Härte und Verschleißfestigkeit, elektrisches Isoliervermögen und Korrosionsbeständigkeit aus.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus im wesentlichen aus Calciummetasilicat :bestehender Phosphorofenschlacke, dadurch gekennzeichnet, @daß die Schlacke einen Zusatz von 2o bis 5o Gewichtsteilen Floßspat und gegebenenfalls anderen Fluoriden auf So bis 8o Gewichtsteile Schlacke erhält und in Schmelzflüssigem Zustand in Formen vergossen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, @daß zerkleinerte Schlacke mit zerkleinertem Floßspat vermengt, das Gemenge kontinuierlich niedergeschmolzen, die erzeugte Schmelzeauf :schnellstemWege aus @derSchmelzhitze geführt und bei verhältnismäßig niedriger Temperatur vergossen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch ii, dadurch gekennzeichnet, .daß Floßspat zur schmelzflüssigen Schlacke zugesetzt und die Schmelze auf eine Temperatur abgekühlt wird, die wesentlich tiefer liegt als die Schmelztemperatur .der Phosphorofenschlacke, und bei dieser verhältnismäßig niedrigen Temperatur vergossen wird. q.. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, @daß die gießfertige Schmelze folgende Zusammensetzung erhält: 30 bis 5o % Si 027 15 bis 3oi%aCa0, 2o, bis 4-o % Ca F2, o bis ro, 1/o A1203, o bis io Q/0 A1 F3; o bis .i o % Na F.
DES23518A 1951-06-14 1951-06-14 Verfahren zur Herstellung von Formstuecken aus Phosphorofenschlacke Expired DE873074C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES23518A DE873074C (de) 1951-06-14 1951-06-14 Verfahren zur Herstellung von Formstuecken aus Phosphorofenschlacke

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES23518A DE873074C (de) 1951-06-14 1951-06-14 Verfahren zur Herstellung von Formstuecken aus Phosphorofenschlacke

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE873074C true DE873074C (de) 1953-04-09

Family

ID=7477426

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES23518A Expired DE873074C (de) 1951-06-14 1951-06-14 Verfahren zur Herstellung von Formstuecken aus Phosphorofenschlacke

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE873074C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2715314C3 (de) Formstoff für Präzisionsgießform
DE873074C (de) Verfahren zur Herstellung von Formstuecken aus Phosphorofenschlacke
DE3720110C2 (de) Verfahren zum Schmelzen und zum Vergießen von beta-Titanlegierungen
DE616031C (de) Verfahren zur Herstellung von schaumigem Glas
DE2613502A1 (de) Verfahren zum herstellen von kupferhaltigen glaszusammensetzungen
DE927978C (de) Verfahren zum Herstellen von Formstuecken aus kristallin erstarrenden Silikatschmelzen
AT389249B (de) Zusatz zum regulieren der nach dem giessen zurueckbleibenden festigkeit von wasserglasgebundenen gussformen und/oder kernen
JPH0118027B2 (de)
DE672751C (de) Verfahren zur Herstellung von anorganischen Isolierkoerpern
AT247215B (de) Verfahren zur Herstellung feinkristalliner, homogener Formkörper aus Rohkupferschlacke
DE568832C (de) Verfahren zur Herstellung feuerbestaendiger Bloecke
DE579536C (de) Verfahren zur Herstellung von feuerfesten Koerpern durch Vergiessen von Schmelzen
DE864377C (de) Verfahren zur Herstellung von Formstuecken aus Schmelzfluessen von Schlacke
DE1796013C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Schotter für den Straßenbau aus Schlacke von Hüttenbetrieben, insbesondere aus Phosphorofenschlacke
DE656961C (de) Auskleidung von Drehrohroefen zum Brennen von Zement oder Kalk
DE583194C (de) Verfahren zur Herstellung hochfeuerfester Produkte
DE615260C (de) Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus Basalt und aehnlichen Gesteinsarten
DE588805C (de) Verfahren zur Herstellung von hochfeuerfesten Formsteinen oder Werkstuecken aus kristallinischen Metalloxyden
DE352308C (de) Gussform mit beheizbarem Kopf
AT123846B (de) Verfahren zur Herstellung von gegossenen Gegenständen aus Eruptivgesteinen oder ihren Mischungen.
DE548055C (de) Verfahren zur Herstellung gegossener feuerfester Gegenstaende aus Aluminiumsilikaten
DE1238623B (de) Giesskerne auf der Basis von Alkalisilikaten
DE606701C (de) Verfahren zur Herstellung von Chromitsteinen
DE352594C (de) Verfahren zur Herstellung hornartiger Massen
DE530099C (de) Verfahren zur Herstellung von Formsteinen, insbesondere von Pflastersteinen aus Schlacke