DE871998C - Verfahren zur Bestimmung der Farbdichtekurve der einzelnen Teilfarbenschichten in einem subtraktiven Mehrschichtenfilmíñunter Ausschaltung der subjektiven Beurteilung der Farbhelligkeit durch das Auge zur Feststellung der richtigen Kopierbedingungen - Google Patents
Verfahren zur Bestimmung der Farbdichtekurve der einzelnen Teilfarbenschichten in einem subtraktiven Mehrschichtenfilmíñunter Ausschaltung der subjektiven Beurteilung der Farbhelligkeit durch das Auge zur Feststellung der richtigen KopierbedingungenInfo
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Description
- Verfahren zur Bestimmung der Farbdichtekurve der einzelnen Teilfarbenschichten in einem subtraktiven Mehrschichtenfilm-unter Ausschaltung der subjektiven Beurteilung der Farbhelligkeit durch das Auge zur Feststellung der richtigen Kopierbedingungen Es ist bekannt, daß man wider Erwarten nicht zu farbrichtigen Kopien kommt, wenn man ein mehrschichtiges Farbnegativ, dessen grauäquivalente Farbdichtekurven (Farbdichtekurve ist das Analogon zur Gradation im Schwarzweißverfahren) für die einzelnen Teilfarbenschichten sich decken, auf ein Mehrschichtenpositivmaterial kopiert, bei dem die Farbdichtekurven der Einzelschichten, mit dem Auge gemessen, sich ebenfalls decken. Es hat sich herausgestellt, daß diese Kurven im Negativ oder Positiv bzw. in beiden Materialien sogar erheblich voneinander abweichen können, um zu einer neutralen Kopie zu gelangen, d. h. zu einer Kopie, bei der ein wiederzugebender Graukeil dem Auge neutralgrau eirscheint. Die hier vorliegenden Verhältnisse sind folgende: Jede der drei Schichten des Aufnahme- bzw. Kopiermaterials gibt bekanntlich nach der Farbentwicklung und Entfernung des Silbers ein Teilfarbenbild, das einen bestimmten Farbdichteverlauf besitzen muß, @d. h. im Falle der Aufnahme eines- grauen Stufenkeils steigt die Intensität der Farbe von Stufe zu Stufe gesetzmäßig, d. h. im Sinne der vorhandenem Gradation (Farbdichtekurve) an, genauso, als ob es sich um ein Silberbild handelt. Wenn die richtigen drei subtraktiven Teilfarben vorliegen, muß durch Übereinanderlegen der drei einzelnen Teilfarbenschichten subtraktves Schwarz bzw. Grau entstehen, wenn jede"einveliie-Farbgradation bezüglich.-Form- und Neigung (Steilheit) gleich verläuft. Beim Übereinanderlegen der Schichten müssen- also die Färb= dichtekurven zusammenfallen, d.h. .-sich.. decken. Würde nun z. B: die Dichtekurve -des Purpxrteilbildes steiler sein, so ist das Gleichgewicht gestört -iif der Folge;. claB. das Bild für das Auge rotötichig . erseheirif. Dieser Zusammenhang zwischen Farbdichtekurve und. farbrichtigem Erscheinen des Bildes für das Auge gilt aber für die Kopie nur dann, wenn: die Kurven. durch Ausmessendes, Farbsensitometerstreifens mit dem Auge gewonnen worden sind. Würde man die Farbdichte dadurch bestimmen, daß man sie mit einer Photozelle ausmißt, .deren Empfindlichkeit anders verläuft ° als die Augenempfindlichkeit, oder dadurch, daß man sie mit einem photographischen= Material registriert, dessen Empfindlichkeitskurve von; der Augenempfindlichkeitskurve abweicht, so ergibt sieh notgedrungenerweise eine andere Form der Kurve: Wenn, für eine photographische Registrierung die Farbdichtekurven übereinanderliegen, werden sie dem Auge nicht mehr übereüvan@de@rtiegen@d .erscheinen, so daß ein Graukeil dann für das, Auge _ nicht mehr neutralgrau wiedergegeben wird': Diese Abweichung zwischenr Registrierung der Gradätion durch das Auge und durch ein photographisches Material tritt in der Praxis- dann auf, wenn von einem Farbnegativ auf eins mehrschichtiges Positivmaterial kopiert wird. Beim Kopieren eines solchen für das Auge farbrichtig gestellten Negativmaterials, dessen Farbdichtekurven-photometrisch über- -einanderliegen,tritt anstelle desAuges derPositiv-Mehrschichtenkopierfilm, dessen: Sensibilisierung aber nicht mit der Augenempfindlichkeit Übereinstimmt. Aus Gründen einer besseren Farbtrennung ist es notwendig, _ seine Ernpfindlichkeitsmaxima so zu legen, daß sie nicht mehr -reit denn Empfindlichkeitsmaxima -des'Auges Der Positivfilm sieht öder registriert also -das! -Negativbild infolge Abweichen, seiner Empfindlichkeitskurve von der Augenempfindlichketskürve die Färbintensitäten anders, so Baff die Gradationen nicht mehrübereinanderliegen.__ Es ist daher wünschenswert, ein einfaches sensitometrische Verfahren zu finden, mit.d!essen Hilfe es möglich ist, die Fa@rbdichteküfverii- der -einzelnen` Schichten unabhängig von der Augenempfindlichkeit zu bestimmen, wobei objektiv mit Licht -der= jengen Wellenbereiche und- Intensität in: diesen Bereichen @gemessen, wird, das dei- spektralen Empfindllchkeit des- Positivmaterials entspricht: Erfindungsgemäß geschiehf dies.zür Feststellung. @der.r%chtigen Kopi-erbe.dingungen dadurch, daß man eine mit der Aufnahmelichtquelle erhaltene farbige -Sensitometeraufzeichnung auf dem zu ufitersuchenden Meh@rschichtennegativfilm mit Hilfe -einer Photo-Zelle: mit Licht solcher- Wellenbereiche -und Intensität--in--diesen, Bereichen- ausmißt, für das die -' e -guszumessende Farb.teilschicht des..-zu-m linz, im Kopierens au benutzenden. Pos-itivmateriais spektral empfindlich #ist.., Zur Ausführung .zezlegt ,man die zum.Ausmessender Sensitömeteraufnahme ,dienende Lichtquelle spektral ünd'.setzt vor das- Spekfrum paßgerecht eine Maske, die lediglich das Licht derjenigen Spektralgebiete durchläßt, für die das zum Kopieren zu ..verwendende Mehrschichtenpositivmätei#iäl@empfindlieh-ist. Die Herstellung der Maske kann z. B. auf folgende Weise erfolgen: Das Licht der Kopierlichtquelle wird in üblicher Weise durch Brechurig oder Beugung in ein Spektrum zerlegt unddieses auf einMehrschichtenfarbpositivmaterial exponiert. Man, erhält dann nach der Entwicklung die Abbildung der Wirkungsbereiche der drei Spektralbezirke im Blau, Grün. und Rot. Diese Aufnahme wird auf ein Schwarzweißmaterial kopiert, wobei man zweckmäßig zur Ausschaltung der Gradätion des. Färbgositivmate-ri:als eine extrem harte Emulsion wählt. Diese Kopie läßt nun lediglich das Licht derjenigen Wellenbereiche durch; für das das Positivkopiermatenal empfindlich ist.
- Eine solche Maske wird nun vor das in, ein Spektrüm zerlegte Licht der zum Ausmessen des Senysitometerstreifens dienenden Lichtquelle derart gesetzt, daß , sie bezüglich der einzelnen Wellenbereiche.aes Spektrums in dieselbe Lage kommt wie ursprünglich bei der Exposition. Schaltet man nun in- den Strahlengang, und zwar vor Zerlegung des Lichtes der zum-Ausmessen dienenden. Lampe oder nach der Zerlegung; also zwischen Maske und Photozelle, den.Sensitometerstreifen, so kann man mit der Photozelle hintereinander die ausgeblendeten, blauen, grünen und roten Spektralanteile ausmessen. Die Ausschläge des Meßinstrumentes geben sofort die-Transparenzen bzw. Farbdichten an. Der grüne Teil des Spektrums ergibt dann, die Gradation der Purpurschicht, der-rote Teil des Spektrums die Gradätion der Blaugrünschicht und der blaue Teil des Spektrums die Grädation der Gelbschicht.
- Der Sens-itometexstreifen kann in' üblicher Weise gestaltet sein, z. B. -als Stufenkeil oder-als kontinuierlicher Keil. Die Entwicklung der Sensitometeraufnähme geschieht- in, üblicher-Weise--mit dem in Frage kommenden Farbentwickler. Das Silber wird zuletzt entfernt, so daß der `Sensitometerstreifen lediglich die drei Farbbeile der-Farbenteilschichten übereinander angeordnet enthält:-- . . _ä Als Photozellen können Sperrschicht- und Alkali-Zellen verwendet werden. Bei -der Auswahl der Photozellen,-ist aber darauf achtzugeben, daß die Zelle in -demjenigen,- Spektralgebiet, dessen Ausmessung durch sie vorgenommen wird, eine gleichmäßige Empfindlichkeit besitzt: Zweckmäßig-ist es, die Empfindlichkeit der zu verwendenden: Photozelle- durch Vorschalten von-Maskenfür alle Spektralgebiete -so auszugleichen, daß sie der- Empfind-[ichkcit des Positivmaterials in-den einzelnen Spektralgebieten entspricht.
Claims (3)
- PATEN-TANSPRÜCH-E:- i. Verfahren zur Bestimmung der Farbdichtekurve der einzelnen Teilfärbenschichten in einem -subtraktiven Mehrschichtenfilm - unter Ausschaltung der subjektiven Beurteilung- der Farbhelligkeit -durch da Auge zur Feststellung der richtigen Kopierbedingungen, dadurch gekennzeichnet. daß man eine farbige Sensitometeraufzeichnung auf dem zu untersuchenden Mehrschichtenn.egativfilm mit Hilfe einer Photozelle mit Licht solcher Wellenbereiche ausmißt, für das die einzelne auszumessende Farbenteilschicht des zum Kopieren: zu benutzenden Positivmaterials spektral empfindlich ist.
- 2. Verfahren nach, Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die zum Ausmessen der Sensitometeraufnahme dienende Lichtquelle spektral zerlegt und vor das Spektrum paßgerecht eine Maske setzt, die lediglich das Licht derjenigenSpektralgebiete durchläßt, für die das Mehrschichtenpositivmaterial empfindlich ist.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß man die spektrale Empfindlichkeit der zum Ausmessen dienenden. Photozelle durch Masken der spektralen. Empfindlichkeit des zu prüfenden Positivmaterials angleicht.
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1943
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