DE87196C - - Google Patents

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DE87196C
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F17/00Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services
    • G07F17/08Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services for seats or footstools
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47CCHAIRS; SOFAS; BEDS
    • A47C1/00Chairs adapted for special purposes
    • A47C1/12Theatre, auditorium or similar chairs
    • A47C1/13Indicators; Devices for reserving or the like

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Chairs For Special Purposes, Such As Reclining Chairs (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
FELIX BEHLOW in BERLIN. Seibstkassirender Klappstuhl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. August 1895 ab.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Klappstuhl, dessen hochgeklappter Sitz durch einen eigen gestalteten Mechanismus festgelegt und erst nach Einwurf eines bestimmten Geldstückes in den am Stuhl selbst angebrachten sogen. Automaten freigegeben wird und zur Benutzung niedergeklappt werden kann. Hierbei kann gleichzeitig eine Controlvorrichtung, welche die Anzahl der eingeworfenen Geldstücke angiebt, in Betrieb gesetzt werden. Zweck der Erfindung ist, dem Publikum auf öffentlichen Plätzen, Promenaden u. s. w. Gelegenheit zu bieten, sich gegen Entgelt eines Stuhles bedienen zu können.
Das kennzeichnende Merkmal der vorliegenden Erfindung ist das vollständige Fehlen einer Hebelconstruction, welche letztere bei den bisher gebräuchlichen, selbsteinkassirenden Klappstühlen ein unsicheres Functioniren — z. B. bei einer Schiefstellung des Mechanismus oder durch irgend eine nicht beabsichtigte Veränderung des Gleichgewichtes der in Betracht kommenden Hebel —. zur Folge hatten.
In der beiliegenden Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in seinen wesentlichen Theilen veranschaulicht, und zwar zeigt
Fig. ι die Innenansicht des Mechanismus in der Stellung, wenn der Sitz hochgeklappt und arretirt ist, Fig. 2 die Innenansicht des Mechanismus' in der Stellung des freigegebenen Sitzes, Fig. 3 die Anordnung der Controlvorrichtung, Fig. 4 die Seitenansicht, Vorderansicht und Draufsicht des am Sitz befestigten Hakens, Fig. 5 die Draufsicht und Vorderansicht der oberen Zuhaltung α, Fig. 6 die Draufsicht, Vorderansicht und Seitenansicht des Schiebers b, Fig. 7 die Draufsicht und Vorderansicht der unteren Zuhaltung c und Fig. 8 die Anordnung des Mechanismus an einem Klappstuhl, schematisch in Seitenansicht dargestellt.
In dem Gehäuse d befindet sich der den Haken e des Sitzes festhaltende und durch ein einzuwerfendes Geldstück auszulösende Mechanismus. Dieser besteht im wesentlichen aus zwei Zuhaltungen α und c und einem Schieber b, welch erstere in zwei Wänden/ und/1 gleiten und in ihrer Ruhelage durch die Feder g; sowie der mittelste Schieber b noch durch den federnden Anschlag h vor eine im Gehäuse d befindliche Oeffnung d1 gehalten werden. Die Zuhaltungen α und c greifen mit ihren Zapfen a1 und c1 in Löcher z1 und z"2 eines gelenkig angeordneten Armes i und können infolge dessen' stets nur zu gleicher Zeit hin- und herbewegt werden. Infolge .des gelenkigen Armes i erhält die untere, am weitesten vom Drehpunkt des Armes i entfernte Zuhaltung c einen gröfseren Hub als die oberste Zuhaltung α. Der mittelste Schieber b greift, wenn er zurückbewegt wird, mit seiner Kante b1 in eine seitliche Aussparung z'3 des Armes z, nimmt diesen mit und bewegt auf diese Weise auch gleichzeitig die beiden anderen Schieber α und b zurück.
Wird der Sitz durch Federkraft, Gegengewicht oder mittelst der Hand hochgehoben, so tritt der Haken e durch die Oeffnung d1 in das Gehäuse ein. Der Haken e ist vorn nach Art der Schlofsfallen abgeschrägt und besitzt hinter der Abschrägung eine Aussparung e1. Ueber der Aussparung ist an dem Haken noch eine seitliche Nase e'2, deren Flanken
abgeschrägt sind, angesetzt. Tritt nun der Haken e in das Gehäuse ein, so gleitet der Zapfen b2 des Schiebers b über die Abschrägung hinweg und schnappt hinter derselben in die Aussparung e1 ein; gleichzeitig gleitet auch ein Zapfen d2 des Schiebers α an der vorderen Abschra'gung hoch und gleitet etwas weiter zurück, als der Zapfen b'2 über die Nase e2 hinweg. Um beim Gleiten dem Zapfen d2 eine genügende Angriffsfläche zu bieten, ist derselbe noch an den gleitenden Stellen entsprechend abgeschrägt.
Der nach vorstehend beschriebener Weise festgelegte Stuhlsitz wird folgendermafsen gelöst:
Unter der Mündung des Münzeinwurf kanals / befinden sich senkrecht unter einander in den Schiebern abc einseitig etwas abgeschrägte Schlitze m η ο. Diese Schlitze . gestatten das Durchfallen eines in den Münzeinwurfkanal eingeworfenen Geldstückes, insofern nicht die Zunge j?1 (Fig. 6) eines an der Vorderseite des Schiebers b vorgesehenen (in Fig. ι und 2 der Deutlichkeit wegen fortgelassenen) Federchens ρ den Schlitz η verengt. Durch das eingeworfene Geldstück, welches nun in den Schlitzen m η ο zu liegen kommt, werden die Zuhaltungen ac mit dem Schieber b derartig gekuppelt, dafs bei einer Verschiebung der Zuhaltung α und also auch der durch den Arm i mit letzterer im Zusammenhang stehenden Zuhaltung c der Schieber b an der Bewegung theilnimmt. Wird nun zum Zweck des Niederklappens der Sitz, nachdem das betreffende Geldstück in den Einlaufkanal / geworfen worden, angefafst und sammt dem Haken e nach vorn angezogen, so gleitet der Zapfen a2 der Zuhaltung α über die Nase e2 des Hakens e hinweg. Hierbei wird die Zuhaltung α durch die Nase e2 seitwärts zurückgedrängt und gleichfalls auch die mit der Zuhaltung α durch den Arm i in Verbindung stehende Zuhaltung c. Durch das in den Schlitzen mn 0 liegende Geldstück wird der Schieber b mitgenommen, und der Zapfen b'2 verlSfst die Aussparung e1 des Hakens e, so dafs letzterer nunmehr frei ist und der Sitz ungehindert umgelegt werden kann.
Der Zapfen b'2, welcher eigentlich den Haken e im Apparat festhält, greift tiefer in den Haken e ein als der Zapfen a- der Zuhaltung α. Der Schieber b hat infolge dessen einen gröfseren Weg zurückzulegen als die Zuhaltung a, um den Zapfen b- aus der Aussparung e1 herauszuziehen. Zu diesem Zwecke ist die oben erwähnte Zuhaltung c mit gröfserem Hube angeordnet als die Zuhaltung α. Der zwischen beiden Zuhaltungen durch das Geldstück gekuppelte Schieber b erhält also einen mittleren Hub, welcher gröfser als derjenige der Zuhaltung a, aber kleiner als der der Zuhaltung c ist. Daraus folgt also,' dafs der Zapfen b2 um die Differenz der Hublängen von Zuhaltung a und Schieber b tiefer in den Haken e eingreifen kann, als; es der Zapfen a- vermag.
Nachdem nun nach oben dargestellter Weise der Haken e aus dem Gehäuse d entfernt ist, werden die Zuhaltungen α c und Schieber b durch die Feder g und Anschlag h wieder in die Ausgangsstellung zurückbefördert. ■
Dabei wird,das Federchen p mit der Zunge pl des Schiebers b durch Gleiten an der Wand/ so weit angehoben, dafs das in den Schlitzen befindliche Geldstück frei herausfallen und in den Kassenraum gelangen kann. : ....
Die in Fig. 3 veranschaulichte Controlvorrichtung wird durch eine an der Zuhaltung c vorgesehene Sperrklinker bethätigt. ·:
Nach der Benutzung des Stuhles bezw. beim Aufstehen der betreffenden Person klappt der Stuhlsitz, falls er nicht vom Betreffenden selbst zurückgeklappt wird, automatisch unter Einwirkung irgend eines in geeigneter Weise angebrachten Gegengewichtes in seine entsprechend feste Lage zurück, aus welcherlei" dann" nur wieder durch Einwurf einer Münze ■ gelöst werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Selbstkassirender Klappstuhl, dadurch gekennzeichnet, dafs der Verschlufsriegel (b), der den aufgeklappten Sitz durch Eingreifen in einen daran angebrachten Haken (e) feststellt, durch eine eingeworfene Münze mit einer über und einer unter ihm befindlichen, . an einem drehbaren Arm i befestigten Zuhaltung und c) gekuppelt wird, von denen, die erstere α bei versuchtem Niederklappen des Sitzes zur Seite geschoben wird und dabei unter Beihülfe der Zuhaltung c den Verschlufshaken (b) mitnimmt, so dafs er aus dem Haken e heraustritt und das Niederklappen des Sitzes gestattet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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