DE87002C - - Google Patents

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DE87002C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67BAPPLYING CLOSURE MEMBERS TO BOTTLES JARS, OR SIMILAR CONTAINERS; OPENING CLOSED CONTAINERS
    • B67B5/00Applying protective or decorative covers to closures; Devices for securing bottle closures with wire

Landscapes

  • Closures For Containers (AREA)

Description

u m
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um die Pfropfen der Wein-, Selterswasseroder Mineralwasserflaschen und ähnlicher Gefäfse zu schützen, war es bisher gebräuchlich, den Kopf und den Hals der Flaschen mit einer Stanniolkapsel zu bekleiden, die gewöhnlich einfach mit der Hand daran festgedrückt wurde. Dieses System zeitigte jedoch den doppelten Uebelstand, dafs der Pfropfen nicht vollkommen von der Luft abgeschlossen war und seinen"Hauptzweck verfehlte, nämlich den Consumenten vor gefälschter Waare zu schützen, da es aufserordentlich leicht ist j die Stanniolkapsel, selbst wenn sie angekittet ist, von den Flaschen abzunehmen und sie nachher wieder darauf zu setzen, ohne dafs eine Spur dieser Manipulation hinterbleibt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, diese Uebelstände zu beseitigen, und zwar durch ein Verkapselungssystem, welches darin besteht, dafs man die Flaschen oder anderen Gefäfse mittelst eines galvanischen Bades verkapselt. Auf diese Weise erhält man einen vollständig hermetischen Verschlufs mit allen seinen Vortheilen, wozu hauptsächlich noch der kommt, dafs die Flasche ohne gänzliche Zerstörung der Kapsel nicht entkorkt werden kann, so dafs Producenten und Consumenten vor der immer mehr überhand nehmenden Fälschung geschützt sind.
Nachstehend wird eine einfache und zweckentsprechende Art zur Herstellung einer derartigen Kapsel angegeben.
Nachdem die volle Flasche verkorkt worden ist, wird Hals und Pfropfen ' der Flasche mit einer unschädlichen, leicht trocknenden Klebemasse, wie z. B. Alkohol- und Lackfirnifs, bestrichen. Bevor diese Schicht getrocknet ist, wird mit einem Pinsel eine Schicht eines gut Elektricität leitenden Metalles, wie z. B. Stanniol, Aluminium, Bronze in fein pulverisirtem Zustande aufgetragen, worauf der so vorbereitete Kopf und Hals der Flasche in ein galvanisches Bad von Kupfer oder anderem geeigneten Metall so lange eingetaucht gehalten wird, bis sich eine genügende Metallschicht darauf abgelagert hat, welche vollkommen luftdicht die Flasche verschliefst und ohne gänzlich zerstört zu werden nicht abgenommen werden kann.
Wenn vorstehend beschriebene Verkapselung den Namen des Producenten, seine Fabrikmarke oder sonst ein Waarenzeichen tragen soll, so kann man vor dem Eintauchen ins Galvanisirungsbad z. B. kleine, entsprechend vorbereitete, Elektricität leitende Plättchen auf den Pfropfen oder um den Hals der Flasche kleben, deren erhabener oder vertiefter Druck genau auf der die Kapsel bildenden Metallschicht wiedererscheinen wird.
Diese so hergestellten Kapseln können dann, je nach den geschäftlichen Erfordernissen, vergoldet, versilbert, vernickelt, mit einer elektrolytischen Metallschicht überzogen oder in beliebiger Weise durch die sogenannte Oxydation, sei es mit Zink, Platin, Silber oder sonstwie gefärbt werden.
Es liegt auf der Hand, dafs in dem vorstehend beschriebenen Verfahren viele Modificationen stattfinden können, ohne dafs hier-
durch der Grundcharakter und das Wesen der vorliegenden Erfindung irgendwie eine Aenderung erlitte.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren, Flaschen und dergl. mit Metallkapseln zu versehen,, dadurch gekennzeichnet, dafs die betr. Gefäl'se an der Stelle für die
    !'<·«. '! ' \ ■■■;·■- ■■'-■■
    Kapsel zuerst mit einem leitenden Ueberzug versehen werden, auf"_welchem alsdann auf relektrolytischem Wege .-ein metallischer Niederschlag in geeigneter Stärke hergestellt wird, zum Zweck, eine dicht an das Gefäfs anschliefsende Kappe zu erhalten, welche aufserdem ohne zerstört zu werden nicht entfernt werden kann.
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