DE973345C - Lackierte Einkochdose aus Metall mit einem lackierten Metalldeckel - Google Patents
Lackierte Einkochdose aus Metall mit einem lackierten MetalldeckelInfo
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Description
- Lackierte Einkochdose aus Metall mit einem lackierten Metalldeckel Zusatz zum Patent 863 288 Gegenstand des Hauptpatentes ist eine lackierte Einkochdose aus Metall mit einem lackierten Metalldeckel, der einen BelüftungsverschluB besitzt und mittels einer Klammer auf dem mit einem Gummidichtungsring bedeckten Dosenrand befestigt ist und weiterhin die Kombination folgender Merkmale aufweist: Die nahtlos hergestellten Metallteile des Dosenkörpers und des Dosendeckels sind entweder gebeizt bzw. phosphatiert und mit einem Grundlack lackiert oder elektrolytisch bzw. chemisch oxydiert und mit einem als Grundlack dienenden Phenolbarzlack höchster Verdünnung imprägniert und in beiden Fällen einkochsicher nachlackiert; der Deckel aus Blech ist Ventilteller auf dem Dosenkörper und sitzt unter Zwischenschaltung eines dicken weichen Dichtungsringes aus Gummi auf dem gegenförmig zum Deckelrand gerollt oder U-förmig ausgebildeten Dosenrand aLs Ventilsitz unter solchem Druck der Dosenklammer als Ventilfeder, daß die Federspannung den Deckel gerade wasserdicht auf den Dosenkörper preßt; die beulsichere Deckelform ist erzielt durch den gerollten oder U-förmig profilierten Deckel- i-adj.den Zentrierring, die zentrale Deckelgrube mit der konisch tiefgezogenen Belüftungsöffnung und die zwischen Randzentrierung und Deckelgrube angeordnete hutartige Hochpressung; die konisch tiefgezogene Öffnung ist mit einem Gummistopfen druckdicht verschlossen, der mit breiter Berührungsfläche derart an der Lochwandung anliegt, daß er dem Dampfdruck während des Einkochens standhält; die zentrale Deckelgrube ist so eng und -tief, daß sie den Stopfen schützt, ohne seine Zugänglichkeit zu beeinträchtigen.
- Der Deckel hat, wie das bei Venti;ldeckeln üblich ist, einen gerollten oder U-förmig profilierten Rand.
- Der U-förmig profilierte Rand dient zur Aufnahme des dicken Gummiringes. Neben dem Rand hat der Deckel den gesenkten Zentrierring. Der-Deckel hat zur Erzielung der Beulsicherheit den hocbgepreßten Hut und in dessen Mitte die Grube mit der kleinen konisch tiefgezogenen Öffnung. Die Öffnung ist mit dem passenden konischen Gummi stopfen in Nahrungsmittelqualität verschlossen. Die konisch tiefgezogene Öffnung hat eine breite Berührungsfläche für den Gummistopfen. Der Durchmesser der Deckelgrube ist so groß, daß der schmale Gummi stopfen bequem mit zwei Fingern zu erfassen ist. Der Stopfen wird durch die konisch tiefgezogene Öffnung auf breiter Berührungsfläche eingeschnürt und sitzt infolgedessen so dicht und so fest, daß er beim Einkochen durch den Überdruck in.der Dose nicht gelockert wird. Die breiten Berührungsflächen verhindern außerdem eine Beschädigung des Gummis. Das herausstchende Ende des Gummistopfens ist niedriger als der obere Deckelrand. Die Dosen können also aufeinandergestellt und transportiert werden, ohne daß der sichere Sitz des Stopfens gefährdet ist. Eine im Deckel diametral verlaufende Vertiefung ist zur Aufnahme der Verschlußklammer bestimmt. Sie sichert die Standsicherheit der Dosen, wenn Dosen mit aufgesetzter Verschlußklammer übereinandergesetzt werden. Als Dichtungsmittel dient zweckmäßigenvelse ein etwa 3,5 mm starker weicher Gummiring, der eine satte Auflage des Deckels auf den Dosenkörper trotz herstellungstechnisch bedingter Unebenheiten ermöglicht. Der mit dem Stopfen verschlossene Deckel wird beim Füllen und Einkochen der Dose wie ein utigelochter gehandhabt.
- Der Dosenkörper hat einen gerollten oder einen zur Aufnahme des Gummiringes U-förmig ausgebildeten Rand. Der zweckmäßigerweise kreisförmig gerollte Rand schafft eine ausgezeichnete mechanische Versteifung. Die Dose kann verständlicherweise auch mit einem U-Profil zur Aufnahme des Gummiringes versehen werden.
- Der Dosenrand ist bei U-förmig - ausgebildetem Deckelrandprofil zweckmäßigerweise gerundet und bei rundem Deckelrand U-förmig profiliert. Dies hat den Vorteil, selbst bei niedrigem Druck der Verschlußklammer eine satte und gleichmäßige Auflage mit hohem spezifischem Flächenpressungsdruck zu ergeben, so daß selbst ein geringer Klammerdruck für einen wasserdichten Verschluß genügt.
- Die Dosen werden nach dem Auflegen des Gummiringes und des Deckels wie üblich mit einer Klammer verschlossen, damit der Deckel beim Einkochen in seiner Verschlußlage bleibt. Zweckmäßigerweise wird dafür eine Metallklammer benutzt, die unter den Dosenrand faßt und die vorteilhafterweise aus einem Werkstoff mit federnden Eigenschaften, wie z. B. kaltgewalztem Bandstahl oder einer Legierung der Type Al - Cu - Mg besteht. Der Federdruck der Klammer ist so bemessen, daß der Deckel satt auf dem Gummiring der Dose aufliegt und damit die Dose wasserdicht verschließt. Die sich beim Einkochen ausdehnende Luft hebt den Deckel bei dem - definierten Klammerdruck an und entweicht aus der Dose.
- Der nahtlose Dosenkörper und der Deckel können aus Weiß- oder aus Schwarzblech bzw. aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung bestehen.
- Die Metallteile des fertiggeformten Dosenkörpers und des Deckels werden zum Schutze gegen den korrodierenden Einfluß der Lebensmittel mit einem ein- oder mehrfachen 5 chutzlacküberzug versehen, nachdem sie zur Erzielung einer einwandfreien Lackhaftung vorbehandelt sind, und zwar wird Weiß- oder Schwarzblech phosphatiert oder gebeizt, Aluminium oder eine Aluminiumlegierung elektrolytisch oder chemisch oxydiert. Die oxydierten Oberflächen werden mit diesem Grundlack behandelt. Da sie submikroskopisch kleine Poren haben, werden sie zweckmäßigerweise mit einem Lack in höchster Verdünnung, beispielsweise einem Phenolharzlack, gedichtet, dessen Oberflächenspannung so weit herabgesetzt ist, daß er in die submikroskopisch kleinen Poren der Oxydschicht eindringt und sie verschließt. Eine solche mit der Oxydschicht verhaftete Lackschicht kann sich von dem- Grundmetall nicht lösen und gewährleistet daher einen sicheren Schutz des Metallgrundstoffes gegen den unmittelbaren Angriff der in den Lebensmitteln enthaltenen aggressiven Stoffe. Infolgedessen kann als Grundstoff nicht nur Reinaluminium, sondern auch eine Aluminiumlegierung verwendet werden, die ungeschützt nicht korrosionsbeständig ist.
- Für die beschriebenen Merkmale des Hauptpatentes wird jedoch im vorliegenden Zusatzpatent kein Schutz begehrt.
- Gegenstand vorliegenden Zusatzpatentes sind jedoch Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit der Metallteile der Dose, nämlich des Dosenkörpers und des Dosendeckels.
- Erfindungsgemäß werden dem auf diese Teile aufgebrachten Grundlack Pigmente zugesetzt, die die Aufgabe haben, die Hohlräume zwischen den Lackniolekülen auszufüllen und somit dicht zu verschließen, damit den angreifenden Ionen der Weg von außen her zwischen den Lackmolekülen zum Metall versperrt wird.
- Die gebeizten, phosphatierten oder oxidierten Oberflächen werden mit diesem pigmenthaltigen Lack behandelt und darauf mit einem einkoch- sicheren deckenden Klarlack nachbehandelt. Durch die eingebrachten Pigmente wird zudem die Härte des aufgebrachten Grundlackes in gewissem Umfange erhöht, wodurch ein besserer Übergang in der Härte von dem verhältnismäßig harten Metall zu dem verhältnismäßig weichen Decklack und somit eine bessere Haftung der Lackschichten auf dem Metall bei örtlicher mechanischer Beanspruchung der Dose bzw. des Deckels erzielt wird. Diese Verminderung der Härteabstufung zwischen den Werkstoffen wirkt sich auch gegenüber Wärmespannungen, wie sie vor allem bei plötzlichem Temperaturwechsel auftreten, günstig aus, so daß durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen in jeder Hinsicht der sichere Schutz des metallischen Grundstoffs der Dose bzw. des Deckels verbessert wird.
- Es ist zwar bereits bekannt, zwecks Erzielung eines farbigen Überzuges Gegenstände zunächst mit einem farbigen Grundanstrich zu versehen und sodann mit einem farblosen Lack nachzulackieren.
- Die hierbei dem Grundanstrich zwecks Färbung zugesetzten Trockenfarben sind jedoch in ihrem Feinheitsgrad mit Rücksicht auf gute Deckkraft des Anstrichs gewählt, die sich auf wirtschaftliche Weise nur durch nicht zu feine Farbkörper erreichen läßt. Die hierfür in Betracht kommenden Teilchengrößen liegen jedoch oberhalb der für die Erfüllung der erfindungsgemäßen Aufgabe erforderlichen Teilchengröße.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Lackierte Einkochdose aus Metall mit einem lackierten Metalideckel, der einen Belüftungsverschluß besitzt und mittels einer Klammer auf dem mit einem Gummi dichtungsring bedeckten Dosenrand befestigt ist und folgende Merkmale in Kombination aufweist: Die nahtlos hergestellten Metallteile des Dosenkörpers und des Dosendeckels sind entweder gebeizt bzw. phosphatiert und mit einem Grundlack lackiert oder elektrolytisch bzw. chemisch oxydiert und mit einem als Grundlack dienenden Phenolharzlack höchster Verdünnung imprägniert und in beiden Fällen einkochsicher nachlackiert; der Deckel aus Blech ist Ventilteller auf dem Dosenkörper und sitzt unter Zwischenschaltung eines dicken weichen Dichtungsringes aus Gummi auf dem gegenförmig zum Deckelrand gerollt oder U-förmig ausgebildeten Dosenrand als Ventilsitz unter solchem Druck der Dosenklammer als Ventilfeder, daß die Federspannung den Deckel gerade wasserdicht auf den Dosenkörper preßt; die beulsichere Deckel form ist erzielt durch den gerollten oder U-förmig profilierten Deckelrand, den Zentrierring, die zentrale Deckelgrube mit der konisch tiefgezogenen Belüftungsöffnung und die zwischen Randzentrierung und Deckelgrube angeordnete hutartige Hochpressung; die konisch tiefgezogene Öffnung ist mit einem Gummi stopfen druckdicht verschlossen, der mit breiter Berührungsfläche derart an der Lochwandung anliegt, daß er dem Dampfdruck während des Einkochens standhält; die zentrale Deckelgrube ist so eng und tief, daß sie den Stopfen schützt, ohne seine Zugänglichkeit zu beeinträchtigen, nach Patent 863 288, dadurch gekennzeichnet, daß dem Grundlack Pigmente zugesetzt sind.In Betracht gezogene Druckschriften: ABC der Naturwissenschaften und der Technik, Orell Füssli-Verlag Zürich, 1949, S. 331.
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1949
- 1949-03-03 DE DEW6161A patent/DE973345C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
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