DE86960C - - Google Patents

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DE86960C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H5/00Feeding articles separated from piles; Feeding articles to machines
    • B65H5/08Feeding articles separated from piles; Feeding articles to machines by grippers, e.g. suction grippers
    • B65H5/14Details of grippers; Actuating-mechanisms therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Discharge By Other Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAΜΤΛ&
PATENTSCHRIFT
KLASSE 55: Papierfabrikation.
in Bogeiiform.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ao. Februar 1894 ab.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende selbstthätige Greifervorrichtung ist auf beiliegender Zeichnung in den verschiedenen Stellungen zur Darstellung gebracht.
Der zur Aufnahme der zu färbenden Bogen dienende Cylinder A besteht aus einem fest auf der Welle 1 5 aufsitzenden Metallkörper 17, der mit einem Mantel 18 aus Holz, Papiermache oder äquivalentem Material versehen ist. An einer Stelle des Uinfanges des Cylinders ist der Mantel 18 von einem Ende des Cylinders bis zum anderen weggeschnitten, so dafs eine Aussparung 19 entsteht (Fig. 1). Ein Polster 26 von Gummi oder ähnlichem Material bedeckt einen Theil der Cylinderoberfiäche und ist lösbar auf derselben befestigt. Das Polster 26 dient dem zu färbenden Papierbogen als Unterlage und besitzt demgemäfs eine entsprechende Gröfse, um den ganzen Bogen aufnehmen zu können.
Ein Ende des Polsters 26 ist nahe der einen Wand der Aussparung 19 angeordnet. Nahe diesem Ende des Polsters ist in der Aussparung 19 des Cylinders eine mit Stiften 28 versehene Leiste 27 angebracht, welche dazu dient, die fertig gefärbten Bogen von dem Cylinder abzuheben.
Der zum Ergreifen und Festklemmen der zu färbenden Bogen dienende Mechanismus besteht iius einer Platte 35, welche vortheilhaft dieselbe Länge wie die. Leiste 27 besitzt und sich gegen die abgeschrägte Kante 36 dieser Leiste legen kann, um die Bogen festzuklemmen.
Die Platte 35 sitzt auf einer Welle 37, die in von der Leiste 27 vorstehenden Lagern 38 ruht und parallel zur Leiste 27 angeordnet ist.
Auf einem Ende der Welle 37 sitzt ein Zahnrad 39, welches mit einem auf dem inneren Ende einer kurzen Welle 41 sitzenden Zahnrade 40 in Eingriff steht. Die Welle 41 ruht in Lagern, die innerhalb der Aussparung 19 an dem Cylinder angebracht sind. Das andere Ende der Welle 41 erstreckt sich etwas über das Ende des Cylinders hinaus und ist hier fest mit dem Mittelstück eines Kreuzkopfes 43 verbunden, der gegabelte Enden 43a und 43b besitzt.
Der Kreuzkopf soll wegen seines Zweckes »Ausrücker« genannt werden, da er dazu dient, einen Wechsel in der Stellung der Klemmplatte 35 zu bewirken.
Seitlich von dem Cylinderende ist eine Stange 44 angeordnet (Fig. 2), die an einem Ende excentrisch und drehbar mit dem Ausrücker verbunden ist, und zwar nahe einer Seitenkante zwischen der Verbindungsstelle des Ausrückers mit seiner Welle 41 und einer der Gabeln, z. B. der Gabel 43a.
Mit ihrem anderen Ende gleitet die Stange 44 in einer Führung 45, welche von dem Cylinderende vorsteht (Fig. 2). Um die Stange 44 ist eine Schraubenfeder 47 gelegt, die sich mit einem Ende gegen einen Bund 46 der Stange, mit dem anderen Ende gegen die Führung 45 legt und beständig bestrebt ist, die Stange auswärts gegen den Ausrücker zu pressen.
Der Ausrücker kann zwei tangential zum Cylinder gerichtete Stellungen einnehmen; in einer Stellung ist die Gabel 43b die äufsere, während in der anderen Stellung die Gabel 43 s diesen Platz einnimmt.
In erstgenannter Stellung ist die Greifervorrichtung geöffnet und wird von der Leiste 27 ferngehalten, so dafs der Papierbogen entfernt und ein anderer an seine Stelle gebracht werden kann.
In der letztgenannten Stellung hält dagegen die Greifervorrichtung den erfafsten Papierbogen auf der Leiste 27 fest.
Die Bethätigung des Ausrückers erfolgt durch zwei Bolzen 48 und 49, die auf einem Ansatz B des Maschinengestelles angebracht sind, und zwar ist die obere 49 auf einem Arm 49a befestigt, während der untere 48 auf dem unteren Ende des Ansatzes B sitzt (Fig. 2).
Der' untere Bolzen 48 befindet sich in der Nähe eines Zuführungstisches und der obere Bolzen 49 in der Nähe eines Ablegetisches, woraus ihre Functionen hervorgehen.
Die Wirkungsweise der Greifervorrichtung ist nun folgende.
Angenommen, die Platte 35 befinde sich in der durch Fig. 1 veranschaulichten offenen Stellung, wobei die Greifervorrichtung im Begriffe ist, den zu färbenden Bogen aufzunehmen. Der Bolzen 48 wird dann gerade in die Gabel 43a des Ausrückers eingetreten sein.
Dreht sich nunmehr der Cylinder A in der Pfeilrichtung (Fig. 1), so wird die Gabel 43a vorgestofsen und das Zahnrad 40 wird das Zahnrad 39 derart drehen, dafs die Platte 35 auf den über die schräge Fläche 36 der Leiste 27 zugeführten Papierbogen geprefst wird (Fig. 3).
Die Greifervorrichtung ist geschlossen, sobald die Gabel 43 a die äufsere ist, d. h. sobald sie die Stellung einnimmt, welche früher die Gabel 43b inne hatte. Die Stange 44 wird bei dieser Bewegung auf die entgegengesetzte Seite des Ausrückers gebracht, worauf sie denselben in seiner neuen Stellung festhält.
Der Ausrücker wird nunmehr so lange in der in Fig. 3 veranschaulichten Stellung verbleiben und die Platte 3 5 wird demgemäfs den Papierbogen so lange festhalten, bis letzterer mit dem Anstrich oder Ueberzug versehen ist, und bis die Stelle erreicht ist, an welcher der Bogen von dem Cylinder entfernt werden soll. Ist diese Stelle erreicht, so erfolgt das Loslösen des Bogens durch den oberen, in die Gabel 43b eintretenden Bolzen 49 (Fig. 4). ,
Sobald der Bolzen 49 bei der weiteren Umdrehung des Cylinders auf die Gabel 43b einwirkt, wird der Ausrücker so lange gehoben, bis die Gabel 43b zu ihrer höchsten und die Gabel 43a zu ihrer niedrigsten Stellung gebracht worden ist (Fig. 5).
Die Welle 39 wird hierbei derart gedreht, dafs die Platte 35 sich von dem Bogen entfernt und denselben freigiebt.
Der Ausrücker nimmt nunmehr wieder seine Anfangsstellung (Fig. 1) ein, worauf sich das Spiel von neuem wiederholt.
Besitzt die Platte 35 die Form einer Schiene, so ruht sie gleichmäfsig auf der ganzen Oberfläche des Papierbogens auf, und zwar ist sie mit dem'Papierbogen in so enger Berührung, dafs die Farbe nicht auf die Rückseite des Bogens gelangen kann. Auf diese Weise wird der Bogen auf seiner Rückseite vollkommen rein gehalten und kann gegebenenfalls auch auf dieser Seite gefärbt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Selbstthätige Greifervorrichtung für Maschinen zum Färben von Papier oder anderem Material in Bogenform, gekennzeichnet durch einen in einer Aussparung (19) des zur Aufnahme der Bogen dienenden Cylinders (A) angeordneten, unter der Einwirkung einer federnden Zugstange stehenden Ausrücker (43) mit gegabelten Enden, welcher durch am Maschinengestell befestigte , in die Gabeln eintretende Bolzen (48 und 49) derart beeinfiufst wird, dafs er zwei verschiedene Stellungen tangential zum Cylinder einnehmen kann und hierbei unter Vermittelung von Zahnrädern eine Klemmplatte (35) in oder aufser Eingriff mit dem von Hand oder automatisch zugefUhrten Papierbogen bringt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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