DE869148C - Vorrichtung zur selbsttaetigen Einstellung von Blende und Belichtungsdauer bei fotografischen Aufnahmegeraeten - Google Patents

Vorrichtung zur selbsttaetigen Einstellung von Blende und Belichtungsdauer bei fotografischen Aufnahmegeraeten

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DE869148C
DE869148C DE1948869148D DE869148DA DE869148C DE 869148 C DE869148 C DE 869148C DE 1948869148 D DE1948869148 D DE 1948869148D DE 869148D A DE869148D A DE 869148DA DE 869148 C DE869148 C DE 869148C
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Artur Geyer
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ARTUR GEYER KEMPTEN (ALLGAEU)
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B7/00Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
    • G03B7/08Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device
    • G03B7/12Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device a hand-actuated member moved from one position to another providing the energy to move the setting member, e.g. depression of shutter release button causes a stepped feeler to co-operate with the pointer of the light-sensitive device to set the diaphragm and thereafter release the shutter

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Microscoopes, Condenser (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur selbsttätigen Einstellung von Blende und Belichtungsdauer bei fotografischen Aufnahmegeräten Zur selbsttätigen Einstellung von Blende und Belichtungszeit bei fotografischen Aufnahmegeräten sind schon verschiedene Vorschläge bekanntgeworden. Hierbei wenden eine lichtelektrische Zelle und ein Drelispulinstrument verwendet, dessen Zeiger je nach der Lichtintensität des aufzunehmenden Objekts ausschlägt. Tastorgane sind vorgesehen, die bis zur Berührung mit dem Zeiger bewegt werden und :dann auf mechanischem oder elektrischem Wege die Einstellung .der Belichtung vornehmen. Die bekannten Einrichtungen verlangen jedoch, daß jeweils entweder die Blende oder der Verschluß von Hand betätigt werden, und gestatten nur die selbsttätige Einstellung .der zweiten Einrichtung.
  • Die Erfindung löst demgegenüber die Aufgabe einer völlig selbsttätigen Einstellung von Blende und Belicbtungs,d@auer unter Anpassung an die Desonderheiten des jeweiligen Aufnahmefalles, wie Tiefenschärfe, Bewegung des Objekts, Filmempfindlichkeit, Gegenlicht, Benutzung von Lichtfiltern u. dgl.
  • Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, daß mit Hilfedes Tastorgans Blende und Verschluß gemeinsam auf den Durchlaß einer für eine Auf- nahm-,- ausreichenden Lichtmenge eingestellt und dann bei dieser Einstellung miteinander verkuppelt werden, derart, daß bei einer etwa erfolgenden Verstellung eines der beiden eingestellten Werte zwangsläufig,der andere Wert so verstellt wird, daß die durchgelassene Lichtmenge gleichbleibt. Die erforderliche Lichtmenge wird bei geringer Lichtintensität zweckmäßig durch große Blenderöffnung und lange Belichtungszeit und bei großer Lichtintensität durch kleine Blenderöffnung und kurze Belichtungszeit erzielt.
  • Man erhält so -einen Mittelwert, bei dem normale Aufnahmen im Freien, wie z: B. Gruppenbilder oder Landschaften, mit genügender Tiefenschärfe gewonnen werden. Soll dagegen eine besondere Tiefenschärfe erreicht werden, so kann nach erfolgter Einstellung auf :den Mittelwert die Blende von Hand kleiner gestellt werden, wobei zwangsläufig der Verschluß auf längere Belichtungsdauer eingestellt wird. Ist umgekehrt, z. B. bei Sportaufnahmen, eine sehr kurzeBelichtungszeit erforderlich; so kann von Hand der Verschluß geregelt werden, wobei gleichzeitig die Blende weiter geöffnet wird.
  • Im Interesse einer Schonung -der lichtelektrischen Einrichtung und insbesondere des Zeigers kommt der Ausgestaltung der Abtastvorrichtung besondere Bedeutung bei. Gemnäß der Erfindung wird der Ausschlagdes Zeigers mittels einer Sondenbatterie abgetastet, und die vom Zeiger beeinflußte Sonde bildet einen Anschlag zur Einstellung zweier mit Gegenanschlägen versehenen Drehscheiben, von denen je eine der Blendeneinstellung und der Belichtungszeiteinstellung zugeordnet ist: Vorzugsweise werden hierbei mehrere winkel'fheöelförmige Sonden benutzt, die unter in Richtung auf ihren Drehpunkt wirken@dern Federdruck stehen, der die Sonde beim Auftreffen ihres einen Hebelarmes auf den Zeiger in eine Stellung kippt, in welcher ihr zweiter Hebela.rrn einen Anschlag für die beiden Abtastorgane bildet.
  • Die beiden Drehscheiben werden vorzugsweise von einem Antrieb, z. B. einem Federwerk, in ent-"gegengesetzter Richtung angetrieben und schlagen beide gegen die ausgeklinkte Sonde an.
  • Die beiden Scheiben können z. B. mittels eines Zahntriebes od. dgl. gekuppelt werden, durch .dessen Betätigung sie winkelgleich gegeneinander und gegen die Anschlagsonde verdreht werden,.
  • Damit der Benutzer auch weiß, welcher Lichtwert durch die Automatik eingestellt wird, spielt zlveckmäßig .der Zeiger des Lichtmeßgerätes über einer Skala, .deren Teilstriche die selbsttätig eingestellten Blenden- und Belichtungszeitwerte angeben. Dabei können diese Skala und der Zeiger im Bildfeldsucher des @'\ufnähmegerätes sichtbar .gemacht werden.
  • Zu berücksichtigen ist, daß bei den iiblichenFotokameras die Winkelteilung der Blendeneinstellvorrichtüng nicht linear verläuft. Es empfiehlt sich da-,her , die Winkelteilung in eine lineare Form umzu-,wan.deln, und zwar kann dies zweckmäßig durch ein Kurvenscheihengetriebe geschehen.
  • Zwecks' Anpassung an verschiedene Empfindlichkeiten der lichtempfindlichen Schicht sowie an Kunstlicht, Gegenlicht der Lichtschwächung .durch Filter wird bei einer bevorzugten .,#,u@sführungsförm der Erfindung die Grundstellung des Meßgerätzeigers entsprechend verändert. Zweckmäßig erfolgt die Veränderung .der Grundstellung mittels eines an der Rückstellfeder -des-Zeigers angreifenden Heibels. Hierbei empfiehlt es sich, für die Schichtempfindlichkeitsregelung bzw. .die Anpassung an Kunstlicht, Gegenlicht oder Filterbenutzung zwei an je einer Rückstellfeder des Zeigers angreifende Hebel vorzusehen von denen -der erstere bei geöffneter Filmkammer vor Einlegung des Films zugänglich ist, während .der andere bei aufnahmebereiter Kamera zugänglich ist.
  • Die Vorrichtung nach der Erfindung geht zweckm'äßi@g bei Inbetriebsetzung von cinerGrundstel.lung aus, wo z. B. die größte Blende und die längste Delichtungszeit eingestellt sind. Da nun der Antrieb restlos ablaufen muß, die beiden Scheiben aber je nach dem durch ,den Zeiger festgelegten Lichtwert verschieden weit verdreht werden, sind zweckmäßig als Kraftübertragungsglied vom Antrieb zu den Anschlagscheiben Rutschkupplungen oder selbsttätige Kupplungen eingeschaltet, welche sich beim Auftreffen auf einen Anschlag, z. B. eine Sonde, von selbst öffnen und bei Wegfall des Anschlags sich selbsttätig schließen. Die Rückführung der Anschlagscheiben in ihreGrundstellungerfolgtzwangsläufig beim Aufziehen des Antriebswerkes.
  • Der Erfindungsgegenstand kann auch so ausgebildet sein, idaß gewünschtenfalls die Automatik außer Tätigkeit bleibt und Blende und Belichtungszeit von Hand eingestellt werden. In diesem Fall wird die selbsttätige Einstellvorrichtung für Blende und- Verschluß bei nur teilweiser Bewegung des Aufzugsgliedes des Antriebwerks unwirksam gemacht, so d.aß Blende und Verschluß getrennt von Hand einstellbar sind..
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung sind aus der Zeichnung und denen nachfolgende Erläuterung ersichtlich.
  • Fig. i ist ein Längsschnitt durch den eigentlichen Einstellmechanismus; Fig. 2 zeigt -diesen Mechanismus in Draufsicht; Fig. 3 und q. erläutern in Draufsicht und Längsschnitt,die selbsttätigen Kupplungen; Fig. 5 und 6 zeugen in Draufsicht und Seitenansicht ,die Einrichtung zur Umwandlung der Winkelteilung der Blendeneinstellvorrichtung; Fig. 7 bis 9 stellen in Seitenansicht, Draufsicht und Teilzeichnung das Antriebswerk und den Sondenhalter dar; Fig. io und ir zeigen in Draufsicht und Seitenansicht die Zeigereinrichtung des Drehspulinstrurnents ; Fig. i2 und 13 lassen in vergrößertem Maßstab die Ausbildung der Kippsonde in zwei verschiedenen Stellungen erkennen; Fig. 14 ist eine perspektivische Ansicht einer Kamera mit der Einrichtung nach der Erfindung unter Fortlassung des Schutzgehäuses.
  • Wie aus Fig. i; 2 und @i4. ersichtlich, ist auf einer Grundplatte i, weiche als Teil einer Kamera auch Lias Objektiv mit Blenden- und Versohlußeinrichtung trägt, in einem Lagerbock a ein feststehender Bolzen 3 angebracht. Auf diesem Bolzen lagern zwei Drehscheiben d. und 5, die an ihren gegeneinandergerichteten Flächen je eine Kegelverzahnung 6 und 7 und je eine Stirnverzahnung 8 und 9 tragen. An den Drehscheiben sind - außerdem Friktions= kupplungen io und iu angebracht, deren Mittelteile 12 und 13 als Stirnzahnräder ausgebildet sind. Zwei mittels eines Bügels 14 verbundene, in zwei verschiedenen Ebenen arbeitende Zahnstangen 15 und 16 greifen gleichzeitig in .diese Stirnverzahnungen 12 und 13 ein. Der Zahnstangenbügel 114 sitzt in einer Ringnut des Kegelrades 17. Dieses ist den Kegelverzahnungen 6 und 7 der beiden Drehscheiben :I und 5 zugeordnet und ist auf einer mit Längsnuten Z8' versehenen Welle 18 verschiebbar angebracht. Die Welle ist außerdem drehbar in einem Bock gelagert. Ihr aus dem Gehäuse herausragender Teil ist mit einem Drehknopf ig versehen, durch dessen Betätigung beim Eingriff des Kegelrades 17 die beiden Drehscheiben gegenläufig verdreht werden können. Mit dem Zahnstangenbügel 14 ist noch eine weitere Zahnstange 2o starr verbunden, deren Verzahnung mit einem Zahnrad zi des Antriebes kämmt.
  • Zur elastischen übertragung der Drehmomente vom Antrieb zu den Drehscheiben «>erden Kupplungen verwendet. Flanschscheiben 22 und 23 sind ineinander gelagert, und zwischen beiden befindet sich das Stirnzahnrad 12. Flanschscheibe 2,2 ist an die Drehscheibe d. angeschraubt, Flanschscheibe 23 hat acbsparalleleZapfenq., welche in entsprechende Bohrungen :des Hebels 25 eingreifen und längs gleiten können. In der Flanschscheibe 2'2 angebrachte Bolzen 2,6 laufen in Schrägschlitzen 27 der Flanschscheibe 23. Eine geringe Verdrehung ges Hebels 2,5 nach links oder rechts bewirkt eine Abstandsänderung der beiden Flanschscheiben. Dadurch wird das Zahnrad 12 eingeklemmt oder frei--egeben. Die Zugfeder 28 wirkt über =den Hebel 2,5, die Flanschscheibe 23 und die Schrägschlitze 27 als Anpreßdruck auf die Fläche des Mittelzahnrades t2. Damit ist die Kupplung im Eingriff. Wird: auf den Hebel 25 in Pfeilrichtung ein Druck ausgeübt, so öffnet sich die Kupplung. Durch Druck auf den L'mkehrheebel29 entgegen der Pfeilrichtung wird die Kupplung ebenfalls geöffnet. In vorliegender Ausführung wird der Druck zum Öffnen der Kupplung durch feste Anschläge 30 und 34 welche sich ,der Bewegung .der Drehscheibe d. bzw. des Hebels 25 und 29 entgegenstellen, ausgeübt. Die Anschläge 30 und 31 sind so angeordnet, daß der Anschlag 30 nur auf den Hebel 25 und der Anschlag 3:1 nur auf den Umkehrhebel 29 wirken kann.
  • Die gleiche Kupplung ist an Drehscheibe 5 angebracht, nur die Arbeitsrichtung ist entgegengesetzt. Die Lage der beiden #Hebe125 bei Berührung des Anschlags 30 ist in Fig. i und 2 gestrichelt dargestellt.
  • Der Antrieb des Zahnrades 21 geschieht durch ein mit einer Hemmung und einer auslösbaren Sperrklinke 32 versehenes Federwerk 33 (Fig. 7 und 8). Der Aufzug desselben erfolgt mittels einer Seilscheibe 34 und einer Längsführunz eines Seiles 35 mit einem aus dem Kameragehäuse herausragenden Knopf 36, wodurch der Aufzugs- und Bereitschaftsvorgang rasch vor sich geht und der Kamerabedienung angepaßt ist. Die Anordnung des Aufzu-aknoPfes 36 in einer Vertiefung des Kameragehäuses verhindert eine Ablaufstörung des Antriebs :durch die die Kamera umfassende Hand.
  • Die Drehscheibe 5 steht mit ihrer Stirnverzahnung 9 ständig im Eingriff mit einer am Ring zur Einstellung der Verschlußgeschwi.ndigkeit angebrachten Verzahnung 37, welche entsprechend breit ausgeführt ist, so .daß auch bei einer Verstellung des Verschlusses bei der Entfernungseinstellung der Eingriff bestehenbleibt. Die Stirnverzahnung 8 der zweiten Drehscheibe q. ist ebenfalls ständig im Eingriff mit einem auf einer kurzen Welle 38 befestigten Zahnrad 39. Am anderen Ende der Welle 38 sitzteineDoppelkurvenscheibe4o. Auf einer zweiten Welle 41 mit Doppelkurvenscheibe 42 sitzt .das Zahnrad 43, welches in .die Verzahnung 44 der Blendverstelleinrichtung eingreift. Die beiden Doppelkurvenscheiben 40 und 4.2 besitzen Umfangsrillen, in nie sich zwei Seile 45 einlegen, mittels deren von der Scheibe d.o auf die Scheibe 42 ein Zug in beiden Richtungen erfolgen kann. Durch die beiden Kurvenscheiben .I0- und q.2 wird die lineare Drehb.e,#vegung der Scheibe q. auf die nichtlineare Blendeneinrichtung in entsprechendem Verhältnis übertragen. Die durch eine,Objektivverstellung bedingten geringen Höhenunterschiede der Kurvenscheiben werden durch das elastische Seil ausgeglichen.
  • Unterhalb der Grundplatte i ist ein Drehspulinstrument 46 so befestigt, daß die Achse der Drehspule 47 in Linie mit der Drehscheibenachse 3 liegt und,der Zeiger q.8 sich ungehindert bewegen kann. Durch eine Durchbrechung in der Grundplatte i ist das Zeigerende an die Oberseite der Grundplatte geführt. Die Zeigerebene liegt parallel zur Grundplatte. Die beiden Stromzuführungsfedern 49 und So an ,der Ober- und Unterseite ,der Drehspule sind an ihren äußeren Enden an Hebeln 51 und 52 befestigt. Diese Hebel sind in der Achsenlinie der Drehspule drehbar gelagert. Durch ihre Verschwenkung kann die Grundstellung des Zeigers 48 eingestellt werden. Der Hebel 5(1 ist durch das Gehäuse,der Kamera in die Filmkammer geführt und kann bei geöffneter Kamerarückwand vor Einlegen der Filmpatrone auf die -dem Film entsprechende Lichtempfindlichkeit eingestellt werden. Der Hebel 52 ist durch das Gehäuse. der Kamera nach außen geführt. Durch die Verschiebung dieses Hebels 52 kann eine zusätzliche Einstellung der Zeigergrundstellung vorgenommen werden. Die Stromzuführungsfedern 49 und So sind mit nicht gezeichneten Kabeln an die Fotozelle 71 angeschlossen, welche im Gehäusedeckel 72 -der Kamera in einem Tubus mit aufklappbarem Deckel 73 untergebracht ist.
  • Inder Grundplatte i sind oberhalb des Drehspulinstruments zwei Führungsbolzen 53 senkrecht zur Zeigerebene befestigt, auf denen der bogenförmige Sondenhalber 54 gegen die Zeigerebene beweglich U.eführt ist. In Ruhestellung wird der Halter 5.1 durch zwei Druckfedern 55 in genügendem Abstand von der Zeigerebene gehalten, daß der Zeiger 48 frei spielen kann. Im Halter ist eine Anzahl Sonden schwenkbar gelagert. Diese haben die Form von Winkelhebeln, deren einer Schenkel 57 gegen die Zeigerebene gerichtet ist, während der andere Schenkel 58 gegen den Umfang der Drehscheiben 4 und 5 gerichtet ist. Je eine Druckfeder 59 ist so angeordnet, daß der Druckpunkt im Ruhestand genau auf :den Drehpunkt 6o der Sonde gerichtet ist. Durch eine (geringe Auslenkung des Schenkels 57 wird: der Druck vom Drehpunkt 6o in :die Schwenkrichtung der Sonde verlagert. Die Sonde kippt aus ihrer Ruhelage in ihre Endlage (Fig. 13), in welcher der Schenkel 58 (30) gegen die beiden Drehscheiben aus denn Sondenhalter herausragt.
  • Ein Knopf 61 sitzt an einem gabelförmigen Winkelhebel 6:2; der gegen einen Anschlag des Sondenhalters 54 anliegt und bei seiner Betätigung den Halter gegen die Zeigerebene bewegt: Hierbei tauchen die Sonden inAussparungen 6,3 eines unterhalb der Zeigerebene befestigten bogenförmigen Aufsatzes 64 -der Grundplatte i: Diejenige Sonde, welche :den Zeiger berührt, kippt ,aus der Ruhelage (Fig. z2) in ihre Endlage (Fig. 13), und der Schenkel 58 bildet nun einen der - Zeigerstellung äquivalenten festen Anschlag 3o. Gegen diesen kommen die Anschlagflächen, der beiden Hebel 25 zum Anliegen, lösen dadurch die Drehscheiben von ihrem Antrieb und verbleiben in dieser Stellung, bis das Antriebswerk abgelaufen ist. Dann kuppelt ,das KegelzahnradJ7 die beiden Drehscheiben 4 und 5 in dieser festgelegten Lage miteinander. Die Teilung der beiden Kegelverzahnungen 6 und 7 an den Drehscheiben ist in übereinstimmung mit dem Winkelabstand der Sonden so gewählt, @daß der Eingriff des Kegelrades 17 glatt vor sich geht. Die Lage ,der Zahnlücken zu den Hebeln 25 ist zu :diesem Zweck ebenfalls zueinander -ausgerichtet, so @daß hierbei keine Verstellung der Drehscheibenlagen gegeneinander erfolgt. Wenn der Druck auf den Knopf 61 entfällt, bringen die beiden Druckfedern 55 den Sondenhalter wieder in Grundstellung. Ein feststehender, allen Sonden gemeinsam zugeordneter Bügel '6i5 zwingt bei der rückläufigen Bewegung des Halters die vorher ausgeschwenkte Sonde wieder -in die Ruhestellung. Die Begrenzung der rückläufigen Sondenachwenkbewegung verhindert ein Kippen in umgekehrter Richtung.
  • Ein Nocken 66 am Winkelhebel 62 drückt über ,das Gestänge 67 auf die Awslösesperrklinke 32 des Antriebsfederwerks 33, wenn der Knopf 61 durch Druck in seine Endlage gelangt ist.
  • Der Zeiger 48 des Drehspulinstruments 46 spielt über einer Skala 68, deren Werte stirnseitig am bogenförmigen Aufsatz .64 aufgetragen und mittels eines um 45° zur Skala geneigten Spiegels 69 im Bildfenster der Kamera sichtbar ,gemacht sind. Die Skala hat eine lineare Teilung mit jeweils den :doppelten Belichtungswerten (Fig. #i,o), dermaßen, daß kleinem Zeigerausschlag :große Blendenöffnung und lange Belichtungszeit, großem Zeigerausschlag kleine Blendenöffnung und kurze Belichtungszeit entsprechen. Die Skalenwerte zeigen gleichzeitig die dem Lichtwert entsprechenden größtmöglichen Blenden- und Belichtungszeitwerte an.
  • Die im vorstehenden beschriebene Vorrichtung setzt eine gegebene Filmempfindlichkeit voraus. Zur Anpassung an verschiedene Filmempfindlichkeiten oder sonstige besondere Verhältnisse dienen Hebel 51 und 52. Bei Verstellung .des Hebels Sei oder 52 und der dadurch bedingten Änderung der Zeigergrundstellung werden also bei gleicher Lichtintensität andere Sonden ausgelöst. Dies entspricht einer veränderten Belichtungsdauer und Blendenöffnung: Es muß daher z. B. nur ein halber Skalenwert verstellt werden, um als Summe beider Halbwerte einen ganzen Wert zu erzielen. Wird die Zeigergrundstellung um einen halben Lichtwert der Skala verändert, so entspricht dies einer um 1lio° DIN veränderten Lichtempfindlichkeit eines Filme. Eine Markierung 70 zur Einstellung auf die Lichtempfindlichkeit des Films ist in der Filmkammer angebracht. Durch die Anordnung dieser Einrichtung in der Filmkammer kann diese Einstellung nur vor Einlegendes Films erfolgen und bleibt während der Exposition der ganzen Filmlänge gewahrt.
  • Hebel 52 dagegen ist aus demGehäuse der Kamera herausgeführt und ermöglicht eine Anpassung an die verminderten Lichtverhältnisse bei Benutzung von Filtern, Kunstlicht oder bei Gegenlichtaufnahmen.
  • Die beschriebene Einrichtung wird in folgender Weise benutzt: Bei Lichteinfall auf die in der Kamera eingebaute Fotozelle wird die Drehspule 47 des Instruments 46 ausgelenkt, der Zeiger 48 zeigt auf der im Bildfenster 74 sichtbar gemachten Skala 68 die Belichtungswerte, welche der jeweiligen Lichtintensität des aufzunehmenden Objekts entsprechen, an.
  • Durch Niederdrücken des Knopfes 61 wird über den gabelförmigenWinkelhebel6ä der Sondenhalter 54 gegen die Zeigerebene bewegt, wobei die den Zeiger berührende Sonde aus ihrer Ausgangsstel-Jung (Fig: i2) kippt und,die in Fig. 13 dargestellte Stellung einnimmt. Die übrigen, nicht ausgelenkten Sonden tauchen beider weiteren Bewegung des Sondenhalters gegen die Zeigerebene in die Aussparurigen 63 des Aufsatzes 64 ein. Am Ende der Sondenhalterbewegung drückt der Nocken 66 über das Gestänge 67 auf die Auslösesperrklinke 32 des Antniebsäederwerks 33. Die Zugkraft des Federwerks 33 wirkt über das Zahnrad 21 und die Zahnstange 2,o, den Bügel 14 auf die Zahnstangen 15 und 16, welche nun ihrerseits die Zahnräder @i2 und 13 gegenläufig verdrehen. Die durch die Feder 28 angezogenen Kupplungen io und ii nehmen die Drehscheiben 4 und 5 mit, bis die Anschlagflächen der beiden Hebel 25 an den Schenkel 58 der ausgelenkten Sonde oder Anschlag 3o anfahren. Durch den Anfahrdruck wird die Zugkraft der Federn 28 aufgehoben, die Kupplungen werden dadurch geöffnet, und die frei gewordenen Zahnräder 12 und 13 laufen nun leer bis zum völligen Ablauf des Antriebswerks mit. Mit dem Stillstand der beiden Drehscheiben ist :die Bewegung,der Blenden- und Belichtungseinrichtung ebenfalls zum Stillstand gekommen.
  • Der in der Ringnut des Kegelrades 17 sitzende Zahnstangen@bügel 14 bringt Idas Kegelrad 1.7 am Ende der Ablaufbewegung in Eingriff mit den Kegelverzahnungen 6 und 7 der Drehscheiben 4 und 5. Der in der Zwischenzeit durch das Zurückgehen des Sondenhalters ebenfalls zurückgezogene Schenkel 58 gibt den Weg der Drehscheiben frei. Die beiden Zahnstangen 15 und 16 haben eine begrenzte Verzahnung, so daß sie in der Endlage nicht mehr im Eingriff mit den Verzahnungen 12 und 13 sind. Die beiden Drehscheiben 4 und 5 können daher jetzt ungehindert verdreht werden, wobei aber die Belichtungseinrichtungen ständig mitgenommen werden.
  • Unter Wahrung dieses Verhältnisses kann nun anschließend eine Veränderung der eingestellten Werte mit dem Knopf i9 vorgenommen werden, da die beiden auf den Lichtwert eingestellten Belichtungseinrichtungen durch das Kegelrad 17 miteinander verkuppelt sind und eine Verdrehung nur gegenläufig möglich ist. Eine Verkürzung der Belichtungszeit hat eine Vergrößerung der Blendenöffnung und umgekehrt zur Folge. Nach Freigabe des Knopfes 611 drücken die Federn 55 den Sondenhalter 54 in seine Ausgangsstellung, die ausgelenkte Sonde wird hierbei durch den Bügel 65 ebenfalls in ihre Ruhestellung gebracht, und die Auslösesperrklinke des Antriebswerks wird freigegeben.
  • Die nächste Bereitschaftsstellung wird durch Herunterdrücken des Knopfes 36 erreicht. Der damit erfolgte Aufzug des Federwerks bewirkt eine rückläufige Bewegung vom Zahnrad 21; Zahnstange 2,o, Bügel 14, Zahnstangen ;15 und 16, Kupplungen ro und,i i, Drehscheiben 4 und 5 und Blenden- und Belichtungszeiteinstellvorrichtungen. Die Kupplungen waren durch den Wegfall des Anschlages an der Sonde wieder geschlossen. Eine zweite Öffnung erfolgte beim rückläufigen Anfahren an die festen Anschläge 31, der Grundstellung der Belichtu,ngseinrichtunge-n, durch den Umkehrhebel 29:. Nach vollzogenem Aufzug läßt der Anfahrdruck auf den Umkehrhebel nach, die Kupplungen sind durch die Federn 28 wieder geschlossen.
  • Wird der Aufzugsknopf 36 jedoch nur über eine Teilstrecke bewegt, so wird das Kegelrad 17 aus der Kegelverzahnung 6 und 7 herausgezogen, die Zahnstangen 15 und 16 greifen aber, bedingt durch die Begrenzung ,der Verzahnung der Zahnstangen, noch nicht in die Verzahnung der Zahnräder 12 und 13 ein. Die Einstellvorrichtungen von Blende und Verschluß sind daher getrennt von Hand einstellbar. Bei vollständigem Herunterdrücken des Knopfes 36 werden .die vorher von Hand eingestellten Einstellvorrichtungen aus jeder Lage wieder ein die Bereitschaftsstellungen gebracht.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur selbsttätigen Einstellung von Blende und Belichtungsdauer bei fotografischenAufnahmegeräten unter Verwendung einer lichtelektrischen Zelle und eines Drehspulinstruments, ,dessen Zeigerstellung abgetastet wird, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfedes Tastorgans Blende und Verschluß gemeinsam auf den Durchlaß einer für eine Aufnahme ausreichenden Lichtmenge eingestellt und dann bei dieser Einstellung miteinander gekuppelt werden, derart, daß bei einer etwa erfolgenden Verstellung eines der beiden eingestellten Werte zwangsläufig der andere Wert so verstellt wird, daß die durchgelassene Lichtmenge gleichbleibt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, @daß .die erforderliche Lichtmenge bei geringer Lichtintensität durch große Blendenöffnung und lange Belichtungszeit und bei großer Lichtintensität durch kleine Blendenöffnung und kurze Belichtungszeit erzielt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausschlag des Zeigers mittels einer Sondenbatterie abgetastet wird und die vom Zeiger beeinflußte Sonde (58) einen .Anschlag (30) zur Einstellung zweier mit Gegenanschlägen versehenen Drehscheiben (4, 5) bildet, von denen je eine der Blendeneinstellung und der Belichtungszeiteinrichtung zugeordnet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere winkelhebelförmige Sonden benutzt werden, die unter in Richtung auf ihren Drehpunkt wirkendem Federdruck stehen, der (die Sonde beim Auftreffen ihres einen Hebelarmes (57) auf den Zeiger (q.8) in eine Stellung kippt, in welcher ihr zweiter Hebelarm (58) einen Anschlag (30) für die beiden Abtastorgane (4,5) bildet.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß von einem Antrieb, z. B. einem Federwerk (33), aus die beiden Scheiben (4,5) in entgegengesetzter Richtung angetrieben werden.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 5, da-,durch gekennzeichnet, daß die beiden Scheiben mittels eines Zahngetriebes (17) o4. dgl. gekuppelt werden, -durch dessen Betätigung sie winkelgleich gegeneinander und gegen die Anschlagsonde verdreht werden.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch ii und 2, da-,durch gekennzeichnet, daß der Zeiger (q8) des Lichtmeßgerätes über einer Skala (68) spielt, deren Teilstriche die selbsttätig eingestellten Blenden- und Belichtungszeitwerte angeben. B. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, idaß die Skala (6,8) und der Zeiger (48) im Bildfeldsucher des Aufnahmegerätes sichtbar gemacht sind. g. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet, durch ein Getriebe mit selbsttätig sich ändernder Übersetzung; das die übliche nichtlineare Winkelteilung der B'lendeneinstellung mechanisch in eine lineare Winkelteilung umwandelt. ro. Vorrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch ein Kurvenscheibengetriebe (4o, 42,45)-i i. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, ge- . kennzeichnet durch Mittel, welche zwecks Anpassung an verschiedene Empfindlichkeiten der lichtempfindlichen Schicht sowie an Kunstlicht, Gegenlicht oder Lichtschwächung durch Filter die Grundstellung 'des Meßgerätzeigers . verändern. ze: Vorrichtung nach Anspruch rz, gekennzeichnet :durch einen @an der Rückstellfeder des Zeigers angreifenden Hebel. 13. Vorrichtung nach Anspruch !n2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Schichtempfindlichkeitsregelung bzw. die Anpassung an Kunstlicht, Gegenlicht oder Filterbenutzung zwei an je einer Rückstellfeder (4g, 5,ö) des Zeigers angreifende Hebel (54 52) vorgesehen sind', von denen der. erstere bei geöffneter Filmkammer vor Einlegung des Films zugänglich ist, wührend der andere bei aufnahmebereiter Kamera zugänglich ist. 14- jTorrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, :daß als Kräftübertragungsglied vom Antrieb zu Aden Anschlagscheiben (4,5) Rutschkupplungen oder selbsttätige Kupplungen eingeschaltet sind, welche sich beim Auftreffen auf einen Anschlag, z. B. eine Sonde, von selbst öffnen und bei Wegfall des Anschlages sich selbsttätig schließen. r-5. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, gekennzeichnet durch Mittel, welche die Rückführung der Anschlagscheiben (4, 5) in ;ihre Grundstellung zwangsläufig beim Aufziehen des Antriebswerks bewirken. 16. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 6, da durch gekennzeichnet; daß die Sonden in einer Ebene parallel zur Zeigerebene angeordnet sind und der Abstandswinkel zwischen den Sonden gleich oder ein ganzzahliges Vielfaches des Winkels ides Zahnabstandes der Anschlagscheiben (4, 5) ist, und daß die Zahnlücken der beiden Scheiben beim Auftreffen auf die Sonde so ausgerichtet sind, daß beim Eingreifen des Kupplungsrades (r7) dessen Zähne keine Verstellung der Anschlagscheiben gegeneinander bewirken. 17. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 16, dadurch, gdkennzeicbnet, daß alle Sonden in einem gemeinsamen Halter (54) angeordnet sind, welcher zwecks Abtastung der Zeigerstellung quer zur Zeigerebene beweglich ist, und daß ein feststehender 'Bügel (65) vorgeseJhen ist, der beim Rückgang des Halters (54) jede ausgeschwenkte Sonde in ihre Ruhelage zurückführt. 1s: Vorrichtung nach Anspruch. z und 15, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätige Einstellvorrichtung für Blende und Verschluß bei nur teilweiser Bewegurig des Aufzugsgliedes des Antriebswerks unwirksam gemacht ist, so daß Blende und Verschluß getrennt, von Hand einstellbar sind.
DE1948869148D 1948-10-01 1948-10-02 Vorrichtung zur selbsttaetigen Einstellung von Blende und Belichtungsdauer bei fotografischen Aufnahmegeraeten Expired DE869148C (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE921733C (de) * 1953-07-04 1954-12-23 Walter Herterich Belichtungsregelvorrichtung fuer Kameras
DE1119659B (de) * 1955-01-12 1961-12-14 Voigtlaender Ag Verfahren und Vorrichtung zur Belichtungseinstellung photographischer Kameras mit eingebautem Belichtungsmesser
DE1123907B (de) * 1955-04-29 1962-02-15 Compur Werk Friedrich Deckel O Photographische Kamera
DE1156641B (de) * 1955-05-28 1963-10-31 Voigtlaender Ag Photographische Kamera mit selbsttaetiger Belichtungseinstellung
DE1157910B (de) * 1958-07-07 1963-11-21 Julius Durst Selbsttaetiger Belichtungsregler fuer fotografische Kameras

Cited By (5)

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