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Es hat sieh gezeigt, daß beider Verbindung z. B. eines im Erdreich
verlegten Absperrhahnes für Wasserleitungen und dem zum Schutz für das Verbindungsgestän,ge
gegen Verschütten vorzusehenden Schutzrohres erhebliche Schwierigkeiten dadurch
auftreten, daß bei eintretendem Frost die Oberfläche "des Erdreiches erstarrt und
,das Standrohr sich unter der Temperaturdifferenz zusammenzieht, während das Absperrorgan,
das mit der Leitung fest verbunden ist, in seiner .ursprünglichen Lage verbleibt.
Die Folge dieser Verhältnisse ist dann ein Abreißen des oberen Gehäuseteilg des
Abspdrrhahnes, weil bisher die Verbindung zwischen Absperrhahn und Standrohr als
Gewindeverbindung ausgebildet war und keine Möglichkeit besteht, die vom sich zusammenziehenden
Standrohr rausgehende Kraft elastisch abzufangen. Die Anwendung besonders elastischer
Verbindungen hat man gescheut, da Gummimanschetten u. dgl. kostspielig sind und
im Endreich auch leicht verdorben werden, so daß also damit gerechnet werden muß,
daß an der schadhaften Stelle Fremdkörper eindringen und auf diese Weise der Absperrhahn
nicht mehr bedient wenden kann.
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Gemäß der Erfindung soll nun in der Weise Ab--helfe geschaffen werden,
daß die Verbindung zwischen dem Standrohr und dem Gehäuse auf denkbar einfache Weise
durch einen Kegelsitz gebildet werden soll. Wenn man diesen mit der den praktischen
Erfordernissen entsprechenden Steilheit versieht, gelangt man im Rahmen des Üblichen
gleichzeitig auch zu Längen für den Sitz, die, wie die Erfahrung gezeigt hat, einerseits
eine völlige Abdichtung und eine gute Haftung zwischen beiden Teilen gewährleistet,
während auf der anderen, Seite bei Vorliegen selbst stärken Frostes die Entfernung
der Teile durch Zusammenziehen des Standrohres nur so gering ist, daß die gegenseitige
Führung nicht verlorengeht. Da bei Nachlassendes Frostes zuerst die Ausdehnung des
die Wärme gut leitenden Standrohres stattfindet, um damit die ursprüngliche feste
Verbindung zwischen den Teilen wieder herzustellen, während erst anschließend die
höheren Temperaturen, die über dem Gefrierpunkt liegen, im Erdreich selbst vordringen,
ist auch die Gefahr des Eindringens von, Tauwasser in die Verbindung, solange diese
gelockert ist, nicht zu befürchten, und es werden aus diesem Grund auch irgendwelche
Fremdkörper in den Sitz nicht hineingezogen. Die bisher bestehende Gefahr des Abreißens
vom Gehäuseoberteil ist aber durch die erfindungsgemäße Verbindung vollständig beseitigt.
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Die Erfindung, die vorstehend in ihrer Anwendung auf einen Absperrhahn
für Wasserleitungen beschriebene ist, kann sinngemäß für gleicher Weise auf irgendwelche
anderen unter der Erdoberfläche angeordneten Vorrichtungen angewandt werden, die
mit bestimmten, zu diesen Vorrichtungen gehörenden Teilen an die Erdoberfläche heranragen
und der gleichen Gefahr ausgesetzt sind. Es sind bereits Kegelverbindungen vielfach
vorgesehen, so u. a. auch zwischen einem herausnehmbaren Standrohr für Unterflurhydranten
und den Anschlußstutzen des Hydranten. Hierbei handelt es sich aber nicht um zu
der Vorrichtung gehörige Teile, sondern um besondere Teile, die nach Bedarf in die
unter Flur verlegte Vorrichtung eingeführt werden und bei denen naturgemäß die Aufgabenstellung
nicht vorliegt, wie bei dem Gegenstand der Erfindung. Außerdem wird bei diesen Vorrichtungen
dafür Sorge getragen, daß unter der Wirkung besonderer Spannmittel, wie Verschraubungen,
Bajonettverschlüsse od. dgl.; die konische Verbindung stets zuverlässig dicht hält
und: die beiden Gegenflächen aufeinandergedrückt werden, während bei dem Erfindungsgegenstand
im Gegenteil eine drucklose Auflage beider Teile herbeigeführt werden soll, die
unter der Einwirkung abhebender Kräfte sich leicht lösen lassen.
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Die Erfindung sei an Hand einer Zeichnung näher erläutert, in der
ein, Absperrhahn in Ansicht und das ihn umgebende Standrohr im Schnitt gezeigt ist.
Das Gehäuse r des Absperrhahnes ist über Gewindeanschlüsse :2 starr mit der Leitung
verbunden, in welche der Absperrhahn eingebaut ist, so,daß also eine Bewegung nach
oben oder nach unten nicht möglich ist. Das Gehäuseoberteil 3 ist mit einem konischen
Sitz versehen, über den das Standrohr 5 mit einem entsprechenden Gegensitz 6 greift,
der an seinem unteren, Ende vorgesehen ist.
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Es versteht sich, daß .die Erfindung in entsprechender Weise auch
auf andere im Erdreich verlegte Vorrichtungen, z. B. auch elektrischer Art, angewandt
werden kann und daß es sich nicht nur um die Verbindungen zwischen derartigen Teilen
und einem Standrohr zur Übernahme' des Bedienungsgestänges zu handeln braucht, sondern
daß auch andere an die ErdobeAäche führende Teile in ähnlicher Weise mit dem im
Erdreich verlegten Teil verbunden werden können, so daß anstatt des Kegelsitzes
auch andere ähnliche Verbindungsformen gewählt werden können, die jedoch vorzugsweise
Schrägflächen aufweisen mögen. Indessen ist auch in besonderen Fällen die Verwendung
von achsparallelen Gleitflächen möglich; obwohl die Herstellung dieser Flächen innerhalb
der gewünschten Dichtigkeibsforderung in der Regel zu kostspielig ist.