DE86691C - - Google Patents

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DE86691C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G15/00Carding machines or accessories; Card clothing; Burr-crushing or removing arrangements associated with carding or other preliminary-treatment machines
    • D01G15/84Card clothing; Manufacture thereof not otherwise provided for

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. \jg
Bei einem nach dem gewöhnlichen Systeme gefertigten Kratzenbeschlage zeigt sich als eine ganz natürliche Folge der Anspannung desselben beim Aufziehen auf die Krempelwalzen das sogenannte »Reihen«, d.h. das unregelmäfsige Zusammenlaufen je zweier bestimmter neben einander liegender Zahnreihen, so dafs sich entsprechend breite und schmale Gassen bilden. Durch den Gegenstand der Erfindung wird die Beseitigung der Gassenbildung angestrebt, welche zwar an und für sich nicht neu ist (Patentschrift Nr. 39905), doch sind hier die Mittel andere.
Bei der normalen Ausführung eines Kratzenbandes steht der Zahnrücken vertical zur Band-, richtung. Betrachtet man nun den Vorgang bei der Anspannung des Bandes (welch letztere bekanntlich bei dessen Verwendung in der Spinnerei unbedingt nöthig ist), so wird sich natürlicherweise die Bandbreite entsprechend der Spannung, mit welcher das Band auf die Krempelwalze aufgezogen wird, vermindern. Die nothwendige Folge davon mufs sein, dafs im Bande eine neue Kraft auftritt, durch welche an jedem Zahne die Entfernung α b der beiden Zahnschenkel bezw. der beiden Löcher (s.Fig. 1), in welche der Zahn eingesetzt. ist, sich zu ver-. kleinern sucht, so dafs die Zahnschenkel sich
zu nähern streben. Durch die Steifigje zwei Zahnschenkel verbindenden
einander
keit des
Zahnrückens wird nun bei der vorerwähnten Spannung des Bandes die nachtheilige Wirkung erzeugt, welche die Ursache der unregelmäfsigen Gassenbildung ist. Bei Verwendung des meistgebräuchlichen Kratzengrundstorfes, wie solcher aus ' mehreren (Gewebe-) Stofflagen mittelst Klebung zusammengesetzt ist, wird man sich diese Wirkungsweise folgendermafsen zu erklären haben: Naturgemäfs werden die auf den Krempelwalzen minder angespannten unteren Stoff lagen U (s. Fig. 1) infolge der Steifigkeit des Zahnrückens zwischen den Zahnschenkeln gezwungen, sich der verkleinerten Bandbreite anzupassen, während die stärker angespannten oberen Stofflagen O den Zahnschenkel mitnehmen und den Zahn in die Stellung nach Fig. 2 hineindrängen, so dafs derselbe eine derartige Form annimmt. Beim allmäligen Nachlassen der Spannung im Bande nach mehr oder weniger langer Benutzung in der Spinnerei hat dasselbe infolge der Elasticität des Grundstoffes die Tendenz, bezüglich der Breite wieder mehr auf das ursprüngliche Mafs zurückzukehren. Vor allem macht sich dieses Bestreben bei der durch das Anspannen des Bandes beeinflufsten Stellung der Zahnschenkellöcher dahin geltend, dafs sich die Zahnreihen 2 und 3 bezw. 4 und 5 einander nähern (Fig. 4), vorausgesetzt, dafs vorher durch Appretur (durch das sogenannte »Passiren«) des Kratzenbeschlages bei angespanntem Zustande desselben eine gleichmäfsige Vertheilung der Zahnspitzen hergestellt worden ist (s. Fig. 3).
Beim Nachlassen der Bandspannung wird also der Zahn theils vermöge seiner eigenen, durch die vorerwähnte Appretur erzeugten Spannung, theils infolge der Wirkungen der Elasticität des Stoffes wieder mehr oder weniger die für den Spinnprocefs nachtheilige Stellung nach Fig. 4 einnehmen, und umgekehrt tritt
bei Wiederanspannung des Bandes die ebenfalls nachtheilige Stellung nach Fig. 2 wieder ein.
Durch diese Veränderungen der Stellungen der Zahnschenkel zu einander bezw. dieses Wandern derselben, gleichbedeutend mit Unregelmäfsigkeiten in der Vertheüung der Zahnspitzen, mufs nothwendig je nach der vorherrschenden Bandspannung eine mehr oder weniger starke Gassenbildung eintreten, wie dies auch durch dynamometrische Prüfungen von Kratzenbeschlägen nachweisbar ist. Stellt man hingegen den Rücken des Zahnes unter einem Winkel von annähernd 450 geneigt zur Bandrichtung (Fig. 5), so bleibt die Entfernung a-b der Löcher, in welche der Zahn eingesetzt ist, immer dieselbe, da das Band bei Anspannung ungefähr gerade so viel pro Mafseinheit sich längt, als es pro Mafseinheit in der Breite verliert. Würde durch das Anspannen des Bandes nur seine Breite sich vermindern, so würde der Zahnschenkel bei b relativ zu demjenigen bei α nach b1 sich verschieben müssen. Da das Band sich jedoch um das entsprechende Mafs längt, wandert der Zahnschenkel beim Anspannen des Bandes von b nach b'2. Wählt man nun die Richtung a-b1 unter 450 geneigt zur Bandrichtung, so ist a-b'2 gleich a-b. Es behält demnach die Entfernung der Löcher, in welche die Kratzenzähne eingesetzt sind, auch im angespannten Bande dieselbe Gröfse wie im unbelasteten, und es wird dadurch der bei dem bisherigen Systeme nachtheilige Einflufs der Steifigkeit der Zahnrücken aufgehoben, weil im Bande trotz der Spannung alsdann nicht mehr das Bestreben auftritt, die Entfernung der Zahnspitzen zu verkleinern oder zu vergröfsern, was ebenfalls durch dynamometrische Prüfungen nachweisbar ist. Auch bei längerer Benutzung des Kratzenbeschlages wird in der Vertheüung der Zahnspitzen die gleiche Regelmäfsigkeit bestehen bleiben, wie sie von vornherein bei der Fabrikation desselben hergestellt wird. Der Zahn erhält bei dieser neuen Kratze zum Unterschied gegen die bisherigen Ausführungen eine ungleichwinklige Gestalt (Fig. 6), weil, gegen die Längsrichtung des Bandes bezw. Arbeitsrichtung des Beschlages gesehen, die Zahnschenkel unter einem Winkel von ca. 70 ° in den Grundstoff eingesetzt sein müssen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Kratzenbeschlag, dadurch gekennzeichnet, dafs zur Verhütung unregelmäfsiger Gassenbildung beim Aufziehen die Doppelzähne, deren parallele Schenkel schiefwinklig zum Zahnrücken stehen, mit diesem annähernd unter 450 geneigt zur Bandrichtung in zu derselben senkrechten Reihen eingesetzt sind (Fig. 5)·
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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