DE866644C - Verfahren zur Herstellung abriebfester Formkoksstuecke fuer metallurgische Zwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung abriebfester Formkoksstuecke fuer metallurgische Zwecke

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DE866644C
DE866644C DED3093D DED0003093D DE866644C DE 866644 C DE866644 C DE 866644C DE D3093 D DED3093 D DE D3093D DE D0003093 D DED0003093 D DE D0003093D DE 866644 C DE866644 C DE 866644C
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DE
Germany
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coke
abrasion
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water content
metallurgical purposes
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Expired
Application number
DED3093D
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English (en)
Inventor
Hans Dr-Ing Biebesheimer
Heinrich Dr Phil Hock
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Didier Werke AG
Original Assignee
Didier Werke AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels
    • C10L5/02Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
    • C10L5/06Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting
    • C10L5/10Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders
    • C10L5/14Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders with organic binders

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Description

  • Verfahren zur Herstellung abriebfester Formkoksstücke für metallurgische Zwecke Die in bekannter Weise aus kleinkörnigem Braunkohlenschwelkoks unter Zusatz von backender Steinkohle und Pech geformten und durch anschließende Verkokung gehärteten Preßlinge besitzen nur eine geringe Abriebfestigkeit. Sie genügen deshalb nicht den Anforderungen an metallurgischem, insbesondere für Hochöfen geeignetem, Koks. Die geringe Abriebfestigkeit bewirkt ein erhebliches Anfallen an Feingut, das durch ungleichmäßige Einlagerungen in den Schüttschichten Verstopfungen der Gaswege und dadurch einen ungleichen Abbrand verursacht.
  • Bei der Herstellung der Preßlinge wurde bisher die zu verformende Masse möglichst trocken gehalten. Diese durfte keinen über 4°/o hinausgehenden Wassergehalt aufweisen. Hatte der Schwelkoks einen höheren Wassergehalt, so wurde er erst getrocknet. Man ging dabei von der Erscheinung aus, daß feuchter Koks schlechter mit den zugefügten Bindemitteln, insbesondere Pech, abbindet als trockener und deshalb mürbe Preßlinge liefert. Da man aber einen festen Preßling.erhalten wollte, so glaubte man, einen solchen nur bei Verwendung von möglichst trockener Preßmasse zu erreichen.
  • Es hat sich jedoch gezeigt, daß Preßlinge, die aus einer Preßmasse hergestellt werden, welche aus zerkleinertem Koks und backender Steinkohle und Pech in den bekannten Verhältnissen zueinander besteht, deren Wassergehalt aber bedeutend höher, bis über die doppelte Menge der jetzt allgemein als Grenze betrachteten 4°/o hinaus, liegt, nach der Härtung ein bedeutend festeres Gefüge zeigen als die Preßlinge, die aus der gleichen, aber trockenen Masse mit einem Wassergehalt von 41/o und darunter geformt werden. Die Abriebfestigkeit solcher Preßlinge ist sehr hoch, und diese sind deshelb auch für die Beschickung von Hochöfen geeignet.
  • Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß für die Erzielung einer hohen Abriebfestigkeit, die eine Folge der Gefügefestigkeit ist, nicht die Standfestigkeit des Gesamtpreßlings im rohen Zustand, d. h. nach der Formgebung, maßgebend ist, sondern die Verfestigung der Kokskörner mit den beigefügten Bindemitteln während des Härtungsvorganges. Trockene Kokskörner haften zwar nach dem Pressen besser an den Bindemitteln, insbesondere an den Pechfeinstkörnern; sie schieben sich jedoch während des Pressens nicht innig ineinander. Ist aber eine größere Feuchtigkeit vorhanden, so gleiten die Kokskörner während des Preßvorganges besser, und die Bindemittelfeinkörner berühren eine größere Zahl von Kokskörnern im Preßling. Bei der nachfolgenden Härtung umfaßt der neu gebildete Bindekoks eine größere Zahl und eine größere Oberfläche der Kokskörner und schafft so eine festere Verbindung dieser untereinander. Die innige und feste Verbindung ist aber ausschlaggebend für die Gefügefestigkeit und damit für die Abriebfestigkeit des gehärteten Preßlings. Die geringere Formfestigkeit des Preßlings im Rohzustande, die bei erhöhtem Wassergehalt allen,-falls eintritt, ist belanglos gegenüber dem Vorteil der zu erzielenden erhöhten Abriebfestigkeit des fertigen Formkoksstückes.
  • Der Wassergehalt des Preßgutes darf aber andererseits eine gewisse Grenze nicht überschreiten. Als Höchstgehalt kommen etwa i2°/o in Betracht. Bei einem solchen Wassergehalt steigt die Gefügefestigkeit des fertigen Formkoksstückes um etwa 15% gegenüber der eines Formlings, der aus einer Preßmasse mit einem Wassergehalt von etwa 2 bis 3 % hergestellt wurde.
  • Die günstige Wirkung des erhöhten Wassergehaltes ermöglicht sogar, die zugesetzte Pechmenge zu ermäßigen oder sogar das Pech ganz fehlen zu lassen. Zweckmäßig ist es allerdings, dabei den Preßdruck etwas zu erhöhen. Man erhält dann Koksformstücke, die nur aus Kokskörnern und backender Steinkohle bestehen, die aber mindestens die gleiche Gefügefestigkeit und Abriebfestigkeit besitzen wie die aus einer Preßmasse mit "Steinkohlen- und Pechzusatz, aber sehr geringem Wassergehalt erzeugten Koksformstücke.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung abriebfester Formkoksstücke für metallurgische Zwecke aus einer Mischung von kleinkörnigem Koks und Steinkohle mit oder ohne Pechzusatz durch Verpressen des Gemisches zu Formlingen und anschließender Verkokung derselben, dadurch gekennzeichnet, daß Brikettiergut mit einem Wassergehalt über 4 bis etwa i2 % verwendet wird.
DED3093D 1943-04-15 1943-04-15 Verfahren zur Herstellung abriebfester Formkoksstuecke fuer metallurgische Zwecke Expired DE866644C (de)

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