DE864652C - Vorrichtung zum Reinigen von Spritzrohren - Google Patents
Vorrichtung zum Reinigen von SpritzrohrenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
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Description
- Vorrichtung zum Reinigen von Spritzrohren Die zum Abspritzen der Siebe in der Holzstoff-und Papiererzeugung bestimmten Spritzrohre werden bisher mit Frischwasser beschickt, weil es noch nicht gelungen war, die Verstopfungen der Spritzrohre zu verhüten, die bei Verwendung von faserhaltigem Abwasser auftreten. Die Bespritzung der Siebe mit Frischwasser erfordert erhebliche Kosten der Anlagen für die Beschaffung und Zuleitung -genügender Mengen Frischwassers. Der Verzicht auf die Wiederverwendung von faserhaltigem Ab- wasser aus den Maschinen der Holzstoff- bzw. Papierfabrikation bedeutet einen. nicht zu unterschätzenden Verlust an Fasern.
- Die Erfindung bezieht sich , auf die Lösung der Aufgabe, bei Verwendung von faserhaltigem Abwasser die Verstopfung *der Spritzrohre zu verhüten, also die Verwendung von faserhaltigem Abwasser zum Abspritzen der Siebe in. kontinuierlichem Betrieb ohne Betriebsstörungsgefahr zu ermöglichen.
- An sich ist es bekannt, dieses Ziel anzustreben. Man hat verschiedene Vorschläge gemacht, die Fasern aus dem Abwasser zu entfernen. Unter anderem hat man z. B. das Abwasser mittels einer Art Turbine am Eingang des Spritzrohres in spiralförmige Rotation versetzt, um eine Art Selbstreinigung der Spritzlöcher des Rohres herbeizuführen; aber dieser Vorschlag hat sich ebensowenig wie einige andere durchgesetzt.
- Die Erfindung löst die Aufgabe dadurch, daß ein im Spritzrohr frei verschiebbarer Putzkolben unter dein Einfluß von abwechselnd in entgegengesetzter Richtung @gesteuertem Druckwasser, insbesondere faserhaltngem Abwasser, die inneren Mündungen der Spritzlöcher des Spritzrohres mit regelbarer Hubzahl pro Zeiteinheit bestreicht. Die Erfindung betrifft ferner die Ausbildungen des Spritzrohres, die Herbeifü'brung seiner Axial- bzw. Schwingbewegung, die Steuervorrichtung für das Druckwasser, die Ausbildung des Putzkolbens und die Abführung des: Schlammes. _ In der Zeichnung ist -der Erfindungsgegenstand in zwei beispielsweisen schematisch. dargestellt.
- Fig. i zeigt eine Gesamtansicht der einen Ausführurngsform der Spritzanlage, _ Fig. z einen Vertikalschnitt durch eines der Unterbrecherorg ane, Fig. 3 eine andere Ausführungsform des:-Unterbrecherergans.
- Im Spritzrohr i ist erfindungsgemäß ein Putzkolben 2 von solchem Durchmesser, daß er zwar genügend Reibung an der Innenwand des Spritzrohres hat, aber doch nicht zu schwer beweglich ist, frei verschiebbar. Er kann: aus Siebscheiben, Drahtbürsten. oder als Igel ausgebildet sein, so daß er bei seinem Hub alle Verunreinigungen abräumen kann, die die-Spritzlöcher verlegen. Diese Fremdkörper werden vom Kolben bei dessen über die ganze wirksame Län(ge des Spritzrohres i reichendem Hube zu den Schlammtaschen 3 an der Unterseite des Spritizrohres i geschoben, aus denen dieser Faserschlamm dann von Zeit zu Zeit durch Öffnen eines am -verengten Ausgang der Tasche 3 befindlichen Ab-sperro.rgans) q. unter dem Druck des im Innern des, Spritzrohres befindlichen Druckwassers entfernt werden kann.
- Das Hinundhergleiten des Putzkolbens 2 wird dadurch herbeigeführt, daß von einem, Hochreservoir, einem Windkessel oder einer Pumpe aus mittels, der Leitungen 5', 6' und 5, 6 den Enden des Spritzrohres abwechselnd Wasser unter einem Druck von etwa 2 bis 3 Atm. zugeleitet wird. Dieser Zustrom wird durch Unterbrecherorgane 7, 7 gesteuert, die z. B. gemäß Fig. 2 Drehschieber sein können, -deren Durchbrechungen gegeneinander um 9o° versetzt sind. Diese Drehschieher werden. beispielsweise mit einer Drehzahl von i Umdr./min betätigt, während welcher Zeit ein solcher Schieber 9 den Wasserdurchgang zweimal öffnet und schließt. Die. Achsen: dieser Drehkörper sind seitlich stabil gelagert und durch Stopfbüchsen gut abgedichtet. Die Bewegung der Drehschieber kann mechanisch, z. B. mittels Kettentriebes 8, erfolgen. Die Drehschieber 9 sitzen beispiel;slveise in je einem Hahngehäuse io mit Anschlußstutzen i 1, 12 und haben einander gegenüberliegende Durchbrechungen 13, 1q. (Fig.2). Für jeden der beiden Leitungsäste 5, 6 ist ein eigener Drehschieber 7, 7 vOrgeseheri:. Beide können so zusammengebaut sein, daß ihre Drehkörper auf einer gemeinsamen Welle 15 sitzen (Fig. i), oder es können beide Drehschieber überhaupt ein gemeinsames Gehäuse (Fig. 3) und einen gemeinsamen Drehkörper mit zueinander versetzten Paaren von Durdhbrechungen haben. Im letzteren Fall erfolgt erfindungsgemäß die gegenseitige Abdichtung durch Dichtungsleisten am Drehkörper bei. 2o.
- Jeder der Leitungsäste 5, 6 ist mit seinem Spritzrührende durch ein elastisches Verbindungsorgan, beispielsweise ein je-ungefähr 1/z m langes Schlauchstück von etwa 5 cm Weite, verbunden. Das Spritzrohr selbst ist irgendwie federnd aufgehängt (bei ig, Fig. i), um unter Ausnutzung desi beim Druckund. Richtungswechsel des Spritzwassers auftretenden Rückstoßes eine selbsttätige Hinun:dherbewegung in axialer und auch in anderer Richtung ausführen zu können. Diese Schwingung ist deshalb erwünscht, weil dadurch die Spritzstrahlender Abspritzflüssigkeit auf fortwährend wechselnden Stellen des Siebes auftreffen, was für die Reinigungswirkung vorteilhaft ist. Jeder der Leitungsäste 5, 6 besitzt auch ein: eigenes Absperrorgan 16.
- Der Hub des Putzkolbens ist an 'beiden: Enden durch je einen Anschlag, z. B. einen durch das Spritzrohr reichenden Bolzen 17, begrenzt.
- Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgernde: Ein nicht dargestellter gemeinsamer Hauptschieber wird bei, Anstellung der Vorrichtung geöffnet, nachdem der Antrieb für die Unterbrecherorgane (Rad 8, Welle 15) eingerückt worden ist. Die Ventile 16 seien bereits geöffnet. Der Putzkolben befinde sich in einer, z. B. der linken Endlage (Fig. i), das, linke Unterbrecherorgan 7 öffnet zuerst. Das durch den Leitungsast 5 einströmende Druckabwasser treibt den Kolben. 2 nach rechts und tritt dabei zugleich bereits durch die Spritzöffnungen gegen das Sieb aus. Die etwa im Spritzrohr befindlichen, die Spritzöffnungen; verlegenden Fasern werden dabei vom Putzkolben mitgenommen und vor diesem 'her gegen die rechte Schlammtasche 3 geschoben, in welche sie absinken. Der Putzkolben 2 findet dann, an dem rechten, Anschlag 17 seine Hubbegrenzung. Mittlerweile hat das Unterbrecherorgan 7, 7 seine Drehung fortgesetzt und schließt den Leitungsast 5 ab. Gleichzeitig öffnet es, den Leitungsast 6,' und das nun durch diesen zum rechten Ende des Spritzrohres zuströmende Druckab-#vass.er treibt den Kolben 2 nach links, wobei das noch im Spritzrohr i befindliche Druckwasser, das aber bereits durch die Ausströmung eines Teiles desselben: während der Zwischenzeit am Druck und Menge eingebüßt hat, durch den Überdruck des aus dem Leitungsast 6 kommenden, den Kolben nach links treibenden Wassers mit neuem Impuls aus den Spritzlöchern getrieben wird, 'bis das, Spritzrohr von diesem vor dem Kolben befindlichen Wasser entleert ist und der Kolben 2 an dent linken Anschlag 17 stößt. Dabei 'hat der Kolben zugleich die Fasern, die der frühere Linkszustrom an der Spritzrohrinnenunterwand abgelagert hat, zum linken Schlammsack 3 mitgenommen. Beim Druckwechsel und Stromwechsel hat das Spritzrohr jedesmal einen kräftigen Rückstoßimpuls erhalten, der ihm, eine Längs-und Schwing hewegung erteilt, welche dazu führt, daß die Spritzrohröffnungen und mit innen. die daraus hervortretenden Spritzstrahlen auf dem Sieb, das abzuspritzen ist, fortwährend die Auftreffstellen wechseln.
- Diese Vorrichtung ist auch bei Verwendung von Frischwasser nützlich, da ja auch dieses. Sedimente enthält, die die Spritzöffnungen verlegen können. Sie kann ferner in mannigfacher Weise im Rahm-en der Erfindung mit. den bekannten Mitteln des Maschinenbaues und durch verschiedene Anordnung der Teile um- und ausgestaltet werden, und sie kann auch für andere als Holzstoff- und Papiererzeugungsbetriebe mit Nutzen für analoge Zwecke, insbesondere zur Ausnutzung von faserhaltigem Abwasser und zur Rückgewinnung dieser Fasern, verwendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Reinigen von, Spritzröhren, dadurch gekennzeichnet, daß ein im Spritzrohr (i) frei verschiebbarer Putzkolben (a) unter dem Einfluß von abwechselnd. in je entgegengesetzter Richtung gesteuertem, von den Enden des Spritzrohres (i) her zuströmendem Druckwasser, vorzugsweise faserhaltigem Abwasser, mit regelbarer Hubzahl pro Zeiteinheit die inneren Wandungen .des Spritzrohres (i) bestreicht. a. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Putzkolben (z) aus Siebscheiben oder Drahtbürsten u. d@gl. besteht oder als Igel ausgebildet ist. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub des: Putzkolbens (a) an beiden Enden des Spritzrohres (i) durch, Anschläge (17) begrenzt ist. q.. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Spritzrohr (i) an beiden Enden, je vor dem Hubende des Putzkolbens (a), an der Unterseite je einen. Schlammsack (3) mit einem am verjüngten Ende oder am Ende einer geneigten Abrutschflächebefindlichen Absperrorgan (.4) hat. 5. Vorrichtung nach. Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden zu den Enden des Spritzrohres (i) führenden Druckrohräste (5, 6) von auf einer gemeinsamen Welle (15) sitzenden oder sogar in einem gemeinsamen Gehäuse (7) untergebrachten Unterbrecherorganen mit Hand- oder mechanischem Antrieb (8) in regelmäßigen, regelbaren Zeitabständen abwechselnd je beim Hubwechsel des Putzkolbens (2) geöffnet bzw. geschlossen werden. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abdichtung der Unterbrecherorgane gegenüber dem Gehäuse (io) schmale Leisten am Drehkörper angeordnet sind. 7. Vorrichtung nach Anspruch i, 3, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Spritzrohr (i) eine ihm eine axiale Hinundherbewegung. gestattende federnde Aufhängung (i9) besitzt, beiderends@ mittels elastischer Verbindungsstücke, beispielsweise Schläuchen (18), an die Druckrohrzuleitungsäste (5, 6) angeschlossen ist und durch den beim Druckwechsel auftretenden Rückstoß in axiale Schwingungen versetzt wird. B. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Axialschwingungen des Spritzrohres mechanisch bewirkt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT864652X | 1951-06-13 |
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|---|---|---|---|
| DEM10921A Expired DE864652C (de) | 1951-06-13 | 1951-09-08 | Vorrichtung zum Reinigen von Spritzrohren |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE864652C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE955648C (de) * | 1956-07-12 | 1957-01-03 | Paschke & Co Eisengiesserei U | Einrichtung zum Erzeugen einer oszillierenden Bewegung eines von einem Medium durchflossenen, schwingungsfaehig gelagerten Hohlkoerpers, insbesondere eines Spritzrohres fuer Papiermaschinen |
-
1951
- 1951-09-08 DE DEM10921A patent/DE864652C/de not_active Expired
Cited By (1)
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