DE86318C - - Google Patents

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DE86318C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D3/00Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D3/04Chlorides
    • C01D3/06Preparation by working up brines; seawater or spent lyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 62: Salinenwesen.
~ Die bisherige Technik der Darstellung von Kochsalz kennt kein anderes Verfahren als das der Verdampfung der gesättigten Soole bis zur erfolgenden Bildung und Ausscheidung . von Salzkrystallen. Diese Verdampfung mufs wegen der über ioo° C. liegenden Siedetemperatur der Soole entweder bei offenen Siedepfannen mittelst directer Befeuerung oder, sofern man die Soole mittelst Dampfschlangen erhitzt, unter Anwendung eines Vacuums erfolgen.
Die mit dem Ansieden der Soole bewirkte Concentration bildete bisher ebenso das einzige Mittel, den jeder Soole eigeiithümlichen Gypsgehalt zu beseitigen, indem der so ausgefällte Gyps der Pfanne aufgebrannt wurde, welcher »Pfannenstein« ebenso zur schlechteren Uebertragung der strahlenden Hitze des Feuers wie zur schnelleren Zerstörung der Siedepfannen beitrug.
Dem durch Sieden bereiteten Speisesalz erwächst für das Trocknen eine Schwierigkeit, insofern ihm die aus der Mutterlauge herrührenden zerfliefslichen Salze anhaften; andere Sulfate als das Calciumsulfat können überhaupt beim Versieden der Soole nicht entfernt werden.
Das neue Verfahren besteht nun darin, dafs
1. durch Zusatz von Baryumcarbonat der Gyps entfernt, andere Sulfate in Chloride umgewandelt werden;
2. das Kochsalz durch Zusatz von hochgradigem Alkohol ausgefällt und in feinster Krystallisation, gewonnen wird;.
3. der zur Ausfällung des Kochsalzes verwendete Alkohol auf dem Wege der Destillation wiedergewonnen wird, so dafs er aufs neue in den Kreislauf des Verfahrens eingeführt werden kann, und dafs
4. die eines Theils ihres Chlornatriumgehalts beraubten Soolen, soweit dies erforderlich, bis zur abermaligen Sättigung verdampft oder durch Lösung neuer Mengen von Kochsalz angereichert werden.
Zu i. Zu der durch Auflösen von Steinsalz gesättigten Soole wird eine ihrem Gehalt an Sulfaten äquivalente Menge von Baryumcarbonat zugesetzt und die Soole mäfsig erwärmt, was mittelst am Boden des Gefäfses angebrachter Dampfschlangen geschieht. Die Umsetzung zwischen Baryumcarbonat und Calciumsulfat erzeugt die unlöslichen Niederschläge von Baryumsulfat und Calciumcarbonat, welche Reaction durch Erwärmen beschleunigt wird; der durch die Erwärmung körnig werdende Niederschlag setzt sich sehr schnell zu Boden. Das gefällte Magnesiumcarbonat setzt sich mit vorhandenem Calciumchlorid zu Magnesiumchlorid und Calciumcarbonat um; aus vorhandenen Alkalisulfaten entstehen durch Umsetzung mit Baryumcarbonat zunächst Carbonate, welche indessen mit vorhandenem Calciumchlorid sich gleichfalls zu Alkalichloriden und Calciumcarbonat umsetzen.
Zu 2. Die nach dem Erkalten abgezogene Soole wird in geeigneten cylindrischen Gefäfsen, deren Boden konisch zugeführt und unten mit Ventilschlufs versehen ist, abgelassen und mit einer ihrem Volumen gleichkommenden Menge von hochgradigem Alkohol versetzt. Das

Claims (1)

  1. Chlornatrium wird sofort, infolge der Entziehung des Lösewassers, ausgefällt, ohne dafs die Mutterlaugensalze mitfallen, da sie nur noch Chloridverbindungen- enthalten, welche in Alkohol löslich sind und daher nicht gefällt werden. Das Chlornatrium setzt sich als Speisesalz von feinkörnigster und lockerster Beschaffenheit sehr schnell zu Boden. Die überstehende Lauge wird abgelassen und das Salz nach Oeffnung des Bodenventils in untergehängten Säcken aufgefangen, aus denen die anhaftende Lauge abtropft.
    Das ausgeschüttete Salz wird, um es von anhaftender Mutterlauge zu befreien, mit verdünntem Alkohol gedeckt, dann in Centrifugen ausgeschleudert, ausgedämpft, und ist nun bereits getrocknet. Es wird zwischen Porzellanwalzen zerdrückt und ist fertige Handelswaare.
    Zu 3. Die der Destillirblase zugelaufenen alkoholhaltigen Laugen werden in derselben mittelst Dampfschlangen erwärmt, um den Alkohol in Vorlagen überzudestilliren, für welche Erwärmung, da der Alkohol bei 78 ° C. siedet, der Dampfverbrauch ein geringer ist. Hierbei wird das Volumen der Rückstandslauge erheblich eingeengt. Der Alkohol wird abermals verwendet, wie unter 2. beschrieben.
    Zu 4. Die Verdünnung, welche der Alkohol durch Aufnahme des Lösewassers aus der SaIzsoole erfährt, setzt der Ausfällung des Chlornatriums eine gewisse Grenze. Die von Alkohol befreiten Laugen sind daher noch salzhaltig und können daher entweder zum Auflösen neuer Mengen von Steinsalz verwendet werden, oder man dampft sie bis zur Sättigung ein. Letzteres geschieht in Pfannen, deren Boden mit Dampfschlangen belegt ist. Nach geschehener Anreicherung und Abkühlung werden diese Soolen wie unter 2. behandelt.
    Das Verfahren kennzeichnet sich durch die weitgehende Ersparnifs an Brennmaterial, Schonung der Apparate und Verminderung der Arbeitskräfte, sowie durch die beschleunigte Darstellung grofser Mengen von Kochsalz.
    • Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Abscheidung von Kochsalz aus vortheilhaft vorher von den Sulfaten, z. B. durch Zusatz von Baryurncarbonat, befreiter, gesättigter Soole durch Ausfällen mit Alkohol.
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