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Blockgießverfahren und Einrichtung zur Durchführung Die vorliegende
Erfindung bezieht sich auf ein "erfahren für den 1Tetallbl,oclcguß und eine Einrichtung
zum Gießen von Blöcken; sie bezieht sich ürs-hesondere, jedoch nicht ausschließlich,
auf das Gießen von Gußsta'lilailöcl:en, wo sie sich l;@sanders vorteilhaft auswirkt.
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Der Zweck der Erfindung ist die Ermöglichung einer weitergehenden
B-cherrschung der Abkühlungsgeschwindigkeit des in die Form (hzw. die Kokille
) gegossenen Metalds, als dies bei bekannten Gießverfahren bisher möglich
war. Ein weiterer Zweck ist die Schaffung einer Möglichkeit, das zu Blöcken @-ergossenelhetall
in jeder beliebigenKühlatmosphäre abkühlen lassen zu können. Weitere Zwecke sind
2 Erhöhung der Lebensdauer der Kokillen, die Verminderung des Auftretens von Oberflächenfehlern
an dien Guß Blöcken. hzw. von Oberflächenbeschädigungen an den Kokillen, die daher
riihren, diaß (las Metall während des Gießens spritzt, sowie die Erhöh:u,ng .der
Gießgeschwindigkeit und damit die Erhöhung der jeweils mit einer Gießpfannencharge
zu gießenden Blockzahl.
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Der der Erfindung zugrunde liegende Hauptaeidan#he ist, =das zu vergießende
Metall in eine Kokille zu gießen, die in eine Anzahl einzelner Teile unterteilt
ist, die, solange -das Metall eingegossen wird, vermittels eines ILokilleiiiralimens
zusamrrlengespannt werden, und die, sobald der Gußbaork soweit abgekühlt ist, daß
er in sieh selbst hält, von diesem abgehoben werden, so daß der
Hauptanteil
alles Abkühlungsvorganges dann stattfindet, wenn- die Kokillenteile vom Gußblock
ahg dhooben sind, während die Kokillenteile am Ende des Abkühlungsvorganges völlig
:geöffnet werden, so :diaß der Gußblock herausgezogen verdien kann. ,.
. Zur Ausführung dieses . Verfahrens: wurde ein Kokillenrahmen vorgesehen,
dessen, Hauptvorzug darin bestecht, daß er in Verbindung mit einer großem, Anzahl,
einzelner sowohl hinsichtlich ihrer Länge als auch: hinsichtl'ieh ihrer Durchmesser
verschieden großer Kokillenteile benutzt wenden kann, was zur Folge hat, das, mit
ein und demselben Kokillenrahmen Gußbläcke verschiedener Form und Größe gegossen
werden können. Erfindungsgemäß ist ein Verfahren zum Gießen von Metall in Blockform
vorgesehen, welches aus folgenden Verfahrenstufen besteht: Gießen des geschmolzenen
Metalls, in eine in einzelne Teile zerlegbare Kokille, Ablösen der Kokillen.teile,
nachdem der Gußblock so weit erstarrt ist, daß er in, sich selbst hält, und' bevor
Schwund eintritt, so. daß zwischen- dem Gußbilock und der Kokillie ein, Zwischenraum
entsteht, und, Abkühlung dies Gu,ßbLockes, wobei dieser in einem gewissen Abstand
vors der Kokille umgeben. wind.
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Wenn man wünscht, kann; eine den Abkühlungsvorgang beeinflussende
Atmosphäre, wie z. B. Wasserstoff, Stickstoff oder sonstige heiße Gase, irden Zwischenraum
zwischent dein Gußblock und der Koleille eingeführt werden, während der Gußblock
sich abkühlt, .
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Nacheiner weiteren Erfindungsmerkmal ist eine Einrichtung vorgesehen,
mit deren: Hilde gießbares Metall in Blöcke vergossen werden kann, :dlie aus einem
zweiteiligen Rahmen und einer in mehrere einzelne Teile unterteilten Gießform besteht,
deren Teile- in @diesem Rahmen gehalten werdlen, wobei eine Einrichtung, welche
,die Kokillenteile während des Gießens des Metalls zusammenhält, eine Einrichtung
zur Öffnung dieser Kokillenteilhalterung um einen geringen Betrag, so daß zwischen
-dbnn Gußblock und den Kokillenteilenwährend des Abkühlens des Gußblockes ein kleiner
Zwischenraum entsteht, und eine Einrichtung zur vollständigen Öffnung -der Kokillenteilhalterung.vorgesehen
sind, so daß in einem späteren Abkühlungsstadium die Formteile endgültig von dem
Gußblock abgehoben sind.
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Nach einem -noch weiteren Erfindungsmerkmal ist eine Einrichtung vorgesehen,
mit deren Hilfe Metall in BloockfoTm vergossen verdien; kann-, die aus einer horizontalen
Grundplatte, einer mehrteiligen, in Längsrichtung unterteilten, senkrecht auf dieser
Grundplatte stdhen@den Kokille und einer mit der Grundplatte gelenkig verbundenen
Halterung für die Koikillenrteile sowie einer Einrichtung zur Bewegung dieser Halterung
von- und- zueinander beisteht, so daß die Kokillenteilic jeweils in bezug zueinander
geöffnet oder geschlossen verdien können.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sieh aus!
der Beschreibung einiger bev orzugter Ausführungsarten der Erfindung. Die. einzelnen
bevorzugten Verfahren und Ein, richturigen werden unter Bezug auf die schematischem
Zeichnungen. bescbrrieben;, in welchen Fig. i .ein Aufriß ist, aufs. welchem die
Gesamtanordnung,der Gießeinirichtung zu ersehen ist, Fig. 2 eine Draufsicht auf
einfern Teil :dier in Fig. i gezeigten Einrichtung ist, Fig. 3, 4 und 5 jeweils
eine Draufsicht, eine Vorderansicht und eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform
einer erfindungsgemäß ausgebildeten Gießeinrichtung ist, Fig. 6, 7 und 8 jeweils
Draufsichten auf verschiedene Kokillenformen sind, Fig.9 und io jeweilis eine Draufsicht
und ein Aufriß eines mit irgendeiner der ino den Fig. 6, 7 und 8 därbgestellten
Kokillen hergestellten Gußblockes ist, Fig. i i und 12 jeweils eine Draufsicht und
ein Aufriß einer Kokil.lenhälfte ist, die so ausgebildet ist, daß sich zwei gleiche
zylindrische Formhohlräume ergeben:, wobei jeder Kokillenteil mit zwei Längsschlitzeni
ausgestattet ist, in die in jeder ge:-wünscheen Höhe ein Kokillenkopf einbmesehoben
werden, kann, so daß sich Gußblöcke verschiedener Höbe ergeben.
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Fig. 13, 14 und 15 - zeigen, jeweils eine Draufsicht, eine Vorderansicht
und eine Rückansicht einres Kokillenkopfes, ,der Jeweils In die in Fig. i
i und 12 dargestellten, mit Schlitzen versehernen Teile eingeschoben werden kann.
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In, F ig. i ist eine Gießpfanne 2o gezeigt, die den zu vergießenden
Stahl aufnimmt; sie ist mit einem herkömmlichen Bodenstopfen 2i ausgestattet. Mit
Hilfe. von Gelenrkhebeln 22 und 23 ist unten an der Gießpfanne eine Vei-teilerri:une
24 gelenkig aufgehängt, welche- mit drei Verteilergieß,düsen, 25, 26 und 27 ausstattet
ist. Die Gesamtsumme der Durchgangsquerschnitte der Verteilerdüsen ist vorzugsweise
ungefähr gleich. dem Querschnitt der Austrittsöffnung 21 der Gießpfanne, so .daß
der Stahl die Verteilerpfanne durch odie Düsen 25, 26 und, 27 etwa mit derselben
Geschwindigkeit verläßt,wie er aus der Gießpfanne in diese eintritt.
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Der Zweck der Verteilerpfanne ist der, der bedienenden Person zu ermöglichen,
anstatt der schweren., großen Gießpfanne eine verhältnismäßig leichte Gießpfanne
über .der Gießforen (d. h. -der Kokille) zu betätigen.
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Die Kokille steht senkrecht auf einer horizontalen Gr ndplatte 28;
jede Kokille besteht aus einer gewellten Mittelrippe 29, die auf der Grundpliatte
28 befestigt ist, und aus zwei gleichartigen, äußeren gerippten Kokillenteilen
30 und 31, die mit dieser Mittelrippe zusammenwirken.
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Die äußeren; Ko'killentei.le sind in bez.u,g auf die Mittelrippe beweglich
angeordnet und können, falls erforderlich, an dieser festgespannt werden. Im zusammengespannten,
Zustand bilden die drei Kokillenteile mehrere gleichartige Kokillenihohlräume, deren
Querschnitt in Fi-g. 2 unter Bezugsziffer 32 angedeutet ist.
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Die beiden äußeren Kokillenteile 30 und 31 sind gleich ausgebildet
und mit gleichartigen
Zubehöreinrichtungen versehen, so daß nur
eine .ders.el.be.n -hier im einzelnen beschrieben zu «-erden braucht.
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Das Teil 30 ist vermittelis von Ansätzen in, einem zweiarmigen
Halter 33, 34 eines h.änaa-t, der etwas exzentrisch auf einer Welle 35 befestigt
ist, an, der außerdem ein Paar von Lenkern befestigt ist (von welchen einer bei
36 gezeigt ist), die ihrerseits mit einem Stangenpaar gekuppelt sind; (von, welchen
eine bei 37 zu seihen ist); diese Stangen sind an Hebeln 38, 38a angelenkt, die
ihrerseits durch einen Griff 39 miteinander verbunden sind.
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Die Einrichtung wird wie folgt betätigt: Vor dein Gießen werden die
beiden äußeren Kokillenrteile 3o und 31 beide in die für Teil 30 gezeigte
Stellung gebracht, wobei die beiden Handgriffe 39 sieh in ihren untersten Lagen
befiniden.
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Wenn ,der Stahl bzw. das zu vergießende Metall vergossen wurde und
angenommen wird, daß die Gußblöcke sich so weit abgekühlt haben, daß sie ste'lienbleiben,
werden beide Handgriffe 39 nach oben bewegt und idie Stangen 37 dadurch n'ac'h oben
gezogen, so daß die Lernleer 36 verdreht wenden und infolgedessen die exzentrisch
gelagerten Halter 33 und 34 jeweils ein klein wenig von der Mittelrippe 29 wegbewegt
werden. Die inneren Enden -der zweiarmigen. Halter 33 und 34 verschieben den. jeweils
zugehörigen Kokillenteil in im wesentlichen paralleler Richtung um etwa 6 min von
der Mittelrippe 29 weg.
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Die Grundplatte 28 ist bei 4o und 4o11 unterteilt, so daß zwei bewegliche
Teile entstehen, die jeweils mit den äußeren Kokillenteilen zusammen bewegt bzw.
gekippt werden, was zur Folge hat, :daß, wenn ein Kokillenaußenteil von derMittelrippe
abgezogen wird, der Gußblock mit dem Außenteil von der Mittelrippe ivejbewegt wird
und infolgedessen zwischen den Guß:blöcken und der Rippe Luftspalte entstehen. Anschließend
wird zwischen :dem jeweiligen Gußblock und dem betreffenden äußeren Kokillenteil,
beispielsweise dem Teij3o, ein Luftspalt hergestellt, indem das Außenendedes He:belis
38 nach innen: gestoßen wird..
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Wenn -die sechs. Guß:blöcke sich genügend abgekühlt haben, wird; in
die beiden röhrenförmigen Stirnseiten des Handgriffes 39 ein Paar (nichtdargestellte)
Zapfen gesteckt, worauf an :dem Han@dgriff seitlich bezogen wird! und, die beiden
Teile somit von der Rippe 29 weggeschwenkt werden, wodurch die Kokillen: sich völlig
öffnen, wobei jeweils drei Gußblöcke von jedem Außenteil gehalten werden:. Die beiden
Hanoigriffe 39 werden sodann in die Stellung fallen gelassen, die in Fig. i rechts
angegeben ist, wobei sie in eine beispielsweise bei 41 dargestellte Grube fallen,
die mit Sand gefüllt ist, um .den Sturz zu dämpfen,. Die Gewalt :des Sturzes kann
dazu ausgenutzt werden, das innere Ende des Hebels 38 durch einen Schlitz in den
betreffenden Kokillenteil hineinzustoßen, wodurch die Gußblöcke angehoben werden
und zum Abtransport zugänglich gemacht werden.
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Die Gußblöcke oder Knüppel werden vermittels eines Greifers abtransportiert,
welcher dieselben in einen Glühtunnel oder auf einen Blockwagen verlädt.
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Nachdem die äußeren Kokil.lenteile und die Mittelrippe gereinigt und,
mit einem Innenüberzug versehen sind, werden die Zapfen wieder dazu benutzt, ,den
Hanidigriff 39 zu ergreifen und die äußeren Kokil:lenteile in ihre Gießstellungen
in bezug auf die :Mittelrippe zurückzubewegen. Eine d.arauffolgenide Abwärtsbewegung
der Handgriffe 39 bewirkt, daß die exzentrischen Halterhe:bel 33, 34 die äußeren
Kokillenteile 30 und 31 an die Mittelrippe 29 pressen, worauf die Kokille
wieder für den nächsten Gießvorgang bereit ist.
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Die äußeren. Kokillenteile werden im frühesten möglichen Augenblick,
,d. h. sobald der Guß:block in sieh selbst gefestigt ist un(d bevor ein wesentlicher
Schwund auftritt, voti dem Gußblock wegbewegt, was zur Folge hat, daß die Ablcihl:ungsb
sch-,vindigkeit verzögert und der Grad einer etwaigen Lunkerbildung weitgehend herabgemindert
wird-.
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Wenn man wünscht, kann in den, Luftspalt zwischen den' Gußblöcken-
und der Kokille eine bestimmte Kühlatmosphäre, wie z. B. Wasserstoff, Stickstoff
oder heiße Gase, einsgeblasen werden.
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Die Art, wie die ausgeführt wird, wurde an Hand der Fig. i bisher
ganz allgemein ]),.-schrieben. Für dien praktischen Gebrauch g«i-gnetere Einrichtungen
zur Ausführung der Erfindung werden nun, mehr ins einzelne gehend, unter Bezug auf
die Fig. 3, .4 und 5 besclirieben.
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In diesen: Figuren ist eine Doppelkokille dargestellt, die aufs zwei
gleichen Teilen 42 und 42a besteht, die beide aufrecht auf einer Grundplatte43 aufgesetzt
sind. Die Grundplatte besitzt eine Mittelöffn:ung ..., in welcher sich ein Rohr
45 unid ein Schemel 46 befindet. Jeder Kokillenteil ist mit je einem Paar länglicher
Ansätze 47 und 48 b:zw. 47' und 4811 ausgestattet. Diese Ansätze können abnehmbar
in acht Klinken eingehängt werden, von welchen sieben in: den Figuren bei 49, 5o,
d.911 und 5o11 (obere Klinken) und 49a, 49" und Sod (untere Klinken) zu sehen sind.
Diese acht Klinken sind auf vier Quadranten 51, 52, 51' und 52,1 jeweils
schwenkbar angebracht, die alle auf der Grundplatte 43 abrollen können.
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Mit dem Quadranten 51 bilden zwei Hebel, beispielsweise 53, ein Stück,
der Quadrant 52 bildet ein Stück mit zwei Hebeln, beispielsweise 55, wä'lirenddie
Quadranten # i11 und 52a jeweils mit Hebeln 53a, 5d.11 bz',v. 55a und 56a ein Stück
bilden. Die vier Hebel sind in der :dargestellten Weisie schwenkbar auf senkrechten
Wellen 57 und 57a angebracht. Mit dieser Anordnung können die acht Klinken, beispiels-weise
49, um die eine oder andere der Wellen 57 und 57a geschwenkt werden, wodurch Kokillen
verschiedener Größe aufgenommen werden können.
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Auf den senkrecshten Wellen 57 und, 57a sind Muffen 58 und 58a angebracht,
durch welche Zapfen 59 und 59,1 hindurchgesteckt sind, auf welchen je ein
Lenkerpaar 6o, 61 bzw. Goa und Eia schwenkbar angebracht ist, :das seinerseits jeweils
bei 62 und 6211 ani Hebeln 63 und i 63a antigelenkt ist.
Diese Hebel
sind auf der Grundplatte 43 bei 64 und, 64a gelenkig gdegert.
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Die beiden Hebel 63 und 63a auf der linken und rechten. Seite der
Fig. 4 sind miteinander durch zwei Stangen 65 und 66 und ein Verbindungsglied 67
verbunden. Die Stange 65 ist an dem Heb--1 63 bei 68 gelenkig angebracht, während,
die Stange 66 bei 69 an dem rechten Hebel 63a gelenkig angebracht ist.
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An: der Unterseite jeder Kokille ist jeweils ein nach oben konvex
ausgebildeter Schemel 46 angebracht, auf welchen eine Spritzsdhutzkappe 70 aufgesetzt
ist.
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Die Einrichtung wird auf folgende Weise benutzt: Stahl oder irgendein,
anderes zu vergießendes Metall wird vorzugsweise mit Hilfe der in Fig. r gezeigten
Einrichtung in die beiden, Kokillenhohlräume gegossen; dieses Vergießen muß in jedem
Fall so,erfolgen"daß die flüssigen Metallströme auf die Spritzkappen 7o auftreffen,
und so, daran gehinidiert wenden, gegen die Wandungen der Kokillen, teile zu. spritzen.
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Sobald- das Metall so starr ist, daß die Blöcke stehenbleihen,, wenden
die Außenkanten der Ouadrantenpaare 51, 52»bz-#v. 51a und 52a-entweder von Hand
odier mechanisch jeweils zueinander hinbewegt, was zur Folge hat, daß, beispielsweise
auf der linken: Seite, sowohl das obere Klinkenpaar 49 und 5o als auch das untere
Klinkenpaar, wie z. B. 49`, sich um ein geringes Ausmaß mach links bewe@gt, wobei
die beiden Klinkenpaare um die vertikale Welle 57 schwingen.
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Auf ddd#se Weise werden die Kdkilsenteile 42 und 42a parallel zueinander
um einen kleinen Betrag awseinandergerückt, so daß zwischen dem Gießbloak und der
Kokille ein Zwischenraum von etwa 6 mm entsteht.
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Wenn die Gußblöcke sieh weitgehend abgekühlt haben, wird einer der
beiden Hebel 63 und 63a (es genügt, wenn einer der beiden Hebel bewegt wird) nach
außen gezogen, um die Kokille so weit zu öffnen,, -daß die Gußblöcke mittels eines
Kranes weggeschafft werden können.
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Falls der Hebel 63a gezogen wird, bewirken die Lenker Goa und, 6,a,
die über die Muffe 58a wirken, daß die Quadranten 5z" und 52a auf der Grund platte
43 nach rechts rollen, so dtß der Kokillen,-teil 42a von dem Gußblock nach rechts
wegbewegt wind. -Im selben Augenblick betätigt die Stange 66, @die dabei ebenfalls
nach rechts gezogen- wird,, über das Verbind:ungsgliedi 67 und die Stange 65 den
linken Hebel 63 so, daß dieser entgegen dem Uhrzeigersinn schwingt, was zur Folge
hat, daß der linke Kokillentei.l42 ebendalls von dem Gußblock wegbewegt wird. Dieser
kann also nunmehr mittels eines Kranes in den Glühkanal oder auf den Blockwagen
verlaiden werden.
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Das Rohr 45, welches in der Bohrung 44 der Grundplatte 43 angebracht
ist, dient dazu, zu verhindern; daßheißflüssiges Metall hinter dem Schemel 46 vorleckt
und- die Grundplatte beschädigt. In diesem Rohr ist der Schemel 46 gelagert, welcher
mit einem oder mehreren Kanälen, anversehen ist. Der gedeutet beispielsweise bei
71,
Schemel selbst ist mit einer Mitbelibohrung ausgestattet, in welcher ein
Ansatz 72 der Kappe 70 sitzt, so @daß die Kappe in bezug sowohl, auf den Schemel
als auch auf ,die Kokille zentriert isst.
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Luft, Stickstoff, Wasserstoff, heißes Gas oder irgendeine an Tdere
Kühlatmosphäre können durch den Kanal 71 in dem Schemel 46 in den. Raum zwischen
Gußblock und Kokille zugefü`hrt wenden.
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Bei 73 (Fig. 3) sind Kranösen. gezeigt, mittels deren die Einrichtung
angehoben werden kann.
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In, Fig. 6 ist eine vierteilige Kokille mit einem einzigen Formhohlraum
dargestellt, die dazu dient, einen einzigen; großen Gußblock herzustellen. Sie enthält
eine flache, kreisförmige Grundplatte 74, auf welcher ein nach oben konvexer Schemel
75 mit einer Mittelbohrung 76 angebracht ist; dieser Schemel kann auch aus einem
Stück mit der Grundplatte bestehen. Die Seitenwandungen der Kokille bestehen aus
vier gleichen Teilen 77, 78, 79 und 8o. Diese Wandungen; sind in der Figur in voll
ausgezogenen Linien in der Stellung dargestellt, in welcher die Kokille zum Gießen
geschlossen ist; Zusatzeinrichtungen (die einer in :den Fi.g.3, 4 tacL 5 gezeigten
Bauart angehören können) sind vorgesiehen, um die vier Kokillenteile von dem Gußiblock
in die durch gestrichelte Linien angedeuteten Stellungen wegzurücken, wenn iessen
Außenflächen sich weitgehend, genug verfestigt haben, so daß zwischen der Außenfläche
des Gußblockes und dien Innen-,vandungen: der Kokille ein Luftspalt entsteht, Der
Luftspalt kann je nach, dien örtlichen Verhältnissen 6 bis 25 mm breit sein. Die
Bewegung der Kokillenteile von dem Gußblock weg ist vorzugsweise sto; .daß der entstandene
Luftspalt auf allen Seiten des Gußblockes gleich breit ist. Wenn der Gußblock sieh
stark genug abgekühlt hat, werden die Wandungen von dem Gußblock noch weiter wegbewegt,
so daß der letztere mit Hilfe des Kranes aus der Kokille herausgehoben weri1en kann.
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In@ Fig. 7 ist eine mit zwei Gi-eßhohlräu@men versehene zweiteilige
Kokille gezeigt, mit deren Hilfe zwei Gußblöcke von gleichem, kreisförmigem Querschnitt
hergestellt werden können. Die Kdkille besteht aus einer flachen Grundplatte 81,
auf welcher zwei Schemel 82 und 83 angebracht sind; diese Schemel können
mit derGrundplatte auch aus einem Stück bestehen. Auf der Grunidplatbe 81 stehen
zwei komplementäre, .senkrechte Kokillenteile 84 und, 85, die, wenn sie zwsamxrnengespannt
sinid,, zwei Kokillen für Gußblöcke mit kreisförmigem Querschnitt bilden. Die Kokillenteile
84 und 85 werden in der vorher beschriebenen Weise kurz nach dem Beginn des Abkühlvorganges
leicht auseinandergerückt, so daß ein Luftspalt gebildet wird; sie `werden, wen
der Guß,block sich ausreichend, abg@kiiblt hat, vollständig auseinandergerüakt.
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Die in Fig. 8 dargestellte Kokille weist nicht nur zwei äußere bewegliche
Kokillenteile 86 und: 87 auf, sondern auch eine feststdhend-e Mittelrippe 88. Die
beiden Kokil.lenteile und die Rippe stehen senhrecht
auf einer
Grundplatte 89, auf welcher vier Schemel go, 91, 9a und 93 angebracht sind;
diese Schemel können, mit der Grundplatte auch aus einem Stück bestehen. Diese Kokille
wird im wesentlichen in derselben Weise benutzt, wie dies bereits weiter oben beschrieben
wurde.
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Die Schemel können jedoch auch mit den bewegliehen Teilen aus einem
Stück bestehen, so daß, «enn die beweglichen Teile gekippt werden oder nach oben
geschwungen werden. diese Schemel die Guß:blöcke mitn--hm.'n.
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Jede der bish'r beschriebenen Kokillenformen kann auch so ausgebildet
sein, daß Guß:blöcke von quadratischem Querschnitt ad-,er von einem beliebigen anderen
Querschnitt hergestellt werden können.
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Weiterhin können diese Kokillen auf entsprechenden Unterteilen angebracht
sein., die ihrerseits Vibrationen unterworfen sein können, so duß das flüssige Metall
während des Gießens und während des Abkühlungsvorgangs einer leichten Vibration
unterworfen wird, wodurch diie Absonderung von Gasblasen un!d, das ruhige Setzen
des flüssigen Metalls unterstützt wird.
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In Fig. 9 unfdi io ist ein Gußb lock einer Ausführungsart dargestellt,
der in irgendeiner der in :den Fig. 3 bis 8 dargestellten unterteilten Formen hergestellt
«-erden kann.
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Die in den Fig. 3, .I und 5 dargestellten Hilfseinrichtungen, können
zum Öffnen oder Schließen der in den Fig, 6, 7 und- 8 .dargestellten Formen verwendet
werden.
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Im Fall einer vierteiligen Kokille mit einem einzigen: wie eine solche
z. B. in Fig.6 dargestellt ist, werden die Klinken, beispielsweise die Kliniken
49 und 5o der Fig. 3, nach innen: geschwenkt und jeweils unter die Ansätze 9.4 und;
9.5 der einzelnen Kokillenteile, beispielsweise der Kokillenteile 78 und 79 in Fig.
6, gesetzt.
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Die Ansätze 93 und 96 des. anderen Kokillenteilpaars 77 und So werden
in gleicher Weise mit den Klinken .49a und 50a in Fig. 3 zusammengehängt.
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Es ist klar, daß die einzelnen Kokillenteile der Fig. 6 jeweils sowohl
einen oberen als auch einen unteren Ansatz aufweisen, in welche jeweils die oberen
und die unteren Klinkenpaare der Fig.3 eingreifen.
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Wenn die Klinken in der geschilderten Weise in die Ansätze eingreifen,
können die in Fig.6 dargestellten Kakillenteile jeweils paarweise genau in der Weise
bewegt werden, wie dies in bezeug auf die in Fig. 3 dargestellte Kokille beschrieben
wurde.
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Die zweiteilige, zwei Gie3hohlräume aufweisende Kokille, die in Fig.
7 ,dargestellt ist, wird d(8Aurch bewegt, d@aß die Klinken d.9, 5o us,w. der Fig.
3 unter Ansätze greifen, die beispielsweise bei 97 undi 98 dargestellt sind.
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Die äußeren Ko!killenteil-e 86 und, 87 der Fi.g. 8 «-erden: über die
Klinken 49, 5o us.w. der Fig. 3 betätigt, die unter Ansätze greifen, deren Oberteil!:
in Fig. <S bei 99 und ioo dargestellt sind..
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In den Fig. i i und 12, ist eine Hälfte einer mit einem doppelten
Formhodilrau.m versehenen zweiteiligen Kokille dargestellt, in welcher zylindrische
Gußblöcke jeder. gewünschten Höhe hergestellt werden können.
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Der Kokillenteil ioi besitzt ein Paar gleiche Längsschlitze io2 und
103, die. wie dies in Fig. ii zu ersehen ist, im Querschnitt nach innen keilförmig
zulaufen.
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In den Fig. 13, 1q. und 15 ist einer d.er Kopfeinsatz-, io.I dargestellt,
mit deren Hilfe die Sehlitze 102 und i03 verschlossen «-erden können. Diese Kopfeinsätze
werden jeweils von oben in die Schlitze der Kokille hineingeschoben. Mehrere Sätze
solcher Kopfeinsätze von verschiedener Höhe (Maß D in Fig. i4.) werden im Betrieb
ber'itgeha,lten.
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An den einzelnen Kopfeinsätzen ist schwenkbar eine Überlau.frinne
io5 angelenkt. Die Kopfeinsätze selbst sind mit einem nach auswärts ragenden und
nach unten. abfallenden Kanal io6 mit V-förmigem Querschnitt ausgestattet, so .daß
während des Gießens die Aufmerksamkeit des Gießers sich nur darauf zu richten braucht,
zu beobachten, wann etwas Metall durch den Kanal überläuft, so daß also die Höhe
des Metallspiegels. genau durch den Kopfeinsatz io4. festgelegt ist.