DE860595C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Nahrungsmitteln - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Nahrungsmitteln

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DE860595C
DE860595C DEP12641A DEP0012641A DE860595C DE 860595 C DE860595 C DE 860595C DE P12641 A DEP12641 A DE P12641A DE P0012641 A DEP0012641 A DE P0012641A DE 860595 C DE860595 C DE 860595C
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Werner Dr Hofmann
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WALZENMUEHLE BONAMES GmbH
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WALZENMUEHLE BONAMES GmbH
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    • A23L19/00Products from fruits or vegetables; Preparation or treatment thereof
    • A23L19/01Instant products; Powders; Flakes; Granules
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A23L5/00Preparation or treatment of foods or foodstuffs, in general; Food or foodstuffs obtained thereby; Materials therefor
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    • A23L7/10Cereal-derived products
    • A23L7/143Cereal granules or flakes to be cooked and eaten hot, e.g. oatmeal; Reformed rice products

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Nahrungsmitteln Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung zur Herstellung hochwertiger Nahrungsmittel unter Verwendung von mehreren Nahrungskomponenten pflanzlichen oder tierischen Ursprungs verschiedener Art und verschiedenen Nährstoffgehalts.
  • Es ist einerseits bekannt, Nahrungskomponenten mit kohlehydratreichen Bestandteilen, wie Zucker, Stärke, Cellulose, miteinander zu vermischen und durch Hitze und Druck zu Preßstücken herzustellen, die für Säuglinge als Ersatz von Saugern dienen sollen. Weiterhin ist es bekannt, nährhaltige Stoffe verschiedener Art, z. B. Weizenmehl, Weizenkeime, Knochenmehl, miteinander zu mischen und zu einem Nahrungsmittel zu machen, das unter Zusatz einer Flüssigkeit, z. B. Wasser od. dgl., zu einer breiartigen Speise zubereitet werden kann. In beiden Fällen betrifft die Vermischung l.ediglimh verschiedene Komponenten ein und derselben Nahrungsmittelgruppe, d. h. kohlehydratreiche, stärke- oder zuckerhaltige Nahrungskomponenten. Soweit Komponenten einer anderen Nahrungsmittelgruppe ver-,vendet werden, nämlich eiweiß- oder fettreiche Produkte, werden nur ganz geringe Mengen benutzt, die lediglich als Zutaten gelten können.
  • Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, daß zwei oder mehrere verschiedene und verschiedenartige pflanzliche oder tierische Nahrungsbestandteile verschiedener Nahrungsmittelgruppen als wesentliche Bestandteile im Verhältnis zur Gesamtmischung und nach innigster Vermischung, gegebenenfalls unter Zusatz von Flüssigkeiten durch eine kurze, nut Sekunden oder Bruchteile von Sekunden dauernde Erhitzung in feinverteiltem Zustand vorzugsweise in dünner Schicht, derart miteinander vereinigt werden, daß -sich ein homogenes, idie sämtlichen Nährbestandteile der Grundstoffe enthaltendes Erzeugnis ergibt. Die Verschmelzung der ursprünglichen Bestandteile im Endprodukt ist erfindungsgemäß so vollkommen, daß man die ursprünglichen Bestandteile weder mechanisch abtrennen noch mikroskopisch unterscheiden kann, während andererseits der Nährwert ,der Grundstoffe in ihrer Verschmelzung unverändert erhalten bleibt.
  • In praktischer Ausführung dieses Gedankens kombiniert man vorzugsweise pflanzliche oder tierische Grundstoffe oder Grundprodukte verschiedenen oder verschiedenartigen Nahrungswerts. Man benutzt also als Verschmelzungskomponenten z. B. einerseits solche Stoffe, die, wie Getreide, dgl., Weizen, Gerste, Hafer, Hirse, Mais, Reis od, einen verhältnismäßig hohen Gehalt an Kohlehydraten. Stärke, Zucker u. dgl. besitzen, z. B. auch Kartoffeln, Gemüse; Rüben, Wurzeln, Tomaten, Wildbeeren usw., andererseits solche Stoffe pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, die erheblichere Mengen an Fett und Eiweißkörpern enthalten. Hier kommen z. B. Leguminosen, Erbsen, Linsen, Bohnen, Sojabohnen, Sojamilch, süße oder entbitterteLupinen und anderetHülsenfrüchte, Getreidekeime, Nüsse, Fruchtkerne, Samen, insbesondere von Ölfrüchten, Extraktionskuchen, tierische Organe oder Produkte ,verschiedenster Art wie Fleisch, Leber, Gehirn, Knochenmark, Blut, Wurstbrühe, Fisch- oder Fleischmehl, Muscheln, Krustazeen, Schnecken, Milch, Milcheiweiß, Eier usw. in Betracht.
  • Es können aber auch andersartige Bestandteile mitverwandt werden, z. B. solche, die besonders reich an Vitaminen, Enzymen, Hormonen oder anderen Wirkstoffen sind, z. B. Obstsäfte, Früchte, Beeren, Fruchtschalen, Kelterräckstände u.. dgl., ferner auch Quell- oder Bindemittel, wie aufgeschlossene Cellulose, Gelatine, Algenextrakte, Pektin und andere Stoffe, die in erster Linie wegen ihrer bindenden Eigenschaften, weniger wegen des ihnen evtl. zukommenden Nährwerts dem Endprodukt einverleibt wenden. Derartige Quell- und Bindemittel kann man übrigens auch für sich herstellen und verarbeiten und den eigentlichen kombinierten Nahrungsmitteln nach ihrer Fertigstellung in geeigneter Zerkleinerung beifügen.
  • Die erfindungsgemäß aus der Kombination solcher Grundbestandteile erhaltenen homogenen Produkte bieten ,den Vorteil, daß sie reichhaltiger und wertvoller in ihrem Nährwert sind, als jede der einzelnen Komponenten. Es ist ohne weiteres möglich, durch geeignete Wahl der Grundkomponenten auf dem angegebenen Weg Universalnahrungsmittel zu schaffen, die geradezu alles enthalten, was der menschliche Körper zu ausreichender Ernährung benötigt. Ein weiterer Vorteil der Kombinationsprodukte ist, daß die vollkommene Verschmelzung der Grundbestandteile eine erhöhte Verdaulichkeit mit sich bringt. Auch läßt sich -die Behandlung trotz kürzester Einwirkungszeit,der Erhitzung und weitgehender Schonung temperaturempfindlicher Komponenten so durchführen, daß die Endprodukte in vollkomtnen aufgeschlossenem Zustand vorliegen, so daß sie ohne Kochprozeß in trockenem Zustand oder mit kalten oder warmen Flüssigkeiten, z. B. Wasser, Wein, Fruchtsäften, Milch, Tee, Kaffee usw., gemischt und nach Zugabe von Würzstoffen, die übrigens ebenfalls schon beider Herstellung der Produkte eingeführt werden können, unmittelbar genußfertigsind.
  • Dabei ist,die Mannigfaltigkeit der Speiseformen, die sich mit den Produkten herstellen lassen, z. B. Suppen, Getränke, Breie, Pasten, Puddings und andere, außerordentlich groß.
  • In der Praxis geht man bei Herstellung der Produkte beispielsweise so vor, daß man Getreide, z. B. in Form von Grütze, Grieß oder Mehl, z. B. ein Produkt mit gelierenden Eigenschaften, wie Hafer, mit einem hochwertigen, Fett- und Eiweißkörper enthaltenden Produkt, z. B. zerkleinerten Sojabohnen, Sojamilch, Milcheiweiß, Hefe und, anderen Pilzkulturen usw. innig mischt. Falls einer der Bestandteile, z. B. Hafer oder Soja, Bitterstoffe oder sonstige die Genußfähigkeit beeinträchtigende Stoffe enthält, sind diese vor der Mischung durch entsprechende Behandlung zu entfernen. Die Mischung kann unter Zugabe von Wasser oder anderen, den Nährgehalt anreichernden Flüssigkeiten erfolgen und! wird unter entsprechender mechanischer Einwirkung, z. B. sorgfältigem Umrühren, Kneten oder Kollern fortgesetzt, bis sich ein gleichmäßiger beweglicher Teil oder emulsionsartiger Brei bildet. Dieser wird alsdann in dünner Schicht oder feiner Verteilung, z. B. auf einem Feinschdchtwalzentrockner oder Bandtrockner oder in einem Sprühtrockner, einem schnellen, kürzeste Zeit andauernden Trocknungsprozeß unterzogen. Hierbei -ist unter entsprechender Einstellung der Temperatur besonders därauf zu achten, daß lediglich das freie Wasser verdampft wird, während die hochwertigen Bestandteile, wie Fette, Eiweißstoffe, Vitamine usw., möglichst unverändert erhalten :bleiben. Dies wird insbesondere durch die Verdunstungskälte des entweichenden Wassers ermöglicht, welche die Temperatur des homcxgenisierten Guts auf niedrigerer Stufe hält als die Berührungsflächen der Trockenapparatur, ja selbst als die Teilchen,des Behandlungsgases. Es hat sich gezeigt, daß es möglich ist, diese Großoberflächentrocknung trotz der Verschiedenheit der in dem Kombinationsgut enthaltenenElemente so schonend durchzuführen, daß das Gut in der Praxis nur Temperaturen von etwa 6.o bis 7o° C annimmt, so daß keine thermischen, Veränderungen der Eiweißkörper eintreten. Bei besonders empfindlichen Stoffen ist es angezeigt, die Großoberflächentrocknung unter Vakuum oder in inerter Atmosphäre bei besonders niedriger Temperaturstufe; z. B. unter 5o° C, durchzuführen.
  • Eine wichtige Voraussetzung der Erzielung eines vollkommen homogenisierten Endprodukts ist dabei nicht so sehr eine bis zur äußersten Mahlfeinheit gehende Vorzerkleinerung der Elemente als vielmehr '.die äußerst gründliche Durchführung des der Großo'berflächentrocknung vorausgehenden Misch- und Anteigungsprozesses. Schon in diesem wird ,die vollständige Durchdringung der Grundstoffe miteinander zweitgehend vorbereitet, die dann nach Durchführung der Großoberflächentrocknuaig in der vollkommenen Homogenität .der erzielten Feinschicht oder der Trocknungspartikel ihren Ausdruck findet.
  • In der Zeichnung ist eine Vorrichtung, die zur Ausführung des beschriebenen Verfahrens dienen kann, beispielsweise und schematisch dargestellt.
  • Nachdem die zu verarbeitenden Materialien, soweit notwendig, einer Entbitterung unterzogen worden sind, werden diese, z. B. einerseits. Hafer, andererseits zerkleinerte Sojabohnen, in -eine entsprechende Anzahl von Absetzbehältern i, 2 geführt, aus denen sie dann z. B. über eine Waage 3, über die üblichen Behandlungsapparate, z. B. einen Aspirateur q. und einen Trieur 5 sowie eine Sortiervorrichtung 6 getrennt in zwei Dämpfschnecken 7 und 8 geleitet werden. In diesen Dämpfschnecken werden die letzten etwa noch vorhandenen Reste der Bitterstoffe entfernt. Gleichzeitig wird durch eine mechanische Auflockerung des Gutes dieses für eine weitere mühlentechnische Verarbeitung vorbereitet und durch die Sättigung der ungesättigten Fettsäuren die Stabilität !des Produkts erhöht.
  • Von den Dämpfschnecken 7 und 8 wird dias Gut weiter, soweit erforderlich, in eine Zerkleinerungsvorrichtung 9 gebracht, dann durch eine Mischvorrichtung io und weiter durch eine Schnecke i i zu einem Feinschichtwalzentrockner 12 geleitet, von .dort durch eine Paddelschnecke 13, die das getrocknete Gut gleichzeitig zerkleinert, weitertransportiert. Die groben Flocken werden sofort aus der Schnecke 13 abgesaugt und der übrige Teil zu einem Sichter@i4 befördert.
  • Der.beschriebene mechanische Vera-rbeitungggang ist nur ein Ausführungsbeispiel und kann weitgehend der besonderen Natur der verarbeiteten ursprünglichen Bestandteile angepaßt und im Hinblick auf die gewünschten Eigenschaften des Endprodukts abgeändert und ausgestaltet werden. In manchen Fällen läßt sich z. B. die schon vor der Großoberflächentrocknung möglichst weit getriebene Homogenisierung der ursprünglichen, verschiedenartigen Komponenten durch Naßvermahlung oder eine besonders weit getriebene Feinvermahlung, z. B. Vermahlung in einer Schwingmühle oder Kolloidmühle, fördern. Indes empfiehlt sich auch bei solch weitgetriebener, mechanischer Zerteilung, vor die Großoberflächentrocknung einen besonderen Misch-, Knet- oder Teigbildungsprozeß einzuschalten, falls das zB. in der - Ko114i(dmühle homogenisierte Material nicht unmittelbar und sofort aus der Kolloidmühle in die Großoberflächentrocknung gelangt.
  • In manchen Fällen wird es zweckmäßig sein, daß die verarbeiteten Produkte, wie z. B. Roßkastanien, die neben den flüchtigen B.itterstoffen noch nicht flüchtige, den Genußwert beeinträchtigende Bestandteile, wie z. B. -Gerbsäure, Saponine usw. enthalten, zwecks Entfernung solcher Beistoffe vor der Entbitterung einer Auslaugung soder Diffusion unterworfen werden. Besonders wertvolle Produkte erhält man, wenn man wenigstens an einer Stelle solche Produkte verwendet, die sich bis zur Quellfähigkeit und damit zu erhöhter Verdaulichkeit, aufschließen lassen. Dieser Aufschluß beginnt im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens, z. B. bei Verarbeitung von Hafer gemeinsam mit Soja ad..,dgl., bereits in der Dämpfungsstrecke und wird in .der Großoberflächentrocknumg, z. B. auf den Feinschlchtwalzen, vollendet.
  • Man erhält auf die beschriebene Weise Verschmelzungsprddukte, deren einzelne natürliche Bestandteile sich weder mechanisch trennen noch selbst mikroskopisch in ihrer Struktur unterscheiden lassen. Die Fett- und Eiweißkörper wie die Kohlehvdrate und andere Bestandteile der Komponenten sind also im Endprodukt vollständig miteinander verschmolzen. .Dem entspricht unabhängig von dem mechanischen Zerkleinerungsgrad der Endprodukte ein weitgehender Aufschluß des gesamten Produkts und dementsprechend eine gesteigerte Verdaulichkeit desselben bei höchster Stabilität, die eine unbegrenzte Lagerung ermöglicht.
  • Im trockenen Zustand können durch Tablettierung Würfel oder Platten erzeugt werden, die in derselben Weise Verwendung finden oder auch unbehandelt genossen werden können.
  • Bei Einführung von Zuckerarten oder Stärkederivaten, wie lösliche Dextrlne, Maltose oder Glukose, lassen sich auch Süßspeisen gewinnen, die .durch ihren natwrlichen Zuckergehalt eine weitere Zugabe von Zucker bei der Aufbereitung unnötig machen. Durch Tablettierung oder Pressung kann man aue diesem Wege auch Süßwaren herstellen, die ohne weitere Behandlung genossen werden oder aber in verkleinertem Zustand, wie vorstehend beschrieben, zur Bereitung von irgendwelchen Speisen dienen können.
  • Eine weitere Variationsmöglichkeit ergibt sich dadurch, daß den Produkten vor, während oder nach der Trocknungsbehandlung therapeutisch wirkungsvolle Stoffe, wie Jod- oder Bromkomponenten, Kalk oder. Phosphorsalze, therapeutisch wirkungsvolle Hormone, kolloide Metalle, Sulfonamide und andere Wirkstoffe einverleibt werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung hochwertiger Nahrungsmittel unter Verwendung von mehreren Nahrungskomponenten pflanzlichen oder tierischen Ursprungs verschiedener Art und verschiedenen Nährstoffgehalts, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits koh@lehydratreiche, stärke- oder zuckerhaltige, andererseits eiweiß-und fettreiche pflanzliche oder tierische Produkte in wesentlichen Anteilen, z. B. etwa gleichen 'Mengen, und innig, z. B. unter Zerkleinern, Rühren oder Kneten sowie unter Flüssigkeitszugabe miteinander gemischt und alsdann unter Bildung größter Oberflächen, vorzugsweise in einem Feinschichttrockner oder Sprühtrockner vorsichtig unter Vermeidung von die empfindlichen Eiweiß- und Fettstoffe, Vitamine u..dgl. schädigenden Temperaturen getrocknet werden, worauf eine Zerkleinerung nach Maßgabe des Anwendungszweckes erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß solche Stoffe, wie Hafer, Lupinen, Sojabohnen, Roßkastarnien u.,dgl., die Bitterstoffe enthalten, vor der Vermischung einer Entbitterungsbehandlung unterworfen werden.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 2, dadurch gekennzeichnet, -daß vor der Mischung eine Dämpfungsbehandlung der einzelnen Komponenten vorgenommen wird, in welcher aus denselben nach Bedarf die letzten Reste von Bitterstoffen entfernt werden und gleichzeitig .die Mahlfähigkeit erhöht wird, sowie durch Sättigung von Fettsäuren die Stabilität des Endproduktes verbessert wird. .
  4. 4. Verfahr en nach den Ansprüchen @z bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den vor der Großoberflächentrocknung liegenden Mi.schprozeß zusätzlich Zucker- oder Stärkederivate, wie Maltose, Glukose usw. eingeführt werden.
  5. 5. Verfahren nach :den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine pflanzliche, an Kohlehydraten, Stärke oder Zucker reiche Komponente, wie Gerste, Weizen, Hafer, Hirse, Mais, Reis, Gemüse, Rüben, Obst, Obstsaft, mit mindestens einer eiweiß- und fettreichen pflanzlichen oder tierischen Komponente, wie Leguminosen, Sojabohnen oder Sojaprodukte, tierischen Organen, Blut, Wurstbrühe, Milch, Eiern usw., kombiniert wird.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen ii bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß therapeutisch wirkungsvolle Komponenten, wie z. B. Halogene oder ihre Verbindungen, Nährsalze, Kalk, Eisen, Vitamine, Hormone oder andere Wirkstoffe, .in den Mischprozeß eingeführt werden.
  7. 7. Verfahren nach den Ansprüchen i biss 6, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Großoberflächentrocknung eine Feinzerteilung, z. B. eine Naßvermahlung oder eine Behandlung in einer Schwingmühle oder Kolloidmühle, stattfindet. B. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 7, bestehend in einem Riesel-, Sprüh- oder Walzentrockner in Kombination mit einer vorgeschalteten Mischvorrichtung, in der mehrere Rohstoffe innig gemischt werden, um alsdann unmittelbar zur. Trocknung zu gelangen. g. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, :daß vor -der Mischvorrichtung noch eine Feinzerteilungsvorrichtung oder Mühle vorgeschaltet ist. ro. Vorrichtung nach 'den Ansprüchen 8 und g, gekennzeichnet durch die Vereinigung einer Entbitterungsstrecke mit nachgeschalteter Mischvorrichtung und Großoberfiächentrockenvorrichtung. ii i. Vorrichtung nach Anspruch @io, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Entbitterungsvorrichtung und die Feinzerteilungsstrecke oder Mühle noch eine Dämpfungsvorrichturug geschaltet ist. Angezogene Druckschriften: Britische Patentschriften 44a6 vom Jahre 1903, 4435 002.
DEP12641A 1947-09-05 1948-10-02 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Nahrungsmitteln Expired DE860595C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1202114B (de) * 1956-07-05 1965-09-30 Robert Alexander Spencer Templ Verfahren zur Herstellung von Jungviehfuttermitteln

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB190304406A (en) * 1903-02-25 1904-01-07 Lesser Levinson An Improved Baby Comforter Soother, Teething Pad and Teat and Feeder
GB435002A (en) * 1934-10-09 1935-09-12 Harry Jephcott Improvements in or connected with cereal food products

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