DE857027C - Schwimmtor mit tiefliegendem Horizontaltraeger - Google Patents

Schwimmtor mit tiefliegendem Horizontaltraeger

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DE857027C
DE857027C DED3930D DED0003930D DE857027C DE 857027 C DE857027 C DE 857027C DE D3930 D DED3930 D DE D3930D DE D0003930 D DED0003930 D DE D0003930D DE 857027 C DE857027 C DE 857027C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gate
horizontal beam
sole
water pressure
floating gate
Prior art date
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Expired
Application number
DED3930D
Other languages
English (en)
Inventor
Gottfried Dipl-Ing Goldammer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dortmunder Union Brueckenbau AG
Original Assignee
Dortmunder Union Brueckenbau AG
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B7/00Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
    • E02B7/20Movable barrages; Lock or dry-dock gates
    • E02B7/26Vertical-lift gates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Barrages (AREA)

Description

  • Schwimmtor mit tiefliegendem Horizontalträger Die Erfindung bezieht sich auf ein Schwimmtor ohne Drempelanschlag, insbesondere mit in der Mitte angeordneter Stauwandung und mit einem in der Nähe der Sohle liegenden Horizontalträger, bei welchem zur Erzielung der notwendigen Schwimmstabilität in der Nähe der Sohle fester Ballast eingebaut werden muß. Die Erfindung besteht darin, diaß der bei den bisherigen Ausführungen in erster Linie nach dem aufzunehmenden Wasserdruckanteil bemessene untere Horizontalträger, um für die seitlichen Dichtungsbalken an ihren oberen Enden ein Abheben von dem Auflagerinauerwerk zu verhindern oder den An@pres.sungsdruck an das Mauerwerk zu vergrößern, nach dem Ergebnis einer Deformationsberechnungwesentlich stärker ausgebildet wird, und daß dieser Träger in konstruktiv einfacher Weise so schwer ausgebildet wird, daß eine besondere Anordnung von festem Ballast sich ganz oder zum größten Teil erübrigt.
  • Es sind schon Schwimmtore bekanntgeworden, bei denen das Tor im unteren Teil aus, statischen Gründen oder aus Gründen der Stabilität seine größte Breite besitzt; auch sind solche Schwimmtore bekanntgeworden, bei denen der Schwimmkasten selbst, der in diesem Falle zwecks Erreichung der erforderlichen Schwimmstabilität besonders breit ausgebildet sein muß, unmittelbar über der Sohle angeordnet ist. In beiden Fällen kommt allerdings aus Gründen der Stabilität wohl ausschließlich die Torkonstruktion mit zwei Außenwänden zur Anwendung, eine Konstruktion, bei der das Tor eine dem Schiffskörper ähnliche Form besitzt.
  • Demgegenüber bezieht sich die Erfindung auf Schwimmtore, bei denen infolge der zur Verfügung stehenden größeren Eintauchtiefe des schwimmenden Tores der Schwimmkasten nicht unmittelbar über der Sohle, sondern etwa im unteren Drittelpunkt der Torhöhe oder noch höher angeordnet ist. Bei diesen Toren kann meistens auf die Anordnung von zwei Stauwänden verzichtet und statt dessen aus Gründen der Wirtschaftlichkeit eine in der Mitte liegende Stauwand ausgeführt werden.
  • Die bekannten Schwimmtore der obenerwähnten Art zeigen neben dem zur Aufnahme des Wasserdruckes in Staulage ebenfalls herangezogenen Schwimmkasten über und unter dem Schwimmkasten noch weitere Horizontalträger, die zur Übertragung des Wasserdruckes auf die seitlichen :lauern des Schleusen- oder Dockhauptes anteilig mit herangezogen werden, wobei Konstruktionshöhe und Querschnittsabmessung jedes Horizontalträgers nach dem auf denTräger entfallendenWas,serdruckanteil gewählt werden, während sich die Abmessungen des Schwimmkastens in erster Linie nach Rücksichten der Schwimmstabilität bestimmen. Die Horizontalträger sind untereinander und mit dem ebenfalls biegungsfest ausgebildeten Schwimmkasten durch Endschotte verbunden. Außerdem sind zur Erzielung eines räumlich steifen Tragwerkes noch ein oder mehrere Querschotte, über die Offnungsbreite verteilt, vorhanden. Der Ballast wird meist in Form von gußeisernen Barren, Stahlplatten oder Beton dicht über der Unterkante des Tores untergebracht. Zur Dichtung an der Sohle dient meistens eire Holzbalken, der an der Konstruktion starr befestigt ist und durch das Eigengewicht des Tores und das- in die Flutkästen eingeströmte Ballastwasser auf die Sohle des Dock- oder Schleusenhauptes angedrückt wird. Außer kleinen Reibungskästen kann durch den Sohlendichtungsbalken kein Anteil des horizontalen Wasserdruckes übertragen werden. Dieser wird vielmehr vollständig durch die an den Endschotten des Tores angebrachten Seitendichtungsbalken auf das Betonmauerwerk der in den seitlichen Mauern des Dock- oder Schleusenhauptes ausgesparten Nischen übertragen, die zur Aufnahme dieser großenWasserdruckkräfte meistens mit Stahlplatten oder Granitquadern bepanzert sind. Bei der vorstehend beschriebenen Anordnung, die für die Tore ohne Drempelanschlag und mit in der Mitte liegender Stauwand fast ausnahmsweise Anwendung gefunden hat, kam es häufig vor, daß an den Seitendichtungen in der Nähe der Oberkante des Tores Undichtigkeiten auftraten, die man, ohne sich über die statische Wirksamkeit der räumlichen Tragkonstruktion Klarheit zu verschaffen, auf Zufälligkeiten und Ungenauigkeiten in der Bearbeitung der Dichtungsbalken und der Nischenpanzerungen sowie auf das Fehlen des erforderlichen Anpreßdruckes in der Nähe der Toroberkante zurückführte. Man half sich in solchen Fällen durch Anordnung zusätzlicher Dichtungsmittel, wie Hanfseile, Seilmatten u. dgl., durch welche der gewünschte Erfolg mehr oder weniger erreicht wurde.
  • Tatsächlich liegen bei der beschriebenen Torkonstruktion in vielen Fällen die Verhältnisse aber so, daß die Undichtigkeiten durch das statische System der Tragkonstruktion bedingt sind. Zur Erläuterung dieser statisch bedingten Verhältnisse ist in Abb. t die Konstruktion in Schnittansicht und Grundriß dargestellt.
  • Im Querschnitt bedeutet S den Schwimmkasten, dessen Decke 3 und Bo<ien 4 zusammen mit den übrigen Horizontalträgern r, 2 und 5 zur Übertragung des Wasserdruckes auf das Mauerwerk der seitlichen Nischen dienen. ß ist der zur Erzielung der Schwimmstabilität erforderliche feste Ballast und D der Sohlendichtutigsbalken des Tores. St ist die in der Mitte des symmetrisch ausgebildeten Tores liegende Stauwand. Im Grun.driß des Schwimmkastens bedeuten T die beiden Endschotte und Q die Querschotte des Tores, deren Anzahl sich hauptsächlich nach konstruktiven Gesichtspunkten richtet. Da die Länge L des Tores fast ausnahmslos größer ist als die Höhe H, und da die Steifigkeit der Querschotte andererseits infolge ihrer durch die Schwimmkastenbreite bedingten Konstruktionshöhe ganz wesentlich größer ist als die der Träger i, 2 und 5, ergibt sich beim Auftreten des vollen Wasserdrukkes ein Formänderungsbild, welches nicht wesentlich von dem unter Zugrundelegung unendlich steifer Querschotte ermittelten abweicht. Wie genaue Berechnungen gezeigt haben, ist die Abweichung, die sich mit dieser Annahme ergibt, verhältnismäßig klein, so daß man ohne weiteres mit steifen Querschotten rechnen kann. Die Mittellinien der Querschotte müssen dann wegen ihrer Starrheit auch nach eingetretener Deformation auf einer Geraden liegen. In Abb. 2 ist die Mittellinie eines Querschottes vor und nach der Formänderung des Tortragwerkes dargestellt, ebenso die dreieckförmige Wasserlast und ihre resultierende Rttr.
  • Wenn, wie in Abb.2 dargestellt ist und wie es erfahrungsgemäß in der -Mehrzahl der Fälle eintritt, die Resultierende des Wasserdruckes nahe dein Schwimmkastenboden .4 liegt, so erleidet die Mittelachse des Querschottes infolge der im Verhältnis zum Schwimmkasten geringen Biegesteifigkeit des unteren Horizontalträgers 5 eine Verdrehung, deren Pol P in der Regel zwischen dein obersten Horizontalträger und der Scliw-ininilcastendecke 3 liegt. Dadurch erleidet .der obere Riegel Durch,biegungen, die den durch den Wasserdruck leervorgerufenen entgegengerichtet sind. In statischer Hinsicht bedeutet dies, daß die innerlich statisch unbestimmten KräfteX, die durch die Querschotte auf den Träger e in einem dem Wasserdruck Y1' entgegenwirkenden Sinne übertragen werden, größer sind als der auf diesen Träger entfallende anteilige Wasserdruck (s. Abb.3). Es tritt also nicht ein :Xndrücken des Seitendichtungsbalkens an das Auflagermauerwerk ein, sondern der Balken zeigt das Bestreben, sich von diesem abzuheben, wodurch Undichtigkeiten eintreten.
  • Dieser Mangel wird et-findungsgemäß dadurch behoben, daß man dem unteren, nahe der Sohle liegenden Horizontalträger ein so großes Trägheitsmoment gibt, daß der Pol der Drehbewegung, die das als starr angenommene Querschott unter der Wirkung des Wasserdruckes infolge der Nachgiebigkeit der Ilorizo»italriegel ausführt, über den oberen I-lorizoeitalträger hinausdrückt. Wenn das erreicht ist, tretcii auch im oberen Riegel i nur Drehbiegungen im Sinn,-, des Wasserdrucke: auf, und das Ablieben des Seitendichtungsbalkens vom Auflagermauerwerk ist vermieden.
  • Zur I,rläuteruug der \\Wirkung dieser Maßnahme, die ohne Betrachtung des Rechnungsganges nicht oliiie weiteres verstiindlicli ist, ist in Abb. 4 zunächst der Querschnitt des Tores mit dein dazugehörigen Formä nderungsbild cicr Mittelachse des Querschottes aufgezeichnet. Gegenüber der früheren, in A11. i dargestellten Atisfiilirting hat hier der untere Horizontalträger 5 eine wesentlich größere Baubreite und daher eine größere Biegesteifhgkeit. Durch die große Biegesteihgkeitwird eine 1"erkleinerung des Drehwinkels der Querschottachse und damit auch die zur Erzielung des Aupreßdruckes erforderliche positive Durchbiegung des oberen Riegels i erreicht. In Abb. 5 sind weiterhin die Formänderungsbilder von drei Toren dargestellt, die sich nur durch die Verschiedenheit der Trägheitsmomente des in der Nähe der Sohle liegenc1cil Horizontalriegels 5 unterscheiden. Die Träglieitsinoniente verhalten sich wie i : 2 : 3. Wie die Darstellung zeigt, liegt der Drehpol P der 1>ewegung der Schottmittelachse bei dem Tor finit kleinstem Träglicitsmoment etwa in der Mitte zwischen dein Scliwimmlcasten und dem oberen Riegel. Dic negative Durchbiegung des Riegels i ist hier noch beträchtlich. Bei dem Tor mit dein doppelten Trägheitsmonient des unteren Hauptträgers rückt der Pol P der Drehbewegung nach oben, verbleibt aber noch unterhalb des oberen Horizontalträgers. Bei dein Tor mit dem dreifachen Trägheitsmonieut, welches in dem der Darstellung zugrunde liegenden Rechnungsbeispiel dem Falle entspricht, daß etwa 9511#'o des für die Schwimmstabilität erforderlichen Ballastes im Gewicht des unteren Horizontalträgers enthalten ist, rückt der Pol P der Drelibewegutig üben dein oberen Horizontalträger hinaus, so daß die Dtirchbiegungen des letzteren nunmehr positiv werden, und daß sich auch an der Oherkantcu des Tores ein Anpreßdruck des Endschottes an das Anschlagmauerwerk ergibt, der die Dichtung über die ganze Höhe des Tores gewährleistet.
  • Um die beschriehene Wirkung ohne neue Nachteile hinsichtlich des Materialverbrauches und des Torgewichtes zu erzielen, wird das bisher als fester Ballast zur Verstellung dererforderlichen Schwimmstabilität verwendete -Material zur Ouerschnittsausbildung des unteren Ilorizontalträgers verwendet. Es tritt also keinerlei Mehrverbrauch an Baustoffen und keine Vergrößerung des Torgewichtes ein, sondern es wird lediglich das bisher ohne besondere statische Aufgabe vorhandene Ballastmaterial zum Tragen herangezogen, indem man die Querschnittsabinessungen und damit das Trägheitsinoment des unteren Horizontalträgers entsprechend vergrößert. Zweckmäßig wird man einen kleineren Teil des Ballastmaterials als Ausgleichsballast beibehalten. llätihg wird es auch, insbesondere bei großen Abmessungen des Tores, vorkommen, daß mit Rücksicht auf die Klemmlänge der verwendeten Niete nicht das ganze Ballastgewicht zur Verstärkung des Trägers herangezogen werden kann.
  • Urn möglichst viel Ballastmaterial im Querschnitt des Trägers unterzubringen und um gleichzeitig die Kosten der Werkstattarbeit möglichst niedrig zu halten, wird der untere Träger durch Aufeinandernieten mehrerer Blechplatten als einfacher Blechträger ausgebildet, wie in Abb. 6 dargestellt ist. Die Abbildung zeigt augenfällig, in wie einfacher Weise sich der Blechträger auch in die übliche Konstruktion des Tores (Befestigung des Sohlenbalkens, Anschluß der Stauwand und der Querschotten) eingliedert.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schwimmtor ohne Drempelanschlag, mit in der -litte angeordneter Stauwand und mit tiefliegendem Horizontalträger, dadurch gekennzeichnet, daß der für die Schwimmstabilität erforderliche feste Ballast ganz oder zu einem so großen Teil konstruktiv in den untersten, in der Nähe der Sohle angeordneten Horizontalträger gelegt und das Trägheitsmoment desselben durch diese -Maßnahme so groß gemacht wird, wie es die Lage des Poles der unter der Wirkung des Wasserdruckes entstehenden elastischen Drehung der Torzwischenschotte oberhalb des oberen Endes der sei#_lichen Dichtungsleisten erforderlich macht.
  2. 2. SchNvimmtor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der untere, in der Nähe der Wehrsohle angeordnete Träger aus mehreren übereinanderliegenden und zusammen vernieteten oder verschraubten Blechplatten besteht. Angezogene Druckschriften: »Kanal- u. Schleusenbau« von Friedrich Engelh a r d , Berlin 1921, Verlag v. Julius Springer, S. 178 und 179; Handbuch der Ingenieurwissenschaften, III. Teil, B. Bd., »Die Schiffsschleusen« 5, Aufl., Leipzig u. Berlin 1914, Verlag v. Wilhelm Engelmann, S. 253, 2. und
  3. 3. Abs.
DED3930D 1941-10-26 1941-10-26 Schwimmtor mit tiefliegendem Horizontaltraeger Expired DE857027C (de)

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Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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