DE856702C - Steueraufzeichnungen fuer Tongeraete sowie dazugehoerige Schaltungen zur Herstellungund Auswertung - Google Patents
Steueraufzeichnungen fuer Tongeraete sowie dazugehoerige Schaltungen zur Herstellungund AuswertungInfo
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Description
- Steueraufzeichnungen fürTongeräte sowie dazugehörige Schaltungen zur Herstellung und Auswertung Es ist bekannt, bei Tonaufzeichnungen auf den eigentlichen Tonträger selbst oder auf einem getrennten Träger eine Steueraufzeichnung vorzusehen, die beispielsweise dazu verwendet wird, um den Lautstärkeumfang zu regeln. Bei diesen bekannten Verfahren wird die Steueraufzeichnung dadurch hergestellt, daß die Sprechströme gleichgerichtet werden und über ein geeignetes Aufzeichnungsorgan zur Aufzeichnung gebracht werden; gleichzeitig wird dabei im Stromkreis der eigentlichen Tonaufzeichnung ein Presser (Kompressor) ,gesteuert, so daß die Tonaufzeichnung selbst mit verzerrter Amplitude 'aufgezeichnet wird. Bei der Niedergabe wird dann die Steueraufzeichnung vorzugsweise photoelektrisch abgetastet und dient zur l?iltzt#rrting der eigentlichen Tonaufzeichnung, indem sie einen Dehner (Expander) im Stromkreis des Wiedergabegerätes steuert. Auf diese Weise kann ein der Natur entsprechender Lautstärkeumfang unter Herabsetzung der Störgeräusche erreicht werden. Die auf diese Weise gewonnene Regleraufzeichnung hat jedoch den Nachteil, daB sie verhältnismäßig stark störempfindlich ist, indem z. B. bei photographischen Aufzeichnungen durch Kratzer oder Verschmutzung des Films eine Störspannung erzeugt werden kann, welche den Reglervorgang natürlich verzerrt.
- Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung mit einer Steueraufzeichnung beseitigt, die nach dem Prinzip der Frequenzmodulatioii hergestellt ist. Eine solche Aufzeichnung ist gegenüber mechanischen Beschädigungen praktisch unempfindlich; sie kann daher beispielsweise auf dem Film an solchen Stellen angebracht werden, die für andere Aufzeichnungen nicht brauchbar sind, da sie einer mechanischen Beanspruchung besonders stark ausgesetzt sind. Als solche Stellen kommen z. B. die Stellen zwischen den Perforationen und insbesondere der Filmrand in Frage. Die Ausnutzung dieser Stellen ist aber mit Rücksicht auf die beschränkten. Raumverhältnisse eines Films besonders wertvoll.
- Für die Herstellung der frequenzmodulierten Regelspur wird gemäß der weiteren Erfindung vorgeschlagen, das Aufzeichnungsorgan für die Regelspur über einen F requenzmodulator zu steuern, der seinerseits von der aufzuzeichnendenRegelspannung moduliert wird.
- Zur Auswertung der frequenzmodulierten Steuerspur wird gemäß der Erfindung im Regelkreis bei der Wiedergabe ein Bandfilter zur Aussiebung der modulierten Frequenz und ferner ein Demodulator vorgesehen, der die Regelspannung erzeugt, welche die Wiedergabe regelt. Gegebenenfalls kann hierbei im Regelkreis auch noch ein Amplitudenbegrenzer vorgesehen sein, der den Zweck hat, eventuell vorhandene Störspannungen abzuschneiden.
- Die Erfindung und weitere Einzelheiten werden an Hand der Fig. i bis 6 beispielsweise erläutert. In F ig. i ist ein Tonbildfilm dargestellt, der neben der Bildreihe eine Tonaufzeichnung i enthält, die in beliebiger Schrift aufgezeichnet sein kann, und auf dem Rand des Films eine Regelspur 2, die gemäß der Erfindung nach dem Prinzip der Frequenzniodulation aufgezeichnet ist. Diese Regelspur kann ebenfalls in irgendeiner bekannten Schrift aufgezeichnet sein.
- 1,' ig. 2 zeigt im vergrößerten Maßstab eine Aufzeichnung in Zackenschrift, l"ig.3 dieselbe Aufzeichnung in Sprossenschrift. Die Regelspur kann natürlich auch an anderen Stellen des h ilms liegen, beispielsweise zwischen den Pertorationen. Sie kann über der "Tonspur aufgezeichnet werden, vorausgesetzt, daß das frequenzinodulierte Band oberhalb des durch die Tonspur zu übertragenden Bereiches liegt. Dasselbe kann auch dann erreicht werden, wenn die beiden Spuren in verschiedenen I'arben aufgezeichnet werden; eine solche Aufzeichnung kann unter Umständen bei r arbtilmen eine praktische Bedeutung erlangen.
- Jas Prinzip zur Herstellung einer Aufzeichnung nach r ig. i bzw. r'ig. 2 und 3 zeigt fig. 4. Die aufzunehmenden Töne werden durch ein Mikro-Phon 3 aufgenommen und über einen Presser 4 und v erstärker 5 einem Aufzeichnungsorgan 6 zugeführt, das auf dem Film F die Tonspur i erzeugt. Die Mikrophonströme werden in einem Nebenkreis nach vorheriger Verstärkung durch den Verstärker in einem Gleichrichter 8 gleichgerichtet. Dieser Gleichrichter, der in an sich bekannter Weise die Regelspannung erzeugt, steuert mit dieser Regelspannung einerseits den Presser 4 und andererseits den Frequenzmodulator9, der über einen Verstärker 1o an das Aufzeichnungsorgan ii angeschlossen ist, das neben der Tonspur die Regelspur auf dem Film F aufzeichnet. Hierbei ist es zweckmäßig, die Lage der Tonspur und Regelspur so einzurichten, daß zwischen ihnen eine Verschiebung vorhanden ist, die bei der Wiedergabe die Anordnung der Abtastorgane erleichtert. Dabei kann auch unschwer die richtige Zeitbeziehung zwischen Regelvorgang und Aufzeichnungsvorgang hergestellt werden.
- Der Frequenzmodulator 9 kann, wie in Fig. 5 gezeigt, aus einer Oszillatorröhre bestehen, zu deren Schwingungskreis 13 eine Impedanzröhre 14 geschaltet ist, die die Induktivität darstellt, durch deren Veränderung der Oszillator verstimmt und zur Abgabe verschiedener Frequenzen angeregt wird. An das Gitter der Impedanzröhre 14 wird die durch den Gleichrichter 8 erzeugte Regelspannung gelegt. Damit wird die Frequenzänderung im Rhythmus der Regelspannung hervorgerufen. Der Oszillator arbeitet mit einer Trägerfrequenz von beispielweise 5ooo Hz. Der Steuerbereich erstreckt sich dabei beispielsweise zwischen 4ooo bis 6ooo Hz, wobei der Unterschied zwischen der untersten bzw. obersten Frequenz und der Trägerfrequenz als F requenzhub bezeichnet wird. Der Frequenzhub ist zweckmäßig ein Vielfaches der höchsten Frequenz der Steuerspannung, um eine optimale Störfreiheit zu gewährleisten. Bei den praktisch vorliegenden Verhältnissen dürfte die höchste zu übertragende Frequenz der Steuerspannung ioo Hz nicht überschreiten, so daß also der gewählte Frequenzhub von iooo Hz geeignete Resultate mit sich bringt.
- Als veränderliche 1nduktivität im Kreise der Oszillatorruhre kann auch eine gleichstromvormagnetisierte Drossel verwendet werden, deren Gleichstromwicklungen durch den Gleichrichter 8 gespeist werden, so daß also die lnduktivität ebentalls im Rliytlimus der Regelspannung verändert wird. Die h requenzmodulation kann natürlich auch nach anderen bekannten Methoden, z. B. durch Verstellung eines Kondensators, bewirkt werden.
- liie Auswertung der Regelspur wird an Hand der 1,' ig. b beschrieben. Die "Tonspur i wird in bekannter bVeise über eine Photozelle 15 abgetastet, deren Ströme durch den Verstärker 1b verstärkt auf einen Deliner 17 gegeben werden, der über einen weiteren Verstärker ib den Lautsprecher i9 speist. Die Regelspur 2 wird ebenfalls photoelektrisch durch die Photozelle 20 in an sich bekannter Weise abgetastet, deren Ströme durch den Verstärker 21 verstärkt werden und über ein Bandfilter 22 und einen Amplitudenbegrenzer 23 zum Demodulator 24 geführt werden, der den Expander 18 steuert. Das Bandfilter 22 dient dazu, den im Oszillator 9 der Fig. 4 ausgesteuerten Frequenzbereich auszusieben. Der Amplitudenbegrenzer 23 hat den Zweck, die störenden Spannungen abzuschneiden, welche der Regelspannung überlagert sind. Der Demodulator 24 besitzt ein frequenzabhängiges Glied, z. B. einen Siebkreis, und wandelt die Frequenzschwankungen wieder in Spannungsschwankungen zurück, die der Regelspannung des Gleichrichters 8 entsprechen. Diese Spannungsschwankungen steuern den Dehner 17, so daß die Tonströme dem Lautsprecher i9 entzerrt zugeführt werden. Die Erfindung kann nicht nur bei photographischen Aufzeichnungen angewendet «-erden, sondern auch ])ei allen anderen Aufzeichnungsarten, z. B. bei mechanischen und magnetischen Aufzeichnungen.
- Statt der frei der Aufnahme beschriebenen Fre-<iuenzint>dulation kann auch die ihr ähnliche Phasenmodulation angewendet werden.
- Die l:rfitiduttg kann nicht nur bei der Aufnahme, sondern gegebenenfalls auch bei der Vervielfältigung, z. B. beim Umschreiben der Filme, angewendet werden. Sie ist ferner auch nicht nur zur Beeinflussung des Lautstärkeurnfanges geeignet, sondern kann auch im Prinzip für andere Steuerungen verwendet werden, und diese Steuerspuren können an derselben Stelle übereinanderliegen. Diese überblendeten Steuerspuren können beispielsweise dadurch erzeugt werden, daß zwei auseinan.derliegende Trägerfrequenzen fredttenzmoduliert werden. Eine andere Art besteht darin, eine Trägerfrequenz doppelt zu modulieren. D°rartige Aufzeichnungen sind 1>esondvi-s bei der stereophonischen Wiedergabe von Tunen nach (lern Mehrkanalprinzip nützlich.
Claims (1)
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P,tTENTAN;st>iitiCitE: i. Aufzeichnungsträger, der außer der Ton- spur auch eitle Steuerspur aufweist, die nach der mittleren Lautstärke moduliert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerspur nach dem Prinzip der Frequenzmodulation aufgezeich- net ist. 2. Aufzeichnungsträger nach Anspruch i, da- durch gekennzeichnet, daß eine Steuerspur mehrere Steuervorgänge in verschiedenen Auf- zeichnungen enthält, die mit verschiedenen Trägerfrequenzen hergestellt sind. 3. Einrichtung zur Herstellung von Steuer- aufzeichnungen nach einem der Ansprüche i und 2, gekennzeichnet durch einen Gleich- richter (8), der die Tonströme gleichrichtet und einen Presser (q.) im Stromkreis des Aufzeich- nungsorgans (6) steuert und einen Frequenz- tnodulator (9) im Stromkreis des Aufzeichnungs- organs (i i) für die Regelspur. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, gek,etinzeich- itet durch eine vom Gleichrichter (8) gesteuerte \-er'iiiderliche Induktivität, z. B. Impedanzröhre (i4) im Stromkreis der Oszillatorröhre (i2). ;. Einrichtung zur Auswertung einer Steuer- aufzeichnung nach einem der Ansprüche i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastströme die Steuerspur über ein Bandfilter (22), gege- henenfalls über einen Amplitudenbegrenzer (23), einem Demodulator (2d) zugeführt werden, der die Regelsteuerung erzeugt und im Stromkreis des Lautsprechers (i9) einen Dehner (i7) steuert.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK5080D DE856702C (de) | 1941-07-06 | 1941-07-06 | Steueraufzeichnungen fuer Tongeraete sowie dazugehoerige Schaltungen zur Herstellungund Auswertung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK5080D DE856702C (de) | 1941-07-06 | 1941-07-06 | Steueraufzeichnungen fuer Tongeraete sowie dazugehoerige Schaltungen zur Herstellungund Auswertung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE856702C true DE856702C (de) | 1952-11-24 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK5080D Expired DE856702C (de) | 1941-07-06 | 1941-07-06 | Steueraufzeichnungen fuer Tongeraete sowie dazugehoerige Schaltungen zur Herstellungund Auswertung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE856702C (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1069468B (de) * | ||||
| DE1039247B (de) * | 1953-02-17 | 1958-09-18 | Rundfunk Betr Stechnik G M B H | Verfahren zur Aufzeichnung einer Nutzmodulation und eines Steuersignals auf die gleiche Spur eines Magnettontraegers |
| DE1115045B (de) * | 1958-02-08 | 1961-10-12 | Telefunken Patent | Magnettongeraet mit Einrichtung zur Abgabe von Steuerimpulsen, z. B. zur Steuerung des Bildwechsels bei der Standbildprojektion |
| DE1116723B (de) * | 1953-06-09 | 1961-11-09 | Fernseh Gmbh | Verfahren zur fernsehmaessigen UEbertragung von Filmen |
| DE1141178B (de) * | 1956-08-22 | 1962-12-13 | Yoshiro Nakamatsu | Einrichtung zur Vorfuehrung von Filmstreifen |
| DE2649031A1 (de) * | 1976-10-28 | 1978-05-03 | Agfa Gevaert Ag | Tonfilmprojektor fuer eine tonspur enthaltende filme |
-
1941
- 1941-07-06 DE DEK5080D patent/DE856702C/de not_active Expired
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| DE1069468B (de) * | ||||
| DE1039247B (de) * | 1953-02-17 | 1958-09-18 | Rundfunk Betr Stechnik G M B H | Verfahren zur Aufzeichnung einer Nutzmodulation und eines Steuersignals auf die gleiche Spur eines Magnettontraegers |
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