DE856040C - Verfahren und Vorrichtung zur Waermebehandlung von hitzeempfindlichem Gut mit anschliessender Kuehlung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Waermebehandlung von hitzeempfindlichem Gut mit anschliessender Kuehlung

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DE856040C
DE856040C DEP6427A DEP0006427A DE856040C DE 856040 C DE856040 C DE 856040C DE P6427 A DEP6427 A DE P6427A DE P0006427 A DEP0006427 A DE P0006427A DE 856040 C DE856040 C DE 856040C
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DE
Germany
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heat
substance
treatment
liquid
bath
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DEP6427A
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English (en)
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Walter Dr Hackel
Rudolf Dr Kuehnhold
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BRAUNSCHWEIGER GES fur ANGEWA
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BRAUNSCHWEIGER GES fur ANGEWA
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61L—METHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00—Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/02—Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using physical processes
    • A61L2/04—Heat

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung von hitzeempfindlichem Gut mit anschließender Kühlung An anderen Stellen hat der Erfinder die Bedeutung der Aufheizgeschwindigkeit bei der Wärmebehandlung von Substanzen zum Zweck ihrer Entkeimung beschrieben. Er hat dabei darauf hingewiesen, daß es zur Durchführung des Verfahrens in manchen Fällen von Vorteil sein kann, die für die Erreichung eines optimalen Abtötungseffektes notwendige hohe Aufheizgeschwindigkeit durch lkhandlung der zu entkeimenden Substanz in einem hoch- bzw. ultrahochfrequenten elektrischen Wechselfeld herbeizuführen. Die Möglichkeit, bei Benutzung der optimalen hohen Aufheizgeschwindigkeit auch hohe Keimzahlen schon in wenigen Sekunden Verweilzeit auf der Behandlungstemperatur abzutöten, bietet den Vorteil der Schonung des so behandelten Gutes, wenn nach Verlauf der Verweilzeit für eine sofortige Kühlung gesorgt wird. Wenn die Substanz im Durchfluß behandelt wird, ist eine schnelle Kühlung leicht durchzuführen. Bei Behandlung der Substanz in geschlossenen Gefäßen ist dagegen die schnelle Kühlung nicht ohne weiteres leicht möglich.
  • Für solche und andere Fälle weist nun das erfindungsgemäße Verfahren bei Benutzung eines hoch- bzw. ultrahochfrequenten elektrischen Wechselfeldes für die Aufheizung des Gutes eine Möglichkeit auf. Die Erfindung macht von der bekannten Möglichkeit der selektiven Aufheizung in einem Feld der gekennzeichneten Art Gebrauch, die durch die von Pätzold aufgestellte Beziehung (i opt. = Wellenlänge in Meter, x = spezifische elektrische Leitfähigkeit in Sekunden pro Zentimeter, e = Dielektrizitätskonstante) darzustellen ist.
  • Nach dieser Formel läßt sich für den Fall eines geschichteten Dielektrikums aus Stoffen mit jeweils verschiedenen Leitfähigkeiten xl, x2 . . . und Dielektrizitätskonstanten Ei, E2 . . . jeweils die optimale Wellenlänge bestimmen, bei der die Erwärmung gerade für eine Schicht (x", a") ein Maximum erreicht.
  • Von dieser Möglichkeit wird nun im Sinn der Erfindung so Gebrauch gemacht, daß für das Feld der gekennzeichneten Art eine Frequenz benutzt wird, die für eine maximale Erwärmung der zu behandelnden Substanz geeignet ist, für den Behälter, in dem die Substanz sich befindet oder eine zweite in Berührung mit ,der Flüssigkeit stehende, z. B. eine beigemischte Phase, jedoch ein Material solcher elektrischen Daten (x, E) gewählt wird, daß es während der sehr kurzzeitigen Behandlung praktisch weder direkt noch indirekt durch die aufgeheizte Substanz erwärmt wird. Infolgedessen kann nach Ausschalten ,des Feldes nach Erreichen der erforderlichen oder gewünschten Temperatur eine Abkühlung der erhitzten Substanz durch Wärmeaustausch mit den nicht erwärmten Schichten, z. B. Behälterwand, auf eine für die Substanz unschädliche Temperatur während einer unschädlichen Zeitspanne eintreten.
  • Als Beispiel mögen .die Versuche mit Blutserum in einer Glasampulle dienen. Die Abtötung von schädlichen Keimen im Blut bzw. -serum durch Temperatureinwirkung bereitet erhebliche Schwierigkeiten wegen der bei einem normalen Erhitzungsvorgang schon bei verhältnismäßig niedrigen, zur Abtötung von Keimen nicht ausreichenden Temperaturen eintretenden Koagulation. Wenn man jedoch mit hohen Auflheizgeschwindigkeiten arbeitet, kann man zu wesentlich höheren Temperaturen (7o bis 8o°) gehen, ohne,daß eine Koagulation eintritt, vorausgesetzt, daß man für eine schnelle Abkühlung sorgt, zumindest bis auf einen Temperaturwert, bei dem keine nachträgliche Koagulation mehr eintritt. Diese schnelle Abkühlung wird nun aber ermöglicht, wenn man nach den oben angegebenen Regeln der Erfindung verfährt, weil dann die Behälterwand, in dem gewählten Beispiel die Glaswandung zier Ampulle, infolge der starken Abweichung ihrer elektrischen Daten von denen der zu behandelnden Substanz (Blutserum e = 82 x = 1,2 X 1o-2 Glas e = 6,5 x = 1,1 X 1o-8) weder direkt noch indirekt mit aufgeheizt wird. Die Fig. 1 zeigt den Temperaturverlauf eines solchen Versuchs mit Blutserum in einer Glasampulle. Als Ordinate ist die Temperatur, als Abszisse die Zeit aufgetragen. Die Kurve zeigt den Verlauf der Abkühlung bei einer Anordnung und Aufheizung nach der Erfindung. Man ersieht aus dem Verlauf der Kurve den starken Abfall der Temperatur in der Substanz, die schon innerhalb weniger Sekunden auf für die SubK.Stanz unschädliche Werte absinkt, wodurcheine Koagulation des Serums vermieden wird. Mit normaler Aufheizung, also z. B. im Wasserbad, ist dieser Versuch überhaupt nicht durchführbar, da schon während des Aufheizvorganges das Serum koagulieren würde.
  • Die Abkühlung kann auch noch über das angegebene Maß hinaus gesteigert werden, indem man die Behälterwund gewissermaßen in zwei verschiedenartige Medien aufteilt, also z. B. in Glas als eigentliche Belhälterwand und in eine Flüssigkeit. Durch die dadurch gewissermaßen erreichte Verstärkung der Gefäßwandung wird die Wärmekapazität insgesamt erhöht; außerdem kommt noch !hinzu, @daß durch Benutzung der Außenflüssigkeit infolge Konvektion, die sogar durch Rühren noch erhöht werden könnte, die Abkühlung weiter gesteigert wird. Als Flüssigkeit wird nun zweckmäßig eine solche hofier Dielektrizitätskonstante und geringer Leitfähigkeit verwendet. In dieses Bad kann man auch die Elektroden einsetzen. Daraus ergibt sich der weitere Vorteil, daß die Flüssigkeit eine einfache und wirksame Ankopplung der Elektroden an das Behandlungsgefäß ergibt.
  • Eine derartige Anordnung ist in der Fig.2 im Schnitt und im Aufriß schematisch dargestellt, wobei Ziffer 1 die zu erhitzende Flüssigkeit, Ziffer 2 das Behandlungsgefäß,aus diel.ektrischem Material, Ziffer 3 die das eigentliche Behandlungsgefäß umgebende Flüssigkeit zur Erhöhung der Wärmekapazität, in die, wie schon gesagt, noch ein in der Figur nicht dargestellter Rührer eintauchen kann, Ziffer 4 die in diese Flüssigkeit eintauchenden Elektroden mit ihren Zuleitungsdräihten 6, Ziffer 5 das äußere Gefäß zur Aufnahme der Zwischenflüssigkeit darstellen.
  • Das Verfahren hat über den angegebenen Anwendungszweck hinaus natürlich noch eine allgemeine Bedeutung. Es ist stets dann anwendbar, wenn versdhiedene Phasen eines Stoffgemisches ich in ihren elektrischen Daten (x und e) zur Erzielung des selektiven Effektes hinreichend unterscheiden. Wird dann eine oder mehrere sehr schnell aufgeheizt, so kann die Abkühlung dieser Phasen) durch die weiteren, infolge ihrer abweichenden elektrischen Daten weder direkt noch indirekt erwärmten Phasen übernommen werden. Es ist dabei gleichgültig, ob die verschiedenen Phasen künstlich herbeigeführt werden, z. B. durch Wandungen, die die zu erwärmende Substanz umschließen, oder durch künstlich in die Substanz eingebrachte Bestandteile, oder ob die Substanz bereits aus diesen verschiedenen Phasen besteht.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRCCHE: 1. Verfahren zur Wärmebehandlung von Gut, das eine langfristige Erhitzung auf hohe Temperaturen nicht verträgt, mit anschließender Kühlung, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gut in einem hochfrequenten elektrischen Wechselfeld selektiv auf eine die angestrebte Wirkung bedingende hohe Temperatur so kurzfristig erhitzt, daß ein das Gut umgebendes, entsprechend zu bemessendes Medium, z. B. ein Behälter oder bei inhomogenen Stoffen andere Phasen, weder direkt noch indirekt wesentlich erwärmt wird, so daß beim Ausschalten des elektrischen Feldes ein Wärmeausgleich Substanz-Medium auf eine für das Gut unschädliche Temperatur eintritt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das zu behandelnde Gut mit einem den erforderlichen Wärmeausgleich ermöglichenden Stoff, z. B. einem Träger, vermischt.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausübung eines Verfahrens nach Anspruch t oder 2, gekennzeichnet durch ein Bad zur Aufnahme des Behandlungsgefäßes, dessen Flüssigkeit zur Erhöhung der Wärmekapazität und zur Steigerung des .@lr kühleffekts durch Konvektion dient.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden unter Vermittlung der Flüssigkeit hoher Dielektrizitätskonstante und geringer Leitfähigkeit des Bades an den Behandlungsbehälter angekoppelt sind.
DEP6427A 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren und Vorrichtung zur Waermebehandlung von hitzeempfindlichem Gut mit anschliessender Kuehlung Expired DE856040C (de)

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