DE855765C - Glasscheibe - Google Patents
GlasscheibeInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B27/00—Tempering or quenching glass products
- C03B27/04—Tempering or quenching glass products using gas
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Scheibe aus
gehärtetem Glas. Bekanntlich werden durch die Härtung den (ilasgegenständen besondere Eigenschaften
hinsichtlich ihres Widerstandes gegen mechanische Beanspruchungen oder andere schroffe
ZustaiuKänderungen. beispielsweise thermischer
Art, erteilt und außerdem im Falle eines Bruches ein Zerfall in eine große Anzahl von kleinen Bruchstückchen
herbeigeführt, welche keine Verletzungen hervorrufen können. Diese besonderen Eigenschaften
ermöglichen es, das gehärtete Glas mit Vorteil in zahlreichen Fällen anzuwenden, beispielsweise
für die Verglasung von Fahrzeugen. In diesen Fällen jedoch ergibt die Verwendung von
gehärtetem Glas der bisher bekannten Art den Nachteil, daß dieses im Falle einer zum Bruch
führenden Beanspruchung irgendeiner Stelle, l)eispielsweise eines Stoßes, in seiner Gesamtheit zerfällt.
Wenn es sich um eine Verglasung handelt, so wird durch diesen Zerfall die Durchsichtigkeit beeinträchtigt.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wurden bereits Glasscheiben vorgeschlagen, bei welchen gewisse
Teile gehärtet und andere nicht oder schwächer ge-
härtet sind, wobei die schwächer oder nicht gehärteten Zonen kleine Inseln bilden, die völlig durch
eine gehärtete Zone umgeben sind und mehr oder weniger abgerundete Formen besitzen, so daß beim
Bruch der Scheibe, wenn die Bruchstücke nicht fortgeschleudert werden, die nicht gehärteten Zonen die
Durchsichtigkeit der Scheibe sichern, andererseits wenn die Bruchstücke fortgeschleudert werden,
diese nicht gefährlich sind, weil ihre Abmessungen
ίο klein sind und sie keine schneidenden Kanten besitzen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Glasscheibe, insbesondere Windschutzscheibe oder Verglasung
von Fahrzeugen, bei welcher die Aufrechterhaltung der Sicht durch die Scheibe im Falle eines Bruches
durch eine andere Verteilung der Zonen von gehärtetem Glas und der von nicht gehärtetem Glas erzielt
wird.
Die Glasscheibe nach der Erfindung ist gleichmäßig auf ihrer ganzen Fläche gehärtet mit Ausnahme
schmaler nicht oder weniger gehärteter Streifen, die die Zonen von gehärtetem Glas begrenzen,
sei es, daß sie sie völlig umschließen, sei es, daß sie sich von einer Kante der Scheibe zur
anderen erstrecken und so Teilungslinien bilden, welche im Falle eines Stoßes bzw. Bruches des
Glases die Fortpflanzung des hierdurch hervorgerufenen Zerfalls des Glases von einer Zone zur
anderen begrenzen, so daß dieser Zerfall auf die Zone der Scheibe beschränkt bleibt, welche den Stoß
auszuhalten hatte.
Im Falle von Verglasungen von Automobilen, z. B. insbesondere Windschutzscheiben, kann man
durch einen fortlaufenden, in sich geschlossenen Streifen eine kleine Fläche vor dem Gesicht des
Fahrers eingrenzen. Der Rest der Scheibe kann zerfallen, ohne daß der Zerfall sich auf diese kleine
Fläche fortpflanzen kann, deren Durchsichtigkeit für die Führung des Fahrzeuges wichtig ist.
Allgemein gesagt, können die erwähnten nicht oder wenig gehärteten Streifen in verschiedener
Weise erzeugt werden, insbesondere indem man die Oberfläche der Scheibe härtet und die Härtung an
den Stellen, die von diesen eingenommen werden, verhindert. Man kann aber auch die ganze Scheibe
als solche härten und später durch örtliche Wiedererhitzung die Streifen enthärten.
Um das Zerschneiden eines kontinuierlichen Glasbandes, welches unmittelbar nach seiner BiI-dung
einer Härtebehandlung unterzogen worden ist, in einzelne Scheiben zu ermöglichen, ist es bereits
vorgeschlagen worden, das Glas in schmale Zonen an der Stelle der Schnittlinien wieder zu erhitzen.
In diesem Falle erfolgt das Zerschneiden längs dieser Linien, welche der Wiedererhitzung unterworfen
worden sind, so daß die abgeschnittene Scheibe selbst völlig gehärtet ist, d. h. keine nicht
gehärtete Zone aufweist.
Diese Arbeitsweise hat also mit dem Gedanken der Erfindung nichts zu tun.
In den Abbildungen sind verschiedene Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Abb. ι veranschaulicht eine Windschutzscheibe,
bei welcher die Zone A, die vor dem Gesicht des Fahrers liegt, von dem Teil B der Scheibe durch
einen schmalen Streifen α getrennt ist, der die Zone A völlig umgibt. In diesem Streifen, der eine
Breite von nur wenigen Millimetern besitzt, ist das Glas nicht gehärtet. Um eine solche Scheibe zu erzeugen,
wurde nach der Erfindung der erwähnte Streifen der Einwirkung der Wärmebehandlung entzogen,
welche den gehärteten Zustand in den Zonen A und B hervorgerufen hat. Man kann beispielsweise
auf jeder Fläche des Glases beim Verlassen des Wiedererhitzungsofens, bevor dieses der Einwirkung
der Blasdüsen unterworfen wird, einen Streifen von einigen Millimetern Breite aus einem
isolierenden Stoff, wie Asl>est, der auf einen beweglichen Rahmen angeordnet ist und die Konturen der
Zone A umschließt, anbringen. Anschließend wird das Glas durch Beblasen mittels einer der bekannten
Vorrichtungen schroff gekühlt. Der Streifen aus isolierendem Stoff erhält das von ihm abgedeckte
Glas warm, während das außen und innen in bezug auf seine Konturen liegende Glas schroff abgekühlt
wird. Es ergibt sich hierdurch, daß in den Oberflächenschichten des Glases unter dem Streifen bei
der späteren Abkühlung Zugspannungen entstehen, in den Oberflächenschichten des übrigen Glases dagegen
Druckspannungen.
Eine derartige Windschutzscheibe besitzt das Aussehen einer gewöhnlichen Glasscheibe, d. h. sie
läßt keine Zonen geringerer Durchsichtigkeit erkennen, denn in der Ansicht unterscheidet nichts die
Stelle, wo sich der Streifen befunden hat, von dem übrigen Glas.
Wenn dagegen ein örtlicher Stoß die Zone B trifft und hierdurch das bekannte Netz von Sprüngen
an dieser Stelle hervorruft, bleibt die Zone A intakt und eine völlige Durchsichtigkeit im Gesichtsfeld
des Fahrers erhalten.
Da die Zone A nur einen kleinen Teil der ganzen Windschutzscheibe ausmacht, besteht eine große
Wahrscheinlichkeit dafür, daß ein Stoß, wie angenommen, in der Zone B erfolgt. Wenn ein solcher
Stoß aber die Zone A treffen würde, dann würde der Bruch auf diese Zone beschränkt und die Zone B
intakt bleiben, die so dem Fahrer in dem entsprechenden Gesichtsfeld eine normale Durchsicht
ermöglichen würde, die unbedingt ausreicht, um das Fahrzeug mit Sicherheit zum Stehen zu bringen.
Um diese beiden Fälle zu erläutern, ist in Abb. 2 das Ergebnis eines Stoßes veranschaulicht, der die
Zone B trifft, und in Abb. 3 der Fall eines Stoßes auf die Zone A.
Selbstverständlich kann man die Windschutzscheibe statt lediglich in zwei auch in einer Anzahl
solcher Zonen von beliebig gewünschter Größe aufteilen.
Im folgenden werden noch gewisse Anwendungsfälle beschrieben, bei welchen gehärtete Gläser, insbesondere
wegen ihrer mechanischen Widerstandseigenschaften, Anwendung finden.
Abb. 4 bezieht sich auf eine Tafel aus gehärtetem Glas für verschiedene Anwendungsfälle, wie Ver-
glasungen, Wandungen, FußixSden u.dgl.; in solchen
Anwendungsfällen besitzt das gehärtete Glas große Vorteile wegen seiner besonderen Eigenschaften,
vor allem seiner mechanischen Widerstandsfähigkeit und Elastizität. Wenn jedoch ein Stoß erfolgt, der
zu Bruch führt, zerfällt die ganze Tafel und fällt in sich zusammen.
Die in Abb. 4 dargestellte Verglasung oder Tafel nach der Erfindung weist diese Unzuträglichkeiten
in geringem Maße auf. Sie ist in gehärtete Zonen C aufgeteilt, die voneinander durch schmale Streifen e
getrennt sind, in denen das Glas nicht gehärtet ist. Diese Streifen erstrecken sich von einer Kante der
Verglasung zur anderen, derart, daß es keine Stelle gibt, in welcher sich ein Bruch in einer der Zonen C
auf die benachbarten Zonen fortpflanzen könnte. Wie in dem Falle der Verglasung gemäß Abb. 1 ist
äußerlich das Vorhandensein dieser Streifen oder Linien, die in dem Glas gewissermaßen Zerfallschranken
zwischen den Zonen C bilden, nicht zu erkennen. Im !"alle eines Bruches jedoch, der beispielsweise
am Punkt ρ (Abb. 5) eintritt, zerfällt lediglich die entsprechende Zone C, dagegen bleibt
die Wandung zu beiden Seiten intakt.
Es ist schließlich zu bemerken, daß in vielen Fällen, insbesondere wenn die Zonen C schmal sind,
die Bruchstücke an Ort und Stelle verbleiben, was Vorteile mit sich bringen kann.
Statt senkrecht können die Zonen auch horizontal angeordnet sein. Man kann ihnen auch eine andere
Anordnung geben, z. B. Zerfallschranken vorsehen, die die Tafel schachbrettartig unterteilen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Glasscheibe, insbesondere als Windschutzscheibe und zur Verglasung von Fahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß in der an sich gleichmäßig gehärteten Oberfläche der Scheibe schmale, nicht oder nur schwach gehärtete Streifen ausgespart sind, welche Zonen von gehärtetem Glas begrenzen, sei es, indem sie sie völlig umgeben, sei es, indem sie sich von einer Kante der Scheibe zur anderen erstrecken, so daß hierdurch Teilungslinien gebildet werden, die im Falle eines Stoßes oder eines Bruches des Glases die Fortpflanzung des infolgedessen eintretenden Zerfalls des gehärteten Glases von einer Zone zu einer anderen begrenzen, so daß dieser Zerfall auf die Zone der Scheibe beschränkt bleibt, welche die hierzu führende Beanspruchung erlitt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1 5489 11.52
Priority Applications (5)
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Family Applications (1)
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