DE855760C - Verfahren zur Musterung kuenstlicher Zaehne aus Kunstharz - Google Patents

Verfahren zur Musterung kuenstlicher Zaehne aus Kunstharz

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DE855760C
DE855760C DEK5451D DEK0005451D DE855760C DE 855760 C DE855760 C DE 855760C DE K5451 D DEK5451 D DE K5451D DE K0005451 D DEK0005451 D DE K0005451D DE 855760 C DE855760 C DE 855760C
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Germany
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synthetic resin
patterning
tooth
artificial teeth
mold
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DEK5451D
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Inventor
Max Burkhardt
Erich Dr Czapp
Walter Neumayer
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Kulzer GmbH
Original Assignee
Kulzer and Co GmbH
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Publication date
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00Preparations for dentistry
    • A61K6/80Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth
    • A61K6/884Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth comprising natural or synthetic resins
    • A61K6/887Compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
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Description

  • Verfahren zur Musterung künstlicher Zähne aus Kunstharz Zur Herstellung von Zähnen aus Kunstharzen hat man bereits Polymerisationsverfahren und thermoplastische Verfahren vorgeschlagen. Bei den Polymerisationsverfahren hat sich besonders eine Herstellung bewährt, bei der aus dem flüssigen monomeren Ausgangsprodukt und dem pulverförmigen Endprodukt ein pastenförmiger Teig hergestellt und in der Form bei höheren Temperaturen zu dme Kunstharzzahn auspolymerisiert wird. Die thermoplasti scheu Verfahren werden beispielsweise so durchgeffillrt, daß ein Kunstharzpulver schichtweise mit verschiedenem Farbstoffgehalt in eine Form eingebracht un darin unter Einwirkung von Druck und Wärme in den Kunstharzzahn umgewandelt wird.
  • Bei beiden Verfahren legt man den größten Wert darauf, einen möglichst dem natürlichen Zahn entsprechenden Farbverlauf zu erzielen. Zu diesem Zweck werden Kunstharzpulver mit verschiedenen Gehalten an Farbstoffen und Trübungsmitteln verwendet. Bei der Herstellung des Kunstharzzahnes werden dann die verschieden gefärbten Anteile in der Form übereinandergeschichtet. Bei einiger Übung ist es so dem Fachmann bei der Herstellung von Einzelzähnen und Brücken möglich, einen derart günstigen Farbühergang zu erzielen, daß die Auf- abe, dem Farbverlauf der natürlichen Zähne möglichst nahezukommen, in dieser Beziehung als gelöst angesehen werden kann.
  • Die Aufgabe, künstliche Zähne herzustellen, die sich in ihrem Äußeren von den natürlichen Zähnen nicht unterscheiden, ist jedoch hiermit noch nicht völlig gelöst. Mit den beschriebenen Verfahren kann man nur eine Farbschattierung erzielen, bei der über eine gewisse Fläche hinweg die gleiche Farbnuance vorliegt und die Farbübergänge stetig ausfallen.
  • I)ie natürlichen Zähne besitzen jedoch zum großen Teil charakteristische Unregelmäßigkeiten und Unstetigkeiten in der Farbgebung. Es sei auf die sogenannten Schmelzrisse und Flecken hingewiesen, die entweder längs des Zahnes verlaufen oder unregelmäßig an verschiedenen Stellen hervortreten.
  • Man hat bereits versucht, auch diese Feinheiten den Kunstharzzähnen zu verleihen. So hat man die Oberfläche der an sich fertigen Kunstharzzähne schon mit verschiedenen Mitteln zur Erzielung der genannten Unregelmäßigkeiten behandelt. Beispielsweise hat man in flüchtigen Lösungsmitteln aufgelöste Farbstoffe auf die entsprechenden Stellen des Kunstharzzahnes aufgetragen. Auf diese Weise dringt der Farbstoff mehr oder weniger tief in den Kunstharzzahn ein und hinterläßt nach dem Ahdampfen der Flüssigkeit eine Zeichnung auf der Oberfläche des Kunstharzzahnes. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß der Farbverlauf an der Oberfläche nicht genau vorgeschrieben werden kann, und vor allem den Nachteil, daß die Einfärbung auf eine dünne Oberflächenschicht beschränkt bleibt, und infolgedessen beim Polieren und Putzen des Zahnes das Muster sehr leicht zerstört wird. Nach einem anderen Verfahren, das den Gegenstand eines älteren Patentes bildet, wird auf die Vorderwand der Form eine durchscheinende, mit Mustern entsprechend der natürlichen Zeichnung der Zähne versehene Kunstharzfolie aufgebracht, die dann mit den verschiedenen Kunstharzfarbstoffschichten in der Form durch thermoplastische Verformung oder Polymerisation zu einer untrennbaren Einheit verbunden wird. In dem fertigen Zahn ist dann das Muster unterhalh der Oberfläche in den Kunststoff eingebaut, so daß es beim Schleifen oder Polieren des Zahnes nicht entfernt wird. Dieses Verfahren ist besser als das Verfahren, dünne Streifen aus dunkelgefärbtem Material ohne weiteres einzulegen, weil die Streifen während der Bearbeitung durch das Pressen oft an andere Stellen gedrückt werden und zum Teil auch in ihrer Stärke und Form verändert, vor allem breiter werden.
  • Die vorliegende Erfindung stellt sich nun die Aufgabe, unter Erhaltung der Fortschritte der besprochenen Verfahren Musterungen, wie Schmelzrisse und Flecken, auf Kunstharzzähnen in einem noch einfacheren Arbeitsverfahren anzubringen und gleichzeitig die Möglichkeit zu einer noch individuelleren Formgebung der Muster zu schaffen.
  • Es wurde gefunden, daß sich diese Aufgabe in folgender Weise lösen läßt. Man breitet in der Zahnform eine kleine Menge einer Flüssigkeit aus, welche die gleichen Polymerisate'oder monomeren Ausgangsstoffe wie die fiir den Hauptteil verwendeten Kunstharzschicbten entllält, Bildet aus ihr durch Verdampfen oder Polymerisieren einen dünnen, der Form eng anliegenden Film und mustert diesen durch Aufmalen vorzugsweise mit Farben, die mit dem monomeren nusgangsstoff des Kunstharzes angerieben sind; darauf gibt man die verschieden gefärbten Kunstharzschichten in die Form und verbindet das Ganze durch Erhitzen zu einer untrennbaren Einheit.
  • Der der Form eng anliegende Film wird beispielsweise aus einer Lösung des Polymerisats in dem monomeren Ausgangsstoff gebildet, wobei bereits Farbstoffe undTrübungsmittel zugesetzt sind, um die natürliche Farbe der Zallnsellneide zu ergehen. Zur Vermeidung der schädlichen Einwirkung von Wasserdampf wird nach einem bewährten Verfahren, das nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, die Gips form zuerst mit einer Chlorcalciumlösung eingeiuselt, auf die zweckmäßig nocheineWasserglaslösungaufgetragen wird. In die so vorbereitete Form wird die beschriebene dünnsahnig fließende Zahnschneidemasse eingegossen.
  • Durch sofortiges Umdrehen der Form läßt man dann die Hauptmenge der Masse wieder herausfließen; wird die Form nunmehr in ihre normale Lage gebracht, so liegt ihr ein in Gestalt eines Keiles verlaufender Film an, der sehr schnell austrocknet, indem die monomere Flüssigkeit verdampft oder polymerisiert. Auf die innenseite dieses Films werden dann die mit dem monomeren Ausgangsstoff des Kunstharzes angeriehenen Farben au£gemalt.
  • Wie schon erwähnt, werden danach in an sich bekannter Weise die verschieden gefärbten Kunstharzschichten in die Form gegeben und durch thermoplastische Verformung oder Polymerisieren mit dem Film zu einer untrennbaren Einheit verbunden.
  • Dieses neue Verfahren beseitigt die Nachteile der bisher bekannten Verfahren. Da der zuerst in der Form gebildete Film durchscheinend ist, treten die Farben des Hauptteiles des Kunststoffzahnes naturgetreu hervor, andererseits weisen die Zeichnungen der Schmelzrisse und Flecken genau die gewünschte Form auf, die dem Muster der gesunden Zähne entsprechend gewählt werden kann. Die auf diesen Film aufgemalten Musterungen schimmern von innen her durch die Zahnschneidemasse durch und wirken dadurch sehr natürlich. Es wird mit dieser einfachen Technik eine Wirkung erzielt, die mit anderen bei Kunstharzen und auch bei anderen Werkstoffen bekannten Verfahren nicht zu erreichen ist. Ferner kann auch bei diesem neuen Verfahren die durch die Wärme oder den Preßvorgang entstehende rauhe Oberfläche auf dem Kunstharzzahn durch Schleifen oder Polieren entfernt werden, ohne daß die Zeichnungen der Schmelzrisse und Flecken zerstört werden, da sie durch den zuerst gebildeten dünnen Kunstharzfilm nach außen abgedeckt sind.
  • Zur Bemalung des in der Form zunächst gebildeten dünnen Kunstharzfilms lassen sich Farbanreibungen mit Lösungsmitteln, Olen oder Lacken verwenden. Doch bringt die Verwendung derartiger Flüssigkeiten die Gefahr mit sich, daß bei der Ver- arl)eitung Störungen. wie Bildung von Sprüngen oder ein schlechtes oder ungenügendes Erhärten der Kunstharzmasse, auftreten. Es wurde gefunden, daß es viel vorteilhafter ist, zum Anrühren der Farben das monomere Ausgangsprodukt des Kunstharzes selbst zu benutzen, in dem gegebenenfalls noch ganz oder teilweise polymerisiertes Material aufgelöst ist.
  • Als farben werden vorteilhaft mineralische Farbkörper unter keramische Farben henutzt. Zur Herstellung der Farben werden beispielsweise die Farbkörper mit einem zähen Sirup. der durch Auflösen des Polymerisats in dem monomeren Ansgangsstoff erhalten wird, in Kugelmühlen oder in einer Farbreibmühle homogenisiert und die so erhaltenen lasten iii Schälchen eingefüllt und durch Verdampfeit oder l'olymerisieren der überschüssigen Flüssigkeit. das durch Stehenlassen oder besser Erhitzen auf etwa 80° bewirkt wird, in die feste Farbe übergeführt.
  • Das Malen mit diesen Farben entspricht der Technik der Aquarellfarben. Die beispielsweise in Blechkästen mit herausnehmbaren Porzellanschälchen enthaltenen Farben werden mit der monomeren Flüssigkeit, die gegebenenfalls noch Polymerisate und andere Zusatzstoffe in Lösung enthält, angerieben, diese Flüssigkeit übernimmt also die Aufgabe des Wassers bei den bekannten Aquarellfarben.
  • Mit dem mit dieser Flüssigkeit angefeuchteten Pinsel werden die einzelnen Farben den Schälchen entiioinnieii und unmittelbar benutzt oder auf einer Palette zur weiteren Farbschattierungen gemischt.
  • Bei dem neuen Verfahren können die bekannten Polymerisationskunstharze, z. B. Polystyrol-, Polyvinyl- und Polyacrylverbindungen, insbesondere Polymethacrylverbindungen, Verwendung finden.
  • Sie enthalten außer den Farbstoffen die anderen in der Technik üblichen Zusätze, wie Polymerisationskatalysatoren, Weichmacher und Füllstoffe. Die Farbkörper lassen sich aus den im Handel befindlichen mineralischen und keramischen Farhen leicht auswählen.

Claims (1)

  1. PATENvANSPRUCH: Verfahren zur Musterung künstlicher Zähne aus Kunstharz, die in Zahnformen aus verschieden gefärbten Kunstharzschichten unter Einwirkung von L)ruck und Wärme hergestellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß man in der Form eine kleine Nienge einer Flüssigkeit, welche die gleichen Polymerisate und/oder monomeren Ausgangsstoffe wie die für den Hauptteil verwendeten Kunstharzschichten enthält, ausbreitet, aus ihr durch Verdampfen und/oder Polymerisieren einen dünnen, der Form eng anliegenden Film bildet und diesen durch Aufmalen, vorzugsweise mit Farben. die mit dem monomeren Ausgangsstoff des Kunstharzes angerieben sind, mustert, worauf man die verschieden gefärbten Kunstharzschichten in die Form gibt und das Ganze durch Erhitzen zu einer untrennbaren Einheit verliindet.
DEK5451D 1941-08-08 1941-08-09 Verfahren zur Musterung kuenstlicher Zaehne aus Kunstharz Expired DE855760C (de)

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