DE85562C - - Google Patents

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DE85562C
DE85562C DENDAT85562D DE85562DA DE85562C DE 85562 C DE85562 C DE 85562C DE NDAT85562 D DENDAT85562 D DE NDAT85562D DE 85562D A DE85562D A DE 85562DA DE 85562 C DE85562 C DE 85562C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D3/00Burners using capillary action
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D2900/00Special features of, or arrangements for burners using fluid fuels or solid fuels suspended in a carrier gas
    • F23D2900/31016Burners in which the gas produced in the wick is not burned instantaneously

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Man hat bisher verschiedene Wege einge-* schlagen, aus flüssigen Brennstoffen Dämpfe oder Gase für Leucht- oder Heizzwecke zu erzeugen. Bei der Verdampfung verwendet man gewöhnlich Retorten, die meist, wie bespielsweise in der Patentschrift Nr. 77073 angegeben, mit besonderen, am einfachsten aus der Retorte selbst abgezweigten Hülfsflammen geheizt werden. Bei der Vergasung findet eine chemische Umbildung eines Theiles der entwickelten Dämpfe statt. . Eine besondere Art der Vergasung besteht darin, dafs Luft in fein vertheiltem Zustande, aber nur in solcher Menge auf die Oberfläche einer Brennflüssigkeit geleitet wird, dafs nur eine unvollkommene Verbrennung erzielt wird. Die Wärmeleitung des Metalls wird bei diesem Procefs für die Vergasung nicht oder nur zufällig mit benutzt, wie z. B. aus der englischen Patentschrift Nr. 624 vom Jahre 1888 ersichtlich ist. Ausgehend von dem ersten Verfahren wende ich eine Retorte an, durch deren Erhitzung die Verdampfung des flüssigen Brennstoffes, der etwa durch Dochtmaterial in ausreichendem Mafse dargeboten wird, vor sich geht. Statt aber etwa durch Hülfsflammen, die aus von 'der Retorte abgezweigten Kanälen hervor-'schlagen und die letztere umspülen, die Verdampfung zu bewirken, lenke ich eine oder mehrere Flammen in das Innere und lasse sie direct in den mit Dämpfen erfüllten Raum hineindringen, doch so, dafs sie mit dem flüssigen Brennstoff nicht in Berührung kommen. Die Verdampfung erfolgt also lediglich durch die Wärmeleitung der Retortenwandungen, abgesehen von einer zufälligen Einwirkung strahlender Wärme. Die Verbrennungsproducte der Flammen ziehen dann mit den gebildeten Dämpfen ab. Die hierdurch herbeigeführte Erwärmung der Retorte reicht, wie ich durch zahlreiche Versuche feststellte, aus, um die Verdampfung in ausreichendem Mafse zu unterhalten. In besonderen Fällen bringe ich noch gut leitendes Metall innerhalb der Retorte an, gegen das die Flammen schlagen. Das Verfahren nähert sich also dem beschriebenen Vergasungsprocefs darin, dafs eine Verbrennung im Innern des Apparates stattfindet, weicht aber in mehreren Punkten sehr erheblich davon ab. Es ist lediglich von der Wärmeleitung des Metalls abhängig. Die Flammen brennen ferner lediglich im Dampfraum, während der Flüssigkeitsspiegel ausgelöscht ist. Aus dem letzteren ergiebt sich ein in die Augen springender Vortheil gegenüber dem bekannten Vergasungsverfahren; während bei diesem der Flüssigkeitsspiegel Schwankungen nicht unterworfen ist, der Apparat also nicht bewegt werden darf, ohne den Vorgang der Vergasung zu stören oder zu unterbrechen, kann bei meinem Verfahren der Flüssigkeitsspiegel beliebig bewegt werden. Ein weiterer grofser Vortheil ist der, dafs ich, um gleich viel Gas zu erzeugen, nur einer kleinen Brennstoffoberfläche bedarf, wie sie ein gewöhnlicher Docht bietet, während bei dem bekannten Verfahren diese Fläche grofs sein mufs, wenn reichlich Gase geliefert werden sollen.
In beiliegender Zeichnung (Fig. 1), welche lediglich das allgemeine Princip veranschaulichen soll, ist α die Retorte, b deren Dochtfüllung

Claims (3)

mit Saugsträhnen c; d sind Luftlöcher. In der centralen Dochtröhre e befindet sich ein Brenndocht, der "oben aus dem Röhrchen e vorsteht. Ueber dem Dochte ist ein Drahtsieb f quer durch die Retorte gezogen. Durch eine verschliefsbare Oeffnung g wird dieser Brenndocht angezündet und brennt dann, mit der durch die Löcher d eintretenden Luft gespeist, an seiner seitlichen Wandung, wie in der Zeichnung angedeutet, kelchförmig, bei gelöschter oberer Dochtfläche. Diese Flamme schlägt nach kurzer Zeit nach den Luftlöchern d um und brennt hier (Fig. ia) als Strahlenkranz im Innern weiter, der im Dampfraum lediglich an den Wänden des Metalls klebt und dieses beheizt. Die Aufgabe der Flamme ist also nur, die Retorte andauernd so heifs zu erhalten, dafs die Vergasung in der Dochtfüllung stan-, dig unterhalten wird. Das gebildete Gas kann man oberhalb des Siebes verbrennen, wobei die Brennflamme etwa mittels einer inneren Laufflamme / entzündet werden kann, die von den Heizflammen ausgeht und sich bis zum Brenner fortpflanzt (Fig. ia). Man hat eine solche Lampe nur einmal zu entzünden, alles andere vollzieht sich selbstthä'tig. Man würde auch den Brenndocht und damit das Sieb unter Umständen entbehren können, wenn man die Luftlöcher d nicht zu hoch über der Oberfläche des Saugdochtes anordnet. Man braucht dann durch die Oeffnung d lediglich die Oberfläche des Saugdochtes statt des Brenndochtes anzuzünden. Diese Flamme schlägt nach einem gewissen Zeitraum ebenfalls nach den Luftlöchern d hinüber und brennt dort lediglich als Strahlenkranz weiter, ohne den Docht noch zu berühren. Man kann dann das centrale Röhrchen e als Ventilationsrohr für den Oelbehälter benutzen, indem man es in der Retorte α so hoch ,emporführt, dafs ein Zurückschlagen der Flamme durch dasselbe nicht zu befürchten ist. Man könnte es auch als centrales Luftrohr verwenden, indem man es durch den Oelbehälter hindurchführt. Gegebenenfalls könnte man einen ringförmigen besonderen Anzündedocht noch um dieses Rohr herumlegen. Der Vergasereinrichtung habe ich in Fig. 2 eine möglichst günstige Form zu geben versucht. Die Retorte α ist in der Mitte des Brennstoffbehälters A versenkt, damit die Zuführung des Brennstoffes zur Retorte, welche durch das saugfähige Material eingeleitet wird, ständig unterhalten werden kann. Das Saugematerial befindet sich in dem dargestellten Beispiel in einem besonderen Behälter aus wärmeleitendem Metall, bei d tritt die Luft zur Retorte, und zwar entweder rings am ganzen Umfang oder zwischen aufgesetzten Zinken ^ hindurch. Das Rohr c· kann — etwa durch Hebel/— beliebig auf- und niedergeschraubt werden, um die Gröfse der Oeffnungen d zu regeln, e ist ein durch die Retorte zum Brenner geführtes centrales Luftrohr und umgeben von einem Heizrohr el; welches die Wärme der Flammen, die durch den Deflector h gegen die Prallfläche e.2 gelenkt werden, nach unten führt und durchlocht ist, um die entwickelten Dämpfe zwischen e und ey hindurch bei e.2 nach oben treten zu lassen. in ist ein allseitig geschlossener glockenförmiger Aufsatz, welcher die nach d tretende Luft auffängt und unter das zweckmäfsig — bei i — auch die Ventilationsöffnungen des Brennstoffbehälters ausmünden. In die die Retorte umgebende Luft können also keinerlei belästigende Gase treten, weder die aus e kommenden, noch die Abgase der Heizflammen. Den Gasen kann, etwa durch ein centrales Luftrohr oder •durch Luftöffnungen, die im Gasraume angebracht sind, atmosphärische Luft beigemischt werden. Patenτ-AnSprüche:
1. Vergaser für Heiz- und Leuchtzwecke, bei welchem die zur Verdampfung des Brennstoffs erforderliche Wärme durch Selbstleitung des Metalls der Retorte, in der die Vergasung vor sich geht, zur Flüssigkeit geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dafs diese fortzuleitende Wärme der Retorte durch Flammen mitgetheilt wird, die an den Wandungen der Retorte durch in diese eintretende Luft in den Brennstoffdämpfen so unterhalten werden, dafs die Flammen nicht mit der Flüssigkeit in Berührung kommen.
2. Ausführungsform des Vergasers, bei welchem die Querschnittsfläche der Famme durch ein Niederschrauberohr beliebig regulirt werden kann.
3. Anordnung von Metallflächen — z. B. in Gestalt eines kelchartig endigenden Rohres et — im Innern der Retorte, welche einen Theil der Wärme der Flamme aufnehmen und so die Vergasung unterstützen, und gegen welche die Flammen etwa durch einen Deflector h geleitet werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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