DE144058C - - Google Patents

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DE144058C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G9/00Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Spray-Type Burners (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, Gas zu Leucht- und Heizzwecken dadurch zu erzeugen, daß zerstäubtes Öl durch unmittelbare Berührung mit einer offenen Flamme vergast wird, worauf die heißen Gase oder Dämpfe mit Luft gemischt werden. Nach vorliegender Erfindung soll nicht zerstäubtes, also noch tropfbar flüssiges Öl, sondern gasförmiger Öldampf in den Gaserzeugungsraum gepreßt werden, wodurch die Gefahr der Verstopfung für die zu dem Gaserzeugungsraum führende Düse und Leitung beseitigt wird. Zu diesem Zweck ist der Apparat so eingerichtet, daß die zur Vergasung der Kohlenwasserstoffe dienende Flamme zugleich eine mit dem flüssigen Kohlenwasserstoff gefüllte Kammer heizt, aus welcher die Kohlenwasserstoffdämpfe durch ein längeres Kühlrohr und einen Kondenstopf hindurch nach der zur Gaserzeugungsstelle führenden Leitung strömen.
In der Zeichnung ist der Apparat vorliegender Erfindung dargestellt, und zwar in Fig. 1 in einem senkrechten Schnitt und in Fig. 2 und 3 in zwei wagerechten Schnitten an den in Fig. 1 bezeichneten Stellen. Der Apparat besteht im wesentlichen aus einer Kühlkammer 1, die oben durch einen aufgeschraubten Deckel 2 abgeschlossen und unten mittels erweiterten Ansatzes an ^ einem Führungszylinder 32 angeschlossen ist. Dieser hat seinerseits einen angeschraubten Boden, unter welchem ein mit Gewindanschlußstutzen ι2 versehene Rohrkappe i1 sitzt, deren Hohlraum durch ein mittels Überwurfmutter 31 angeschlossenes Rohr 30 mit dem Vergaserraum kommuniziert.
Im Führungszylinder 32 sind zwei Schieber 13 und 14 gelagert, welche durch in Schlitze derselben greifende, in ihrer Exzentrizität zueinander diametral sitzende Exzenter 12 und 11 mittels einer auf deren Achse 34 sitzenden Stellscheibe 10 gleichmäßig in verschiedener Richtung axial verschoben werden können. Die Exzenterachse 34 ist in der Zylinderwand durch Stopfbüchse io1 abgedichtet. Der Boden 33 des Zylinders 32 wie auch der Deckel 2 der Kammer 1 sind je mit einer konischen Durchbohrung 6 bezw. 3 versehen, welche durch Nadelventile 7 bezw. 4, die mittels Ventilstangen 9 bezw. 8 mit den Schiebern 14 bezw. 13 verbunden sind, abgeschlossen werden können. Mit diesen Ventilen kann der Gasdurchgang aus dem Vergaser zur Mischkammer beliebig geregelt werden. Das Gaseinlaßventil 7 kann auch fortgelassen werden.
Den oberen Teil der Kammer 1 umgebend ist ein als Vergaser dienendes Hohlgefäß 27 angeordnet, dessen Innenmantel 15 an seinem unteren Teil durch ein mit Durchgangsöffnungen 18 versehenes, an die Wandung der Kühlkammer 1 sich anschließendes Zwischenstück 17 mit dieser fest verbunden ist. In das Vergasergefäß münden oben, an dessen Außenmantel 28 befestigt, das Gasabflußrohr 30 und unten das Zuflußrohr 29 für das Öl. Über dem Zwischenstück 17 sitzt zwischen Rohr 1 und Vergaser ein gelochter Trichter 19, durch dessen Löcher Luft einströmen kann.
Oben an den Vergaser schließt sich eine Doppelkammer an, deren äußere Wand 20
an dem Vergasermantel 15 befestigt ist und dessen Innenwand 21 mit der äußeren unten durch eine mit Durchgangsöffnungen 24 versehene Scheibe 22 verbunden ist. Der Innenmantel 21 ist oben verjüngt und dessen Innenraum 2ia bildet die sogenannte Mischkammer, zu welcher durch einen oder mehrere, seitlich durch beide Wandungen 21 und 20 gehende, nahe am Boden liegende Rohrstutzen 23 die äußere atmosphärische Luft Zutritt hat. Etwas über dem oberen Ende der Mischkammer 2ΐΛ ist am äußeren Mantel 20 eine gelochte Scheibe 25, ein Drahtnetz oder dergl. befestigt, durch dessen Maschen bezw. Öffnungen das Gasluftgemisch in die darüber liegende weitere Kammer 26 gelangt und von dort seinem Bestimmungsort zugeführt wird.
In die Vergaserkammer 27 wird das Öl unter Druck durch das Rohr 29 am geeignetsten nahe am Boden dieser Kammer eingeführt.
Der Apparat arbeitet nach Ingangsetzung in folgender Weise:
Aus der die Mischkammer 2ia umschließenden, durch die Röhren 20 und 21 gebildeten Außenkammer tritt zufolge des den Abfluß derselben nach oben durch das Netz 25 gebildeten Widerstandes ein Teil des Gasluftgemisches durch die Öffnungen 24 nach unten aus und bildet nach Entzündung eine ringförmige Reihe von Flammen, welchen die erforderliche Verbrennungsluft von unten durch die Öffnungen 18 zugeführt wird. Diese Flammen erhitzen den Innenmantel 15 des Vergasers in solcher Weise, daß dadurch die
Verdampfung des Öls bewirkt wird. Der Öldampf strömt durch Rohr 30 in die unterhalb des Zylinders 32 liegende Rohrkapsel i1 und tritt, sofern das Nadelventil 7 der Öffnung 6 geöffnet ist, in den Zylinder 32 und in die
Kammer 1 ein, aus welcher er durch Öffnung 3 im Deckel 2 mittels Nadelventil 4 regelbar in die Mischkammer 2ia gelangt. Daselbst wird er mit der von außen durch Öffnung 23 und von unten durch Öffnungen 18 zuströmenden Luft gemischt und durch die etwas seitlich unterhalb der Mischkammer befindlichen Flammen stark erhitzt und zieht so nach oben.
Durch das über der Mischkammer 2ia angebrachte Sieb 25 oder dergl. ist der freie Abzug des Gasluftgemisches etwas erschwert und dadurch wird ein kleiner Teil des Gemisches nach unten durch die Löcher 24 zur Speisung der Flammen in den Flammenraum gedrängt, während der größere Teil des Gasluftgemisches durch das Netz entweicht. Wird unmittelbar auf der Kammer 26 ein Brenner mit Glühstrumpf aufgesetzt, so wird derselbe durch das entzündete, von der Hitze der Vergaserflammen stark erhitzte Gasluftgemisch zur starken Weißglut gebracht.
Wenn das Gashiftgemisch aus dem Apparat weiter geleitet werden soll und nicht unmittelbar zum Verbrennen gelangt, ist selbstverständlich ein Brenner nicht erforderlich, sondern über der Kammer 26 wird ein Ableitungsrohr aufgesetzt. Wird der Apparat für Heiz- oder Kochzwecke verwendet, kommt der Glühmantel natürlich ebenfalls in Wegfall.
Aus der der einfachen Herstellung wegen am geeignetsten ringförmig hergestellten Vergaserkammer 27 gelangt das Gas bezw. der Dampf durch das Rohr 30 in die Kugel 1!, Zylinder 32 und Kammer 1, welche alle von Luft umgeben und deshalb verhältnismäßig kühl sind. Dadurch wird das Gas abgekühlt, bevor es durch die Ausflußöffnung 3 in die Mischkammer 2ia ausströmt. Hierdurch setzen sich Teerbestandteile, Kohle und sonstige dem Gas anhaftende Unreinigkeiten vor dem Ausfluß des Gases aus der Kammer 1 ab und dadurch werden die Ventildurchgangsöffnungen vor Verstopfungen bewahrt.
Die Abkühlung des Öldampfes in der Kammer ι bezw. auf seinem Weg zu derselben ist nicht derartig, daß dadurch eine Kondensation oder eine Ausscheidung von Kohle desselben zufolge Temperaturerniedrigung im Moment des Austrittes stattfindet, indem unmittelbar nach Austritt der Eintritt in die stark erhitzte Mischkammer erfolgt. Bei den gewöhnlichen Vergasern findet stets eine Kondensation statt.
Das aus der Kammer 1 austretende Gas tritt durch die Flammenkammer in die Mischkammer 2ΐΛ und zieht Luft durch die unteren Offnungen 18 und die seitlichen Öffnungen 23 mit ein. Da der Öldampf unten bei genügender Mischung mit Luft der unmittelbaren Flammenwirkung ausgesetzt ist, sich aber nicht entzündet, wird die Mischung durch die enorme Hitze in ein dauerhaftes, beständiges Gas übergeführt, welches ohne oder mit nur sehr geringer Gefahr der Kondensation aufbewahrt und auch auf größere Entfernungen fortgeleitet werden kann.
Das so erzeugte Gasgemisch kann für alle möglichen Zwecke verwendet werden, für welche brennbares Gas geeignet ist, z. B. für Heiz- und Beleuchtungszwecke, für Explosionsmotoren oder zum Mischen mit Wassergas oder sonstigen Gasen.
Beim Anlassen des Apparates ist erforderlich, daß mittels einer Kerze, elektrischer Kohle oder dergl. in der Vergaserkammer 27 eine anfängliche Vergasung erzielt und die Teile des Apparates, durch welche das Ölgas strömt, so weit erhitzt werden, daß eine schädliche Kondensation vermieden wird. Sobald diese Teile genügend erhitzt sind, wird die Austrittsöffnung 3 geöffnet, das Gas strömt aus der Kammer 1 in die Mischkammer 2ia, mischt
sich mit Luft und ein Teil des Gasgemisches tritt nach oben, ein anderer Teil tritt nach unten durch die Öifnungen 24 in den Flamrnenrauin. Sobald diese Flammen sich entzünden, kann die Kerze oder dergl. entfernt werden und der Apparat arbeitet selbsttätig weiter.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Apparat zur Erzeugung beständiger Brenngase durch Berührung von Kohlenwasserstoffen mit einer offenen Flamme, welche von einem um den Gaserzeugungszylinder herum nach unten geführten Teil des fertigen Gases unterhalten wird, und Mischen der so vergasten Kohlenwasserstoffe mit Luft, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Vergasung der Kohlenwasserstoffe dienende Flamme zugleich die mit flüssigem Kohlenwasserstoff gefüllte Kammer heizt, von welcher die Kohlenwasserstoffdämpfe durch ein längeres Kühl rohr nach einem Kondenstopf und von diesem in die zur Gaserzeugungsstelle führende Leitung gelangen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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