DE855121C - Verfahren zur Herstellung von Azomethinen und Komplexsalzen derselben - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azomethinen und Komplexsalzen derselben

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DE855121C
DE855121C DESCH5538A DESC005538A DE855121C DE 855121 C DE855121 C DE 855121C DE SCH5538 A DESCH5538 A DE SCH5538A DE SC005538 A DESC005538 A DE SC005538A DE 855121 C DE855121 C DE 855121C
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azomethines
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  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

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  • Verfahren zur Herstellung von Azomethinen und Komplexsalzen derselben Es ist bekannt, daß manche ungesättigten Dialdehyde sich mit Aminen zu Azomethinen umsetzen lassen; so bildet sich z. B. aus Furfurol und Anilin und Anilinchlorhydrat unter Aufsprengung des Furanringes zum Oxyglutacondialdehyd ein Azornethinfarbstoff, das sogenannte Furfuranilin der Formel Außer mit Anilin wurde diese Reaktion auch mit anderen aromatischen Aminen sowie Aminobenzoesäuren, Sulfanilsäure u. a. durchgeführt, nicht aber mit aromatischen Aminocarbonsäuren, welche außer der Aminogruppe noch weitere Substituenten tragen.
  • Es wurde nun gefunden, daß bislang unbekannte Azomethine durch Umsetzung von Furfurol mit Aminooxybenzoesäuren besonders leicht und in guter Ausbeute erhalten werden können, wenn auf i Mol Furfurol 2 MOI einer Aminooxybenzoesäure in wäßriger oder alkoholischer Suspension bzw. Lösung in Gegenwart oder Abwesenheit von Mineralsäureanionen zur Anwendung gelangen, wobei Derivate des Oxyglutacondialdehyds: Eine bemerkenswerte Eigenschaft der so erhaltenen Azomethine ist ihre Fähigkeit, mit überschüssigen Molekülen von Aminooxybenzoesäuren Komplexverbindungen einzugehen, denen z. B. durch Behandlung mit Natriumbiearbonatlösung überschüssige Moleküle der Säure entzogen werden können.
  • Die Herstellung solcher Komplexverbindungen kann erfolgen, indem von vornherein ein Überschuß über die benötigten 2 Moleküle der Säure zur Umsetzung mit Furfurol verwendet wird oder indem dem fertigen Azomethin die Säure angelagert wird, z. B. durch Behandlung der Azomethine oder ihrer Salze mit einer Lösung der Aminooxybenzoesäure bzw. ihrer Salze.
  • Die erfindungsgemäß erhaltenen Azomethine stellen wertvolle Chemotherapeutika dar, da sie außer gegen bakterielle Erreger auch gegen Hautpilze gut wirksam sind. Von besonderer Bedeutung ist z. B. das durch Umsetzung von i Mol Furfurol mit 2 Mol p-Aminoo-oxybenzoesäure entstehende Azomethin, das sich als gutes Chemotherapeutikum gegen Tuberkelbazillen und andere bakterielle Erreger sowie gegen Hautpilze erwies.
  • Die Azomethinkomplexsalze der p-Amino-o-oxybenzoesäure, von denen durch stufenweise Entziehung der locker gebundenen Moleküle der Säure mittels Natriumbicarbonatlösung und anschließendes Ansäuern mit Salzsäure Verbindungen folgender Zusammensetzungen erhalten werden können: sind für die Bekämpfung der Tuberkulose auch deshalb von besonderer Bedeutung, weil bei ihrer Anwendung eine Depotwirkung zu erreichen möglich ist.
  • .Therapeutisch verwendbar sind ferner die mäßig wasserlöslichen Salze, welche die isolierten Azomethine mit Alkalien, Alkalicarbonaten, Triäthanolamin usw. bilden, sowie die gemischten Azomethine, welche bei Umsetzung von i Mol eines aus einer Aminoverbindung mit einer Aminooxybenzoesäure gebildeten Salzes H, N - C,; H, (0 H) - C 0,H + N H, R, wobei R einen aliphatischen, aromatischen, alicyclischen oder heterocyclischen Rest bedeutet, mit i Mol Furfurol entstehen, wie z. B. Beispiel i 61,2 g (= 0,4 M 01) p-Amino-o-oxybenzoesäure werden in 750 ccm Methanol bei 40' gelöst und innerhalb 25 Minuten wird eine Lösung von 19,2 g (= 0,2 MOI) Furfurol in ioo ccm Methanol unter Rühren eingetropft, worauf noch 3 Stunden bei 40' weitergerührt wird. Am nächsten Tage wird die dunkel gefärbte Lösung mit 1 1 Wasser versetzt und bis zur völligen Kristallisation stehengelassen. Die tiefviolette Oxyglutacondialdehyd-Azomethin-Verbindung der p-Aminoo-oxybenzoesäure wird nach dem Absaugen zur Reinigung mehrfach mit auf 40' erwärmtem Alkohol verrührt und ausgezogen, wobei Verunreinigungen leichter in Lösung gehen. Nach längerem Trocknen im Vakuum bei 6o' werden 62,5 9 (= 840/, der Theorie) der schwarzvioletten Verbindunz der Formel .erhalten. F. 218 bis 222' (unter Zersetzung).
  • Mit überschüssiger Natriumbicarbonatlösung verrieben, entsteht ein normales Dinatriumsalz, das in kaltem Wasser zu etwa 20/, bei neutraler Reaktion löslich ist. Das Dinatriumsalz, mit einer starken Lösung von p-amino-o-oxybenzoesaurem Natrium angerührt, lagert je nach den Bedingungen i bis 8 Moleküle letzterer Verbindung unter Bildung der Natriumsalze der in den Beispielen 2, 3 und 4 beschriebenen Komplexsalze an.
  • Mit überschüssiger io0/,iger Triäthanolaminlösung angerührt,erhältmannachio-bisi2stündigem Stehen, darauffolgendem Absaugen und mehrtägigem Trocknen im Vakuumexsikkator ein kaum gefärbtes normales Triäthanolaminsalz vom F. 164 bis 165' (unter Zersetzung) der Formel Das Salz löst sich gut in kaltem Wasser, die fast farblose Lösung reagiert neutral.
  • Durch Fällen der methanolisch-wäßrigen Mutterlauge des obigen Ansatzes sowie der Filtrate von der Alkoholreinigung mit viel Wasser wird ferner in einer Ausbeute von 9,8 g eine rotviolette Verbindung erhalten, die getrocknet bis 36o' keinen Schmelzpunkt zeigt. Sie ist in Alkohol leichter löslich als die zuerst erhaltene Verbindung, bildet Natrium- und Triäthanolaminsalze wie diese und wirkt tuberkulostatisch sowie gegen andere Erreger. Sie vermag ebenfalls Komplexsalze mit der p-Amino-o-oxybenzoesäure zu bilden. Beispiel 2 Zu einer Lösung von 175,1 9 (= I Mol) p-aminoo-oxybenzoesaurem Natrium in 1 1 Wasser werden unter kräftiger Rührung schnell 900 CCM 2 n-Salzsäure zugefügt und darauf 9,6 g (= o,i Mol) Furfurol, gelöst in ioo ccm 5o0/,igem Alkohol, eingetragen. Der Ansatz wird unter Rühren 6 Stunden auf 40' erwärmt. Am nächsten Tag wird der violette Kristallniederschlag abgesaugt, mit Wasser nachgewaschen und im Vakuum getrocknet. Zur Reinigung wird das Rohprodukt in 500 ccm Alkohol bei 6o' durchgerührt, abgesaugt und im Exsikkator getrocknet. Ausbeute 164,8 g (# 82,30/, der Theorie) des Azomethinkomplexsalzes: vom F. 172 bis 1740 (Zersetzung). Beispiel 3 20,1 g Mol) des nach Beispiel 2 erhaltenen Azomethinkomplexsalzes werden im Mörser mit 40/,iger Natriumbicarbonatlösung verrieben, wobei solangeBicarbonatlösung hinzugefügt wird, bis bei erneuter Zugabe keine Kohlensäureentwicklung mehr einsetzt. Das dunkelbraune Natriumsalz; des Komplexes wird abgesaugt und auf der Nutsche mit etwas Wasser gewaschen. Nunmehr wird das Komplexsalz im Mörser mit verdünnter Salzsäure verrieben und das tiefviolette salzsaure Komplexsalz abgesaugt, mit Wasser gut gewaschen und mehrere Tage im Exsikkator getrocknet. Ausbeute 9,3 9 (# 77,50/0 der Theorie) eines Komplexsalzes folgender Konstitution: vom F. 178' (unter Zersetzung). Beispiel 4 46,0 9 (0,3 MOI) p-Amino-o-oxybenzoesäure werden in 570 ccm Nlethanol bei 40# gelöst und in diese Lösung innerhalb 20 Minuten eine Lösung von 9,6 g (= oj Mol) Furfurol in 50 ccm Methanol eingetropft. Die weinrot gefärbte Lösung wird noch 6 Stunden bei 40' gehalten und nach anschließender Abkühlung auf io' mit verdünnter Salzsäure unter Rühren versetzt. Das ausgefällte trockengesaugte violette Rohehlorhydrat wird im Mörser mit 30/,iger Natriumbicarbonatlösung verrührt, bis keine Kohlensäureentwicklung mehr erfolgt, das entstandene Natriumsalz abgesaugt und mit Wasser gewaschen.
  • Das noch feuchte Natriumsalz wird durch Verrühren mit verdünnter Salzsäure wieder in das nunmehr reine Chlorhydrat des Azomethinkomplexsalzes übergeführt, das zunächst auf Tonplatten und anschließend mehrere Tage im Vakuumexsikkator getrocknet wird. F. 203 bis 2o6' (unter Zersetzung). Konstitution:

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Azomethinen und Komplexsalzen derselben, dadurch gekennzeichnet, daß Aminooxybenzoesäuren oder ihre Salze mit Furfurol gegebenenfalls in Gegenwart von Mineralsäureanionen umgesetzt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß i Mol Furfurol mit i Mol p-Aminoo-oxybenzoesäure umgesetzt wird. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß i Molekül Furfurol Mit 2 oder mehr Molekülen p-Amino-o-oxybenzoesäure umgesetzt wird. 4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Umsetzung von i Mol Furfurol Mit 2 Mol Aminooxybenzoesäure erhaltenen Azomethine durch Behandlung mit weiteren Molekülen Oxyaminobenzoesäure bzw. ihren Salzen in Komplexverbindungen übergeführt werden. 5. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß i Mol eines aus einer Aminooxybenzoesäure und einer aliphatischen, aromatischen, alicyclischen oder heterocvclischen Aminoverbindung gebildeten Salzes mit i Mol Furfurol umgesetzt wird.
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