DE855111C - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Alkylenoxyden und organischen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Alkylenoxyden und organischen Verbindungen

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DE855111C
DE855111C DEM6001A DEM0006001A DE855111C DE 855111 C DE855111 C DE 855111C DE M6001 A DEM6001 A DE M6001A DE M0006001 A DEM0006001 A DE M0006001A DE 855111 C DE855111 C DE 855111C
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DE
Germany
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ethylene oxide
reaction
tall oil
organic compound
reaction vessel
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DEM6001A
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Robert A Wilson
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Monsanto Chemicals Ltd
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Monsanto Chemicals Ltd
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07BGENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
    • C07B61/00Other general methods
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G65/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming an ether link in the main chain of the macromolecule
    • C08G65/02Macromolecular compounds obtained by reactions forming an ether link in the main chain of the macromolecule from cyclic ethers by opening of the heterocyclic ring
    • C08G65/26Macromolecular compounds obtained by reactions forming an ether link in the main chain of the macromolecule from cyclic ethers by opening of the heterocyclic ring from cyclic ethers and other compounds

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Alkylenoxyden und organischen Verbindungen Die vorliegende Erfindung betrifft ein neuartiges Verfahren zur Herstellung reinigender, oberflächenaktiver Stoffe zur Verwendung in der Textil- und in verwandten Industrien.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren werden Kondensationsprodukte hergestellt, es ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Alkylenoxyd fortlaufend in eine Absorptionszone eingeführt wird, @in der fortlaufend eine organische Verbindung fein zerstäubt wird, die wenigstens ein reaktionsfähiges Wasserstoffatom enthält, um sich mit dem Alkylenoxyd umzusetzen, und daß die Reaktionsprodukte gekühlt und wieder in die Absorptionszone zur weiteren Umsetzung zurückgeführt werden, bis eine bestimmte Anzahl von Alkylenoxydgruppen in die organische Verbindung eingeführt worden sind.
  • Die organische Verbindung soll wasserunlöslich wenigstens 6 Kohlenstoffatome, ein reaktionsfähiges Wasserstoffatom wie eine Oxy-, Carboxy-, Amino-oder Merkaptogruppe enthalten.
  • Es ist bekannt, daB,zahlreiche wertvolle Produkte durch Umsetzen von Äthylenoxyd mit wasserunlöslichen organischen Verbindungen, die wenigstens ein reaktionsfähiges Wasserstoffatom enthalten, d. h. wenigstens eine Oxy-, Carboxy-, Merkapto-oder Aminogruppe, herstellbar sind. Wenn z. B. Äthylenoxyd m-it Abietinsäure oder mit Produkten, die diese enthalten, umgesetzt wird, werden wasserlösliche, harzfreie Produkte erhalten. Diese Produkte sind wertvoll für die Textilbehandlung, z. B. a1,sReinigungsmittel oderWeichmachungsmittel. Sie können auch zum Galvanisieren verwandt werden und in Kosmetika oder ,Salben, wo sie dank ihrer Wasserlöslichkeit schnell .durch .Auswaschen mit Wasserentfernt wenden können.
  • Auch wenn Abietinsäure oder Kolophonium, Kolophoniumöl oder Tallöl, mit Äthylenoxyd in solcher Menge umgesetzt werden, daß mindestens 0,5 Teile, aber weniger als 2,3 Teile Äthylenoxyd je Teil Abietinsäure treffen und das hergestellte Kondensationsprodukt mit Alkalimetallphosphaten gemischt wird, werden Reinigungsmittel mit verbessertenWaschwirkungen erhalten. Diese Mischungen sind also besonders zur Verwendung in selbsttätigen Waschmaschinen geeignet.
  • Wenn verzweigtkettige Merkaptane mit 6 bis 16 Kohlenstoffatomen j e M0,1, mit etwa 4o Mol Äthvlenoxyd oder Propylenoxyd unigesetzt werden, werden oberflächenaktive Mittel von besonderer Wirksamkeit in hartem Wasser erhalten; es sind kräftige, nichtjonisierte Netzmittel, und durch Änderung .des Äthylenoxyd - Merkaptan -Verhältnisses können die Netzwirkung und die @Einweichwirkung dieser Produkte auf Gewebe verändert werden. Weiterhin werden diese nichtjonisierten Produkte von Metalljonen nicht angegriffen und sind in sauren und basischen Lösungen stabil.
  • Wenn io bis 30 Mol Äthylenoxyd mit i Mol eines N-Methylolamids umgesetzt werden, das die allgemeine Formel R-C 0-N H-C H2 O H hat, @i n der R einen aliphabischenKohlenwasserstoffrest mit i i bis :27 Kohlenstoffatomen bedeutet, werden wertvolle Produkte für die Textilindustrie erhalten. Diese Kondensationsprodukte sind viskose Flüssigkeiten oder wachsartige oder kristalline Körper bei Zimmertemperatur je nach der .Anzahl der Kohlenstoffatome und der Anzahl der eingeführter Äthylenoxydmole. Sie sind nichtschäumende Reinigungsmittel für Waschmaschinen.
  • Bisher ist eine Anzahl von Verfahren zur Herstellung der obigen Kondensationsprodukte versucht worden, die sich aber alle hinsichtlich der Durchführung, der Gestehungskosten und der technischen Großherstellung als wirtschaftlich reizlos erwiesen haben.
  • Zum Beispiel wurde @in Übereinstimmung mit einem Verfahren Äthylenoxyd.in Tallöl eingeblasen, aber es stellte sich heraus, daß die Absorptionsgeschwindigkeit verhältnismäßig langsam war und deshalb unangemessen große und kostspielige Einrichtungen für die,Großherstellung erforderlich ist. Überdies hat dieses Verfahren den Nachteil, eine Explosionsgefahr aufzuweisen im Hinblick auf die hoch exotherme Äthylenoxyd-Tallöl-Reaktion.
  • Bei einem anderen Verfahren wurde die Umsetzung in einem Reaktionsgefäß ausgeführt, das die Anwendung eines,in Tallöl getauchten Wärmeaustauschers um die Reaktionswärme zu absorbieren und auch einen Rührer zum Fördern der Flüssigkeit durch den Wärmeaustauscher in Kontakt mit der Gasphase vorsah. Da jedoch keine Verbesserungen in der Äthylenoxydabsorpbion und dem Umsetzungsgrad erreicht wurden, und d a ebenfalls übermäßig große und kostspielige -Ausstattung für die Großproduktion erforderlich war, wurde dieses Verfahren als wirtschaftlich reizlos aufgegeben.
  • ,Ein weiteres Verfahren, das sich als erfolglos erwies, bestand darin, Äthylenoxyd in die Saugseite einer Zentrifugalpumpe einzuführen, die Tallöl in einem Reaktionsgefäß @in Umlauf setzte. Jedoch war die Reaktion von Äthylenoxyd mit Tallöl verhältnismäßig langsam, und .da dieses Verfahren die gleiche Artdes Explosionsproblems, wie oben beschrieben, aufwies, wurde es als gefährlich und unpraktisch aufgegeben.
  • Ein weiteres Verfahren besteht .darin, Äthylenoxyd mit Tallöl in einem Autoklaven umzusetzen, der mit einem äußeren Wärmeaustauschmedium zum Erhitzen und Kühlen der Reaktion.smisch,ung versehen ist und ebenfalls mit einem vertikal angebrachten Rührer für heftiges Mischen der flüssigen Reaktionsphase mit dem gasförmigen Äthylenoxyd. Dieses Verfahren bildete eine wesentliche Verbesserung gegenüber den vorstehend beschriebenen, aber es hat doch gewisse Nachteile, die ,es wirtschaftlich reizlos machen. Bai fortschreitender Reaktion vergrößert sich das Volumen der Reaktionsmischung und beim Rühren der ,Füllung steigt der Spiegel der Flüssigkeitsphase über die Rührstangen, und dies bedingt eine Vergrößerung ihrer Zahl, um den sich ergebenden Bewegungsverlust auszugleichen. Daher müßte, um eine Bewegung von genügender Stärke zu erhalten, die einen angemessenen Kontakt zwischen Ga-s- und flüssiger Phase bewirkt, eine größere Anzahl Rührstangen verwandt werden, wodurch sich der Kraftverbrauch übermäßig erhöht. Ein anderer Nachteil ist der, daß die Gefahr des Ausleckens von Äthylenoxyd durch das Füllungsgehäuse um den Rührerschaft besteht, wodurch sich explosive Äthylenoxydmnischungen bilden können. Schließlich ist die Äthylenabsorption verhältnismäßig langsam und daher für .die Großproduktion unbefriedigend, und wenn auch schnellere Reaktionsgeschwindigkeiten höchstwahrscheinlich durch Anwendung einer ,großen Anzahl von Rührstangen erreicht werden könnten, würde es wirtselhaft1ich nicht möglich sein, da der Kraftbedarf übermäßig hoch sein würde.
  • Das vorliegende Verfahren vermeidet die genannten Nachteile.
  • Es wird eine organische Verbindung, die wenigstens ein reaktionsfähiges Wasserstoffatom enthält, in einer !Absorptionszone fein zerstäubt (die ein inertes Gas enthalten kann), in die fortlaufend Äthylenoxyd mit einer Geschwindigkeit geleitet wird, daß der Gesamtdruck im wesentlichen konstant bleibt. Die fein zerteilte organische Verbindung absorbiert begierig das Äthylenoxyd und setzt sich schnell damit um, wodurch eine verhältnismäßig große Menge exothermer Wärme entwickelt wird, die abgeführt werden muß. Dies kann ,in @irgendeiner an ,sich bekannten Weise ausgeführt werden,
    vorzugsweise werden die Reaktionsprodukte dem
    Reaktionsgefäß entzogen, gekühlt und wieder in die
    Absorptionszone zur weiteren Uni-s-etzung mit Äthy-
    lenoxvd ztiriicl;gefiilirt, bis eine bestimmte Anzahl
    von Äthylene>xvdgruppen in die organische Verbin-
    dung eingeführt worden ist.
    Es ist zur sichercie Durchführung des obigen Ver-
    fahrens wesentlich, dall in den _-X1>sorptions- und
    Reakti()nsstufcu eiirr inerte .\tntosphäre herrscht,
    weshalb Stickstott, Methan, liutan oder irgend-
    welche anderen ;(,eei",neteii inerteii Gase in einer
    solchen Menge in das lZeaktionsgefäß eingeführt
    werden, die ausreicht, uin darin einen Druck von
    etwa i at zu erzeugen. Dann wird Äthylenoxyd hin-
    zugefügt, his sein Teildruck etwa 0,422 bis 3.870
    kg/Cm- beträgt. Das, Tallöl wird bei einer Tempe-
    ratur von 125 bis 20o° in Unilauf gesetzt, bis sich
    i bis 3o und vorzugsweise 6 bis 20 Mol Äthylenoxyd
    mit i Mol Tallöl umgesetzt haben.
    In der Zeic'linutig wird eine besondere Ausfüh-
    rungsform der l?rliiidung niilier erläutert.
    Leitung i fuhrt von einem Vorratstank für
    flüssiges Äthylenoxy.d zu einem Äthyl,enoxydspeise-
    t.ank 2, der init einem Einlaß 3 zur Einführung von
    Stickstoff unter Druck durch die Leitung 4 versehen
    ist und einem Auslaß ;, der mit der Leitung 6 zum
    .blassen und Vermindern des Drucks des Speise-
    tanks unter den Druck des Vorratstanks verbunden
    ist, um so das Fließen von Ätliylenoxyd vom Vor-
    rats- und Speisetank zu ermöglichen. Äthylenoxyd
    kann auch durch Stickstoff aus dem Speisetank ge-
    drückt und durch Leitung 7, Ventil 8, Leitung 9 und
    Einlaß io in solchem Maß in das Zerstäubergefäß i i
    geführt werden, daß der Gesamtdruck darin im
    wesentlichen konstant bleibt, wobei die Zufuhrge-
    schwindigkeit durch den Druckregler 12 reguliert
    wird, der das Ventil 8 entsprechend der Druck-
    schwankung in dem Reaktionsgefäß öffnet oder
    schließt.
    Die Ioitung 13 liefert Tallöl zum Tallölspeisetank
    14, der niit ei iicr 1>anilifsclilange i _s zum Erwärmen
    und Trocknete des Tauöls versehen ist. Das ge-
    trocknete Tallöl wird aus diesem Tank durch Lei-
    tung 16, Ventil 17, Leitung 18, Pumpe i9, Leitung
    20, Ventil 21 und die Leitungen 22 und 23 in das
    Zerstäubergefäß i i durch 1?inlaß 2.I durch den Zer-
    stäuber 23 fein verteilt. Das Reaktionsgefäß i i
    ist mit einer Druckablaßleitung 26 und einer
    äußeren Hoclielruckelainl>fsclilange 26' versehen, um
    das Tallöl zti trocknen, oder es auf die Temperatur
    von Äthyletioxyd vor <lern Umlauf und der Um-
    setzutig zu erhitzen.
    Die Reaktionsprodukte werden aus dem Reak-
    tionsgefäß i i durch ;\uslaß 27 über die Leitung 18
    durch die Pumpe i9 in die Leitung 2o zti einem
    Dreiwegeventil 21 gedrückt, das die Durchfluß-
    menge zu den Leitungen 22 und 28, die von der
    Temperatur des Reaktionsgemisches abhängt, regelt.
    Das Ventil 21 wird durch den Temperaturregler 29
    reguliert, der auf die Temperatur des Reaktions-
    gemisches in dem Reaktionsgefäß i i anspricht.
    Wenn die Reakt.ionstetnperatur einen bestimmten
    Wert übersteigt, 1ietätigt der Temperaturregler das
    Ventil 21 !in der Weise, ,daß -die Durchflußmenge über dieLcitung122vermindert unddurchdieLeitung 28 zum Wärmeaustausdher 30 erhöht wird. Nachdem die Reaktionsprodukte in ,dem Wärmeaustauscher 30 gekühlt sind, werden ,sie in der Leitung 23 mit der Dtirchflußmenge aus der Leitung 22 gem,i.scht und cum Reaktionsgefäß zurückgeführt. Wenn anderseits die Temperatur der Reaktionsmischung nicht hoch oder zu niedrig ist, dann Vermindert der Regler die Durchflußmenge der Leitung 128 zum Wärmeaustauscher und vergrößert den Durchfluß durch Leitung 22.
  • Nachdem die gewünschte Menge Äthylenoxyd mit Tallöl umgesetzt worden ist, wird das Produkt von Pumpe i9 durch Leitung 2o, Leitung 31, Ventil 32 und Leitung 33 zum -Aufspeichern gepumpt.
  • Tallöl wird in den Speisetank 14 gefüllt, wo es mit einem geeigneten Katalysator, wie Kaliumhydroxyd, gemischt und durch Erwärmen auf eine Temperatur von i50 bis i60° 30 bis 6o Minuten getrocknet wird. Das getrocknete Tallöl wird dann in der oben beschriebenen Art zum Reaktionsgefäß i i gepumpt.
  • Nach dem Schließen .des Ventils 17 wird der Umlauf des getrockneten Tallöls durch Betätigen der Puml>e i9 begonnen und mit dem Tallölumlauf durch das Reaktionsgefäß wird der Äthylenoxydspeisetank 2 durch Vermindern des Speisetankdrucks unter den Druck des Vorratstanks gefüllt. Dies wird durch Auslassen des Speisetanks durch Leitung 6 in das Reaktionsgefäß i i ausgeführt, in dem der Äthylenoxyddampf durch ,das umlaufende Tallöl absorbiert wird. Der beigemische ,Stickstoff wird in die Atmosphäre durch Leitung 26 ausgelassen, wobei eiin .ausreichender Stickstoffdruck, d. h. etwa 1,034 kg/cm' dm Reaktionsgefäß vorhanden sein muß, um ein @nidht explosives Äthy lenoxydgemisch zu bilden.
  • Nach der Beschickung des Äthylenoxydspeisetanks 2 und Einregelung des anfänglichen Stickstoffdrucks ,im Reaktionsgefäß i i, wird der Druck in dem Ätliyl@enoxydspei,setank 2 wesentlich verstärkt, um das flüssige Äthylenoxyd über Leitung 7, Ventil 8 und Leitung 9 in das Reaktionsgefäß zu leiten, wo es sofort verdampft. Das umlaufende Tallöl setzt sich mit dem .verdampften Äthylenoxyd um. Der Druckregler 1,2 betätigt Ventil 8, um ehren konstanten Gesamteindruck im Reaktionsgefäß durch Regulieren des Äthylenoxydzuflusses aufrechtzuerhalten.
  • Die Reaktion von Äthylenoxyd mit Tallöl ist hoch exotherm und die flüssige Masse ,im Reaktionsgefäß wird vorzugsweise bei einer bestimmten Temperatur von 150 ,bis 1,75° durch den Temperaturregler 29 gehalten, der das Ventil 21 betätigt, damit die gesamte Menge oder ein Teil des Flüssigkeitsstroms vom Bodendes Reaktionsgefäßes durch den wassergekühlten Wärmeatistauscher 30, geführt wird.
  • Der Umlauf des Tallöls durch das Reaktionsgefäß wird fortgesetzt, bis 63,56 bis 72,64 kg oder irgendeine andere gewünschte Menge Äthylenoxyd umgesetzt ist. Das sich ergebende Produkt wird von Pumpe i9 durch Leitung 2o, Leitung 31, Ventil 32 und Leitung 33 zum Sammeltank -gepumpt.
  • Die folgenden Beispiele erläutern das Verfahren. Bei-sp,iel i 45,4 kg trockenes Tallöl, die etwa zwei Gewichtsprozent KOH enthalten, wurden bei einer Temperatur von etwa 15o° in das Reaktionsgefäß eingeführt. Dann wurden Stickstoff und Äthylenoxyd in solchen Mengen eingeführt, um Teildrücke im Reaktionsgefäß von 1,034 bzw. 1,899 kg/cm2 zu erzeugen.
  • Zur Vollendung der Umsetzung wurde das Tallöl wiederholt in Umlauf gesetzt und bei einer Temperatur von 164 bis 171° in das Reaktionsgefäß gesprüht, wobei .der Gesamtdruck im Reaktionsgefäß im wesentlichen konstant gehalten wurde. Der Umlauf des Tallöls durch .das Zerstäubergefäß wurde fortgesetzt, bis 72,64 kg Äthylenoxyd sich mit Tallöl umgesetzt hatten. Das erhaltene Produkt war eine grünlich-schwarze ölige Flüssigkeit mit einem spezifischen Gewicht von etwa 1,0697.
  • Befispiel 2 Das Reaktionsgefäß wurde mit 45,4 kg trockenem Tallöl, das etwa4GewichtsprozetttKaliumhydroxyd enthielt, gefüllt; dann wurden nacheinander Stickstoff und Äthylenoxyddampf in solchen Mengen eingeführt, daß die Teildrücke im Reaktionsgefäß 1,034 bzw. 1,899 kg/cm2 betrugen.
  • Das Tallöl wurde in Umlauf gesetzt und bei einer Temperatur von etwa i 58,bis 16o° in das Reaktionsgefäß gesprüht, worin es sich schnell mit Äthylenoxyd umsetzte, das fortlaufend aus dem Äthylenoxydspeisetank ergänzt wurde. Die flüssigen Reaktionsprodukte wurden dem Wärmeaustauscher zugeführt, wo sie auf die obige Temperatur gekühlt und dann zum Reaktionsgefäß zurückgeführt wurden. Diese Arbeitsweise wurde wiederholt, bis sich das Tallöl mit 63,56 kg (140 lbs.) Äthylenoxyd umgesetzt hatte.
  • Beispiel 3 45,4 kg Tallöl, die 2,4 Gewichtsprozent Kal,iumhydroxyd enthielten, wurden etwa 30 bis 6o Minuten getrocknet bei einer Temperatur von etwa 15o°, worauf sie in das Zerstäubergefäß geleitet wurden.
  • Nach der Einführung von Butan und Äthylenoxyddampf in das Reaktionsgefäß in solchen Mengen, daß die Teildrücke etwa 1,034 bzw. 3.870 kg/cnl= betrugen, wurde das Tallöl durch das Reaktionsgefäß etwa 48 Minuten bei einer Temperatur von 16o bis 18o° in Umlauf gesetzt, wobei Äthylenoxyd in einem Maße zugesetzt wurde, das ,der Gesamtdruck im Reaktionsgefäß im wesentlichen konstant blieb. Das sich ergebende Reaktionsprodukt enthielt Tallöl und Äthylenoxyd im Verhältnis von i bis 1,4 Gewichtsteilen.
  • Beü-spiel 4 45,4 kg tertiär Dodecylmerkaptan, das i Gewichtsprozent !K.aliumhydroxyd enthielt, wurden nacheinander mit Stickstoff und Äthylenoxyd versetzt, bis Teildrücke von 1,034 bis 0,140 bis 0,210 lcg/cm2 im Reaktionsgefäß erhalten wurden.
  • Das Merkaptan wurde dann 4n Umlauf gesetzt und bei einer Temperatur von etwa 52 bis 61° i Stunde in ,das Reaktionsgefäß gesprüht und mit Äthylenoxyd umgesetzt.
  • Zusätzlich wurde i Gewichtsprozent KalIumliydroxyd eingeführt, und nachdem die Temperatur auf 115 bis i42° erhöht und der Äthylenoxydteildruck darin @um etwa 0,351 bis 1,o55 kg/cm' vermindert worden war, wurde -der Umlauf der Füllung durch,das Reaktionsgefäß 3 Stunden io Minuten unterbrochen. Das sich ergebende Produkt war eine bernsteinfarbene, ölige Flüssigkeit, die das Merkaptan und Äthylenoxyd in einem Gewichtsverhältnis von i bis 2 Gewichtsteilen enthielt.
  • Die Erzeugnisse der Beispiele i bis 4 wurden auf Reinigungsfähigkeit nach dem Standard-Launderometer-Verfahren bewertet, das von Jay C. H a r r i s in »Soap and Sanitary Chemicals«, August-September 1943, beschrieben ist. Das angewandte Wasser hatte eine Härte von 30o Teilen je ios Teilen, und die Reinigungsmittel wurden in einer Konzentration von 0,2 Gewichtsprozent benutzt. Jedoch anstatt die Ergebnisse in Prozent des entfernten Schmutzes anzugeben, wie von Harris beschrieben, wird die Wirkung des Reinigungsmittels mit der von Natriumlaurylsulfonat, bekannt unter dem Namen Gardinol, verglichen, dessen Wert als looo/o angenommen wird. Demgemäß sind die hierin angegebenen Reinigungsergebnisse auf relative Reinigung oder Reinigungsfähigkeit bezogen.
  • Es wurden folgende Ergebnisse erhalten:
    Relative Reinigung
    Wasserharte 30o Teile
    je ios Teile
    Piodukt von Beispiel 1 . . . 121 Produkt von B.ispiel 2 ... 105°-" bezogen auf
    P:odukt von Beispiel 3 . . . 9i ° "
    Na-laurylsulfonat
    Produkt von Beispiel 4 ... 1o8
    Diese Ergebnisse zeigen eine relative Reinigung von 9i bis 121 °/o, d. h. daß qualitativ hochwertige Produkte erhalten werden.
  • Bei der Herstellung von Kondensationsprodukten gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Reaktion bei ,einer Temperatur von etwa 125 bis etwa 200° ausgeführt, vorzugsweise bei einer Temperatur von 15o bis 175°. .Aber auch niedrigere oder höhere Temperaturen können angewandt werden, vorausgesetzt,,daß Temperaturen, die zu einer wesentlichen Zersetzung des Produkts führeil, vermieden werden.
  • Diewasserunlöslichen organischenVerbindungen, die wenigstens ein reaktionsfähiges Wasserstoffatom enthalten, wenden vorzugsweise mit Äthylenoxyd in Gegenwart von Kondensationskatalysatoren umgesetzt. Geeignete Stoffe für diesen Zweck sind Bleicherde oder Aktivkohle, starke Säuren, wie Schwefel- oder Phosphorsäuren, oder Natrium- oder Kaliumbisulfate, oder stark alkalische Mittel, wie Kaliumhydroxyd, Natriumhydroxyd oder alkalische Metallalkoholate. Bei der Herstellung .der Kondensationsprodukte aus Äthylenoxyd und Abietinsäure, Tallöl oder verz,#%-eigtk.etti.gen Merkaptanen, wird vorzugsweise Kaliumhydroxyd als Katalysator in einer Menge von etwa i bis etwa 5 Gewichtsprozent des Ausgangsstoffs angewandt. vorzugsweise jedoch etwa 4 Gewichtsprozent.
  • Die Kondensationsreaktion erfolgt überraschend schnell, was durch die angewandte Absorptionstechnik möglich ,gemacht wurde. Die organischen Verbindungen werden versprüht oder in anderer Weise in fein verteiltem Zustand in eine .Absorptionszone eingeführt, ,die fortlaufend mit Äthylenoxyd in einem Maße versorgt wird, daß der Gesamtdruck darin im wesentlichen konstant bleibt. Die entwickelte exotherme Wärmemenge wird in irgendeinergeeigneten Art in einem Maße absorbiert, daß das flüssige Produkt eine Temperatur von etwa 125 bis etwa 200° hat, vorzugsweise i5o° bis 175°.
  • Nachdem @die Reaktionsprodukte gekühlt sind, werden sie zur Absorptionszone zurückgeführt, wo sie sich mit zusätzlichem Äthylenoxyd Umsetzen. Diese Arbeitsweise wird wiederholt, bis die gewünschte Menge Äthylenoxyd in die organische Verbindung eingeführt worden ist, die etwa i bis 5o, vorzugsweise 6 bis 2o Mol Äthylenoxyd je Mol organische Verbindung beträgt.
  • Die Absorptions- und Reaktionsstufen werden in Gegenwart von Stickstoff, Methan, Butan oder eines anderen inerten Gases ausgeführt, um einen @explos,ionssicheren Betrieb zu gewährleisten. Die Menge des angewandten inerten Gases kann innerhalb weiter Grenzen schwanken, vorausgesetzt, ,daß der Äthylenoxydteildruck ,so eingeregelt i.st, -daß die Explosionsgrenzen des Gasgemischs nicht überschritten werden. Der Äthylenoxydteildruck kann weit schwanken, und wenn auch ein geeigneter Druckbereich zwischen 0,.J292 und 3,87o kg/cm" liegt, können höhere oder niedrigere Drücke ange-,vandt werden. Der Äthylenoxydteildruck sollte so überwacht werden, daß die Explosionsgrenzen von reinem Gas oder dessen Mischungen mit inerten Gasen nicht überschritten werden. In Reaktionstemperaturen ausgedrückt, wird der Äthylenoxydteildrucksoeingeregelt, daß die Reaktionsgeschwindigkeit so erniedrigt wird, daß noch genügend Wärme frei wird und die Temperatur der Flüssigkeitsmasse 200 und vorzugsweise 175° nicht überschreiten wird.
  • Die Zerteilung der organischen Verbindung wird vorzugsweise mittels eines oder mehrerer Zerstäuber durchgeführt; es können auch Rührer verschiedener .Arten an-ewandt werden. Ferner können auch andere bekannte Zerstäubervorrichtungen angewandt werden. An Stelle von Äthylenoxyd können ,im Rahmen der vorliegenden iErfindung auch Propylenoxyd, Butylenoxyd und andere Alkylenoxyde mit einem Siedepunkt unter 200° angewendet werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Alkylenoxyden -und organischen Verbindungen, .dadurch gekennzeichnet, d.aß man fortlaufend ein Alkylenoxyd mit einem Siedepunkt unter 2oo° und ein inertes Gas in eine Reaktionszone einführt, in dieser fortlaufend eine organische Verbindung mit wenigstens einem reaktionsfähigen Wasserstoffatom und wenigstens 6 iKohlenstoffatomen fein zerstäubt, mit der sich .dann ein Teildes .Alkylenoxyds umsetzt, die ,erhaltenen Reaktionsprodukte abkühlt und in die Reaktionszone zurückführt, bis eine bestimmte -Anzahl von .Alkylenoxydgruppen in die organische Verbindung eingeführt ist.
  2. 2. Verfahren .nach -Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man als Alkylenoxyd Äthylenoxyd verwendet.
  3. 3. Verfahren nach ,-Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man als onganische Verbindung Tallöl, Abietinsäure oder verzweigtkettige xlerkaptane mit 6 biss 8 Kohlenstoffatomen verwendet. , 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden .Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man als inertes Gas Stickstoff, Methan oder Butan verwendet. 5. Verfahren nach iAnspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionsprodukte so lange .im Kreislauf geführt werden, bis i bis 5o N-fol Äthylenoxyd, vorzugsweise 6 bis 50 Mol in die organische Verbindung eingeführt worden sind. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck eines Gemisches von Äthylenoxyd und Stickstoff in der Reaktionszone etwa 1,40 bis .I,925 kg/cm2 beträgt, und daß der Gesamtdruck im wesentlichen konstant gehalten wird. 17. Verfahren nach ,Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß .der Teildruck von Äthylenoxyd im wesentlichen etwa 0,422 bis 3,870 kg/cm= beträgt.
DEM6001A 1948-01-31 1950-09-15 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Alkylenoxyden und organischen Verbindungen Expired DE855111C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969265C (de) * 1953-05-13 1958-05-14 Ciba Geigy Verfahren zur Anlagerung von Alkylenoxyden an organische oder anorganische Verbindungen mit mindestens einem reaktionsfaehigen Wasserstoffatom
DE1128147B (de) * 1959-08-01 1962-04-19 Hoechst Ag Verfahren zur Oxaethylierung carboxylgruppenhaltiger Verbindungen
DE4300449A1 (de) * 1993-01-11 1994-07-14 Buna Ag Verfahren zur Verringerung der Alkenoxidemission bei der Herstellung von Alkenoxid-Anlagerungsprodukten

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