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Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Kleinholz für Holzgasgeneratoren
Als Tankmittel für Generatoren, z. B. für Generatorfahrzeuge, verwendet man Kleinholz,
das im Generator vergast wird. Die Praxis hat gezeigt, daß sich für die Vergasung
im Generator Holzstücke in der Größe von 7 X 5 X 5 cm, 7 X 4 X 6 cm oder 7 X 7 X
3 cm am besten eignen. Jedenfalls sollen die einzelnen Holzstücke eine Länge von
7 cm und einen Querschnitt von etwa 2o bis 25 cm äufweisen. Dabei dürfen
die Holzstücke jedoch mit Rinde behaftet sein.
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Die Zerkleinerung des Holzes wird bisher auf einer Kreis- oder Bandsäge
vorgenommen, und zwar in der Weise, daß man von dicken Holzkloben etwa 7 cm dicke
Scheiben absägt, die alsdann nachträglich zerhackt werden. Die Erfindung betrifft
nun ein neuartiges Verfahren zur Herstellung von Kleinholz als Tankmittel für Generatoren
und besteht darin, daß das Holz zunächst in einen Fülltrog gebracht, hierauf von
diesem einer Sägeeinrichtung in Längsrichtung absatzweise zugeführt, alsdann in
den Bereich der Sägevorrichtung gebracht wird, worauf von dieser das Holz in Stücke
zersägt wird, hierauf ein neuer Vorschub in der Längsrichtung zur Sägeeinrichtung
erfolgt und dann der Vorgang sich wiederholt. Der absatzweise Vorschub entspricht
dann der Länge der Holzstücke, die sich für die Vergasung im Generator eignen, also
7 bis 8 cm.
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Dieses Verfahren hat eine Reihe von Vorteilen insofern, als zunächst
ein selbständiges Zerkleinern des Holzes erreicht wird, ferner kann Abfallholz,
wie
Säumlinge, Lattenstücke, Stabreste od. dgl. Verwendung finden
und schließlich fällt die Benutzung von Holzkloben, die zuerst zersägt und dann
noch zerhackt werden müssen, fort.
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Die Erfindung betrifft ferner eine Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens,
und sie besteht aus einem heb- und senkbaren Fülltrog und einem in diesem heb-und
senkbaren sowie in der Längsrichtung verschiebbaren Transportrost, wobei dem Fülltrog
sowie dem Transportrost eine Sägeeinrichtung zugeordnet ist. Von besonderem Vorteil
ist es, wenn als Sägeeinrichtung eine Kreissäge mit an sich bekanntem, verschiebbarem
Tisch zur Anwendung kommt, denn alsdann besteht die :Möglichkeit, die Kreissäge
für sich allein in der üblichen Weise arbeiten zu lassen oder aber zusammen mit
der aus einem Fülltrog und einem Transportrost bestehenden Zubringevorrichtung.
Die Seitenwangen sowohl des Fülltrogs als auch des Transportrostes sind durch in
Abständen voneinander liegende Querstücke miteinander verbunden, die gegeneinander
eine verschieb-, heb- und senkbare Bewegung ausführen.
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Der Transportrost und der auf ihm ruhende Fülltrog werden mit Hilfe
von Kettenzügen gehoben und gesenkt, ,die ihrerseits von einem Exzenterantrieb aus
gesteuert werden, wobei das eine Ende eines jeden Kettenzuges an einem Winkelhebel
angeschlossen ist, der durch ein von dem Exzenterantrieb beeinflußtes Gestänge gesteuert
wird, während das andere Ende eines jeden Kettenzuges ein Auflager für den Transportrost
trägt. Das erwähnte Auflager für den Transportrost besteht aus einem doppelarmigen
Hebel, von welchem der eine Hebelteil zur Unterstützung des Transportrostes und
der andere Hebelteil als Anschlag dient.
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Für die Verschiebung des Transportrostes in der Längsrichtung nach
der einen Richtung dient ein Exzenterantrieb, während die Längsverschiebung nach
der anderen Richtung durch eine Zugfeder erfolgt. Um den Weg der Längsverschiebung
einstellen zu können, trägt der Transportrost einen verstellbaren Anschlag.
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Die Exzenter für die Steuerung der Kettenzüge und für die Längsverschiebung
des Transportrostes sitzen auf einer gemeinsamen Achse eines Schneckenradgetriebes,
das durch einen Motor der Kreissäge angetrieben wird, wobei zwischen Antriebsmotor
und Schneckenradgetriebe eine ein- und ausrückbare Kupplung liegt, die ein Arbeiten
mit der Kreissäge für sich allein gestattet.
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Das Verfahren ist auf der Zeichnung erläutert und eine Einrichtung
zur Ausübung des Verfahrens in einem Ausführungsbeispiel zur Darstellung gebracht.
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Fig. i zeigt schematisch die Einrichtung in Seitenansicht, während
Fig. 2 in größerem Maßstab und Draufsicht einen Teil der Einrichtung darstellt;
Fig. 3 stellt die Aufteilung eines Holzstammes dar; Fig. 4 erläutert eine bestimmte
Art eines Abfallholzes; Fig. 5 stellt in größerem Maßstab als die Fig. i und 2 einen
Querschnitt durch den Fülltrog mit Transportrost dar, und zwar bei angehobenem Fülltrog,
während Fig. 6 die Teile in Seitenansicht darstellt, zusammen mit einem Auflager;
Fig. 7 und 8 zeigen ähnliche Ansichten wie die Fig. 5 und 6, jedoch in einer anderen
Stellung der zusammenarbeitenden Teile.
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Die Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens besteht im wesentlichen
aus einem Fülltrog i, der zur Aufnahme des zu verarbeitenden $olzes dient, ferner
aus einem Transportrost 2 und einer Sägeeinrichtung, z. B. einer Kreissäge 3. Der
Fülltrog i macht eine Auf- und Abwärtsbewegung, während der Tragrost 2 ebenfalls
eine Auf- und Abwärtsbewegung und außerdem noch zusätzlich eine Bewegung in der
Längsrichtung macht. Zur Steuerung dieser Bewegungen dienen zwei Exzenter 4 und
5, die auf einer gemeinsamen Welle 6 eines Schneckenradgetriebes 7, 8 sitzen, dessen
Schneckenwelle 9 in einem Lager io gelagert ist, und mit Hilfe üblicher Übertragungsmittel,
z. B. eines Riemens ii; von einem Motor 12 aus angetrieben wird. Dieser Motor 12
dient gleichzeitig zum Antrieb der Kreissäge 3, und es liegt zwischen dem Antrieb
ii eine durch einen Handhebel 13 ein- und ausrückbare Kupplung 14, die gestattet,
die gesamte Einrichtung von der Kreissäge 3 abzuschalten, so daß diese für sich
allein verwendet werden kann, zu welchem Zweck der Säge 3 in an sich bekannter Weise
ein verschiebbarer Tisch 15 zugeordnet ist. Auf diese Art können unabhängig von
der Einrichtung auf der Kreissäge die üblichen Arbeiten für sich allein vorgenommen
werden.
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Der Antriebsexzenter 4 arbeitet mit einem bei 16 gelagerten Hebelarm
17 zusammen, an dem eine Steuerstange 18 angeschlossen ist, die ihrerseits auf einen
bei i9 in einem festliegenden Rahmen 20 gelagerten doppelarrnigen Hebel 21 einwirkt,
an dem zwei Steuerstangen 22 angeschlossen sind. Diese stehen mit einem Hebel 23
in Verbindung, der auf einer Achse 24 sitzt, die auch noch einen weiteren Hebel
25 trägt, wobei die beiden Hebel 23, 25 eine solche Stellung zueinander einnehmen,
daß sie zusammen einen Winkelhebel bilden. An die Hebel 25 sind Ketten 26, Seile
od. dgl. angeschlossen, die mit einer Lasche 27 (Fig. i, 2, 6 und 8) in Verbindung
stehen, wobei die Kette 26 über eine Rolle 28 läuft, die in einem am festliegenden
Rahmen 2o vorgesehenen Ständer 29 gelagert ist, so daß bei einer Drehung des Exzenters
4 die Laschen 27 von der Kette 26 angehoben werden. Die Lasche 27 ist, wie am besten
aus den Fig. 6 und 8 zu ersehen ist, an einem Auge 3o eines U-förmigen Lagers 31
für eine Gleitrolle 33 gelagert, wobei die Lager 31 an dem Fülltrog i vorgesehen
sind, so daß beim Anzug der Kette 26 nicht nur, wie bereits erwähnt, die Laschen
27 mit hochgezo&en werden, sondern gleichzeitig auch die Lager 31 mit ihren
Rollen 32 und dem an den U-förmigen Lagern 31 vorgesehenen Fülltrog i, d. h. also
von dem Exzenter 4 aus, über das Gestänge 18, 19, 22, Hebel 23, 25 und Ketten 26,
wird der Fülltrog i gehoben und gesenkt. Dabei dienen zur Geradführung die Rollen
32, die an feststehenden Stangen 33 entlang gleiten.
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Es ist zu beachten, daß durch den Anzug der Ketten 26 zunächst nur
der Fülltrog i angehoben wird, während der Transportrost 2 noch in der Ruhelage
verharrt, und zwar ruht der Transportrost 2 auf Rollen 34 (Fig. i, 6 und 8), die
von bei 35 gelagerten
doppelarmigen Hebeln 36 getragen werden. In
der tiefsten Stellung nehmen der Fülltrog i und der Transportrahmen 2 die Stellung
ein, wie in den Fig. i und 8 angegeben, wobei der Zapfen 37 der Rolle 34 auf einer
am festliegenden Rahmen 20 vorgesehenen Unter lage 38 liegt. Die Folge davon ist,
daß beim Anzug der Ketten 26 der Fülltrog i mitgenommen wird, während der Transportrost
2 auf den als Unterstützung dienenden Rollen 34 liegenbleibt, und zwar so lange,
bis der Hebel 36 die Stellung nach Fig. 6 eingenommen hat.
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In der Stellung nach Fig. 8 liegt nun das Holz, die Säumlinge, die
Latten, die Stäbe, die Schwarten 39 auf in Abständen voneinander liegenden Querstücken
40 des Tragrostes 2, wie dies aus Fig. 7 in vollen Linien und aus Fig. 8 in strichpunktierten
Linien zu ersehen ist. Beim Anheben des Fülltroges i mit Hilfe der Ketten 26, d.
h. wenn der Fülltrog i sich von der Stellung nach Fig. 8 in diejenige nach Fig.
6 bewegt, werden die Hölzer 39 von in Abständen voneinander liegenden Querstücken
41 des Fülltroges i Untergriffen und von den Querstücken 4o des Transportrahmens
2 abgehoben, bis die Hölzer 39 die Stellung nach den Fig. 5 und 6 einnehmen. Nach
Fig. 6 hat sich aber auch ein Anschlag 42 gegen die Führung 31 abgestützt, so daß
nunmehr bei einem weiteren Anzug der Ketten 26 die Rollen 34 mit hochgehoben werden.
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Da für den Vorschub des Holzes 39 ein Anheben und Senken des Transportrostes
2 nicht genügt, sondern dieser auch noch in der Längsrichtung auf die Kreissäge
3 zu verschoben werden muß, ist der Exzenter 5 vorgesehen, der auf einen bei 16
gelagerten Steuerhebel 43 einwirkt, an dem ein Gestänge 44 angeschlossen ist, das
am Ende eine Rolle 45 trägt, die einen am Transportrost 2 bzw. an dessen Querstück
40 vorgesehenen Anschlag 46 hintergreift und auf diese Art den Transportrost 2 entgegen
der Wirkung von Federn 47 nach rechts verschiebt und damit auch die Hölzer 39, d.
h. diese werden um eine Schnittlänge weiter in Richtung gegen die Kreissäge vorgeschoben.
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Der Exzenter 5 gibt jetzt den Steuerhebel 43 frei, so daß die Federn
47 den Transportrost 2 zurückziehen können, während der Exzenter 4 den Steuerhebel
17 frei gibt und das Gestänge 18, 22 so steuert, daß die Ketten 26 abgelassen werden,
wodurch sich der Transportrost senkt. Der Transportrost macht somit eine Bewegung,
die etwa einem Rechteck entspricht, d. h. erstens eine Aufwärtsbewegung, dabei das
im Fülltrog i liegende Holz unterfassend, zweitens eine Längsbewegung nach rechts,
dabei das aufgenommene Holz nach rechts mitnehmend, drittens eine Abwärtsbewegung,
dabei das vorgeschobene Holz freigebend und viertens eine Längsbewegung nach links,
worauf sich die Vorgänge wiederholen, wodurch das Holz so absatzweise, jeweils um
eine Schnittlänge, von links nach rechts zur Kreissäge 3 vorgeschoben wird. Beim
Anheben des Fülltroges i werden die Hölzer der Kreissäge zugeführt, d. h. die vorgeschobenen
Enden der Hölzer gelangen in den Bereich der Kreissäge 3 und werden dabei abgesägt.
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Um nun die Längsverschiebung des Transportrostes 2 einstellen zu können,
um verschiedene Schnittlängen zu erreichen, ist der Transportrost 2 mit einem verstellbaren
Anschlag 48 ausgestattet, der in einem Kopf 49 verstellt und mit Hilfe einer Hebelschraube
50 festgestellt werden kann. Der Anschlag 48 arbeitet dabei mit einem Gegenanschlag,
z. B. einem Lager 51, zusammen.
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Für die Gewinnung von Kleinholz kommt die sogenannte Schwarte (Rinde)
in Betracht, die beim Sägen eines Baumstamms mittels Gattersäge anfällt.
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In Fig.3 ist schematisch ein Baumstamm dargestellt, und die Schwarten
sind mit 52 bezeichnet. Auch das in dem Fülltrog i liegende Holz 39 (Fig. 5 und
7) ist als Schwarte gedacht. Die sogenannten Säumlinge, in Fig. 3 mit 53 bezeichnet,
eignen sich für die Aufbereitung von Tankholz für Generatoren. Fig. 4 zeigt eine
Schwarte, die durch den Ablaß des Holzbaumes entsteht. Dabei besteht ein Teil a,
der nur teilweise dargestellt ist, aus der eigentlichen Schwarte, während der andere
Teil b aus Nutzholz besteht. Dieses Nutzholz b wird nun an der mit c bezeichneten
Stelle von der Schwarte a abgetrennt, und zwar durch Sägen, weshalb erfindungsgemäß
die Zubringeeinrichtung (Fülltrog i und Transportrost 2) einer Sägeeinrichtung zugeordnet
ist, die aus der Kreissäge 3 mit verschiebbarem Tisch 15 besteht, so daß man mit
ein und derselben Einrichtung nicht nur Brennholz oder Tankholz sägen, sondern auch
andere Arbeiten vornehmen kann, beispielsweise das Zersägen der Schwarte nach Fig.
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