DE854560C - Verfahren und Maschine zum Aufnehmen von Laufmaschen - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Aufnehmen von Laufmaschen

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DE854560C
DE854560C DEN3914A DEN0003914A DE854560C DE 854560 C DE854560 C DE 854560C DE N3914 A DEN3914 A DE N3914A DE N0003914 A DEN0003914 A DE N0003914A DE 854560 C DE854560 C DE 854560C
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DE
Germany
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needle
machine
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DEN3914A
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English (en)
Inventor
Otto Nuber
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B17/00Repairing knitted fabrics by knitting operations
    • D04B17/04Repairing knitted fabrics by knitting operations by picking-up dropped stitches

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Verfahren und Maschine zum Aufnehmen von Laufmaschen Es sind wohl selten auf einem Gebiet so viel Erfindungen gemacht worden als gerade zum Repassieren von Wirkwaren oder Aufnehmen von Laufmaschen. Die Anzahl der Patente ist so groß, daß einzelne Erläuterungen zu weit führen würden. Ein großer Teil der Erfindungen besteht in der Ausbildung und Formgebung der dazu verwendeten :Tadeln. Auch die selbsttätige Bewegung dieser Nadeln, teils mechanisch, teils durch Saug- oder Druckluft, ist vielseitig verbessert worden. Es sind auch Maschinen bekanntgeworden, bei denen zum Ausbessern von Strümpfen und zum Aufnehmen von Laufmaschen, ähnlich wie bei Nähmaschinen, durch den Stoff hindurchgearbeitet wird und bei denen entweder einerseits der Stoff oder andererseits die Nadel entsprechend weitertransportiert wird. Alle bisher bekanntgewordenen Verfahren und Vorrichtungen haben den Nachteil, daß größtenteils nur mit einer Nadel gearbeitet werden kann und daß die Nadelführung von Hand unter ständiger Überwachung des Auges vor sich gehen muß. Bei den bekannten Maschinen mit selbsttätigem Stoff- oder Nadeltransport ist entweder ein fortlaufendes Arbeiten begrenzt oder infolge der Arbeitsweise durch den Stoff hindurch die Anwendung dieser Arbeitsweise bei feinen Gewirken nicht mehr möglich. Von den heute am meisten angewendeten Maschinen zum Aufnehmen von Fallmaschen sind Maschinen mit einer durch Saug-oder Druckluft bewegten Spezialnadel bevorzugt. Der Anschaffungspreis dieser Maschinen ist aber verhältnismäßig hoch, so daß eine mietweise Überlassung solcher Maschinen vielfach üblich geworden ist. Gegenüber diesen bekannten Verfahren und Vorrichtungen stellt vorliegende Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung sowie eine Maschine zum Aufnehmen von Fallmaschen dar; welche für alle Maschenfeinheiten geeignet ist und bei der auch gleichzeitig zwei Maschen nebeneinander aufgenommen werden können. Außerdem ist diese Maschine in ihrer Konstruktion so einfach, daß der Anschaffungspreis für jedermann erschwinglich ist.
  • Die Maschine arbeitet im Prinzip wie z. B. Kulierwirkmaschinen mit der normalen Spitzennadel, mit einer Presse, dem Abschlag sowie mit einer Kulierplatine, welche durch ihre Arbeitsweise und Formgebung zusammen mit den angeführten Teilen ein neues Verfahren darstellt. Durch eine sinnreiche Vorrichtung wird der Weitertransport des Stoffes bewerkstelligt.
  • Das neue Verfahren besteht darin, daß nicht wie bisher durch den Stoff hindurchgearbeitet wird, sondern daß der Stoff z. B. in waagerechter, leicht gespannter Lage geführt wird, wobei die frei liegenden Fäden der gefallenen Maschen einzeln und fortlaufend hintereinander so viel angehoben werden, daß jeweils die Nadel in horizontaler Richtung unter dem angehobenen Faden hindurchgeführt und dieser von der Nadel aufgenommen werden kann. Durch eine geeignete Platine, welche das Anheben der Fäden bewerkstelligt, wird gleichzeitig die auf der Nadel befindliche Masche von dem angehobenen Faden so weit getrennt gehalten, daß zwischen diesen beiden der Preßvorgang durchgeführt werden kann. An Stelle von Spitzennadeln können auch Zungennadeln oder andere bekanntgewordene Nadeln verwendet werden, welche kein Pressen derselben erfordern. Die Spitzennadel hat jedoch den Vorteil, daß infolge ihrer schlanken Ausbildung auch die feinsten Maschen mit ihr aufgenommen werden können.
  • Die Maschine nach dieser Erfindung gestattet ein durchlaufendes Arbeiten, so daß z. B. Laufmaschen über die ganze Strumpflänge selbsttätig bis zum Ende aufgenommen werden können. Der Stoff bzw. der Strumpf ist dabei so einzuführen, daß die Laufmasche über ein Führungslineal in die Maschine einläuft. Die Maschine ist für Handbetrieb vorgesehen, kann aber auch mit Motorkraft angetrieben werden.
  • Die Zeichnungen stellen den Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dar.
  • Fig. i zeigt eine Seitenansicht der Maschine mit der Stofftransportvorrichtung ; Fig. 2 bis 4 stellen die wesentlichen Teile und deren Arbeitsweise zur Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens dar; Fig. 5 zeigt dieselbe Seitenansicht wie Fig. i, jedoch mit einer abgenommenen Seitenwand; Fig. 6 stellt die Draufsicht auf die wesentlichen Teile der Fig. 5 bzw. Fig. i dar.
  • Zur Ausübung des Verfahrens nach vorliegender Erfindung werden an sich bekannte Spitzennadeln 7 verwendet; zusammen mit diesen arbeiten eine hierzu geeignete Preßnadel 8 sowie ein Abschlag 9 und eine Kulierplatine io (Fig. i bis 5). Die Kulierplatine io hebt eine Platinenmasche bzw. jeweils einen frei liegenden Faden, der durch die Laufmasche entstanden ist, aus der flachen Lage des Stoffes durch einen in ihr befindlichen Einschnitt ii (Fig. 2 und 4) in Form einer Schleife heraus, so daß die Nadel durch diese Schleife hindurchgeführt werden kann. Die Nadel 7 wird so weit durch die Schleife durchgeführt, daß letztere hinter den Nadelhaken kommt, worauf die Platine io so viel gesenkt wird, daß die Schleife auf den Nadelschaft zu liegen kommt (Fig. 2). Bei der Rückwärtsbewegung der Nadel gleitet diese Schleife unter den offenen Nadelhaken. Die Platine io ist so breit, daß diese einerseits die zuletzt ausgebildete Masche, andererseits die aufgelegte Schleife so weit voneinander trennt, daß zwischen diesen beiden der Preßvorgang durchgeführt werden kann (Fig. 3). Die Nadel 7 wird in dieser Stellung so lange gehalten, bis die Nadel gepreßt ist, worauf sie zur Ausbildung der Schleife zur Masche zurückbewegt wird. Die Nadel bleibt dabei so lange gepreßt, bis die Masche sicher über dem Nadelhaken liegt, worauf während der Rückwärtsbewegung der Nadel 7 auch die Platine io so weit nach unten bewegt wird, daß ihre Spitze den Stoff nicht mehr berühren kann. Während der Rückwärtsbewegung der Nadel, nachdem der Preßvorgang erfolgt ist, geschieht der Weitertransport des Stoffes um eine Maschenlänge. Wenn die Nadel so weit zurückbewegt ist, daß sie ihre Masche ausgebildet hat, was mit Hilfe des Abschlages 9 geschieht, wird diese so lange in dieser Stellung gehalten, bis die Platine io wieder nach oben gelangt, um die nächste Platinenmasche anzuheben. Hernach wird die Nadel wieder in der vorher beschriebenen Weise bewegt und der gesamte Arbeitsgang wiederholt. Im Anfang ist die erste Masche auf die Nadel aufzunehmen wie bei allen bisher bekannten Vorrichtungen. Die von der Platine angehobene Schleife bildet die Form eines Dreieckes, so daß auf beiden Seiten der Platine je eine Nadel unter der angehobenen Schleife hindurchgeführt werden kann. Dieser Fall tritt dann ein, wenn zwei Maschen nebeneinander gefallen sind, so daß mit denselben Mitteln auch zwei Maschen nebeneinander gleichzeitig aufgenommen werden können, wie dieses in Fig. 4 (Vorderansicht von Fig. 2) dargestellt ist. Es ist dazu nur eine zweite Nadel so einzusetzen, daß diese auf der anderen Seite der Platine im gleichen Abstand wie die andere Nadel geführt wird.
  • Der Stoff wird über Transportwalzen 12 geführt und von Gegendruckwalzen 13 zwischen diesen beiden festgehalten. Zur klareren Darstellung sind in Fig. 2 und 3 die Gegendruckwalzen 13 weggelassen. Die Walzen 12 und 13 sind mit zweckmäßigem -Material, z. B. Gummi, Filz od. dgl., belegt, damit einerseits der Wirkstoff nicht beschädigt, andererseits aber auch zwischen den Walzen nicht gleiten kann. Der Weitertransport geschieht durch eine nachfolgend beschriebene Vorrichtung.
  • Die Transportwalzen 12 sind auf einer Achse 14 fest bzw. starr befestigt. Die rechte äußere Walze 12 (Fig. i, 5 und 6) ist mit einer Abstufung 12° versehen, über welcher eine Rutschkupplung 15 (Fig. i) angebracht ist. Die Rutschkupplung ist so ausgebildet, daß diese sich durch den Hebel 16 bei Zug öffnet und auf der abgestuften Scheibe 12° gleitet, während sich diese bei Druck sofort schließt und die Transportwalzen 12 weitertransportiert. Um einen evtl. Leerlauf zu vermeiden, ist das Öffnen der Rutschkupplung justierbar durch eine Schraube 17. Der Weitertransport geschieht durch Exzenter 25 und 26 in Verbindung mit den Hebeln 21 und 22 vermittels der Verbindungsstangen 18 und ig sowie des Hebels 2o. Die Anordnung außerhalb der rechten Seitenwand (Fig. i) ist folgende: Die Exzenter 25 und 26, welche mit der Achse 29 starr verbunden sind, werden durch die Kurbel 30 im Uhrzeigersinn rotierend bewegt. Die Hebel 21 und 22 stehen in der dargestellten Stellung so hintereinander, daß nur der vordere Hebel 21 sichtbar ist. Hebel 21 wird, gezogen durch die Zugfeder 23, gegen den Exzenter 25 und Hebel 22 durch die Zugfeder 24 gegen den Exzenter 26 bewegt. Durch eine Stellschraube 27, welche im Teil 28 so angeordnet ist, daß der Weg des Hebels 21 begrenzt werden kann, ist es möglich, daß der Weitertransport des Stoffes jeweils um eine Maschenlänge genau einstellbar ist. Mit Hebel 22 wird durch die Verbindungsstange ig ein Hebel 2o betätigt, welcher als Bremsbacke dient und gegen die äußere, mit Gummi belegte Transportwalze 12 gedrückt wird.
  • Die Arbeitsweise zum Weitertransport des Stoffes ist folgende: Durch die Bewegung der Kurbel 30 im Uhrzeigersinn wird zuerst der Hebel 21 durch Exzenter 25 betätigt. Hebel 21 wird durch die Zugfeder 23 bis an die Stellschraube 27 zurückbewegt, wodurch die Rutschkupplung durch die Verbindungsstange 18 mitgezogen wird. Damit die Transportwalzen 12 nicht mitbewegt werden, sind diese durch Exzenter 26 über Hebel 22 und Verbindungsstange ig sowie Hebel 20 festgehalten. Durch entsprechende Anordnung der Exzenter 25 und 26 werden darauf folgend über Hebel 22 die Bremswirkung durch Hebel 20 gelöst und anschließend durch den Exzenter 25 über Hebel 21 und Verbindungsstange i8 die Rutschkupplung geschlossen und die Transportwalzen 12 weiterbewegt. Gleich darauf wird durch den Exzenter 26 die Bremswirkung auf die Transportwalzen 12 übertragen. Die Stellung der Exzenter 25 und 26 auf der Achse 29 ist zu den Kurven, welche die Maschenbildung steuern, so eingestellt, daß der Weitertransport des Stoffes während der Rückwärtsbewegung der Nadel beginnt und beendet ist, bevor die Nadel wieder vorwärts bewegt wird. Damit der Stoff auf den Transportwalzen in leicht gespannter Lage bleibt, in welcher derselbe eingeführt und festgehalten wird, sind Gegendruckwalzen 13 angebracht, welche freilaufend gelagert sind.
  • Zur Ausübung des Verfahrens ist die Maschine in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, welches für den Handbetrieb vorgesehen ist.
  • Die Maschine ist auf einem U-Formstück 31 aufgebaut, welches durch eine Knebelschraube 32 an jedem Tisch befestigt werden kann. Zur klareren Darstellung ist in Fig. 5 eine Seitenansicht mit abgenommener Seitenwand gezeigt. Der äußere Aufbau der Maschine ist in den Zeichnungen so dargestellt, daß sich eine nähere Beschreibung desselben erübrigt.
  • Einen wesentlichen Bestandteil der Maschine bilden die Kurven 33, 34, 35 und 36, welche in genannter Reihenfolge auf der Achse 29 starr befestigt sind und alle Funktionen des Maschenbildungsvorganges maßgebend beeinflussen. Durch diese Kurven werden die einzelnen Bewegungen gemäß dem vorher beschriebenen Verfahren gesteuert. Die Nadel 7 ist durch einen Nadelhalter 37 mit der Nadelstange 38 verbunden. Durch einen Anschlag 39, welcher an dem vorderen Nadelstangenlager anschlägt, wird der Vorschub der Nadelstange begrenzt. Eine Druckfeder 40, welche zwischen dem hinteren Lager und dem Anschlag eingesetzt ist, betätigt den Vorschub der Nadelstange. Die Rückwärtsbewegung derselben geschieht über das Verbindungsstück 41 durch die Kurve 35. Am hinteren Ende der Nadelstange ist eine Stellschraube angebracht, durch welche das Verbindungsstück 41 längs der Nadelstange nachstellbar ist, wodurch der Rückzug der Nadel entsprechend der Maschenlänge einstellbar ist.
  • Die Preßnadel 8 wird über einen zweiteiligen Hebel 42 und 42° durch die Kurve 34 betätigt. Die Hebelteile 42 und 42° sind scharnierartig miteinander verbunden, damit das vordere Teil 42° hochklappbar ist. Dies ist zweckmäßig, damit beim Einführen der ersten Masche auf die Nadel die Preßnadel 8 nicht hinderlich ist.
  • Die Gegendruckwalzen 13 sind auf einem schwenkbar angebrachten Halter 43 gelagert und aus vorgenanntem Grund ebenfalls hochklappbar. Der Abschlag 9 ist feststehend angebracht und so eingestellt, daß dieser unterhalb der Nadel 7 bereits bis an die Platine io mit geringem Abstand heranreicht. Die vorgenannten Teile sind alle im oberen Teil der Maschine angeordnet, während die Platine io sowie die Transportwalzen 12 in den unteren Teil der Maschine eingebaut sind. Zwischen dem oberen und unteren Maschinenteil ist so viel freier Raum geschaffen, daß der Stoff, beispielsweise Strumpf, ganz eingeführt werden kann. Die Platine io ist in einer Nut leicht beweglich geführt, welche sich in dem Platinenhalter 44 befindet. Durch eine Blattfeder 45 wird die Platine nach oben geschoben. Die Abwärtsbewegung der Platine geschieht durch einen winkelförmigen Hebel 46, welcher durch die Kurve 36 betätigt wird. Durch eine Zugfeder 47 wird der Hebel 46 an die Kurve 36 stets angelegt. Die Platine io ist an ihrem unteren Ende mit einem Fuß versehen. Der Hebel 46 ist am vorderen Ende so abgewinkelt, daß dieser Teil über den Platinenfuß zu stehen kommt und somit die Platine abwärts bewegt werden kann.
  • Um Fehler zu vermeiden, ist eine besondere Vorrichtung eingebaut, welche das Weiterarbeiten der Maschine bei Fehlereintritt verhindert. Fehler treten auf, wenn die Platine keinen frei liegenden Faden in sich aufgenommen hat bzw. leer hochgehoben wird oder wenn die Platine neben der Laufmasche in den Stoff geschoben wird. Die Feder 45, welche nur einen ganz leichten Druck auf die Platine ausübt, hebt die Platine io nur so weit an, bis ihr ein Widerstand entgegensteht. Dieser Widerstand besteht normal durch den Faden, welcher von der Kerbe ii der Platine io aufgenommen wird. Der Faden wird zu einer Schleife ausgebildet und so viel angehoben, bis die Schleife die Form eines Dreieckes angenommen hat bzw. Widerstand gegen die Platine ausübt. Die Platine erreicht dadurch eine bestimmte Höhenlage, wobei der Platinenfuß einem Draht So, welcher durch ein abgewinkeltes Blech 51 in der gleichen Höhenlage geführt ist, gegenübersteht. Der Draht 50 ist am anderen Ende mit dem Hebel 48 beweglich verbunden. Der Hebel 48, welcher schwenkbar gelagert ist, wird durch eine Blattfeder 49 leicht gegen die Kurvenscheibe 33 gedrückt. Am oberen Ende des Hebels 48 ist in gleicher Höhe die Scheibe 33 mit einem Ausschnitt versehen, in welchen der Hebel 48 eintreten kann, wenn der mit ihm verbundene Draht 5o nicht auf den Platinenfuß trifft. Dieses tritt dann ein, wenn die Platine leer hochgeht, wodurch sie dann keinen Widerstand findet und um so viel höher gehoben wird, daß der Draht 5o unter den Platinenfuß gleiten 1_L_; i.. Der Hebel 48 kann dadurch in den Einschnitt der Scheibe 33 eintreten, so daß ein Weiterdrehen der Kurbel verhindert wird und die Maschine zwangsläufig zum Stillstand kommt. Dieselbe Wirkung tritt ein, wenn die Platine mit dem Stoff kollidiert, wodurch der Platinenfuß die Höhenlage des Drahtes 5o nicht erreicht und letzterer über den Platinenfuß nach vorn gleiten kann.
  • Die Kurvenscheibe 33 ist in ihrem äußeren Durchmesser so groß, daß diese den Hebel 48 und den damit verbundenen Draht 50 so weit zurückhält, daß die Platine in ihrer Auf- und Abwärtsbewegung durch den Draht 5o nicht behindert werden kann. Die Scheibe 33 ist auf der Achse 29 so gesetzt, daß der in ihr befindliche Ausschnitt mit dem oberen Ende des Hebels 48 dann zusammentrifft, wenn die Nadel die vorderste Stellung erreicht hat. Tritt ein Fehler ein, wodurch ein Weiterarbeiten der Maschine in beschriebener Weise verhindert wird, so wird die Kurbel so weit rückwärts bewegt, daß die Platine wieder ganz nach unten gelangt. Dabei wird der Stoff in die richtige Lage gebracht und wieder vorwärts gekurbelt, wodurch die Platine io die nächstfolgende Platinenmasche wieder hochhebt. Eine genaue Einführung des Stoffes bzw. der Laufmasche über ein Führungslineal 53 verhindert jede Bildung von Fehlern weitgehendst. Fehler treten auf, wenn der `'Weitertransport des Stoffes mit der Maschenlänge nicht übereinstimmt. Um letzteres möglichst genau zu erreichen, wird vor Beginn der Arbeit die Maschenzahl, welche im Bereich von io mm liegt, ausgezählt und die Stellschraube 27, welche an ihrem Kopf numerierte Teilstriche aufweisen kann, entsprechend eingestellt.
  • Um den Stoff zu Beginn und am Ende der Arbeit ungehindert ein- und ausführen zu können, ist der Hebel 46, welcher die Platine io betätigt, von Hand ausschaltbar. Dies geschieht durch einen Schieber 52, welcher in der Längsrichtung beweglich ist und bei einem Zug nach vorn den Hebel 46 einerseits von der Kurve 36 abhebt, andererseits die Platine io nach unten drückt.
  • Um am Schluß der Arbeit die auf der Nadel befindliche Masche von der Nadel freizubekommen, wird durch den Schieber 52 die Platine in beschriebener Weise nach unten gesteuert, so daß der Nadel kein Faden mehr zugeführt wird, wodurch beim Weiterdrehen der Maschine die letzte Masche selbsttätig freigegeben wird.
  • Die Maschine nach der Erfindung gestattet ein Arbeitstempo, das mindestens so rasch ist wie das Tempo einer Kulierwirkmaschine, wenn diese nur glatte Ware bildet. Das Aufnehmen der Anfangsmaschen auf die Nadel erfolgt mit Hilfe der bekannten Deckernadel, die an der Cottonmaschine Verwendung findet. Sie wird in einem Halter befestigt. An der Maschine kann noch eine Lupe entsprechend angebracht werden, durch die das Aufnehmen der Anfangsmaschen wesentlich erleichtert wird. Durch diese Lupe kann auch der Arbeitsgang, der vollkommen selbsttätig vor sich geht, beobachtet werden.
  • Die Maschine ist so einfach zu bedienen, daß kein besonderes Anlernen notwendig ist. Die Augen werden in keiner Weise mehr so angestrengt, wie dies bei allen bisher bekannten Maschinen und Apparaten der Fall ist.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Aufnehmen von Laufmaschen unter Verwendung von bekannten Nadeln, Presse und Abschlag, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoff in leicht gespannter Lage geführt wird, wobei die frei liegenden Fäden der Laufmaschen einzeln und fortlaufend hintereinander in Form einer Schleife durch eine Platine angehoben werden, so daß die Nadel über dein Stoff jeweils unter dieser Schleife hindurchgeführt und letztere nach kurzer Rückwärtsbewegung der Platine und Nadel unter den Nadelhaken zu liegen kommt und daß dadurch die Platine, die auf der Nadel befindliche Masche sowie die aufgenommene Schleife so weit getrennt gehalten werden, daß die Nadel zwischen diesen beiden gepreßt werden kann und daß bei weiterer Rückwärtsbewegung der Nadel und Platine die Masche über die Schleife abgeschlagen wird (Fig. 2 bis 4).
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von je einer Nadel links und rechts neben der Platine gleichzeitig zwei Maschen nebeneinander aufgenommen werden (Fig. 4).
  3. 3. Maschine zum Aufnehmen von Laufmaschen nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoff zwischen Transportwalzen (12) und Gegendruckwalzen (13) der Maschine in leicht gespannter Lage durch diese geführt wird und die Anordnung des Arbeitsvorganges zwischen diesen Walzen liegt, wobei die Platine zum Anheben der einzelnen Fäden zwischen den unteren Transportwalzen unterhalb des Stoffes gelagert und geführt ist, während die Nadel, die Presse und der Abschlag oberhalb des Stoffes zwischen den oberen Gegendruckwalzen ihre Tätigkeit ausüben (Fig. 5 und 6).
  4. 4. Maschine nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Arbeitselemente, wie Nadel, Presse, Platine und Transportwalze, von einer gemeinsamen Antriebsachse durch auf ihr befestigte Kurven und Exzenter mittels Hebel oder Zwischenglieder betätigt werden und daß der Hub der Nadel bzw. Nadelstange einerseits durch einen Anschlag, andererseits durch eine Stellschraube einstellbar ist (Fig. 1, 5 und 6).
  5. 5. Maschine nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Teil der Presse (42a) sowie die Gegendruckwalzen (43) hochklappbar angeordnet sind und daß die Platine (io )durch einen Schieber (52) über einen Hebel (46) nach unten ausschaltbar ist, so daß die Ein- und Ausführung des Stoffes vor und nach der Arbeit nicht behindert sind (Fig. 5).
  6. 6. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Platine ein Führungslineal angebracht ist, über welches die Laufmasche wegweisend geführt wird (Fig. i bis 6).
  7. 7. Maschine nach Anspruch i bis :4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Weitertransport des Stoffes mit den Transportwalzen eine Rutschkupplung (i5) verbunden ist und daß der Hub entsprechend der Maschenlänge durch eine Stellschraube (27) genau regulierbar ist (Fig. i). B. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Sicherung eines genauen Transportes die Transportwalzen durch eine steuerbare Bremsbacke (2o) festgehalten werden und daß letztere nur während des Weitertransportes geöffnet ist (Fig. i). g. Vorrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verhütung von Fehlern, welche durch die Platine verursacht werden können, der Platinenfuß durch einen Draht (5o) abgetastet wird, so daß durch die Verbindung des Drahtes mit einem Hebel (48), letzterer bei Eintritt eines Fehlers in den Einschnitt einer Kurvenscheibe (33), eintreten kann und ein Weiterarbeiten der Maschine verhindert (Fig. 5). io. Platine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Platine (io) mit einem Einschnitt (ii) versehen ist, welche zum Aufnehmen und Anheben jeweils eines frei liegenden Fadens dient.
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