DE854508C - Verfahren zur Herstellung von Dicarbonsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dicarbonsaeureestern

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DE854508C
DE854508C DEB7231D DEB0007231D DE854508C DE 854508 C DE854508 C DE 854508C DE B7231 D DEB7231 D DE B7231D DE B0007231 D DEB0007231 D DE B0007231D DE 854508 C DE854508 C DE 854508C
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DE
Germany
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acid
esters
bath
dicarboxylic acid
electrolysis
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Expired
Application number
DEB7231D
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English (en)
Inventor
Hans-Albert Dr Offe
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BASF SE
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BASF SE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B3/00Electrolytic production of organic compounds
    • C25B3/20Processes
    • C25B3/29Coupling reactions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B3/00Electrolytic production of organic compounds
    • C25B3/01Products
    • C25B3/07Oxygen containing compounds

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  • Electrochemistry (AREA)
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  • Metallurgy (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Dicarbonsäureestern Es ist bekannt, daß man durch Elektrolyse der Halbester von aliphatischen Dicarbonsäuren im Gemisch mit ihren Salzen in wäßriger oder wasserfreier, beispielsweise alkoholischer Lösung die neutralen Ester der entsprechenden höhermolekularen aliphatischen Dicarbonsäuren aufbauen kann. Die hierbei als Ausgangsstoffe verwendeten Halbester werden durch Teilverseifung der Dicarbonsäurediester, durch Teilveresterung von Dicarbonsäuren oder durch Umsetzung von Dicarbonsäuren mit ihren neutralen Estern gewonnen. Derartige Halbester enthalten im allgemeinen noch größere oder geringere Beimengungen von freier Dicarbonsäure, deren Anwesenheit sich, wie gefunden wurde, bei der Elektrolyse ungünstig auswirkt. Die Ausbeute an dem erwünschten Diester wird verringert und besonders die Energieausbeute herabgesetzt. Oft tritt auch, z. B. beim Arbeiten in methanolischer Lösung, bei Anwesenheit freier Dicarbonsäuren ein Beschlag auf den Elektroden auf, der den Stromdurchgang hemmt und dadurch neben einer verminderten Energieausbeute auch eine schlechtere Raumzeitausbeute hervorruft. Der Nachweis von Dicarbonsäure durch Bestimmung der Säurezahl gelingt nur in solchen Fällen, in denen die Anwesenheit von Diester ausgeschlossen ist, was aber infolge der Herstellungsweise der Halbester meistens nicht der Fall ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß man neutrale Dicarbonsäureester durch Elektrolyse von Halbestern in besserer Raumzeitausbeute unter Einsparung von Energie erhält, wenn man von Gemischen von Halbestern mit deren Salzen ausgeht, die vor der Ausführung der Elektrolyse ganz oder weitgehend von den Dicarbonsäuren befreit worden sind. Dies kann z. B. durch Rektifikation, Extraktion oder Kristallisation geschehen. Der erforderliche Reinheitsgrad ist erreicht, wenn der Halbester in wasserfreier methanolischer Lösung beim Versetzen mit mindestens 5o bis höchstens 9o°/, der zur Neutralisation erforderlichen Menge Natriummethylat beim Elektrolysieren keinen Beschlag an den Elektroden liefert oder diese Mischung sich bei längerem Erwärmen nicht trübt.
  • Als Ausgangsstoffe können die Halbester beliebiger Dicarbonsäuren, die höhermolekular als Oxalsäure sind, . verwendet werden, so z. B. Halbester von Malonsäure, Bernsteinsäure und Glutarsäure, oder längerkettigen, wie Adipinsäure, Pimelinsäure oder Korksäure, oder langkettigen, wie Sebacinsäure, Nonandicarbonsäure und Brassylsäure. Ferner können auch Halbester von cyclischen Dicarbonsäuren (Phthalsäure) und gemischt-aliphatisch-cyclischen Säuren, z. B. Tetrahydroterephthalsäure oder Phenylendiessigsäure, verarbeitet werden. Die Carbonsäuren können sowohl gesättigt als auch ungesättigt und außerdem substituiert sein, z. B. durch Alkylgruppen, Halogenatome oder Aminogruppen. Man kann auch von Gemischen von Halbestern ausgehen, z. B. einem Gemisch aus einem Halbester der Adipinsäure mit dem Halbester der Sebacinsäure oder der Tetrahydroterephthalsäure.
  • Das Verfahren kann sowohl mit den Halbestern selbst, die man, falls sie bei gewöhnlicher Temperatur fest sind, bei etwas erhöhter Temperatur verarbeitet, oder in Gegenwart von Lösungsmitteln für den Halbester ausgeführt werden, z. B. Alkoholen, wie Methanol, Äthanol, Propanol, oder höheren aliphatischen Alkoholen oder cychschen Alkoholen, wie Cyclohexanol oder Benzylalkohol. Man kann auch andere sauerstoffhaltige Verbindungen, wie Ketone, Ester, Äther oder Acetale, benutzen. Zweckmäßig verwendet man solche Flüssigkeiten, die selbst den Strom leiten oder die Halbester in leitender Form lösen oder den Zusatz eines leitend machenden Stoffs gestatten. Auch gesättigte oder ungesättigte, aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe, z. B. Benzin, Benzol usw., sind anwendbar. Diese Lösungsmittel können auch im Gemisch untereinander oder mit anderen verwendet werden. Man kann sie auch unter Berücksichtigung ihres Siedepunktes auswählen und die Elektrolyse ausführen, während die Flüssigkeit selbst siedet. Dies trifft z. B. für Methanol zu.
  • Man kann bei gewöhnlichen oder mäßig erhöhten Temperaturen arbeiten, z. B. bei 6o, 8o, 12o oder auch 2oo°. Infolge des Stromdurchgangs tritt immer eine Temperatursteigerung auf. Man kann die Wärme gewünschtenfalls abführen, indem man einen Teil der Badflüssigkeit verdampfen läßt verflüssigt und wieder in das Bad zurückleitet oder indem man das Bad oder die Elektroden kühlt. In manchen Fällen ist es auch angezeigt, unterhalb Raumtemperatur zu arbeiten, beispielsweise bei - 20° oder darunter.
  • Im allgemeinen führt man das Verfahren bei gewöhnlichem Druck aus. Geschlossene Gefäße verwendet man, wenn man unter Druck arbeitet, beispielsweise wenn man ein leichtsiedendes Bad und erhöhte Badtemperatur, z. B. 15o°, anwendet.
  • Als Werkstoffe für die Anode sind solche geeignet, die dem Angriff des Bads während der Elektrolyse standhalten, z. B. Platin. Da an die Kathode im allgemeinen geringere Ansprüche gestellt werden, kann sie auch aus Edelstahl oder aus Eisen bestehen.
  • An der Anode wird zweckmäßig eine Stromdichte von o,oi bis 1 Amp./cm2, vorzugsweise 0,02 bis o,1 Amp./cm2, eingehalten.
  • Es ist zweckmäßig, daß man das Elektrolysebad, vor allem in der Nähe der Kathode, während der gesamten Dauer der Elektrolyse deutlich sauer hält. Dies kann durch eine sehr gute und wirkungsvolle Durchmischung des Bads, solange überhaupt noch saurer Ester vorhanden ist, erreicht werden. Man kann von vornherein mit einer verhältnismäßig hohen Konzentration an freiem Halbester arbeiten. Um das Elektrolysebad sauer zu halten, kann man ferner auch die Elektrolyse unter Druck ausführen, so daß das entstehende Kohlendioxyd nicht entweicht, sondern sich im Bad löst. Man kann auch unter Zusatz von Mineralsäure arbeiten. Enthält das Bad nur freien Halbester, so ist die Leitfähigkeit meist zu gering. Um sie zu erhöhen, gibt man ein Salz des Halbesters zu, oder man läßt dieses im Bad selbst entstehen, indem man eine entsprechende Menge von Hydroxyden, Oxyden oder Carbonaten von Kationenbildnern zugibt, z. B. von Natrium, Kalium, Ammonium, Barium, Magnesium, Kupfer, Kobalt usw. Auch organische Basen, wie Äthylendiamin, Trimethylamin oder Triäthanola.min, können hierfür verwendet werden.
  • Man kann auch fortlaufend dem Bad den umzusetzenden Halbester in dem Maße, wie er verbraucht wird, zufügen und gleichzeitig die entsprechenden Anteile der Badflüssigkeit abziehen.
  • Aus dem bei der Elektrolyse erhaltenen Bad kann man die Diester mit einem Mittel extrahieren, das, mit der Badflüssigkeit nicht mischbar ist, und das Extraktionsmittel von dem Ester abtrennen. Man kann auch den Extrakt vor der Gewinnung des Esters mit einer einen basischen Stoff enthaltenden, mit dem Extraktionsmittel nicht mischbaren Flüssigkeit behandeln, worin das Salz des Halbesters mit dem basischen Stoff löslich ist. Beispiel 300 Gewichtsteile durch Rektifikation gereinigter Adipinsäuremonomethylester, der nur noch etwa o,5°/, freie Adipinsäure gelöst enthält (Säurezahl 353) werden mit 6oo Raumteilen einer n/1-Lösung von Natriummethylat in Methanol versetzt und bei einer Stromdichte von o,o64 Amp./cm2 und bei 64° an Platinanoden elektrolysiert, bis 1 ccm des Elektrolysebads noch 0,3 ccm n/1o-Natronlauge verbraucht. Nach dem Extrahieren der Badflüssigkeit mit Pentan und Rektifikation des Extrakts werden 107 Gewichtsteile Sebacinsäuredimethylester (= 74,3°/o der berechneten Menge) erhalten. Die Stromausbeute beträgt 63°/o der berechneten, die Energieausbeute 5,3 Kilowattstunden je Kilogramm (bei einem Elektrodenabstand von r cm).
  • Elektrolysiert man dagegen noch etwa 4°/o Adipinsäure enthaltenden Adipinsäuremonomethylester (Säurezahl 364) unter den gleichen Bedingungen, so erhält man aus 3oo Gewichtsteilen 92 Gewichtsteile Sebacinsäuredimethylester (= 63,9°/o der berechneten Menge) bei einer Stromausbeute von 47,9% und einer Energieausbeute von 7 Kilowattstunden je Kilogramm.

Claims (1)

  1. PATL.NTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Dicarbonsäureestern durch Elektrolyse von Dicarbonsäurehalbestern im Gemisch mit ihren Salzen, dadurch gekennzeichnet, daB man von Gemischen von Halbestern mit deren Salzen ausgeht, die ganz oder weitgehend von den entsprechenden Dicarbonsäuren befreit worden sind.
DEB7231D 1944-07-16 1944-07-16 Verfahren zur Herstellung von Dicarbonsaeureestern Expired DE854508C (de)

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