DE8518C - Magneto-elektrische Verschlufsvorrichtung für photographische Apparate - Google Patents
Magneto-elektrische Verschlufsvorrichtung für photographische ApparateInfo
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B9/00—Exposure-making shutters; Diaphragms
- G03B9/08—Shutters
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Description
1879.
Klasse 57.
S. TH. STEIN in FRANKFURT a. M. Magneto-elektrische Verschlursvorrichtung für photographische Appa
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. Juli 1879 ab.
Die Vorrichtung ist in beiliegender Zeichnung dargestellt.
Auf dem Brett A sind drei mit Laufhuth versehene Leisten α α as aufgenietet, in welche
sich von oben her je zwei dünne Brettchen b und c einschieben lassen. Das Brettchen b
besitzt bei d ein rundes Loch, welches einem. Loche dl entspricht, das sich in dem unteren
gröfseren Brett A befindet. Das Brettchen b verschiebt sich sehr leicht in den Führungsleisten
α α und fällt, falls dasselbe nicht aufgehoben
wird, sehr rasch durch seine eigene Schwere an der Oeffnung d1 vorüber. Beider
aus der Zeichnung ersichtlichen Stellung des Brettchens b ist die Oeffnung d durch das
hintere Brett A verschlossen. Das Gleiche findet statt, wenn das Brettchen b in seine
tiefste Stellung herabgefallen ist, woselbst es, um nicht durch einen Rückstofs sich wieder
zu heben, in den Schnäpper s, Fig. 3, sich einhakt. In dem Moment, wo das Brettchen b
mit seiner Oeffnung d vor der Oeffnung d1 vorbeifällt,
kann Licht durch das Brett A hindurchdringen.
Bei B ist ein Elektromagnet angebracht, dessen Anker r mittelst einer Feder/ bei g, Fig. 1, befestigt
ist. Dieser kann durch den Winkel h dem Elektromagneten je nach Wunsch genähert
werden. Bei i und m sind zwei Stifte in den hölzernen Schieber b eingenagelt. Der Stift i
wird durch den Anker r festgehalten, wenn der Elektromagnet nicht in Thätigkeit ist, während
der Stift m bei dem Fallen des Schiebers b von dem Elektromagneten durch einen Vorsprung
η aufgehalten wird, wenn der Elektromagnet B in Thätigkeit ist, d. h. während der
Anker r von demselben angezogen wird. Ist durch Schliefsung eines elektrischen Stromes
der Elektromagnet B in Thätigkeit gesetzt, so zieht er den Anker r an und das Brettchen b
fällt von m nach η und wird, so lange der galvanische Strom geschlossen ist, bei η festgehalten,
da der Stift m während dieser Zeit auf dem Stift η aufruht.
In der aus Fig. 1 ersichtlichen Lage sind die Entfernungen der Oeffnungen in dem kleinen
Schieber b und Brett A von einander nun so abgemessen, dafs, während der Elektromagnet
in Thätigkeit ist, die Oeffnung d vor der Oeffnung d1 stehen bleibt und mithin das Licht
durch die Oeffnungen der beiden Bretter eben so lange Zeit hindurchdringen kann. In dem
Moment aber, wo der elektrische Strom wieder geöffnet ist und der Elektromagnet B den
Anker r losläfst, fällt das Brettchen wieder weiter und nimmt die Oeffnung β die Stellung d'1
ein, wodurch der Durchtritt des Lichtes wieder verhindert wird.
Will man veranlassen, dafs die Oeffnung d im Schieber b vor der Oeffnung d1 im Brettl
in einem Moment vorbeischiefst, so hat man den elektrischen Strom nur einen Moment durch
plötzliches Schliefsen und Oeffnen der Kette auf den Elektromagneten wirken zu lasseh; dann
wird der Anker in dem Bruchtheil einer Secunde angezogen und wieder abgestofsen und der
Stift m gleitet bei η vorüber, ohne aufgehalten
zu werden, mithin fällt unter Einhaltung dieser Bedingung-der Schieber b in einem Moment vor
der Oeffnung d' mit seiner Oeffnung d vorüber. Es ist demnach bei diesem Apparat, je nachdem
man den elektrischen Ström längere oder kürzere Zeit auf den Elektromagneten einwirken läfst,
dem Operateur überlassen, die Oeffnung d beliebig lange Zeit offen oder geschlossen zu
halten.
Der elektrische Strom selbst wird durch eine sehr einfache Vorrichtung bei D, Fig. 1, erzeugt;
hier ist in das Brettchen c, auf welches auch der Elektromagnet aufgenietet ist und das sich
zwischen den Leisten a a' hin- und herschieben
und befestigen läfst, ein kleines Kautschukbüchschen von 6 cm Länge und 1,5 cm Durchmesser
befestigt, in welchem sich zwei Kohlenstäbe und ein Zinkstab befinden, von welchen
Leitungsdrähte nach dem Elektromagneten führen. Die Büchse ist mit einer wässerigen Lösung
von schwefelsaurem Quecksilberoxydul, zur Hälfte gefüllt, ein bekanntlich sehr kräftiger
Elektricitätserreger, in Verbindung mit Kohle und Zink. Der Kohlen- und Zinkstab gehen
nur bis zur Hälfte der Kautschukbüchse, so dafs, wenn die Kautschukbüchse D mit ihrem
Ende u, an welchem der Kohlen- und Zinkstab sich befinden, nach unten steht, die Flüssigkeit
herunterfliefst und die Elektricität erregt wird, während, wenn die Büchse umgedreht wird,
was durch ein Doppelscharnier k k bewerkstelligt werden kann, d. h. wenn ν nach unten steht,
wie in Fig. 4, die Flüssigkeit in den anderen
Theil der Büchse zurückfliefst und dadurch die
Elektricitätserregung unterbrochen wird. Auf diese Weise kann der Elektromagnet sehr rasch
in Thätigkeit gesetzt werden.
Durch diese Einrichtung des Umdrehens im Falle des Nichtgebrauchs bleibt das kleine galvanische
Element sehr lange von constanter Wirkung und hat man nur nöthig, von Zeit zu Zeit das Kautschukbüchschen herauszunehmen,
aufzuschrauben und mit frischem Wasser und einer Messerspitze voll schwefelsaurem Quecksilberoxydul
zu füllen.
In Fig. 4 ist dieses kleine Element nochmals im Durchschnitt gezeichnet, wenn es aufser
Thätigkeit ist. α ist das Zinkstückchen, b und b1 sind die zwei Kohlenstückchen und c ist die
erregende Flüssigkeit. Wenn dieses Büchschen umgedreht wird, so läuft die Flüssigkeit bei c
direct herunter und befeuchtet die Zink- und Kohlenstückchen bei α und b, wodurch der
elektrische Strom erzeugt wird.
Dieser elektrische Strom geht nun in Fig. ι von χ nach y zu dem Elektromagneten, durch
diesen hindurch zu der Klemmschraube p und von dieser zu dem Drücker /, woselbst der
Strom geöffnet und geschlossen werden kann; von dem Drücker / geht der Strom zurück
nach der Klemmschraube q und von dieser wiederum nach der Kohle in dem Büchschen D
durch k zurück. Liegt nun das Kautschukbüchschen D so in dem Brettchen c, dafs die
Elektricität erregt wird,-und drückt man auf den Drücker /, so umkreist der elektrische
Strom den Elektromagneten- so lange, als auf den Drücker / gedrückt wird, und ebenso lange
wird der Elektromagnet r angezogen und die Operation findet statt, wie oben beschrieben.
In Fig. 2 ist die betreffende Vorrichtung im Horizontalschnitt, in Fig. 3 im theilweisen Verticalschnitt
und theilweiser seitlicher Ansicht dargestellt.
Die ganze beschriebene Vorrichtung kann entweder auf einem photographischen Objectiv
als Deckel befestigt werden, oder hinter das Objectiy in der photographischen Camera selbst
zur Abwendung und Durchlassung des Lichtes Aufstellung finden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Construction der magneto-elektrischen Verschlufsvorrichtung in ihrer ganzen Zusammensetzung, wie beschrieben, mit welcher man, ohne separate galvanische Batterie, durch Vermittelung einer eigenthümlichen sehr kleinen constanten Elektricitätsquelle einen Elektromagneten so in Thätigkeit versetzt, dafs durch einen besonderen, einfachen, am Anker des Elektromagneten angebrachten Mechanismus die Oeffnung eines photographischen Objectives, Mikroskopes oder photographischen Fernrohres für den Lichtzutritt geöffnet und geschlossen werden kann, sowohl als Momentverschlufs, wie als Oeffnungsvorrichtung auf beliebige Zeit, je nach dem Willen des Operateurs, ohne besondere Aenderungsvornahme am Mechanismus.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8518C true DE8518C (de) |
Family
ID=286015
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT8518D Active DE8518C (de) | Magneto-elektrische Verschlufsvorrichtung für photographische Apparate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8518C (de) |
-
0
- DE DENDAT8518D patent/DE8518C/de active Active
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