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Schrapperkettenförderer
Die Erfindung bezieht sich auf Schrapperkettenförderer
der Art. wie sie für den Transport von Kohle und anderen Minerahen längs des Abbaustoßes
unter Tage verwendet werden.
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Zweck der Erfindung ist es, einen Schrapperförderer zu schaffen,
welcher voneinander trennbare obere und untere Schüsse aufweist, die leicht miteinander
verbunden werden können.
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Durch die Erfindung wird in einer Hinsicht ein Schrapperkettenförderer
geschaffen, dessen Fördertrog aus voneinander trennbaren oberen und unteren Abschnitten
besteht, wobei leicht lösbare, in axialer Richtung bewegliche Verriegelungsglieder
vorgesehen sind, welche die oberen mit den unteren Abschnitten der Schüsse verriegeln
und außerdem die einander benachbarten unteren Schußabschnitte in miteinander fluchtender
Lage halten.
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In anderer Hinsicht wird durch die Erfindung ein Schrapperkettenförderer
geschaffen, bei welchem Verriegelungsglieder in Form von abgestuften Bolzen in axialer
Richtung beweglich sind, um derart die oberen Schüsse von den unteren Schüssen zu
lösen, ferner die unteren Schüsse voneinander, um derart einen beliebigen der Schüsse
zwischen den ihm benachbarten Schüssen zu entfernen.
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Weiterhin schafft die Erfindung verbesserte Verbindungsvorrichtungen
für die Miteinanderverbindung der Elemente von Schrapperkettenförderern, welche
voneinander trennbare obere und untere Abschnitte aufweisen, in Gestalt von in axialer
Richtung
beweglichen abgestuften Bolzen, die Teile von verringertem
QuerschIlitt aufweisen und in Hülsen gleitbar angeordnet sind. Diese Keile dienen
dazu, ohrenförmige Ansätze miteinander zu verbinden oder voneinander zu lösen, die
voneinander benachbarten, in der Längsrichtung miteinander fluchtenden Schüssen
vorspringen.
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Die Erfindung im einzelnen wird an Hand der in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispiele beschrieben.
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Fig. I stellt einen Querschnitt dar, welcher die Verbindung zweier
einander benachbarter Schüsse des neuen Schrapperkettenförderers zeigt; Fig. 2 zeigt
einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. I, Fig. 3 zeigt einen Vertikalschnitt
nach der Linie III-III der Fig. 2, Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht der Verbindungsstelle
zweier benachbarter Schüsse mit den Verbindungsmitteln in verriegelter Stellung;
Fig. 5 zeigt eine Draufsicht auf die Verbindungsmittel gemäß lig. 4, wobei die oberen
Schüsse entfernt sind; Fig. 6 zeigt eine perspektivische Darstellung mit einem oberen
Schuß in zum Zwecke des Abnehmen gekippter Stellung; Fig. 7 zeigt eine teilweise
Endansicht in Richtung der Pfeile VII-VII der Fig. 4 gesehen; Fig. 8 zeigt eine
Seitenansicht zweier benachbarter Schrapperkettenfördererschüsse, die an den obere
Schüssen abnehmbare Seitenplatten aufweisen, und Fig. 9 zeigt einen teilweisen Schnitt
nach der Linie IX-IX tier Fig. 8.
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Die in Fig. I bis 3 dargestellte Konstruktion besteht aus einem unteren
trogförmigen Teil 101 ion rechteckigem Querschnitt und einem oberen trogförmigen
Teil der aus zwei Gliedern 102 und 103 besteht. Das Glied I02 hat Trogform und weist
einen kurzen vertikalen, sich nach außen erweiternden Seitenteil ro2a und einen
horizontalen Teil auf, der sich quer üher den oberen Teil des unteren Troges IOI
erstreckt und in einem kurzen nach oben umgebogenen vertikalen Flansch Io2b endet.
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Ein kurzer horizontaler Flansch 104 erstreckt sich von dem Seitenglied
nach innen. Dieser umfaßt und führt eine der Seitenketten der Schrapperkette. Das
andere Glied 103 hat eine ähnliche Form, wie der Seitenteil 102a des ersten Gliedes
102 iind weist ebenfalls einen kurzen horizontalen Flansch 105 auf, der nach innen
vorspringt und die andere Seitenkette der Schrapperkette fiihrt.
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Im zusammengebauten Zustande der Teile ergibt sich ein vollständiger
Trog mit sich na cli außen verbreiternden Seitenbegrenzungen.
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Die Enden der oberen und unteren Trogschlüsse sind so ausgebildet,
daß sie derart miteinander zusammenpassen, daß sich für beide Trümer der Schrapperkette
ein fortlaufender glatter Weg ergibt.
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An beiden Seiten des einen Endes des unteren Trogschusses tragen
Winkelklampen 106 röhrenförmige Glieder 107, welche sich durch Löcher in thnlichen
Winkelklampen 105 an dem Ende des anzusch ließenclen Trogschusses erstrecken. In
dem Rohr 107 sind an der nach dem Trog zu gelegenen Seite Schlitze 109 ausgescllnitten,
untl zwar in solcher anordnung, daß zwischen dem Rohr und den Winkelklampen 106
und 108 Taschen gebildet werden, welche Eisen 110 aufnehmen, die an den oberen Troggliedern
102 und 103 befestigt sind. Es ist hieraus ersichtlich, daß durch Einführen der
Eisen 110 in die Schlitze 109 an den äußeren Enden der röhrenförmigen Glieder die
Winkelklampen 106 und 108 aufeinander zu gepreßt und damit auch die Trogschüsse
101 aneinandergepreßt und gegeneinander verriegelt werden.
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Die Eisen in den Schlitzen an den inneren Enden der Röhren dienen
lediglich <l czu, die Gesamtheit des Obertroges zu tragen uncl in ihrer Lage
zu halten.
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Durch jedes der Röhrenglieder Io7 erstreckt sich eine Verriegelungsstange
111, die etwas länger ist als die Röhre und deren Endteile einen größeren Durchmesser
besitzen, als die Bohrung der Röllre, so S<) daß derart die Stange gefesselt
ist, j jedoch iclc in einem begrenzten Maße in axialer Richtung relativ zu der Röhre
bewegen kann. In einer ihrer äußersten Stellungen liegen abgedrehte Teile 111a der
Verriegelungsstange gegenüber den Schlitzen in dem Rohr, und in der anderen äußersten
Stellung bewegen sich Teile 111b von vollem Durchmesser der Verriegelungsstange
in die Schlitzstellungen und damit in Rillen 112 der Eisen, die an dem oberen Trog
angebracht sind.
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Die Verriegelungsstange wird in die offene Stellung bewegt, wenn
die Eisen in die Schlitze eingeführt werden sollen und dann iii die verriegelnde
Stellung für den Betrieb, um in dieser ciii lIeben der ler Schrapperkette bzw. Heben
des Ol)ertroges <t aus seiner Lage zu verhindern.
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Die Schrapperkette besteht aus zwei Seitenketten. zwischen welchen
in Abständen Schrapperstangen befestigt sind.
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Zum Zwecke des Zusammenbaus des Förderers werden die Schüsse 101
des Untertroges in die Lage gebracht, in welcher die Winkelklampen 106 und 108 aneinander
anliegen und die röhrenförmigen Glieder 107 als Dübel wirken, um eine annähernde
vett ikale Übereinstimmung zu sichern. Der untere Trum der Schrapperkette 114 wird
in die unteren Schüsse eingelegt und zusammengekuppelt. Die Verriegelungsstangen
III längs einer Seite werden in die offene Stellung verschoben und der H hauptteil
102 der oberell Trogschüsse durch Einführung der Bolzen 110 in die Schlitze 109
zwischen den Röhrengliedern 107 und den damit zusammenwirkenden Winkelklampen emgepaßt.
Dann werden die Verriegelungsstangen von Hand oder mittels eines Hammers in die
verriegelnde Stellung bewegt und nunmehr der obere Trum der Schrapperkette 114 in
den oberen Trog etwas seitlich aus der fluchtenden Linie eingelegt, zusammengekuppelt
und dann seitswärts in die Arbeitsstellung verschoben. Nunmehr wird der andere Teil
103 der oberen Trogabschnitte eingepaßt, und die ihm zugeordneten Verriegelungsstangen
werden in die verriegelnde Stellung bewegt.
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Die Demontage erfolgt in Umkehr der vorstehend beschriebenen Vorgänge
bei in Zusammenbau.
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Die Schrapperkette kann sich, selbst wenn der Förderer über eine
Vertiefung verlegt ist, nicht innerhalb der Gesamtkonstruktion aus ihrer Arbeitsstellung
heben,
ferner geht die Demontage sehr einfach und schnell vor sich, ohne daß hierfür ein
anderes Werkzeug als ein Hammer notwendig ist, soweit es sich um die Gesamtkonstruktion
handelt.
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Der in Fig. 4 bis 7 dargestellte Förderer ist ein solcher, bei welchem
die oberen Schüsse so ausgebildet sind, daß die Schrapperkette nicht durch sie geführt
wird bzw diese keine Führungen für die Schrapperkette aufweisen. Bei dieser Konstruktion
sind Verriegelungsvorrichtungen einer abgeänderten Ausführungsform vorgeschen.
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An einem Ende jedes der unteren Schüsse 1 ist ein Gurt 2 unter dem
Schuß hindurch und dann nach oben geführt, welcher in horizontaler Richtung vorspringende
ohrenförmige Ansätze 3 aufweist, die von geringerer Breite sind, als der Gurt. Das
dünne Material des Schusses kann über die Kante des Gurtes umgebogen werden, um
eine glatte Fläche für die Schrapperkette zu bilden.
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Am anderen Ende des Schusses verläuft ein Gurt 4 von wesentlich stärkerer
Ausbildung (größerem Querschnitt), der ebenfalls nach oben gebogen ist, unterhalb
des Schusses. Mit den vertikalen Teilen dieses Gurtes sind Stahlgußstücke 5 verschweißt,
deren jedes zwischen ohrenförmigen Ansätzen 6, 7 einen offenen, ausgesparten oder
U-förmigen Teil aufweist. Die Aussparung ist da, wo sich das Gußstück über das Ende
des Schusses hinaus erstreckt, tiefer, und zwar um die Dicke des vorspringenden
Ansatzes 3 an dem Ende des anzuschließenden unteren Schusses. Ein Gleitbolzen 8,
zweckmäßig von L-förmigem Querschnitt, ist zwischen den Ansätzen 6, 7 an den Gußstücken
gefesselt. Der horizontale Flansch des Bolzens 8 ist in der Offenstellung gegenüber
den Aussparungen weggeschnitten, so daß Verriegelungsteile 9, 10 verbleiben, die
in der verriegelten Stellung (Fig. 5) über sie vorspringen. Der obere Schuß 11 weist
an den Enden seiner Bodenplatte angebrachte flache Glieder 12 auf, die vorstehen
und auf einem Teil ihrer Breite an der von dem Schuß entfernten Seite ausgeschnitten
sind. Das dünne Material, aus dem der Schuß besteht, kann über die Kante der flachen
Glieder umgebogen werden. Zum Zwecke der Miteinanderverbindung wird der anzuschließende
untere Schuß in seine Stellung abgesenkt, in welcher die vorspringenden Ansätze
3 auf dem Boden des tiefer ausgeschnittenen Teils zwischen den Ansätzen 6 und 7
aufruhen, wobei sich der bolzen 8 in der Offenstellung befindet. Hierdurch werden
die unteren Schüsse in in horizontaler Ebene fluchtende Stellung gebracht.
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Dann werden die oberen Schüsse 11 an ihre Stelle abgesenkt, wobei
die flachen Glieder 12 in die etwas flacher ausgesparten Teile der Gußstücke einfallen.
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Nunmehr werden die Gleitbolzen 8 in der Längsrichtung in die Verriegelungsstellung
bewegt (Fig. 4 und 5), wobei sich die vorspringenden horizontalen Flansche 9 und
10 über die an den oberen Schüssen 11 angebrachten flachen Glieder 12 bewegen und
sie in ihrer Stellung und derart auch die unteren Schüsse in vertikal dannt fluchtender
Stellung verriegeln.
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An den Führungskanten der flachen Glieder 12 des oberen Schusses
und den Führungskanten der vorspringenden Flansche 9 und 10 können starke Abschrägungen
vorgesehen werden, um derart zu sichern, daß die verschiedenen Teile der Verbindung
im Zuge der Bewegung des Bolzens 8 zwangsläufig in ihre Stellung gebracht werden.
Zum Zwecke der Demontage werden die Bolzen in die Offenstellung (nach links gemäß
Fig. 4 und 5) verschoben, in welcher die oberen Schüsse 11 ausgehoben und die unteren
Schüsse an jedem Punkte der ganzen Länge des Förderers sofort voneinander getrennt
werden können Wahlweise werden, wie in Fig. 6 dargestellt, lediglich auf einer Seite
des Förderers die Bolzen in die offene Stellung verschoben, worauf diese Seite jedes
oberen Schusses von dem Gußstück oder Preßstiick abgehoben werden kann und nunmehr
der Schuß in seitlicher Richtung verschieblich ist, bis die gegenüberliegende Seite
außer Eingriff gelangt, worauf der Obere Schuß in der normalen Weise abgehoben wird.
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Falls eine geführte Kette verwendet wird, wie gemäß Fig. S und 9,
wobei der obere Schuß aus zwei oder mehr Bestandteilen besteht, wie der abnehmbaren
oberen Seitenplatte 13 und dem hauptteil 14 des Schusses, so werden an dem unteren
Schuß Taschen 15 vorgeschen, die Eisen 16 aufnehmen, die an den Seitenteilen des
oberen Schusses zusätzlich zu den oben beschriebenen flachen Gliedern 12, die dem
Ausrichten und Verriegeln dienen, befestigt sind. Der Zweck der Eisen und Taschen
ist lediglich der, den Bestandteilen des oberen Schusses in der vertikalen Ebene
eine ausreichende Stabilität zu geben.
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Die neue Vorrichtung ermöglicht die Verwendung von oberen Trogschüssen
beliebiger Ausbildung und ihre Auswechselung, wobei die Verbindung zwischen den
Schüssen hergestellt und gelöst werden kann, ohne daß zu diesem Zweck ein anderes
Werkzeug als ein Hammer notwendig ist ferner daß sowohl die unteren als auch die
oberen Schüsse in dicht aufeinandergepaßter zueinander ausgerichteter Stellung gehalten
werden, so daß ein fortlaufender Weg für die Kette gebildet wird. Hierbei sind die
oberen und die unteteii Schüsse fest miteinaIl(ler verbunden, so daß die untere
Seite der oberen Schüsse die Unterkette bei unregelmäßig verlaufendem Untergrund
unten halten kann.
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Ferner ermöglicht die Ausführungsform der Verriegelungsvorrichtungen
nach den Fig. QT bis 9 den Ausbau viiies beliebigen unteren Schusses des Förderers.