DE84657C - - Google Patents

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DE84657C
DE84657C DENDAT84657D DE84657DA DE84657C DE 84657 C DE84657 C DE 84657C DE NDAT84657 D DENDAT84657 D DE NDAT84657D DE 84657D A DE84657D A DE 84657DA DE 84657 C DE84657 C DE 84657C
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/06Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing amino as the only directing group

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES /Hi
\
PATENTAMT.
M e 1 d ο 1 a hat durch Einwirkung von Schwefelalkalien auf den aus p-Nitrodiazobenzol und α - Naphtylamin entstehenden Amidoazokörper eine yon ihm als p-Amidobenzol-azo-amidott-naphtalin bezeichnete Base dargestellt (vergl. Chem. Soc. Journ. 43, S. 432).
Durch Einwirkung von p-Nitrodiazobenzol auf Diamidoderivate des Naphtalins und darauf folgende Reduction mittelst Schwefelalkalien lassen sich nun neue Basen herstellen, welche sich von der sogenannten Meldola'schen Base durch die Anwesenheit einer dritten Amidogruppe unterscheiden und infolge dessen auch nach verschiedenen Richtungen hin eine andere technische Verwerthung gestatten.
Die Herstellung solcher Basen soll an folgenden Beispielen beschrieben werden.
13,8 kg p-Nitranilin werden in bekannter Weise diazotirt und mit 1 5,8 kg Ct1 a4-Naphtylendiamin in salzsaurer oder essigsaurer Lösung combinirt. Der entstehende Nitrodiamidoazokörper wird mit Alkohol angeschlämmt und nach Zusatz von ca. 40 kg krystallisirtem Schwefelnatrium wird zum schwachen Sieden erwärmt. Die anfangs blau gefärbte Lösung wird hierbei zuerst mifsfarben violett und schliefslich gelbroth; ist dieser Punkt erreicht, •so wird die Operation unterbrochen und die Reactionsmasse in Salzwasser eingegossen. Das Amidobenzol-azo-diamidonaphtalin scheidet sich hierbei als braunes, in der Hitze harzig zusammenschmelzendes Pulver aus, welches abfiltrirt, mit Salzwasser gewaschen und dann getrocknet wird.
Die so dargestellte Triamidobase löst sich nur wenig in heifsem Wasser mit gelbbrauner Farbe; sie ist leicht löslich in Alkohol mit gelbbrauner, in Benzol mit gelbrother Farbe; in Aether ist sie mäfsig löslich mit rothgelber Farbe.
Aus der alkoholischen Lösung scheidet sich auf Zusatz von Schwefelsäure das in kaltem Alkohol unlösliche Sulfat als braunschwarzer Niederschlag aus.
Die Salze der Base zersetzen sich partiell in neutraler wässeriger Lösung unter Abscheidung der Base, durch einen Ueberschufs mineralischer Säuren werden sie dagegen in Lösung gehalten; so lösen z. B. verdünnte Salzsäure und Schwefelsäure im Ueberschufs die ■ Base mit intensiv carminrother Farbe auf; in verdünnter Essigsäure ist die Base nicht löslich, wohl aber in Eisessig ,mit blauvioletter Farbe. Die Lösung in concentrirter Schwefelsäure ist rothviolett gefärbt.
Auf Zusatz von Nitrit zur sauren Lösung der Salze entsteht ein orange gefärbtes Diazotirungsproduct. Die Salze der Base besitzen Farbstoffnatur und lassen sich auf tannirter Baumwolle im Gegensatz zu den Triamidoazoverbindungen der Benzolreihe mit blauschwarzer, auf Wolle mit rothbrauner Farbe fixiren. Die Base bezw. ihr Diazoderivat dient aufserdem als Ausgangsmaterial für eine Reihe neuer Farbstoffe, welche sich von denjenigen aus Triamidoazoverbindungen der Benzolreihe durch tiefere Nuance und gröfsere Echtheit unterscheiden.
Die Isolirung und Rein darstellung des Nitroamidoazokörpers bei Darstellung der vorbeschriebenen neuen Base ist nicht unbedingt erforderlich; man kann .vielmehr das erhaltene

Claims (2)

  1. Reactionsproduct direct weiter verarbeiten; auch die Anwendung von Alkohol ist nicht unbedingt erforderlich; derselbe beschleunigt infolge seines Lösungsvermögens allerdings die Reduction, jedoch lä'fst sich die letztere bei genügend feiner Vertheilung des Nitroamidoazokörpers auch in wässeriger Lösung, vornehmen.
    Ersetzt man in obigem Beispiel das a^-
    hdii
    g ^
    tylendiamin durch ax «3 - Naphtylendiamin, so entsteht ein mit dem vorbeschriebenen isomeres und demselben in den wesentlichen Eigenschaften ähnliches Product. Dasselbe ist leicht löslich in Alkohol mit rother, in Benzol mit gelbbrauner Farbe, mäfsig löslich in Aether mit gelbrother, nur sehr wenig löslich in Wasser mit gelber Farbe.
    Das in Alkohol unlösliche Sulfat der Base fällt als braunschwarzer Niederschlag beim Versetzen der alkoholischen Basenlösung mit Schwefelsäure aus.
    Die Salze der Base sind in neutraler wässeriger Lösung wenig beständig und zersetzen sich partiell unter Abscheidung der Base; dagegen hält ein Ueberschufs mineralischer Säure, z. B. Salzsäure oder Schwefelsäure, die betreffenden Salze mit fuchsinrother Farbe in Lösung. Verdünnte Essigsäure löst die Base nicht, von Eisessig wird sie dagegen mit bräunlichrother Farbe aufgenommen. Die Lösung in concentrirter Schwefelsäure ist kirschroth. Auf Nitritzusatz zu der sauren Lösung der Base entsteht eine mäfsig leicht lösliche braungelbe Diazoverbindung.
    Die Salze der Base besitzen Farbstoffnatur und lassen sich auf tanningebeizter Baumwolle im Gegensatz zu den Triamidoazoverbindungen der Benzolreihe mit violettschwarzer, auf Wolle mit braunrother Farbe fixiren. Die Base bezw. ihr Diazoderivat dient aufserdem als Ausgangsmaterial für eine Reihe neuer Farbstoffe, welche sich von denjenigen Triamidoazoverbindungen der Benzolreihe durch tiefere Nuance und gröfsere Echtheit unterscheiden.
    Pa te ν τ-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Darstellung von Triamidobenzol-azo-naphtalinen, darin bestehend, dafs man die aus p-Nitrodiazobenzol und Naphtylendiaminen entstehenden Amidoazokörper mittels Schwefelalkalien reducirt.
  2. 2. Die Ausführungsformen des in Anspruch ι geschützten Verfahrens, darin bestehend, dafs man die aus p-Nitranilin und H1 a4-Naphtylendiamin tffezw. H1 a3 - Naphtylendiamin entstehenden Amidoazokörper mittelst Schwefelalkalien reducirt.
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